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Fremdgerüche in Büroräumen

Fremdgerüche in Büroräumen
Es liegt was in der Luft …

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Was ist zu tun, wenn Fremd­ge­rü­che in Büro­räu­men auftre­ten? Wie zuver­läs­sig ist über­haupt die mensch­li­che Nase? Dieser Beitrag zeigt, was hinter üblen Gerü­chen stecken kann, und wie sich eine profes­sio­nelle Über­prü­fung dieser belas­ten­den und womög­lich gesund­heits­ge­fähr­den­den Situa­tion gestal­tet.

Da ist er wieder, dieser unan­ge­nehme, beißende Geruch. Er zieht durch das Groß­raum­büro, das in einem ehema­li­gen Fabrik­ge­bäude unter­ge­bracht ist, um kurz darauf wieder zu verschwin­den. In schöns­ter Regel­mä­ßig­keit haben die Beschäf­tig­ten ihn in der Nase. Doch was hat es damit auf sich?

Mit dem Sinnes­ein­druck allein kam man hier nicht weiter. Also beauf­tragte der Arbeit­ge­ber ein Unter­neh­men, das sich auf Analy­tik und Bera­tung spezia­li­siert hat. Und tatsäch­lich kamen die Prüfer der Ursa­che auf die Spur: Der Geruch rührte von einem alten Fahr­stuhl, der nach wie vor die Etagen des Gebäu­des verband. Sobald ihn jemand benutzte, wurde die von altem, ranzi­gem Maschi­nenöl beauf­schlagte Schacht­luft einmal durch das ganze Büro gepumpt.

Akri­bi­sche Suche nach den Ursa­chen

Hier half es uns sehr, den Geruch aufgrund unse­rer Erfah­run­gen zu kennen und daher zu wissen, dass nach alten geöl­ten Maschi­nen­bau­tei­len zu suchen war“, erklärt Dipl.-Ing. Chemie Jannis Draki­dis, Leiter des Geschäfts­felds Immo­bi­lien bei der Wess­ling GmbH und als staat­lich verei­dig­ter Sach­ver­stän­di­ger für die Firma tätig. Doch auch für die Profis sind solche Vorkomm­nisse mitun­ter eine Heraus­for­de­rung. Manche Prüfun­gen führen erst nach Stun­den oder Tagen zum Erfolg. „Vor allem, wenn die Ursa­che des Geruchs tief in der Bausub­stanz verbor­gen liegt und umso mehr, wenn dieser zum Beispiel unre­gel­mä­ßig auftritt, weil Fakto­ren wie Sonnen­ein­strah­lung oder Wind­ver­hält­nisse ihn beein­flus­sen.“ Hier hilft insbe­son­dere die Erfah­rung den „Geruchs­de­tek­ti­ven“ auf die Sprünge.

Kunst­stoff, Ratte, Syphon

Jannis Draki­dis kennt einige Beispiele für derart versteckte Ursa­chen aus der Praxis: „Einmal war bei einer Jalou­sie, die außen am Fens­ter ange­bracht war, der Kunst­stoff durch das UV-Licht dege­ne­riert. Dies führte dazu, dass es stark nach verbrann­tem Horn roch – aber nur, wenn die Sonne schien und das betref­fende Fens­ter geöff­net wurde.“ Zudem sei eine tote Ratte in der Isolie­rung einer über das Dach hinaus­ra­gen­den Haus­wand, der soge­nann­ten Attika, immer nur dann durch ihren „Duft“ aufge­fal­len, wenn der Wind stark genug auf diese Haus­seite blies, um ihn über leere Kabel­rohre hinweg zwei Stock­werke tiefer in den dorti­gen Wand­ka­nal zu trei­ben. „Wir hatten es auch schon mit einem trocken gefal­le­nen Syphon zu tun, der mit einem Putz­tuch nicht wirk­lich verschlos­sen worden war. Der üble Geruch venti­lierte immer, wenn im Stock­werk Abwas­ser anfiel. In der abge­häng­ten Unter­de­cke hörten wir das Abwas­ser im Rohr rauschen und konn­ten auch den Geruch wahr­neh­men. Die Ursa­che lag aber in der nach­träg­lich vorge­setz­ten Wand­ver­klei­dung weit darun­ter – und war daher nicht einseh­bar.“

