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Hautkrebsprävention

Hautkrebsprävention
Haut­krebs durch solare Expo­si­tion in der Frei­zeit

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Ob Erho­lung, Hobby oder private Erle­di­gun­gen: Nahezu alle Menschen halten sich in der Frei­zeit in der Sonne auf. Für den beruf­li­chen Bereich haben Messun­gen bereits gezeigt, dass viele Erwerbs­tä­tige teil­weise extre­men UV-Belastungen ausge­setzt sind. Nun sollen Messun­gen auch im Frei­zeit­be­reich durch­ge­führt werden, um die gesamte UV-Belastung eines „Durch­schnitts­men­schen“ zu ermit­teln.

Seit 2014 führt das Insti­tut für Arbeits­schutz der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (IFA) Messun­gen bei Beschäf­tig­ten durch, die im Freien arbei­ten. Über 200 Berufe werden dabei berück­sich­tigt. Dabei haben sich in vielen Berufs­grup­pen sehr hohe UV-Belastungen erge­ben.

Wie wich­tig das Thema Sonnen­ex­po­si­tion ist, zeigt auch die Zahl der Neuerkran­kun­gen an hellem Haut­krebs. Diese hat in den vergan­ge­nen Jahren zuge­nom­men und liegt derzeit bei etwa 220.000 Neuerkran­kun­gen jähr­lich. Heller Haut­krebs wird von den Unfall­ver­si­che­rungs­trä­gern als Berufs­krank­heit einge­stuft, wenn davon auszu­ge­hen ist, dass bei den betrof­fe­nen Perso­nen zusätz­lich zu ihrer Expo­si­tion in der Frei­zeit noch einmal 40 Prozent durch den ausge­üb­ten Beruf hinzu­kom­men. In einem neuen Projekt misst das IFA nun die Höhe der UV-Strahlung in der Frei­zeit. Ziel ist es, die in Beruf und Frei­zeit gemes­se­nen Werte mitein­an­der zu verglei­chen, um so die gesamte Expo­si­tion zu ermit­teln.

UV-Belastung bei „Durch­schnitts­men­schen“

Wie kann die durch­schnitt­li­che Sonnen­ex­po­si­tion einer Person in der Frei­zeit berech­net werden, wenn jeder Mensch andere Hobbys hat und seine Frei­zeit unter­schied­lich verbringt? Das Statis­ti­sche Bundes­amt hat eine Zeit­ver­wen­dungs­er­he­bung (ZVE) erstellt: Diese gibt
Aufschluss über die Zeit­ver­wen­dung von Perso­nen in unter­schied­li­chen Bevöl­ke­rungs­trup­pen und Haus­halts­ty­pen. Die Daten schlüs­seln die Dauer verschie­de­ner Akti­vi­tä­ten auf (siehe Abbil­dung 1).

In dem neuen Projekt wird die UV-Strahlung bei verschie­de­nen Frei­zeit­tä­tig­kei­ten in unter­schied­li­chen Mona­ten bei Proban­den gemes­sen, so dass eine durch­schnitt­li­che UV-Belastung für eine bestimmte Frei­zeit­tä­tig­keit (zum Beispiel Fahr­rad­fah­ren oder spazie­ren gehen) berech­net werden kann. Mit Hilfe der durch­schnitt­li­chen Ausübungs­dauer dieser Tätig­keit pro Tag kann nun aus der ermit­tel­ten durch­schnitt­li­chen Sonnen­ex­po­si­tion einer Tätig­keit pro Stunde die Sonnen­ex­po­si­tion dieser Tätig­keit an einem Tag bei einem „Durch­schnitts­men­schen“ berech­net werden. Unter Berück­sich­ti­gung aller Tätig­kei­ten lässt sich so die Sonnen­ex­po­si­tion in der Frei­zeit bestim­men.

Inter­esse geweckt?

Für das Projekt werden noch Proban­den für diverse Akti­vi­tä­ten im Freien gesucht. Weitere Infor­ma­tio­nen und ein Regis­trie­rungs­for­mu­lar sind unter www.dguv.de (Webcode d1181810) abruf­bar. Die Teil­neh­mer erhal­ten ein UV-Dosimeter und ein Tablet. Das UV-Dosimeter ist in etwa so groß wie ein Päck­chen Taschen­tü­cher, wiegt 130 Gramm und muss während der ausge­wähl­ten Tätig­keit am linken Ober­arm über der Klei­dung getra­gen werden. Ein bis zwei Mal pro Woche wird das UV-Dosimeter mit dem Tablet verbun­den, damit die Daten­sätze ausge­le­sen und der Akku aufge­la­den werden kann.


Foto: DGUV

Autor: Timo Heepen­strick
Insti­tut für Arbeits­schutz der DGUV (IFA)
Refe­rat 4.4 „Strah­lung“
timo.heepenstrick@dguv.de


Link­tipp

Beitrag „Solare Expo­si­tion von Beschäf­tig­ten im öffent­li­chen Dienst“ im Sicher­heits­in­ge­nieur 4/2019, abruf­bar unter:

www.sifa-sibe.de/sicherheit/gefaehrdungsbeurteilung/solare-exposition-von-beschaeftigten-im-oeffentlichen-dienst/

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