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Personenbrand - Keine wertvolle Zeit verlieren

Keine wertvolle Zeit verlieren
Perso­nen­brand

Personenbrand
Wasser ist das geeignetste Löschmittel, wobei es nicht unbedingt Trinkwasser sein muss. Foto: © Comofoto - stock.adobe.com
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Steht eine Person in Flam­men, gilt es das Feuer so schnell wie möglich zu löschen. Denn es verur­sacht in kurzer Zeit schwere Brand­wun­den auf der Haut. Der Deut­sche Feuer­wehr­ver­band (DFV) gibt in einer Fach­emp­feh­lung an, was im Notfall zu tun ist.

Zum Glück kommen soge­nannte Perso­nen­brände selten vor. Wer mitbe­kommt, dass ein Mensch in Brand gerät, muss schnell aktiv werden. Die rich­ti­gen Maßnah­men nennt der Deut­sche Feuer­wehr­ver­band (DFV) in seiner Fach­emp­feh­lung „Maßnah­men bei Perso­nen­brän­den“. Darin weist er auch darauf hin, dass der Eigen­schutz immer an erster Stelle stehen sollte. Und natür­lich muss sofort der Rettungs­dienst ange­for­dert und über Art und Umfang der Verlet­zung infor­miert werden.

Die mögli­chen Maßnah­men

  • Bestes Lösch­mit­tel ist Wasser, wobei es nicht unbe­dingt Trink­was­ser sein muss. Da Wasser kühlend wirkt, ist bei groß­flä­chi­gen Verbren­nun­gen darauf zu achten, dass die Person nicht zu sehr auskühlt. Wasser sollte deshalb möglichst nur wenige Minu­ten ange­wandt werden.
  • Ist kein Wasser in der Nähe, kann das Feuer durch Decken, Klei­dungs­stü­cke oder ähnli­che dichte Gewebe erstickt werden. Dabei wird das Gewebe auf die bren­nende Haut­flä­che gelegt und glatt­ge­stri­chen, damit darun­ter keine Luft­pols­ter blei­ben, die den Brand aufrecht erhal­ten. Zwar kann der Stoff mit der Haut­ober­flä­che verkle­ben, weshalb früher auch von dieser Methode abge­ra­ten wurde. Aber das oberste Ziel aller Maßnah­men bei Perso­nen­brän­den ist, die Einwirk­zeit des Feuers möglichst kurz zu halten. Mögli­che spätere Kompli­ka­tio­nen soll­ten nicht davon abhal­ten, lebens­ret­tende Maßnah­men zu ergrei­fen, so die Auskunft des Deut­schen Feuer­wehr­ver­bands. Es sei besser, Flam­men zu ersti­cken als mit der Suche nach einer ande­ren Lösch­mög­lich­keit oder dem Beschaf­fen von Wasser wert­volle Zeit zu verlie­ren.
  • Gelöscht werden kann auch mit einem Feuer­lö­scher. Dabei ist der Lösch­strahl in sehr kurzen Stößen vom Kopf abwärts auf den Körper zu rich­ten – jedoch nur so lange es unbe­dingt nötig ist. Das Gesicht sollte möglichst nicht getrof­fen werden. Am besten eignet sich ein Wasser­lö­scher. Lösch­pul­ver kann beim Einat­men Lungen­schä­den hervor­ru­fen. CO2-Löscher dürfen in geschlos­se­nen Räumen nur unter beson­de­ren Vorsichts­maß­nah­men (luft­un­ab­hän­gi­ger Atem­schutz) ange­wandt werden, außer­dem können sie zu Erfrie­run­gen führen.
  • Wenn keine dieser Maßnah­men möglich ist, kann man notfalls die bren­nende Person auf dem Boden wälzen, um so das Feuer zu ersti­cken. Aller­dings wollen bren­nende Menschen oft in Panik flie­hen und sich nicht berüh­ren lassen. Hier gelte es abzu­wä­gen, so der DFV, ob man sie notfalls zu Fall bringt, um ihnen helfen zu können.

Verena Manek

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