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Farbfehlsichtigkeit

Der Schutz­lei­ter muss erkannt werden

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Während die Farben­blind­heit sehr selten ist, leiden etwa acht Prozent der Männer, aber weni­ger als ein Prozent der Frauen an einer Farb­fehl­sich­tig­keit. Diese ist von Mensch zu Mensch unter­schied­lich ausge­prägt. In den meis­ten Fällen können die Farben Grün oder Rot nur erkannt werden, wenn sie sehr kräf­tig sind. Im tägli­chen Leben kann eine Farb­fehl­sich­tig­keit gar nicht auffal­len.

Susanne Bonne­mann, Fach­ärz­tin für Arbeits­me­di­zin, Fach­ge­biet Arbeits­me­di­zin und arbeits­be­dingte Gesund­heits­ge­fah­ren, BG ETEM

Die Ursa­che einer Rot‐Grün‐Farbsehschwäche ist eine ange­bo­rene Verän­de­rung der Sinnes­zel­len in der Netz­haut und kann sich im Lauf der Lebens­zeit verstär­ken oder vermin­dern.

Bei einer Farben­blind­heit können nur Kontraste oder gar keine Farben wahr­ge­nom­men werden.
Eine Blau‐Gelb‐Farbfehlsichtigkeit dage­gen kann zum Beispiel berufs­be­dingt auftre­ten.

Farben sehen und Beruf

Farb­fehl­sich­tige können nicht alle Berufe ausfüh­ren. Für bestimmte Berufe wie zum Beispiel
Pilot, Kraft­fah­rer oder in der Seeschiff­fahrt ist in diver­sen Vorschrif­ten (etwa in der Fahr­erlaub­nis­ver­ord­nung) die Fest­stel­lung der Farb­seh­tüch­tig­keit gere­gelt, da das Ausüben dieser Berufe eine beson­dere Verant­wor­tung für andere Menschen (zum Beispiel Passa­giere, andere Stra­ßen­ver­kehrs­teil­neh­mer) mit sich bringt. Auch durch die Jugend­ar­beits­schutz­un­ter­su­chung, an der berufs­tä­tige Jugend­li­che unter 18 Jahren teil­neh­men müssen, kann eine Farb­fehl­sich­tig­keit erkannt werden.

Weit­rei­chende Auswir­kun­gen kann eine Farb­fehl­sich­tig­keit oder eine Farben­blind­heit auch bei Elek­tro­nik­be­ru­fen haben, wenn zum Beispiel bei Arbei­ten an elek­tri­schen Anla­gen bestimmte Farb­co­die­run­gen nicht rich­tig unter­schie­den oder zuge­ord­net werden können. Um bei Arbei­ten an elek­tri­schen Anla­gen Strom­un­fälle zu verhin­dern, sind die soge­nann­ten fünf Sicher­heits­re­geln zu beach­ten und einzu­hal­ten:

  1. Frei­schal­ten
  2. Gegen Wieder­ein­schal­ten sichern
  3. Span­nungs­frei­heit fest­stel­len
  4. Erden und Kurz­schlie­ßen
  5. Benach­barte, unter Span­nung stehende Teile abde­cken oder abschran­ken

Unter dem Aspekt der Unfall­ver­hü­tung und des Gesund­heits­schut­zes der Beschäf­tig­ten kann eine Über­prü­fung der Farb­seh­fä­hig­keit, bezo­gen auf eine Tätig­keit mit beson­de­ren Anfor­de­run­gen, sinn­voll sein. Der Arbeit­ge­ber kann eine solche Unter­su­chung in Auftrag geben.

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