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Erfolgreiche Teambildung - Alle für einen – einer für alle

Alle für einen – einer für alle
Erfolgreiche Teambildung

Teambildung
Foto: © Monkey Business - stock.adobe.com
Ist ein Team mit den richti­gen Leuten beset­zt, ist es erfol­gre­ich­er als eine spon­tan zusam­mengewür­felte Gruppe. Doch wer gehört ins Team? Und wie ist mit Stör­ern, die eine erfol­gre­iche Team­bil­dung behin­dern, umzugehen?

Richard Guz­zo, ehe­ma­liger Pro­fes­sor für Psy­cholo­gie und Man­age­ment, prägte die Aus­sage: „Jedes Team ist eine Gruppe, aber nicht jede Gruppe ist ein Team“. Was aber macht ein Team aus? Wie kommt es, dass ein Team in der Zusam­me­nar­beit bessere Ergeb­nisse erre­icht als viele Einze­lar­bei­t­ende? Bei einem Team ist klar: Wenn alle auf das­selbe Ziel hinar­beit­en, mit dem sie sich auch iden­ti­fizieren kön­nen, entste­ht ein Gefühl der Zusam­menge­hörigkeit und der Kam­er­ad­schaft. Dieses Gefühl ist die Grund­lage für eine hohe Arbeitsmoral im Team. Zudem gibt es Merk­male, die ein Team von ein­er Gruppe unterscheiden:

  • Für jeden hat die Zuge­hörigkeit zum Team Priorität.
  • Die Moti­va­tion kommt bei jedem von innen.
  • Die Team­mit­glieder kom­mu­nizieren offen miteinander.
  • Das Team gibt sich regelmäßig Feedback.
  • Im Team herrscht ein Kli­ma, in dem sich jedes Mit­glied wohlfühlt.
  • Jed­er ver­traut jedem.
  • Wenn möglich wer­den Entschei­dun­gen gemein­sam getroffen.
  • Konkur­renz find­et nur nach außen statt, die Ver­hält­nisse inner­halb des Teams sind geklärt.
  • Jed­er im Team weiß zu jed­er Zeit, welche Fortschritte erzielt wur­den und wie es weit­er geht. Dafür wurde die Arbeit ein­deutig organ­isiert, verbindlich geregelt und es wur­den Meilen­steine festgelegt.

Teams sind vielseitig

Oft wird bei der Team­bil­dung angenom­men: Wenn alle gle­ich „tick­en“, ist das die beste Voraus­set­zung für Tea­mar­beit. Doch das ist ein Trugschluss. Hät­ten in ein­er Fußball­mannschaft alle die gle­iche Qual­i­fika­tion, wären also zum Beispiel alle Stürmer, kön­nte das Team kein Spiel gewin­nen. Eine Fußball­mannschaft braucht Spiel­er mit unter­schiedlichen Qual­itäten: schnelle und draufgän­gerische Stürmer, gelassene Vertei­di­ger, einen coolen Tor­wart als „Fels in der Bran­dung“, der im Spielgeschehen, aber auch beim Elfme­ter die Ner­ven behält, einen Spiel­mach­er und einen Spielführer sowie „Jok­er“, die an unter­schiedlichen Posi­tio­nen beziehungsweise auf der linken und recht­en Spielfeld­seite einge­set­zt wer­den kön­nen. Genau­so viel­seit­ig sollte die Zusam­menset­zung bei einem Arbeit­steam sein: Ein Team beste­ht immer aus ver­schiede­nen Men­schen mit unter­schiedlichen Charak­teren, Fähigkeit­en und Kom­pe­ten­zen. Sie betra­cht­en ein und densel­ben Sachver­halt von ver­schiede­nen Per­spek­tiv­en aus. Sie kön­nen sich gegen­seit­ig ergänzen und durch ihre
Zusam­me­nar­beit ein über­durch­schnit­tlich­es Ergeb­nis erzielen.

Kein Platz für Einzelkämpfer

Einzelkämpfer haben im Team nichts ver­loren, denn Teammitglieder …

  • soll­ten gewil­lt sein, die anderen Mit­glieder zu unterstützen.
  • sind in die Gesamt­pla­nung eingebunden.
  • zollen sich gegen­seit­ig Respekt, indem sie zum Beispiel pünk­tlich sind, sich auf eine Teambe­sprechung vor­bere­it­en und Abga­beter­mine einhalten.
  • fühlen sich auch außer­halb des Teams miteinan­der verbunden.

Es gibt aber auch noch weit­ere Aspek­te, die als Teamver­stärk­er wirken: Jedes Mitglied …

  • ist für seine Arbeit qualifiziert.
  • hält das Ziel für wichtig und erstrebenswert.
  • hat eine klar definierte Rolle und sin­nvolle Funk­tion inner­halb der Gesamtorganisation.

Und das Gesamt­team hat Wege gefun­den, um die Auf­gaben und Prob­leme sys­tem­a­tisch und effek­tiv gemein­sam zu meistern.