Zusam­men­hänge oft unklar

Dazu, die Ursa­chen von Gerü­chen möglichst früh­zei­tig zu orten und zu besei­ti­gen, können die Beschäf­tig­ten zwar etwas beitra­gen, dies zumeist aber nur in Gren­zen. „Betrof­fene Perso­nen können häufig keinen Zusam­men­hang zwischen dem Geruch des Mate­ri­als und der Raum­luft herstel­len“, erklärt Jannis Draki­dis. Eine zu feuchte Büro­palme mit verfau­len­den Knol­len etwa werde oft nicht als Geruchs­ur­sa­che erkannt, weil sie oben im Regal steht. „Und einen offe­nen Siphon hinter der Wand­ver­klei­dung kann so gut wie niemand erah­nen, wenn er nicht beim Bau der Wand dabei war. Eine nach Teer­che­mie stin­kende Schreib­un­ter­lage wird nicht als Ursa­che iden­ti­fi­ziert, weil der Geruch durch die Verdün­nung in der Raum­luft eine andere Quali­tät ange­nom­men hat“, ergänzt der Fach­mann.

Die übli­chen Verdäch­ti­gen

Welche Ursa­chen kommen infrage, wenn Beschäf­tigte Fremd­ge­rü­che in Büro­räu­men wahr­neh­men? „Bei der Suche nach Geruchs­quel­len soll­ten Gebrauchs­ge­gen­stände, das Mobi­liar, der Nutzer oder unge­be­tene tieri­sche Gäste genauso beach­tet werden wie die Baustoffe, die Instal­la­tio­nen und auftre­tende Baufeuchte“, fasst der Experte zusam­men. Zu den immer wieder auftre­ten­den „Dauer­bren­nern“ zählen:

  • die faulen­den Knol­len einer Büro­palme,
  • Teppich­bö­den und deren Kleber preis­wer­te­rer Quali­tät,
  • falsch gepflegte Linole­um­be­läge,
  • die undichte Abwas­ser­lei­tung
  • Mäuse oder Ratten in hohlen Mauern und in Unter­de­cken. 

Der Experte hat noch einen grund­sätz­li­chen Tipp: „Je mehr Quel­len zum Geruch der Raum­luft beitra­gen, desto schwie­ri­ger wird ihre Ortung. Daher soll­ten sich Lufter­fri­scher oder Perso­nen mit merk­li­chem Parfum­ge­brauch nicht im Raum befin­den, wenn die Suche beginnt.“

Der erste Eindruck ist wich­tig

Profes­sio­nelle Prüfer stehen prin­zi­pi­ell vor densel­ben Heraus­for­de­run­gen. Deshalb soll­ten sie eine ziel­füh­rende Stra­te­gie verfol­gen, wie Jannis Draki­dis erläu­tert. „Dazu gehört, unbe­dingt den aller­ers­ten Eindruck beim Betre­ten des Raumes fest­zu­hal­ten – am besten durch lautes Ausspre­chen, denn den ersten Eindruck verges­sen wir sonst sehr schnell. Die grund­sätz­li­che Quali­tät dieses Eindrucks, also zum Beispiel ‚natürlich-muffig‘ oder ‚künstlich-süßlich‘, gibt die Such­an­lei­tung für die weitere Abklä­rung aller Bauteile und Gegen­stände – also nicht etwa schon eine konkrete Asso­zia­tion wie Ratte, Abwas­ser, diese Isolier­platte oder jener Boden­be­lag.“ Durch die zwischen­zeit­lich immer wieder erholte Nase geführt oder im gut gelüf­te­ten Raum können alle geruchs­in­ten­si­ven Mate­ria­lien erfasst, in Gläs­chen beprobt und in neutra­ler Umge­bung nach Inten­si­tät und grund­sätz­li­chem Charak­ter der Raum­luft­qua­li­tät zuge­ord­net werden.

