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Musikhören im Homeoffice: Motivator oder Konzentrationskiller?

Musikhören im Homeoffice
Motivator oder Konzentrationskiller?

Musikhören kann bei der Arbeit zu Hause motivieren. Bei anspruchsvollen Aufgaben ist es jedoch kontraproduktiv. Foto: Michael Hüter / DGUV

Musikhören in mod­er­ater Laut­stärke kann bei der Arbeit zu Hause für zusät­zliche Energie sor­gen und gegen den „Home­of­fice-Blues“ wirken. Dies gilt allerd­ings nur für ein­fache Arbeit­en. Bei anspruchsvollen Auf­gaben ist Musik kon­trapro­duk­tiv und kann das konzen­tri­erte Arbeit­en stören. Darauf weist das Insti­tut für Arbeitss­chutz der Deutschen Geset­zlichen Unfal­lver­sicherung (IFA) zum “Tag gegen Lärm” hin.

Nach Angaben der Hans-Böck­ler-Stiftung arbeit­et inzwis­chen knapp ein Vier­tel der Beschäftigten im Home­of­fice. Vor der Pan­demie waren es nur vier Prozent. Gle­ichzeit­ig nehmen vor allem die psy­chis­chen Belas­tun­gen deut­lich zu. Da liegt es nahe, die pos­i­tiv­en Eigen­schaften von Musik zu nutzen, um Stim­mung und Arbeitsmo­ti­va­tion zu Hause zu fördern.

Kontroverse Auffassungen

Das The­ma Musikhören bei der Arbeit wird allerd­ings in der Wis­senschaft kon­tro­vers disku­tiert. „Grund­sät­zlich gilt auch beim Musikhören im Home­of­fice: Weniger ist fast immer mehr. Unsere Ohren ste­hen ständig auf Emp­fang. Für sie ist Stille Erhol­ung pur”, sagt Dr. Flo­ri­an Schelle, Lärm­ex­perte im IFA. Wichtig sei zudem, dass die Wirkung von Musik immer in Kom­bi­na­tion mit der Arbeit­sauf­gabe zu sehen sei: „Tat­säch­lich kann bei ein­fachen, sich wieder­holen­den Arbeit­en – wie etwa der Dateneingabe – dezente Musik förder­lich sein. Gle­ich­mäßige Rhyth­men sor­gen für eine gle­ich­mäßige Arbeitsweise und geben Schwung.“

Ander­er­seits beansprucht Musik Kapaz­itäten des Arbeits­gedächt­niss­es. Das lenkt ab, führt zu Fehlern und macht schneller müde, selb­st wenn dies der eige­nen Wahrnehmung wider­spricht. Bei kom­plex­en Auf­gaben emp­fiehlt der Experte daher, auf Musik zu verzichten.

Beschwingt in der Pause

„Nutzen Sie Musik vor allem in den Arbeitspausen. Da darf sie gerne auch etwas dynamis­ch­er sein, solange sie nicht zu laut wird“, lautet ein Tipp von Dr. Schelle. Musik könne auch helfen, störende Ein­flüsse auszublenden und in die Konzen­tra­tion hineinzufind­en. Hierzu eigneten sich Hin­ter­grund­musik mit geringer Laut­stärke und Dynamik oder auch Naturg­eräusche wie Vogel­gezwitsch­er und Wasserplätschern.

www.dguv.de

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