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Mit Sicherheit besser sehen

Augenschutz ist unverzichtbar
Mit Sicherheit besser sehen

Die Augen sind das wichtig­ste und empfind­lich­ste Sin­nesor­gan des Men­schen. Rund 90 Prozent aller Sin­ne­sein­drücke wer­den über sie wahrgenom­men. Der Schutz der Augen ist deshalb in gefährlichen Arbeits­bere­ichen unbe­d­ingt notwendig, denn bes­timmte äußere Ein­flüsse kön­nen das Augen­licht oft irrepara­bel schädigen.

Seien es herum­fliegende Teilchen oder ver­let­zende Ultra­vi­o­lettstrahlung – sehr häu­fig wer­den die Gefahren­quellen in Unternehmen nicht erkan­nt oder auch unter­schätzt. Dabei sollte der Umgang mit Augen­schutz nicht auf die leichte Schul­ter genom­men wer­den. Beispiel Schweißen: Hier kann unzure­ichen­der Schutz der Augen selb­st bei Helfern zu schw­eren Augen­ver­let­zun­gen führen. Kon­se­quentes Tra­gen von Augen­schutz hil­ft, Ver­let­zun­gen am Arbeit­splatz zu ver­mei­den oder zumin­d­est erhe­blich zu reduzieren.

