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Sicherheitsbeauftragten-Projekt bei den Deutschen Gasrußwerken

Sicherheitsbeauftragten-Projekt bei den Deutschen Gasrußwerken
Teambildung für den Arbeitsschutz

Bei den Deutschen Gas­rußw­erken in Dort­mund läuft seit Anfang 2020 im Rah­men eines Sicher­heit­skul­tur­pro­gramms ein Pro­jekt mit den Sicher­heits­beauf­tragten. Trotz mehrfach­er Unter­brechun­gen beziehungsweise coro­n­abe­d­ingter Umstel­lun­gen hat sich sei­ther einiges bewegt. Wir sprachen mit Unternehmens­ber­a­terin Elke Wern­er-Kepp­n­er, die den Prozess von Anfang an begleit­et hat, über Aus­gangspunkt und Ziel, den bish­eri­gen Ver­lauf und sicht­bare Erfolge.

Das Gespräch führte Petra Jauch.

Frau Wern­er-Kepp­n­er, nicht immer bekom­men Sicher­heits­beauf­tragte in Unternehmen die Aufmerk­samkeit, die ihnen gebührt. Wie kam es, dass die Gas­rußw­erke gezielt ein Pro­jekt für ihre Sicher­heits­beauf­tragten aufgelegt haben?

Die Gas­rußw­erke haben zu Beginn 2019 ein Sicher­heit­skul­tur­pro­gramm angestoßen, in dem wir zunächst nur mit den Führungskräften gear­beit­et haben. Allerd­ings ist gle­ich zu Beginn in ein­er Analyse der beste­hen­den Sicher­heit­skul­tur aufge­fall­en, dass die Sicher­heits­beauf­tragten als wichtige Ressource in der Sicher­heit­skul­tur nicht genutzt wer­den. Das heißt, es war von Anfang an geplant, diese Gruppe im Lauf des Prozess­es einzubeziehen und ihnen eine verän­derte Rolle zu geben.

Es gab zwar schon aus­re­ichend Sicher­heits­beauf­tragte am Stan­dort, die sich allerd­ings je nach eigen­em Engage­ment und Wun­sch des Vorge­set­zten sehr indi­vidu­ell und über­wiegend isoliert voneinan­der für die Sicher­heits­be­lange in ihren Bere­ichen ein­set­zten. Das heißt, es gab eine Bege­hung hier und da sowie die Tre­f­fen, zu der die Sicher­heits­fachkraft ein­lud. Einige führten zudem regelmäßige Sicher­heit­skurzge­spräche mit den Kol­le­gen, wobei sich die The­men im Lauf der Jahre einge­spielt hat­ten und regelmäßig wieder­holt wur­den. Andere Sicher­heits­beauf­tragte hat­ten hinge­gen keine eige­nen expliziten Auf­gaben und wur­den daher auch nicht in dieser Funk­tion wahrgenommen.

Welche Ziele ver­fol­gt das Projekt?

Als primäres Ziel wurde die Bil­dung eines Teams der Sicher­heits­beauf­tragten for­muliert, die werks- und abteilungsüber­greifend zusam­me­nar­beit­en. Jedes Team­mit­glied sollte in die Lage ver­set­zt wer­den, durch eigen­ständi­ge Arbeit­en die Sicher­heit am Stan­dort nach­haltig zu verbessern und die Vorge­set­zten aktiv zu unter­stützen. Das Team sollte sich zunehmend selb­st organ­isieren und gle­ichzeit­ig eine feste Stimme zum The­ma Arbeitssicher­heit am Stan­dort bekommen.

Wie sind Sie vorgegangen?

Vor dem eigentlichen Start wur­den zunächst eine Auf­gabenbeschrei­bung sowie ein Anforderung­spro­fil aus­gear­beit­et. Dafür wurde das Man­age­ment­team nach seinen Erwartun­gen an eine solche aktive Unter­stützung aus den Rei­hen der Mitar­bei­t­en­den gefragt. Und selb­stver­ständlich wurde auch der Betrieb­srat von Anfang an in die Pla­nung und Durch­führung einbezogen.

Zu den klas­sis­chen Auf­gaben eines Sicher­heits­beauf­tragten soll­ten ins­beson­dere fol­gende hinzukom­men: Regelmäßige Bege­hun­gen gemein­sam mit Kol­le­gen, Mitar­beit bei über­schaubaren Pro­jek­ten zum The­ma Arbeitssicher­heit, regelmäßige Tre­f­fen mit dem eige­nen Vorge­set­zten – soge­nan­nte Jours Fix­es – in denen die Sicher­heit­sauf­gaben im eige­nen Bere­ich abges­timmt wer­den sowie regelmäßige Teamtr­e­f­fen. Let­ztere wur­den anfänglich noch durch die Sicher­heits­fachkraft ini­ti­iert, während sich das Team im Laufe der Zeit mehr und mehr selb­st organ­isieren sollte.