Die TVOC-Werte ermit­teln

Anhand einer Analyse auf die soge­nann­ten VOC (Volu­tile Orga­nic Compounds – flüch­tige orga­ni­sche Verbin­dun­gen) in der Raum­luft kann ergän­zend über­prüft werden, ob Substan­zen in erhöh­ter Konzen­tra­tion vorlie­gen, die vom Ausschuss für Innen­raum­richt­werte am Umwelt­bun­des­amt mit einem Richt­wert (RWI = Ziel­wert, RWII = Eingreif­wert) verse­hen wurden, oder ob die Summe aller Verbin­dun­gen die fünf­stu­fig gestaf­felt aufge­stell­ten TVOC-Werte über­schrei­tet (das T steht für „Total“). „Anhand dieser Werte wurde eine Reihe von Maßga­ben erstellt, zum Beispiel für die Lüftung oder die Raum­nut­zung“, erklärt Jannis Draki­dis. „Gege­be­nen­falls müssen auch die Alde­hyde, sehr leicht­flüch­tige Verbin­dun­gen, oder Schim­mel­spo­ren in der Raum­luft mit getrenn­ten Verfah­ren über­prüft werden. Diese Analy­sen sind dazu geeig­net, die Sicher­heit der Raum­luft­si­tua­tion zu über­prü­fen, aber sie führen oft nicht zur siche­ren Iden­ti­fi­zie­rung der Quelle. Denn unsere Nase mit ihren pass­ge­nauen Riech­grüb­chen ist auf ganz bestimmte Stoffe ausge­rich­tet und misst anders als ein tech­ni­sches Instru­ment.“

Trotz­dem sei der Geruch häufig ein wich­ti­ger Anzei­ger für eine belas­tete Situa­tion. Genauso zu beach­ten sind nach Anga­ben des Sach­ver­stän­di­gen aber auch Stress­sym­ptome wie Kopf­schmer­zen, Schleim­haut­rei­zun­gen oder Konzen­tra­ti­ons­stö­run­gen, die im klaren Zusam­men­hang mit einem Raum oder einem Gebäude auftre­ten. „Sie können leich­tere oder schwe­rere Belas­tungs­bil­der anzei­gen, jeden­falls muss aber von einer Minde­rung der Leis­tungs­fä­hig­keit ausge­gan­gen werden.“ Es lohne sich also, diese Anzei­chen ernst zu nehmen und durch eine Über­prü­fung zu einer sach­li­che­ren Aussage darüber zu gelan­gen, ob und welcher Bedarf besteht.

Die oft trüge­ri­sche „Spür­nase“

Ein Hinweis von Beschäf­tig­ten wie etwa „Hier stinkt’s“ oder „Es riecht bei uns im Büro komisch“, sagt also erst einmal nicht viel über die Ursa­che aus. „Gerü­che sind die Fehler­quelle schlecht­hin, denn das Geruchs­emp­fin­den wird unter ande­rem beein­flusst durch die Beschaf­fen­heit der Nasen­schleim­häute, die zum Beispiel bei trocke­ner Luft anders ist als bei höhe­rer Luft­feuchte“, bestä­tigt Dr. rer. nat. Chris­toph Emmel von der Berufs­ge­nos­sen­schaft der Bauwirt­schaft (BG BAU). Als Leiter des Refe­rats Mess­tech­nik in der Haupt­ab­tei­lung Präven­tion ist er selbst auch für Arbeits­platz­mes­sun­gen zustän­dig und nennt einen wesent­li­chen Faktor: „Wich­tig ist auch zu ermit­teln, ob mit den aufge­tre­te­nen frem­den Gerü­chen auch gesund­heit­li­che Beschwer­den einher­ge­hen.“

Mit ande­ren Worten: Die Wahr­neh­mung von Gerü­chen allein lässt noch keine Rück­schlüsse auf die gesund­heit­li­che Rele­vanz zu. Sie kann aber ein Hinweis darauf sein, dass die Luft­qua­li­tät und Bedin­gun­gen am Arbeits­platz nicht opti­mal sind. „Die für uns wesent­li­che Frage ist dann auch: Hat sich in dem Raum in der letz­ten Zeit etwas geän­dert?“, ergänzt der Experte. „Also wurde etwa ein neuer Teppich­bo­den verlegt, kam neue Farbe an die Wand, wurden neue Geräte ange­schafft oder kamen neue Mitar­bei­ter hinzu?“ Viele unter­schätz­ten etwa, dass schon ein Parfum oder eine Duft­lampe einen für manche Menschen unver­träg­li­chen Geruch haben könne – genauso wie ein bestimm­ter Tee, den ein Kollege regel­mä­ßig trinkt. „Das hängt auch von der indi­vi­du­el­len Vorbe­las­tung wie zum Beispiel durch Aller­gien ab.“