Von der Gruppe zum Team

Haben Sie die passenden Mitar­beit­er gefun­den? Dann müssen Sie der Gruppe Zeit geben, um ein Team zu wer­den. Denn jedes Team durch­läuft bis zur vollen Arbeits­fähigkeit vier Entwick­lungsphasen. Die Wis­senschaft beze­ich­net sie mit den englis­chen Begrif­f­en Form­ing, Storm­ing, Norm­ing und Performing.

  • „Form­ing“ zeich­net sich dadurch aus, dass sich die meis­ten Team­mit­glieder noch nicht richtig kennen.
  • Beim „Storm­ing“ brechen erste Kon­flik­te aus. Eventuell entste­hen Cliquen. Solange die Gruppe mit den Plätzen in der „Hack­rei­he“ beschäftigt ist, ist sie nur bed­ingt arbeits- und lernfähig.
  • In der „Norming“-Phase bilden sich Regeln her­aus. Kon­flik­te sind beigelegt oder zumin­d­est aus­ge­sprochen. Es gibt einen offe­nen Aus­tausch und die Team­mit­glieder akzep­tieren sich untereinander.
  • Die „Performing“-Phase ist die Höch­stleis­tungsphase. Die Team­mit­glieder sind sol­i­darisch miteinan­der und helfen sich gegen­seit­ig. Unter­schiedliche Per­sön­lichkeit­en und Charak­tere wer­den als Stärke ver­standen und einge­set­zt. Wenn etwas schiefläuft, wird nicht nach einem Schuldigen
    gesucht, son­dern gemein­sam nach ein­er Lösung.

Teambildung: Umgang mit Störern

Nicht immer ist man in einem Team ein­er Mei­n­ung. Doch wom­öglich ist eine kon­träre Ansicht gerecht­fer­tigt oder lenkt den Blick auf ein Prob­lem. Auch wenn es in Stre­it­si­t­u­a­tio­nen schw­er­fällt, gelassen und objek­tiv zu bleiben, ist es ger­ade dann beson­ders wichtig. Manch­mal hil­ft (zeitlich­er) Abstand, manch­mal braucht das Team aber auch Unter­stützung von außen. Ist ein Team mit Feed­back und Feed­back­regeln ver­traut, sind unter­schiedliche Mei­n­un­gen dur­chaus willkom­men und kön­nen es voranbringen.

Gibt es einen Stör­er im Team, kann es helfen, die Per­son fol­gen­der­maßen anzus­prechen: „Ich weiß, dass du dage­gen bist und ich ver­ste­he, dass du dafür gute Gründe hast. Ich würde aber gerne ein­mal von dir wis­sen, was für den Vorschlag spricht. Nenn mir doch bitte drei Argu­mente dafür.“ Hat sich das Team­mit­glied bish­er zum Beispiel zu wenig beachtet gefühlt oder hat es seine Rolle im Team noch nicht richtig gefun­den, kann diese verblüf­fende Vorge­hensweise ein Anstoß in die richtige Rich­tung sein.


Team-Besetzung

Hal­ten Sie nach fol­gen­den „Typen“ Auss­chau, wenn Sie ein erfol­gre­ich­es Team bilden wollen:

  • Bew­ert­er
  • Entschei­der
  • Mach­er
  • Prüfer
  • Bewahrer
  • Berater
  • Kreative
  • Überzeuger

Jede dieser Rollen sollte inner­halb des Teams beset­zt wer­den, wobei bei kleineren Teams eine Per­son mehrere Rollen ein­nehmen kann beziehungsweise muss.


Funktionen, Profile, Teamgröße

In der Wis­senschaft geht man bei jedem Team von acht Arbeits­funk­tio­nen und vier Per­sön­lichkeit­spro­filen aus.

Die acht Arbeits­funk­tio­nen sind:

  • fördern, entwick­eln, organ­isieren, umset­zen, überwachen, sta­bil­isieren, berat­en, bei Bedarf erneuern

Bei den vier Per­sön­lichkeit­spro­filen han­delt es sich um:

  • Ent­deck­er, Organ­isator, Con­troller und Berater

Damit ein Team erfol­gre­ich arbeit­en kann, sollte es aus drei bis max­i­mal sieben Mit­gliedern beste­hen. So kön­nen Auf­gaben effek­tiv bear­beit­et wer­den, ohne dass es zu lan­gen Diskus­sio­nen oder Grüp­pchen­bil­dung kommt.


Weitere Informationen

  • „Leit­faden für gute Teamkul­tur und Zusam­me­nar­beit“ unter www.kulturmanagement.net (Such­wort „Zusam­men wirken“)
  • Tea­mar­beit auf dem Schul­por­tal „Ler­nen und Gesund­heit“ der Deutschen Geset­zlichen Unfal­lver­sicherung unter www.dguv.de (Web­code: lug1009606)

Foto: privat

Autorin: Bet­ti­na Bruck­er M. A.

Freie Autorin und Journalistin

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