Das erfordert einiges Engage­ment von Seit­en der Sicher­heits­beauf­tragten. Wie groß war denn deren Moti­va­tion zur Teil­nahme an dem Pro­jekt beziehungsweise dazu, sich stärk­er einzubrin­gen und zunehmend eigenini­tia­tiv zu handeln?

Es war davon auszuge­hen, dass nicht alle schon seit langem benan­nten Sicher­heits­beauf­tragten Lust auf die neuen Auf­gaben haben wür­den. Deshalb startete das Pro­jekt mit ein­er Art „Cast­ing“: Jede beziehungsweise jed­er Sicher­heits­beauf­tragte wurde von ihren jew­eili­gen Abteilungsleit­ern gefragt, ob sie oder er Inter­esse hätte, auch unter den neuen Voraus­set­zun­gen dabei zu bleiben. Dabei wurde viel Augen­merk darauf gerichtet, dass auch eine Absage an weit­ere Mitar­beit im Team akzep­tiert und respek­tiert wurde.

Zudem wur­den zusät­zliche Sicher­heits­beauf­tragte engagiert. Dabei wurde unter anderem darauf geachtet, dass zukün­ftig Kol­le­gen aus allen Bere­ichen und Schicht­teams zum Team gehören.

Wie ging es weit­er, nach­dem die Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmer feststanden?

Nach­dem das neue Team stand, ging es mit ein­er „Kick-Off Ver­anstal­tung“, einem zweitägi­gen Team­work­shop, los. Neben dem Train­ing für die „neuen Auf­gaben“ wurde darin auch viel Raum für die Team­bil­dung gegeben. Danach woll­ten wir richtig durch­starten – doch dann kam Coro­na. Das Pro­jekt musste über den ersten Lock­down ruhen. Wir standen vor der Frage, ob Coro­na das Ende auch dieser Idee bedeuten würde. Doch das woll­ten wir nicht akzep­tieren. Dazu war der Anfang ein­fach zu vielversprechend.

Und so fol­gten im Juli und August 2020 vor­sichtige Neuan­fänge, die den geän­derten Umstän­den Rech­nung tru­gen. Weil es nun nicht mehr möglich war, mit dem gesamten Team zu arbeit­en, entschlossen wir uns, das Bege­hungskonzept im Rah­men eines Mini-Pro­jek­ts durch eine kleine Gruppe von Sicher­heits­beauf­tragten ausar­beit­en zu lassen. Das Ergeb­nis war wiederum vielver­sprechend: Die Bege­hun­gen soll­ten Tea­mauf­gabe sein und einen aktiv­en Beitrag zur Verbesserung der Sicher­heit­sar­beit darstellen. Die Durch­mis­chung und Zusam­me­nar­beit der Sicher­heits­beauf­tragten untere­inan­der wurde angestrebt, um die Kol­le­gen und deren Herange­hensweisen bess­er ken­nen­zuler­nen und Erfahrun­gen teilen zu können.

Im Sep­tem­ber 2020 kon­nten wir die Sicher­heits­beauf­tragten für dieses neue Konzept der Bege­hung schulen und mit ein­er ersten Train­ingsrunde starten. In wech­sel­nden Zweierteams gehen die Sicher­heits­beauf­tragten seit­dem ein­mal im Monat in einen zuvor fest­gelegten Bere­ich. Dazu wird vorher in den Team­sitzun­gen mit allen zusam­men für jeden Monat ein Fokus­the­ma bestimmt.

Wie kam das neue Bege­hungskonzept an?

Das neue Bege­hungskonzept wurde sehr pos­i­tiv angenom­men und zeigte sofort Erfolge in der Sicher­heit­sar­beit. So zum Beispiel beim ersten Fokus­the­ma „Erken­nen von Risiken im Umgang mit Leit­ern“, die im Arbeit­sall­t­ag kaum noch wahrgenom­men wur­den. Durch das bewusste Lenken der Aufmerk­samkeit auf dieses The­ma wur­den in den Bege­hun­gen sehr viele kleinere und größere Män­gel, die in der All­t­agsrou­tine kom­plett unterge­gan­gen waren, erkannt.

