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Bildschirmarbeitsplatzbrille - Gut sehen am Computer

Beschwerdefreies Sehen am Bildschirm
Bildschirmarbeitsplatzbrille — Gut sehen am Computer

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Die Bild­schir­mar­beit­splatzbrille ist extra für die Arbeit am Com­put­er gedacht. Sie ermöglicht ein opti­males und beschw­erde­freies Sehen am Bild­schirm. Manche nen­nen sie deshalb auch Computerbrille.

Egal, ob am Bild­schirm Tabellen zu erstellen sind, Briefe getippt wer­den oder Bankgeschäfte online erledigt wer­den: Gesund arbeit­en heißt in all diesen Fällen, die Abbil­dun­gen auf dem Bild­schirm gut zu erken­nen und gle­ichzeit­ig Papier­vor­la­gen lesen zu kön­nen. Älteren Mitar­beit­ern oder Trägern von Gleit­sicht- beziehungsweise Zweistärken­brillen (Bifokalbrillen) fällt das jedoch oft schwer.

„Office-Eye-Syndrom“

Com­put­er­ar­beit ist für die Augen Schw­er­star­beit. Wer­den sie zu sehr beansprucht, kann das zu Ermü­dungser­schei­n­un­gen, Kopf­schmerzen und Lichtempfind­lichkeit führen. Typ­is­che Anze­ichen für eine Über­beanspruchung sind trock­ene, bren­nende oder trä­nende Augen. Experten beze­ich­nen das gerne mit dem Begriff „Office-Eye-Syn­drom“ also „Büro-Augen-Syn­drom“.

Ein ergonomisch gestal­teter Bild­schir­mar­beit­splatz kann bei gesun­den und nor­mal­sichti­gen Augen viel zur all­ge­meinen Gesund­heit beitra­gen. Wenn jedoch im Alter die Sehleis­tung nach­lässt, schieben die einen den Mon­i­tor weit­er von sich weg. Die andere set­zen die Brille ab, leg­en den Kopf in den Nack­en und beu­gen sich nach vorne, um die Darstel­lun­gen auf dem Bild­schirm erken­nen zu kön­nen. Wer­den Sehschwächen oder der Sehfehler nicht aus­re­ichend kor­rigiert, führt das zu gemindert­er Konzen­tra­tions- und Leis­tungs­fähigkeit bei der Bild­schir­mar­beit, zu Verspan­nun­gen, Schmerzen und müden Augen. Auf Dauer kön­nen die Beschw­er­den sog­ar zu chro­nis­chen Schä­den führen.

Mit dem Alter kommt die Brille

Laut Sta­tis­tis­chem Bun­de­samt arbeit­en rund 68 Prozent der 25- bis 54-Jähri­gen und 60 Prozent der über 55-Jähri­gen in Deutsch­land täglich am Com­put­er. Von den 30- bis 44-Jahri­gen tra­gen 42 Prozent eine Brille. Ab etwa dem 40. Leben­s­jahr nimmt das Sehen in der Nähe ab, da die Augen­linse an Flex­i­bil­ität ver­liert. Und so kommt es, dass 93 Prozent der 60-Jähri­gen eine Brille tra­gen, so das Allens­bach­er Institut.

Die Sicht­bere­iche ein­er „nor­malen“ Gleit­sicht­brille sind an den Träger beziehungsweise seinen Anforderun­gen im pri­vat­en Bere­ich aus­gerichtet. Der obere Bere­ich der Brille ist so geschlif­f­en, dass man damit scharf in die Ferne blick­en kann. Der mit­tlere Bere­ich ermöglicht es zum Beispiel, einen Fahrplan oder die Anzeige des Bor­d­com­put­ers im Auto zu lesen. Mit dem unteren Sicht­bere­ich lässt sich ein Buch oder die Zeitung im Abstand von etwa 30 bis 45 Zen­time­tern lesen.

Für die Arbeit am Bild­schirm müssen die Sicht­bere­iche jedoch anders definiert wer­den. Der Abstand der Augen zum Bild­schirm liegt bei nor­maler Kopf- und Kör­per­hal­tung in der Regel bei 60 bis 80 Zen­time­tern. Um auch die Tas­tatur sowie Unter­la­gen auf dem Schreibtisch klar zu erken­nen, müssen die Bril­lengläs­er im unteren Bere­ich entsprechend geschlif­f­en sein. Für Tätigkeits­bere­iche mit Kun­denkon­takt wie etwa am Emp­fang gibt es aber auch Gläs­er, mit denen man auf eine erweit­erte Dis­tanz hin­weg scharf sehen kann.

