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Achtung, Pollen im Anflug

Allergien
Achtung, Pollen im Anflug

Allergiker müssen jetzt mit verstärktem Pollenflug der Hasel rechnen. Foto: ©Jürgen Fälchle - stock.adobe.com
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Für Millio­nen von Aller­gi­kern werden die erwar­te­ten milden Tempe­ra­tu­ren in den nächs­ten Tagen mögli­cher­weise unan­ge­nehme Folgen: juckende, tränende Augen, laufende Nase und verengte Bron­chien, typi­sche Symptome einer Pollen­all­er­gie. Laut Deut­schem Wetter­dienst wird sich die Belas­tung durch Hasel­pol­len in den kommen­den Tagen deut­lich verstär­ken.

Wer jetzt, Ende Januar, nach Spazier­gän­gen an der frischen Luft unter Nies­at­ta­cken und tränen­den Augen leidet, muss damit rech­nen, auf die Pollen der Hasel aller­gisch zu sein. Die milden Tempe­ra­tu­ren werden die Pollen­be­las­tung sprung­haft anstei­gen lassen.

Pollen­flug im Patchwork-Muster

Insge­samt ist die Blüh­si­tua­tion der Hasel nicht leicht über­schau­bar. Einige Mess­sta­tio­nen an wärme­be­güns­tig­ten Stand­or­ten melden bereits jetzt schon tage­weise star­ken Hasel­pol­len­flug, während an ande­ren Statio­nen Hasel­pol­len bisher nur spora­disch gemes­sen werden. Das ist normal. Teil­weise können Hasel­nuss­sträu­cher bereits voll aufge­blüht sein, während an Sträu­chern in der Nach­bar­schaft die Kätz­chen noch wenig entwi­ckelt sind. Hier spie­len gene­ti­sche Unter­schiede zwischen einzel­nen Pflan­zen oder auch mikro­kli­ma­ti­sche Einflüsse eine Rolle, um für durch­aus beacht­li­che zeit­li­che Unter­schiede im Blüh­be­ginn und im Pollen­flug zu sorgen.

Ein Kätz­chen entlässt zwei Millio­nen Pollen­kör­ner in die Luft

Eine Hasel verfügt sowohl über weib­li­che als auch über männ­li­che Blüten. Für Aller­gi­ker bedeu­tend sind die männ­li­chen Blüten­stände, auch als „Kätz­chen“ bezeich­net. Die zu den Birken­ge­wäch­sen gehö­ren­den Sträu­cher haben ihre Haupt­blü­te­zeit im Februar und März, bevor die Blät­ter austrei­ben. Ein einzi­ges Kätz­chen enthält etwa zwei Millio­nen Pollen­kör­ner.

Kreuz­all­er­gien: keine Äpfel essen, wenn Hasel­pol­len flie­gen

Menschen, die gegen Hasel­pol­len aller­gisch sind, reagie­ren oft auch auf andere Früh­blü­her, allen voran auf Birken- und Erlen­pol­len. Und nicht nur das: Wer gegen Hasel oder Birke aller­gisch ist, verträgt manch­mal auch bestimmte Obst- und Gemü­se­sor­ten nicht. Dahin­ter steckt eine Kreuz­all­er­gie. Der Grund für eine solche Kreuz­all­er­gie ist die weit verzweigte Verwandt­schaft der Pflan­zen unter­ein­an­der. Das führt dazu, dass sich die Aller­gene ähneln. Das Immun­sys­tem reagiert nicht nur auf Pollen, sondern wegen der Ähnlich­keit auch auf bestimmte Inhalts­stoffe von pflanz­li­chen Nahrungs­mit­teln. Bei Hasel­pol­len­all­er­gi­kern häufig sind aller­gi­sche Reak­tio­nen auf Äpfel. Weitere Kreuz­all­er­gien treten bei dem Verzehr von Birnen, Kiwi, Selle­rie, rohen Karot­ten und Nüssen (v. a. Hasel­nüs­sen) auf. Aller­dings können manche Hasel­pol­len­all­er­gi­ker im Herbst, wenn keine Hasel­pol­len flie­gen, problem­los Äpfel vertra­gen. Wer erwie­se­ner­ma­ßen auf Hasel­pol­len reagiert, sollte also zumin­dest in der Zeit des Pollen­flugs genau darauf achten, ob sich Symptome nach dem Essen der genann­ten Nahrungs­mit­tel verschlech­tern und ggf. in der Zeit auf den Genuss verzich­ten.

Kosten­lose App

Für hoch­sen­si­bi­li­sierte Aller­gi­ker kann es hilf­reich sein, sich über den tages­ak­tu­el­len, loka­len Stand des Pollen­flugs zu infor­mie­ren. Dafür bietet die Stif­tung Deut­scher Pollen­in­for­ma­ti­ons­dienst eine Pollen-App an, die kosten­los unter www.pollenstiftung.de herun­ter­ge­la­den werden kann. In der App können Nutzer zusätz­lich ihre Symptome doku­men­tie­ren und diese mit der Stärke des Pollen­flugs verglei­chen.

Quelle: DGK

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