In Koop­er­a­tion von Sicher­heits- und Leit­er­beauf­tragten und mit Unter­stützung des Pro­duk­tion­s­man­agers, der sich als Spon­sor ein­brachte, wurde daraufhin das beste­hende Leit­erkonzept kom­plett über­ar­beit­et und zum Teil neu erstellt. Die daraus ent­stande­nen klaren Vor­gaben zur Kon­trolle, Auf­be­wahrung und Neuan­schaf­fung von Leit­ern find­en heute am gesamten Stan­dort Anwendung.

Der erste Anstoß hat dem­nach sofort überzeugt und weit­ere Kreise gezogen?

Ja, genau. Weit­ere sicht­bare Fol­gen der „neuen“ Sicher­heits­beauf­tragten-Arbeit waren, dass sehr viel mehr Mel­dun­gen von Risikosi­t­u­a­tio­nen und Beina­he­un­fällen eingin­gen und eigen­ständi­ge Be- und Über­ar­beitun­gen von Gefährdungs­beurteilun­gen durchge­führt wur­den. Dies geschieht am Stan­dort unter anderem nach dem vor eini­gen Jahren sehr erfol­gre­ich einge­führten JSA-Konzept, eine Abkürzung für job safe­ty analyse. Die Eigenini­tia­tive der Sicher­heits­beauf­tragten wuchs dann in bewun­dern­swertem Maße. Es fol­gten nicht nur Ideen und Vorschläge an das Man­age­ment, son­dern auch deren Umset­zung in kleinen Pro­jek­ten, zum Beispiel das Gestal­ten und Ein­richt­en eines virtuellen Team­raums und die Entwick­lung ein­er neuen Form von Sicherheitskurzgesprächen.

Gle­ichzeit­ig machte sich ein Mul­ti­p­lika­toren­ef­fekt bemerk­bar: Es wurde mehr Engage­ment der Team­leit­er und Schicht­meis­ter sicht­bar. Dies wurde durch die steigen­den Erwartun­gen und Nach­fra­gen der Sicher­heits­beauf­tragten im Rah­men eines Konzeptes, das sich „Team der Sicher­heit“ nen­nt, her­vorgerufen. Dies ist der Schul­ter­schluss zwis­chen den Sicher­heits­beauf­tragten und ihren jew­eili­gen Vorge­set­zten. An dieser Stelle entwick­elte sich eine Eigen­dy­namik: Inspiri­ert durch den eige­nen Erfolg und bestärkt durch die Tre­f­fen mit den Vorge­set­zten über­nah­men die Sicher­heits­beauf­tragten zunehmend Ver­ant­wor­tung für die Durch­führung der Sicherheitsarbeit.

Sie wur­den aber noch ein­mal von der Coro­na-Pan­demie aus­ge­bremst. Wie haben Sie es geschafft, am Ball zu bleiben?

Mit dem zweit­en Lock­down kam in der Tat erneut die Sorge auf, dass die Moti­va­tion zur Mitar­beit im Pro­jekt ver­loren gehen kön­nte. Aber dazu hat­ten wir schon zu viel in Bewe­gung geset­zt und erre­icht. Beim ersten Lock­down im März 2020 war das Pro­jekt direkt nach dem ersten Anlauf steck­enge­blieben. Wir haben damals aus der Not eine Tugend gemacht, knöpften uns das Pilot­pro­jekt noch ein­mal vor und kon­nten es entsprechend über­ar­beit­en. Der Neustart im Juli/August 2020 erfol­gte daraufhin mit einem verbesserten Konzept. Schnell stellte sich Erfolg ein und gab uns recht.

Das motivierte uns, auch nach dem erneuten Stopp im Novem­ber weit­erzu­machen, dies­mal allerd­ings online. Das Unternehmen hat dafür Geld in die Hand genom­men und Lizen­zen sowie Tablets für das Sibe-Team angeschafft. So kon­nte das Pro­jekt per Videokon­feren­zen weit­erge­hen. Statt Work­shops gab es Coach­ings für Zweierteams. Kleinere Arbeits­grup­pen trafen sich in regelmäßi­gen Abstän­den virtuell. So wurde – wie an so vie­len Stellen – auf­grund der Pan­demie sehr schnell eine völ­lig neue Art der Zusam­me­nar­beit eingeführt.

Eine weit­ere Umstel­lung für die Teil­nehmenden. Haben die neuen Kom­mu­nika­tions- und Arbeits­for­men denn gle­ich rei­bungs­los funktioniert?