Ein Recht auf gutes Sehen

Arbeit­ge­ber müssen Beschäftigten, die an Bild­schir­mgeräten arbeit­en, regelmäßig eine Unter­suchung der Augen und des Sehver­mö­gens durch eine fachkundi­ge Per­son anbi­eten, so die Verord­nung zur arbeitsmedi­zinis­chen Vor­sorge (ArbMedVV). Ergibt sich aus der Vor­sorge­un­ter­suchung oder der Gefährdungs­beurteilung, dass eine Bild­schir­mar­beit­splatzbrille notwendig ist, ist der Arbeit­ge­ber verpflichtet, diese dem Arbeit­nehmer zur Ver­fü­gung zu stellen. Der Arbeit­ge­ber kann dafür ein augenärztlich­es Gutacht­en fordern. Wird etwa durch den Betrieb­sarzt die Indika­tion für eine spezielle Sehhil­fe am Bild­schir­mar­beit­splatz gestellt, trägt der Arbeit­ge­ber die Gebühren für die Unter­suchung durch den Auge­narzt und die Kosten für die Bild­schir­mar­beit­splatzbrille – im erforder­lichen Umfang. Die Häu­figkeit der Erstat­tung ein­er Brille beziehungsweise neuer Gläs­er sollte sich an der indi­vidu­ellen Verän­derung der Augen orientieren.

Zusätzliche Optionen

Der Arbeit­nehmer kann übri­gens – nach Absprache mit dem Arbeit­ge­ber und auf eigene Kosten – die Bild­schir­mar­beit­splatzbrille zusät­zlich nach seinen Wün­schen gestal­ten lassen, etwa durch …

  • Markengläs­er,
  • eine bessere Entspiegelung,
  • eine Erweiterung hin zu Gleit­sicht­gläsern sowie
  • eine höher­w­er­tige Brillenfassung.

Foto: privat

Autorin: Bet­ti­na Brucker

Freie Autorin und Journalistin


Checkliste zur Auswahl Ihrer Bildschirmarbeitsplatzbrille

  • Messen Sie vor dem Gang zum Optik­er den Abstand zum Bild­schirm, zur Tas­tatur sowie zu einem Blatt Papi­er auf Ihrem Schreibtisch.
  • Entschei­den Sie sich für große Bril­lengläs­er, wenn Sie an einem großen Bild­schirm arbeiten
  • Sollen mehrere Sehzo­nen im Bril­len­glas eingeschlif­f­en wer­den, soll­ten Sie eine Bril­len­fas­sung mit ein­er gewis­sen Höhe wählen.
  • Lassen Sie nach Möglichkeit Kun­st­stof­fgläs­er ein­bauen, damit Ihre Bild­schir­mar­beit­splatzbrille möglichst leicht ist. Das erhöht den Tragekomfort.
  • Lassen Sie die Bril­lengläs­er entspiegeln, damit Ihre Augen nicht durch Lichtre­flex­io­nen oder Spiegelun­gen gestört werden.
  • Kaufen Sie Ihre Bild­schir­mar­beit­splatzbrillen am besten beim Augenop­tik­er. Er passt die Brille indi­vidu­ell und mil­lime­ter­ge­nau an.

Checkliste

Das soll­ten Sie bei der Auswahl Ihrer Bild­schir­mar­beit­splatzbrille beachten:

  • Messen Sie vor dem Gang zum Optik­er den Abstand zum Bild­schirm, zur Tas­tatur sowie zu einem Blatt Papi­er auf Ihrem Schreibtisch.
  • Entschei­den Sie sich für große Bril­lengläs­er, wenn Sie an einem großen Bild­schirm arbeiten.
  • Sollen mehrere Sehzo­nen im Bril­len­glas eingeschlif­f­en wer­den, soll­ten Sie eine Bril­len­fas­sung mit ein­er gewis­sen Höhe wählen.
  • Lassen Sie nach Möglichkeit Kun­st­stof­fgläs­er ein­bauen, damit Ihre Bild­schir­mar­beit­splatzbrille möglichst leicht ist. Das erhöht den Tragekomfort.
  • Lassen Sie die Bril­lengläs­er entspiegeln, damit Ihre Augen nicht durch Lichtre­flex­io­nen oder Spiegelun­gen gestört werden.
  • Kaufen Sie Ihre Bild­schir­mar­beit­splatzbrillen am besten beim Augenop­tik­er. Er passt die Brille indi­vidu­ell und mil­lime­ter­ge­nau an.

Weitere Informationen zum Thema gibt es …

  • … in der Broschüre „Gutes Sehen im Büro: Brille und Bild­schirm – per­fekt aufeinan­der abges­timmt“ der Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin (BAuA) unter www.baua.de Ange­bote Pub­lika­tio­nen baua: Prax­is Gutes Sehen im Büro
  • … in der DGUV Infor­ma­tion 250–008, „Sehhil­fen am Bild­schir­mar­beit­splatz: Hil­fen für die Verord­nung von speziellen Sehhil­fen an Bild­schir­mar­beit­splätzen“ unter https://publikationen.dguv.de
  • … in der VBG-Info „Sehhil­fe am Bild­schir­mar­beit­splatz“ unter www.vbg.de

Praxis-Tipps

  • Lassen Sie Ihr Sehver­mö­gen ab dem 40. Leben­s­jahr regelmäßig kontrollieren.
  • Nehmen Sie das Ange­bot der arbeitsmedi­zinis­chen Vor­sorge­un­ter­suchung wahr.
  • Lassen Sie sich bei Bedarf eine Bild­schir­mar­beit­splatzbrille verordnen.
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