1 Monat GRATIS testen, danach für nur 3,90€/Monat!
Startseite » Fachbeiträge »

Das sollten Sie wissen

Alkohol und Krebs
Das sollten Sie wissen

Zehn Prozent der Krebserkrankungen bei Männern sind in erster Linie auf den Alkoholkonsum zurückzuführen. Foto: © Jaz_cz
Experten der Inter­na­tionalen Agen­tur für Kreb­s­forschung (IARC) in Lyon erken­nen einen engen Zusam­men­hang zwis­chen Alko­holkon­sum und Kreb­srisiko. Gefährdet ist nicht nur die Leber – und erkranken kann auch, wer nur wenig trinkt.

Quelle: Rat­ge­ber aus Ihrer Apotheke/ Deutsches Grünes Kreuz e. V.

Ein Rotwein zum Aben­dessen, das Feier­abend­bier vor dem Fernse­her oder Anstoßen mit Sekt zum Geburt­stag – Gele­gen­heit­en, Alko­hol zu kon­sum­ieren, gibt es reich­lich. Ins­beson­dere Män­ner hal­ten dabei sel­ten Maß, stellt die Deutsche Kreb­shil­fe fest und warnt vor den damit ver­bun­de­nen Gesund­heit­srisiken. Denn Alko­hol kann süchtig machen und – was viele nicht wis­sen – über den Blutkreis­lauf sämtliche Organe schädigen.
Zehn Prozent der Kreb­serkrankun­gen bei Män­nern und drei Prozent bei Frauen sind in erster Lin­ie auf den Alko­holkon­sum zurück­zuführen. So kann sich aus ein­er chro­nisch erkrank­ten Leber (Alko­holzir­rhose) ein Leberkrebs entwick­eln. Das Trinken von Alko­hol begün­stigt auch die Refluxkrankheit, bei der Magen­säure in die Speis­eröhre gelangt; mit der Zeit kann dadurch Speis­eröhrenkrebs entste-hen. Außer­dem nimmt das Risiko zu, an Krebs im Mundraum, Rachen, Kehlkopf sowie an Magen, Darm oder Brust zu erkranken. Wer zusät­zlich noch raucht, steigert sein Kreb­srisiko um das Zehn- bis Hundertfache.
Ein „Gläschen in Ehren“?
Dr. Raphael Gaß­mann, Geschäfts­führer der Deutschen Haupt­stelle für Sucht­fra­gen (DHS) in Hamm warnt: „Alko­hol ist gle­ichzeit­ig Genuss­mit­tel, Rauschmit­tel, Sucht­mit­tel und Zell­gift. Das ist unter dem Strich eine ziem­lich riskante Mis­chung. Und darum gilt grund­sät­zlich: Weniger ist mehr!“
Tat­säch­lich beste­ht eine ein­deutige Dosis-Wirkungs-Beziehung: Je mehr Alko­hol getrunk­en wird, desto höher ist das Erkrankungsrisiko. Män­ner soll­ten deshalb höch­stens einen hal­ben Liter Bier oder einen Viertel­liter Wein pro Tag (20 Gramm Alko­hol) trinken, Frauen die Hälfte (10 Gramm Alko­hol). Allerd­ings: „Wer täglich ein biss­chen trinkt, kommt alles in allem nicht bess­er weg als jemand, der gele­gentlich zu viel kon­sum­iert“, schränkt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein.
Doch ist Absti­nenz tat­säch­lich gesün­der? Heißt es denn nicht, Wein sei gut fürs Herz? Diese Behaup­tung taucht immer wieder in den Medi­en auf, neben anderen ange­blich vorteil­haften Wirkun­gen des Alko­hols. Das DKFZ bestätigt eine gewisse Schutzwirkung, rät aber trotz­dem ab: „Ins­ge­samt muss auch das damit ver­bun­dene Risiko für andere Erkrankun­gen berück­sichtigt wer­den.“ Mit anderen Worten: Für den kleinen Vorteil zahlt man unter Umstän­den einen zu hohen Preis.
Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Gewinnspiel
Meistgelesen
Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 10
Ausgabe
10.2021
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 10
Ausgabe
10.2021
ABO

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de