Für viele der Beteiligten war es neu und irri­tierend, per Web-Kon­ferenz zu arbeit­en. Doch die direk­te Coach­ingsi­t­u­a­tion mit max­i­mal zwei Teil­nehmern gle­ichzeit­ig erlaubte es uns, auf indi­vidu­elle Bedürfnisse, Sor­gen oder auch Mis­strauen gegenüber der neuen angestrebten Lin­ie in der Sicher­heit­sar­beit einzuge­hen. Anders als im Team­work­shop wird der Einzelne im Coach­ing stärk­er wahrgenom­men und damit auch in seinen per­sön­lichen Bedürfnis­sen angesichts der geforderten Verän­derun­gen spür­bar ern­stgenom­men. So kon­nten wir wieder etwas Gutes aus der zunächst misslichen Sit­u­a­tion ziehen und per­sön­liche Bedenken bess­er auf­fan­gen. Das hat den Prozess let­ztlich inten­siviert und kam fol­glich allen zugute.

Wo ste­hen Sie jet­zt und wie geht es weiter?

Angesichts der sicht­baren Erfolge wurde und wird dem Pro­gramm auch weit­er­hin große Pri­or­ität eingeräumt. Einen Meilen­stein in der Verän­derung der Sicher­heit­skul­tur stellt dabei das unternehmen­seigene „Leben­sret­terkonzept“ dar. Es ist dazu bes­timmt, die Sicher­heit­sar­beit bei den Gas­rußw­erken auf ein völ­lig neues Niveau zu heben. Dazu wur­den fünf The­men iden­ti­fiziert, von denen die höch­sten Risiken für Gesund­heit und Leben ausgehen.

Neu sind wohlge­merkt nicht die Maß­nah­men für den sicheren Umgang mit diesen Risiken; neu ist das kon­se­quente Ansprechen und Ein­fordern der dazu gehöri­gen über­lebenswichti­gen Regeln. Und hier kom­men ins­beson­dere die Sicher­heits­beauf­tragten ins Spiel. Es ist wieder ein Pro­jek­t­team aus Sicher­heits­beauf­tragten, die – von der Fachkraft für Arbeitssicher­heit mod­eriert – das kom­plette Konzept erar­beit­en. Damit sind sie nicht nur von Anfang dabei, son­dern maßge­blich an der Entwick­lung des „Leben­sret­terkonzept“ beteiligt. Sie sind bei Absprachen mit der Geschäft­sleitung und dem Man­age­ment­team zuge­gen und wer­den die Umset­zung aktiv im Unternehmen begleiten.

Lei­der bremst uns auch hier­bei Coro­na immer wieder mächtig aus – aber wir bleiben dran und gehen, immer wenn die Inzi­denz­zahlen Aktio­nen erlauben, sofort ein Stück weit­er. So etabliert sich Schritt für Schritt ein Umgang miteinan­der, in dem sich alle Kol­le­gen – gän­zlich ungeachtet ihrer Posi­tion in der Hier­ar­chie – kon­se­quent gegen­seit­ig auf sicheres Ver­hal­ten ansprechen und dadurch schützen.

Die Sicher­heits­beauf­tragten haben also schon eine Menge bewirkt. Sie sind sicht­bar gewor­den und wer­den als wichtige Mit­spiel­er in der Arbeitss­chut­zor­gan­i­sa­tion wahrgenom­men und geschätzt. Das soll auch in Zukun­ft so bleiben.


Statement der Geschäftsführung

„Unser Prob­lem war, dass wir zwar viele Sicher­heit­sregeln hat­ten, diese aber nicht immer einge­hal­ten wur­den. Hier gab es gewisse ‚Wellen­be­we­gun­gen‘, je nach­dem, welche ‚Sicher­heit­sak­tion‘ ger­ade gefahren wurde. Mit den ‚Leben­sret­tern‘ wur­den jet­zt typ­is­che Arbeits­ge­bi­ete iden­ti­fiziert, von denen die größten Gefährdun­gen aus­ge­hen. Hierzu wurde ein Konzept entwick­elt, das die Gefährdun­gen beschreibt, die Regeln definiert und auch die Kon­se­quen­zen für eine Nicht­be­fol­gung klar kom­mu­niziert. Der Grundgedanke dabei ist, dass die Regeln für jeden gel­ten – egal, ob Mitar­beit­er, Kon­trak­tor oder Besuch­er. Dies alles wurde von ein­er Arbeits­gruppe der Sicher­heits­beauf­tragten erar­beit­et, die auch bei der Umset­zung die tra­gende Rolle spie­len. Das Konzept kommt daher nicht ‚von oben‘, son­dern wurde aus der Mannschaft her­aus entwick­elt. Wir ver­sprechen uns davon, dass das Sicher­heits­be­wusst­sein der gesamten Belegschaft hier­durch dauer­haft gestärkt wird.“

Har­ald Baum­gart, Geschäfts­führer KG Deutsche Gas­rußw­erke GmbH & Co.