Riech­ver­lust, Gewöh­nung und Sensi­ti­vie­rung

Erschwe­rend hinzu komme, dass der Geruchs­sinn bei Menschen extrem unter­schied­lich ausfal­len kann. „Einige riechen so gut wie gar nichts, andere wiederum reagie­ren beson­ders empfind­lich auf Gerü­che“, fasst Chris­toph Emmel zusam­men. „Und dazwi­schen ist die Band­breite groß.“ Konkret leiden rund fünf Prozent der Bundes­bür­ger an einer Anos­mie, einem komplet­ten Riech­ver­lust. Circa 20 Prozent haben Schät­zun­gen zufolge ihren Geruch­sinn teil­weise einge­büßt (Hypo­s­mie), andere wiederum besit­zen ein beson­ders ausge­präg­tes Geruchs­ver­mö­gen (Hyper­os­mie). Neben der Beschaf­fen­heit der Schleim­häute beein­flus­sen Fakto­ren wie Gewöh­nung oder auch das Gegen­teil davon, die soge­nannte Sensi­ti­vie­rung, das indi­vi­du­elle Geruchs­emp­fin­den. „Wenn wir einen Geruch in einem Raum gemel­det bekom­men, ist unsere Tendenz daher erst einmal zu klären: Riecht das nur diese eine Person oder riechen das auch andere Beschäf­tigte?“, sagt Chris­toph Emmel. „Auch so kann man das schon einmal eingren­zen und erste Maßnah­men ergrei­fen.“

Wahr­neh­mun­gen ernst nehmen

Falls jemand sensi­bel auf einen Geruch reagiere, der andere nicht stört und auch keine Auswir­kun­gen auf die Gesund­heit hat, könne es beispiels­weise schon helfen, wenn die betrof­fene Person in einen ande­ren Arbeits­raum umziehe. „In jedem Fall aber sollte man entspre­chende Wahr­neh­mun­gen ernst nehmen, schließ­lich kann schon Unwohl­sein Beschäf­tigte an ihrem Arbeits­platz beein­träch­ti­gen und zum Beispiel auch auf falsches Lüften hindeu­ten. Und auch das lässt sich schon mit einfa­chen Maßnah­men ändern.“

Die Beschwer­den abglei­chen

Nach der Ermitt­lung der Geruchs­quel­len und Gefahr­stoffe ist die Über­prü­fung noch nicht been­det. Denn nun müssen die Beschwer­den der Beschäf­tig­ten mit den Beschwer­den, die durch die ermit­tel­ten Stoffe ausge­löst werden können, abge­gli­chen werden. Dazu setzen sich die Arbeits­me­di­zi­ner mit Unter­stüt­zung der Exper­ten von der Mess­stelle mit den Beschäf­tig­ten zusam­men. „Stim­men die Beschwer­de­bil­der über­ein, ist ein Zusam­men­hang zwischen den Stof­fen, die hinter den Gerü­chen stecken, möglich“, erklärt Chris­toph Emmel.

Dabei gebe es aber auch Beschwer­den, die nicht mit den Gerü­chen zu tun haben müssen, sondern zum Beispiel auf die klima­ti­schen Bedin­gun­gen (insbe­son­dere Luft­feuch­tig­keit) und Lüftung (Kohlendioxid-Konzentrationen) zurück­zu­füh­ren sind. Das könn­ten zum Beispiel Kopf­schmer­zen, Müdig­keit, Schleim­haut­rei­zun­gen an Nase und Augen, aber auch Haut­pro­bleme sein – sowie gege­be­nen­falls auch verstärk­tes Empfin­den oder Fehl­emp­fin­den von Gerü­chen. „Wenn hier Abwei­chun­gen fest­ge­stellt werden, gilt es erst einmal, diese Fakto­ren zu norma­li­sie­ren und dann zu schauen, wie es den Betrof­fe­nen geht.“

