Startseite » Gesundheit »

Rückengesundheit: Dem Schmerz zuvorkommen

Rückengesundheit
Dem Schmerz zuvorkommen

Rückengesundheit
Foto: © Syda Productions - stock.adobe.com
Anzeige
Eine falsche Bewe­gung genügt: Plöt­zlich fährt ein stechen­der Schmerz in den Rück­en. Der berühmt-berüchtigte Hex­en­schuss kommt aber nicht aus schein­bar heit­erem Him­mel, son­dern hat tiefer­liegende Ursachen. Dieser Beitrag zeigt, wie sich Verspan­nun­gen und Rück­en­prob­le­men vor­beu­gen lässt und die Rück­enge­sund­heit gesteigert wer­den kann.

Mit schmerzverz­er­rtem Gesicht fasst sich Jens B. an den Rück­en. „Was hast du denn?“, fragt ihn der Sicher­heits­beauf­tragte, der ger­ade vor­beikommt. „Ach, im Som­mer komme ich mit dem Rad zur Arbeit, rud­ere regelmäßig und bin viel draußen unter­wegs. Im Win­ter weiß ich nicht so richtig, was ich machen soll. Auf Fit­ness-Cen­ter habe ich zu sel­ten Lust. Allerd­ings will ich keinen Band­scheiben­vor­fall mehr. Den hat­te ich vor ein paar Jahren schon mal.“

Nack­en- und Rück­en­schmerzen pla­gen jeden ein­mal. Tritt der Schmerz auf, verkrampft sich der ganze Kör­p­er und die Schmerzen ver­schlim­mern sich. Die meis­ten Vor­fälle sind, wenn sie das erste Mal oder nach mehr als sechs Monat­en wieder ein­mal auftreten, pein­voll, aber eher harmlos.

Häu­fig­ste Ursache sind Verspan­nun­gen – im Nack­en-Schul­ter­bere­ich, zum Beispiel durch zu langes Sitzen am Com­put­er. Im Lenden­bere­ich treten die Schmerzen eher durchs Heben und Tra­gen auf. Der Grund kann hier eine falsche Bewe­gungsaus­führung und/oder schwache Musku­latur sein. Verspan­nun­gen und Schmerzen kön­nen aber auch durch langes Ste­hen oder Stress aus­gelöst werden.

Rückengesundheit

Rückengesundheit: Wie lassen sich Verspannungen und Rückenschmerzen vermeiden?

Je nach Tätigkeit und Beruf sollte man bei der Arbeit …

  • dynamisch sitzen.
  • die Bein­musku­latur dehnen, da sie sich durchs Sitzen verkürzt.
  • Pausen aktiv gestalten.
  • (Ausgleichs-)Gymnastik am Arbeit­splatz ausführen.
  • sich die richtige Hebe- und Tragetech­nik aneignen.

Viele Betrof­fene kla­gen über unspez­i­fis­che Rück­en­schmerzen. Das bedeutet, dass die Musku­latur verspan­nt, verkürzt oder überdehnt ist und dass Faszien ver­härtet sind. Die Schmerzen, die dadurch entste­hen, kön­nen zu Funk­tion­sstörun­gen führen, sind aber keine Krankheit an sich wie etwa ein Bandscheibenvorfall.

Für einen starken und gesun­den Rück­en sollte man …

  • sein Leben aktiv gestalten.
  • sich im All­t­ag aus­re­ichend bewegen.
  • auf eine aus­ge­wo­gene und abwech­slungsre­iche Ernährung achten.
  • bei andauern­der Über- oder Unter­forderung am Arbeit­splatz mit dem Vorge­set­zten sprechen.
  • bei sehr starken Rück­en­muskeln die Bauch­muskeln trainieren, damit ein Gle­ichgewicht entsteht.
  • auf sein Gewicht acht­en, weil Übergewicht den Muskel-Skelett-Appa­rat belastet.
  • nicht rauchen, da son­st die Band­scheiben nicht aus­re­ichend mit Nährstof­fen ver­sorgt wer­den und sich Rück­en­schmerzen ver­stärken können.

Um auf Dauer schmerzfrei zu bleiben, helfen Dehn- und Kräf­ti­gungsübun­gen. Ide­al sind täglich 10 bis 15 Minuten Rückentraining.

Wann zum Arzt?

Dauern Rück­en­schmerzen länger als drei Tage und wer­den sie in dieser Zeit nicht spür­bar bess­er, sollte man zum Arzt gehen und die Ursache abklären lassen.

Der Tipp unter Kollegen für einen gesunden Rücken

Zwei Tage später ste­ht der Sicher­heits­beauf­tragte bei Jens B. im Büro: „Bevor du dich noch länger rum­plagst oder dich sog­ar wegen dein­er Rück­en­schmerzen krankschreiben lassen musst, habe ich ein­mal über­legt, wie du auch im Win­ter genü­gend Bewe­gung bekom­men kannst. Geh doch ein­mal die Woche schwim­men. Gönn dir hin­ter­her noch die Sauna, dann hast du Bewe­gung und Entspan­nung. Und dann pro­biere doch mal ein Ange­bot von dein­er Krankenkasse aus. Ich selb­st nehme schon seit drei Jahren an Kursen teil, die von mein­er Kasse gefördert wer­den. Mich hält das fit. Vielle­icht ist das ja auch etwas für dich.“


Hexenschuss

Ein plöt­zlich auftre­tender stechen­der Schmerz im Lenden­bere­ich ist ein typ­is­ches Zeichen für einen Hex­en­schuss. Dieser kann äußerst schmerzhaft sein und bis zu ein­er Woche dauern. Aber er ist meist harm­los und mit ein­er gesun­den Lebensweise lässt er sich ver­mei­den. Men­schen, bei denen famil­iäre Vor­be­las­tun­gen beste­hen, müssen ver­stärkt auf ihren Rück­en achten.


Foto: privat

Autorin: Bet­ti­na Brucker

Fachjour­nal­istin

Anzeige
Gewinnspiel

Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Meistgelesen

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 11
Ausgabe
11.2020
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 11
Ausgabe
11.2020
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de