Statement der Fachkraft für Arbeitssicherheit

„Bish­er war es so, dass die Sicher­heits­beauf­tragten mehr oder weniger als ‚Einzelkämpfer‘ in ihren Abteilun­gen oder Schicht unter­wegs waren. Input gab es durch die Sicher­heits­fachkraft in regelmäßi­gen Meet­ings. Da hat jed­er einzelne mit unter­schiedlichem Engage­ment die The­men der Sicher­heit in den jew­eili­gen Teams trans­portiert und vertreten. Im Mit­telpunkt der Weit­er­en­twick­lung des Auf­gaben­spek­trums der Sicher­heits­beauf­tragten ste­ht, schlagkräftige Teams zu for­men, die sich als Gemein­schaft für den Arbeitss­chutz ein­set­zen. Damit wird die Rolle, als Mul­ti­p­lika­toren für sicheres Arbeit­en an der Basis zu wirken, nochmals wesentlich verbessert. Die Ver­net­zung stärkt das ‘Wir Gefühl‘ und damit auch das Anse­hen der Sicher­heits­beauf­tragten bei den Kol­le­gen, den Führungskräften und all­ge­mein im Unternehmen. Unter­stützt wird dieser Prozess durch die neu einge­führten Tools:

  • Jour Fixe mit der direk­ten Führungskraft (soge­nan­ntes Team der Sicherheit)
  • Ein­rich­tung eines gemein­samen (virtuellen) Team­raums im lokalen Firmennetzwerk
  • Neues Bege­hungskonzept mit Fokusthemen
  • Cross Bege­hun­gen (Sicher­heits­beauf­tragte unter­schiedlich­er Abteilun­gen organ­isieren selb­st­tätig wech­sel­nd Begehungen)
  • Mitwirkun­gen bei Pro­jek­ten (zum Beispiel Weit­er­en­twick­lung des Sicherheitsprogramms)

Als Ziel wird angestrebt, dass die Sicher­heits­beauf­tragten ihre Arbeit vol­lkom­men selb­st­tätig organ­isieren und dieser Prozess durch die Sicher­heits­fachkraft nur noch mod­eriert wird.“

Wal­ter Blümel, Sicher­heits­fachkraft am Stan­dort in Dortmund


Statements von Sicherheitsbeauftragten

  • „Die Sibe-Arbeit ist eine fun­da­men­tale Arbeit in unserem Unternehmen. Mit dem Stop­pen-Denken-Schützen Pro­gramm und dem Leben­sret­ter-Konzept dür­fen wir einen großen Beitrag zur Arbeitssicher­heit leisten“
  • „Im Betrieb kön­nen wir nun schnell und sicht­bar etwas verän­dern. Wir sehen unsere Erfolge, indem wir Missstände beheben und die Vorgänge selb­st bee­in­flussen können.“
  • „Es bleibt ein ständi­ger Kampf gegen die Betrieb­s­blind­heit – da müssen wir uns auch als Sicher­heits­beauf­tragte immer wieder an die eigene Nase packen.“

DGW_Fluss.jpg
Foto: © KG Deutsche Gas­rußw­erke GmbH & Co.

KG Deutsche Gasrußwerke GmbH & Co. (DGW)

Die KG Deutsche Gas­rußw­erke GmbH & Co (DGW) ist ein mit­tel­ständisch geprägtes Unternehmen aus der chemis­chen Indus­trie. DGW stellt Ver­stärk­er­füll­stoffe (Rub­ber Black) für die Reifen- und Gum­mi­in­dus­trie sowie Pig­ment Blacks für die Farb‑, Druck- und Kun­st­stoffind­us­trie her. Darüber hin­aus liefert DGW Strom und Fer­n­wärme aus anfal­l­en­der Prozess­wärme für eine Vielzahl der Dort­munder Haushalte.

  • Unternehmenssitz: Dort­mund
  • Gegrün­det 1936 als Russ­werke Dortmund
  • Bedeu­ten­der Her­steller von Car­bon Black
  • Mitar­beit­erzahl: 190
  • https://gasruss.de
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