Fazit: Fach­kunde und ein Blick für das Ganze

Gerü­che im Arbeits­um­feld können von großer Bedeu­tung für den Arbeits­schutz sein, da sie ein mögli­cher Indi­ka­tor für Ursa­chen von Gefähr­dun­gen am oder inner­halb des jewei­li­gen Gebäu­des sind. Um daraus effek­tive Schutz­maß­nah­men ablei­ten zu können, kommt es jedoch darauf an, die Gerü­che rich­tig zuzu­ord­nen und ihre Quel­len aufzu­spü­ren, was häufig nur von entspre­chend ausge­bil­de­ten Perso­nen geleis­tet werden kann. Dabei gilt es auch nach Fakto­ren zu schauen, die nicht mit Gerü­chen einher­ge­hen, aber womög­lich die eigent­li­chen Ursa­chen für geschil­derte Beschwer­den sind.


Foto: Simone Friese

Autorin: Chris­tine Lendt

Fach­au­torin und freie Jour­na­lis­tin


Weitere Infor­ma­tio­nen

  • Innen­raum­ar­beits­plätze – Vorgeh­ens­emp­feh­lung für die Ermitt­lun­gen zum Arbeits­um­feld“: Report der gewerb­li­chen Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten, der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger der öffent­li­chen Hand und des Insti­tuts für Arbeits­schutz der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (IFA). Down­load unter www.dguv.de/ifa Praxis­hil­fen Innen­raum­ar­beits­plätze (www.dguv.de, Webcode: d6274)
  • Gute oder schlechte Luft? Gerü­che am Arbeits­platz und im Innen­raum und ihre Bedeu­tung für die Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger“, Arti­kel aus IPA-Journal 02/2014. Down­load unter www.ipa-dguv.de Publi­ka­tio­nen IPA-Journale (www.dguv.de, Webcode: d1037365)
  • Infor­ma­tio­nen zu Schad­stoff­mes­sun­gen und eine Liste von Mess­stel­len gibt es hier: www.dguv.de/ifa (Webcode d4706)

Wenn Gerü­che von der Arbeit ablen­ken …

Ein Geruch kann Übel­keit verur­sa­chen, er kann beißend sein, zu Tränen reizen – und er kann die Aufmerk­sam­keit – mögli­cher­weise empfind­lich – stören. Diesen Reiz­ef­fek­ten auf der Spur ist jetzt eine neue Koope­ra­ti­ons­stu­die der Neuro­lo­gi­schen Univer­si­täts­kli­nik am Berg­manns­heil und des Insti­tuts für Präven­tion und Arbeits­me­di­zin der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (IPA).

Das Forschungs­pro­jekt unter­sucht die Mecha­nis­men des mensch­li­chen Nerven­sys­tems, die hinter den Wirkun­gen von Geruchs- und Reiz­stof­fen stehen. Die Wissen­schaft­ler wollen insbe­son­dere heraus­fin­den, inwie­fern Perso­nen, die sensi­bel auf Gerü­che reagie­ren, am Arbeits­platz durch Stoffe mit einer Geruchs- und Reizwir­kung abge­lenkt sein könn­ten. „Die Heraus­for­de­rung bei der Bewer­tung der gesund­heit­li­chen Rele­vanz von Luft­schad­stof­fen besteht darin, die Reizwir­kung von der bloßen Geruchs­wir­kung zu tren­nen“, erklärt Thomas Brüning, Insti­tuts­di­rek­tor des IPA. „Erst wenn wir die Mecha­nis­men entde­cken und verste­hen, können die Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger besser präven­tiv tätig werden. Dazu gehört die Grenz­wert­fin­dung genauso wie die Arbeits­platz­ge­stal­tung.“ Die Ergeb­nisse der Studie sollen folg­lich helfen, die Sicher­heit und Gesund­heit an vielen Arbeits­plät­zen weiter zu verbes­sern.

www.ipa-dguv.de

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