Die Wahl des richti­gen Augenschutzes
Deshalb schreibt die DGUV Regel 112–192 „Benutzung von Augen- und Gesichtss­chutz“ vor, dass Betriebe im Rah­men der Gefährdungser­mit­tlung die Art, Umfang, Dauer und Wahrschein­lichkeit der Gefährdun­gen der Augen und des Gesichts zu erfassen haben. Darüber hin­aus informiert die DGUV Regel 112–192 über die richtige Auswahl des Augen­schutzes. Grund­sät­zlich müssen alle Schutzbrillen den speziellen Anforderun­gen der Europäis­chen Norm EN 166 entsprechen und gemäß dieser durch ein unab­hängiges Prüfin­sti­tut zer­ti­fiziert wor­den sein. Bei der Wahl des richti­gen Augen­schutzes soll­ten sich Unternehmen die fol­gende Aus­gangs­frage stellen: „Vor welchen Gefahren müssen die Mitar­beit­er vor Ort ihre Augen schützen?“ Es gibt sechs Arten von Gefährdun­gen: die mech­a­nis­che Gefährdung durch Fremd­kör­p­er wie beispiel­sweise Späne, Split­ter oder Körn­er, die Gefährdung durch optis­che Strahlung wie Ultra­vi­o­lett- und Infrarot­strahlung, die chemis­che Gefährdung durch Dämpfe, Nebel und Rauche, die ther­mis­che Gefährdung durch extreme Hitze oder Kälte, die biol­o­gis­che Gefährdung durch Bak­te­rien oder Viren sowie die elek­trische Gefährdung bei Schal­tar­beit­en oder Kurz­schlüssen. Ist diese Frage beant­wortet, gibt es weit­ere wichtige Auswahlkri­te­rien wie beispiel­sweise die Art der Beschich­tung, den Tragekom­fort und das Design sowie die Ein­stell­barkeit­sop­tio­nen der unter­schiedlichen Schutzbrillen. Zudem muss die per­sön­liche Sehstärke in den Auswahl­prozess mitein­be­zo­gen wer­den. Denn auch das Tra­gen von Kor­rek­tion­ss­chutzbrillen regelt die DGUV Regel 112–192. Darin heißt es: „Han­del­sübliche Kor­rek­tions­brillen haben keine Schutzwirkung. Deshalb muss der Unternehmer auch fehlsichti­gen Ver­sicherten geeigneten Augen­schutz zur Ver­fü­gung stellen.“.
Die führen­den Her­steller von Augen­schutzpro­duk­ten wie beispiel­sweise der Mul­ti­tech­nolo­giekonz­ern 3M bieten für nahezu alle Anwen­dungs­bere­iche in der Indus­trie Augen­schut­zlö­sun­gen an: von Über­brille über klas­sis­che Bügel­brillen bis hin zu Voll­sicht- und Kor­rek­tion­ss­chutzbrillen sowie Schweiß­masken. Alle Masken und Brillen schützen das Auge vor ein­er Vielzahl an Gefahren und sind mit unter­schiedlichen Beschich­tun­gen und in ver­schiede­nen Mod­el­l­vari­anten verfügbar.
Für mehr Sicher­heit: Beschichtung
Das Arbeit­en mit zerkratzten oder beschla­ge­nen Scheiben stellt für Mitar­beit­er ein großes Sicher­heit­srisiko dar. Fast alle Schutzbrillen ver­fü­gen daher über eine Antikratz-Beschich­tung, die das Verkratzen der Scheiben ver­hin­dert. Denn Kratzer kön­nen das Sehfeld des Trägers ein­schränken und somit das Risiko eines Unfalls erhöhen. Auch eine Antibeschlag-Beschich­tung ist mit­tler­weile bei ein­er Vielzahl von Mod­ellen Stan­dard. Sie sorgt für eine ungetrübte Sicht selb­st in wech­sel­nden Tem­per­aturbere­ichen. 3M bietet darüber hin­aus zwei weit­ere Beschich­tung­sop­tio­nen an: die soge­nan­nte DX- und die RAS-Beschich­tung. Hin­ter der Beze­ich­nung DX ver­birgt sich eine lan­glebige Hochleis­tungs-Beschich­tungskom­bi­na­tion, die Schutz vor Beschla­gen, Verkratzen, sta­tis­ch­er Aufladung und chemis­chen Ein­flüssen gewährleis­tet. Die Abkürzung RAS ste­ht für „Rugged Anti- Scratch“ (Robuste Antikratz-Beschich­tung). Diese Beschich­tung ist extrem hart und stra­pazier­fähig. Sie wurde für Schutzbrillen konzip­iert, die auch aggres­sivsten Arbeits­be­din­gun­gen gewach­sen sein müssen, wie beispiel­weise bei Hobel‑, Bohr- oder Schlei­far­beit­en. Neben dem Aspekt der erhöht­en Sicher­heit am Arbeit­splatz, sor­gen lan­glebi­gen Beschich­tung­stech­nolo­gien außer­dem gle­ichzeit­ig für eine län­gere Gebrauchs­dauer und somit für reduzierte Wiederbeschaffungskosten.
Pass­form und Tragekomfort
Um die Bedürfnisse von Arbeit­ern zu ver­ste­hen, die Schutzbrillen regelmäßig ver­wen­den, hat 3M in den let­zten Jahren umfassende Kun­de­num­fra­gen durchge­führt. Das Ergeb­nis: Neben der Sicher­heit sind Pass­form und Tragekom­fort die wichtig­sten Aspek­te bei der Bril­lenauswahl. Aus diesem Grund hat das Unternehmen ein Pro­gramm ges­tartet, das die Pass­form und den Tragekom­fort von Schutzbrillen in Zusam­men­hang mit ihrer Sicher­heit unter­sucht. Das Aus­gang­sprob­lem hier­bei: Die Gesicht­szüge der Men­schen sind sehr unter­schiedlich – je nach Alter, Geschlecht und eth­nis­ch­er Herkun­ft. Mith­il­fe von Scans und Kon­turen­bildern sam­melten die Experten Fak­ten über die vie­len ver­schiede­nen Gesicht­szüge. Ent­standen sind dig­i­tale 3D Mod­elle, die einen Ver­gle­ich der unter­schiedlichen Gesichts­maße möglich machen. Diese detail­lierten Unter­suchun­gen führten zu der Entwick­lung ein­er Pro­fil-Linse, die ver­schieden­sten Bevölkerun­gen einen nahezu per­fek­ten Sitz bietet. Das Design basiert auf Ver­gle­ichen der Lück­e­n­analyse viel­er ver­schieden­er Kopf­for­men von unter­schiedlichen eth­nis­chen Grup­pen. Mith­il­fe eines speziell für diesen Zweck entwick­el­ten Mess­gerätes hat 3M zudem den Bügel­druck errech­net, der benötigt wird, um Tragekom­fort und Sicher­heits-Pass­form im Gle­ichgewicht zu hal­ten. Zusam­men mit den gesam­melten Größen­dat­en und dem aus­führlichen Kun­den­feed­back kon­nte das Unternehmen so ein Bril­len­mod­ell entwick­eln, das bei ver­schiede­nen Kopf­for­men einen kon­stan­ten Bügel­druck sich­er­stellt: die 3M Secur­e­fit. Hier­bei han­delt es sich um eine robuste Schutzbrille, die ohne anpass­bare Teile vie­len Men­schen Tragekom­fort und Sicher­heit bietet.
Augen­schutz muss kom­pat­i­bel sein
Auch das The­ma Kom­pat­i­bil­ität ist bei der Wahl der richti­gen Brille ein nicht zu unter­schätzen­der Aspekt. Denn in vie­len Anwen­dungs­bere­ichen müssen neben dem Augen­schutz auch noch andere Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tun­gen wie Atem­schutz oder Gehörschutz getra­gen wer­den. Her­steller von Arbeitss­chutz haben deshalb bei der Entwick­lung von Schutzbrillen meist das Ganze im Blick: vom Augen­schutz über Atem‑, Gehör- und Kopf­schutz bis hin zur Sicher­heit des gesamten Gesicht­es. Daher eignen sich viele Schutzbrillen sehr gut zum kom­binierten Ein­satz beispiel­sweise mit ein­er Par­tikel­maske oder einem Kapsel­ge­hörschutz. Beson­ders intel­li­gent: Mod­elle wie die 3M Tora CCS Schutzbrille mit inte­gri­ertem „Cord Con­trol Sys­tem“. Das cle­vere Sys­tem sorgt an den Büge­len­den dafür, dass zwei Gehörschutzstöpsel mit Band stets griff­bere­it an der Brille befes­tigt sind – das Gehörschutzband kann zudem als Bril­len­band genutzt wer­den, wenn die Schutzbrille ger­ade mal nicht getra­gen wer­den muss.
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