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Individuell gestaltete Helme auf der Baustelle

Nicht nur ein Marketinginstrument
Individuell gestaltete Helme auf der Baustelle

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Foto: MSA The Safety Company
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Die im Jahr 1989 einge­führte Richtlin­ie 89/686/EWG ermöglichte den freien Verkehr von Per­sön­lich­er Schutzaus­rüs­tung (PSA) inner­halb der EU, indem sie die an sie gestell­ten grundle­gen­den Sicher­heit­san­forderun­gen voll­ständig har­mon­isiert. Im Jahr 2016 wurde sie durch die Verord­nung (EU) 2016/425 aktu­al­isiert. Diese Verord­nung über Sicher­heits­stan­dards für die gesamte EU ver­hin­dert zweifel­los unzäh­lige schwere Kopfver­let­zun­gen und auch Todes­fälle.

Euro­stat-Sta­tis­tiken für das Jahr 2016 berichteten jedoch, dass 4.409 Men­schen in den 28 Mit­glied­staat­en der Europäis­chen Union auf­grund von Kopfver­let­zun­gen am Arbeit­splatz langfristig arbeit­sun­fähig wur­den und 759 Beschäftigte tragisch star­ben. Die entsprechen­den Zahlen für Deutsch­land 2017 sind: 1354 Ver­let­zte, die langfristig arbeit­sun­fähig sind, und 154 Todes­fälle. Diese Sta­tis­tik ist ernüchternd, und jed­er Fortschritt oder jede Pro­duk­tin­no­va­tion hin zu besseren Kopf­schutzpro­duk­ten und kon­se­quenter­er Normer­fül­lung kann nur begrüßt wer­den.

Betrof­fen sind vor allem Beschäftigte der Bauin­dus­trie, da Bauar­beit­en beson­ders risiko­r­e­ich sein kön­nen. Dabei geschehen immer wieder Unfälle, und Kopfver­let­zun­gen sind lei­der rel­a­tiv häu­fig. Sie kön­nen sich aus ein­er Vielzahl von Grün­den ereignen, etwa durch her­ab­fal­l­ende Gegen­stände, durch Auf­prallen auf fest­ste­hende Objek­te wie ungeschützte Enden von Gerüst­stan­gen oder anderen her­vorste­hende Teile.

Antworten auf die Sicherheitsprobleme betriebsamer Baustellen

Zur Verbesserung der Sicher­heit auf Baustellen hat Build UK – die führende Vertre­tung der britis­chen Bauin­dus­trie – eine har­mon­isierte Farb­norm für Schutzhelme für das Bauwe­sen entwick­elt. Alle Mitar­beit­er sollen zur schnellen Iden­ti­fizierung fol­gende Helm­far­ben tra­gen:

  • Vorge­set­ze: schwarz
  • Sicherungsposten/Signalgeber: orange
  • Bauleit­er, Sach­bear­beit­er, Fahrzeugführer: weiss
  • Alle, die auf die Baustelle kom­men und nicht in eine der oben genan­nten Kat­e­gorien fall­en: blau

Die far­bliche Kennze­ich­nung trägt zur Verbesserung der Sicher­heit bei, indem sie die Funk­tio­nen der Per­so­n­en vor Ort auf ein­heitliche Weise ken­ntlich macht. Unter­schiedlich erfahrene Beschäftigte und Besuch­er sind eben­falls leichter zu unter­schei­den. Auf Baustellen mit Dutzen­den oder sog­ar Hun­derten von Arbeit­ern ist die Erkennbarkeit der Helme und damit Mitar­beit­er­funk­tio­nen sehr wichtig.

Die indi­vidu­elle Gestal­tung, ein­schließlich des Drucks von Fir­men­l­o­gos, hil­ft nicht nur den Bauleit­ern bei der Unter­schei­dung der unter­schiedlichen Funk­tio­nen und Ver­ant­wortlichkeit­en der Beschäftigten. Sie ist auch ein wertvolles Mar­ketin­gin­stru­ment und ermöglicht es kleineren und größeren Unternehmen, sich angesichts des zunehmenden Wet­tbe­werbs in der Baubranche von der Masse abzuheben. Die Gestal­tung der Helme trägt auch zu einem ein­heitlicheren Erschei­n­ungs­bild der Belegschaften bei und fördert Mannschafts­geist und Loy­al­ität.

Wer ist wer?

Die Arbeit mit mehreren Unter­auf­trag­nehmern in einem betrieb­samen und vielschichti­gen Pro­jekt ist eine kom­plexe Her­aus­forderung. Dabei gilt, dass Unter­auf­trag­nehmer mit dem Arbeit­splatz oft wenig ver­traut sind und daher die Ver­fahren und die Regeln ein­er Organ­i­sa­tion nur unzure­ichend ken­nen. Indi­vidu­ell gestal­tete Schutzhelme machen sicht­bar, wer wer ist und welche Posi­tio­nen und Ver­ant­wortlichkeit­en die Beschäftigten haben. Darüber hin­aus kann die per­sön­liche Gestal­tung auch den Wert der Sicher­heit­saus­rüs­tung eines Arbeit­ers erhöhen und so dazu beitra­gen, dass sie nicht nur getra­gen, son­dern auch gut gepflegt wird.

Weit­ere wichtige Sicher­heitsmerk­male kön­nen hinzukom­men, etwa Reflex­ion­sstreifen, welche die Sicht­barkeit und Sicher­heit der Arbeit­nehmer bei Tag und Nacht verbessern, oder poten­ziell leben­sret­tende Sicher­heit­shin­weise und Erin­nerun­gen. Zusät­zliche Ausweishal­ter an Schutzhel­men fördern eben­so die Erkennbarkeit und Sicher­heit.

Keine Ausreden …

Seit 1989 haben sich die Schutzhelme stark
for­ten­twick­elt. Pro­duk­t­neuerun­gen und tech­nis­che Fortschritte bei Qual­ität­sher­stellern haben zu einem Ange­bot an Schutzhel­men geführt, die kom­fort­a­bel, leicht und auch unter rauen Bedin­gun­gen wider­stands­fähig sind. Es gibt keine Entschuldigung, sie nicht zu tra­gen. Und jet­zt – angesichts immer lukra­tiver­er Pro­jek­te und betrieb­samer­er Baustellen – hat die Entwick­lung des Schutzhelms einen weit­eren logis­chen Schritt getan: die indi­vidu­elle Gestal­tung. Zu wis­sen, wer wer ist und was er vor Ort tut, ist heute ein wesentlich­er Sicher­heit­saspekt.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen unter

https://gb.msasafety.com/customhardhats


Autor: Macken­zie Peters

Glob­al Prod­uct
Group Man­ag­er,

Indus­tri­al HEFH at
MSA Safe­ty

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