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Schnittschutzhandschuhe

Extrastarke Leicht­ge­wichte

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Dicke Hand­schuhe als Schnitt­schutz sind nicht mehr nötig. Das nieder­län­di­sche Unter­neh­men DSM Dyneema hat eine Faser entwi­ckelt, die leicht ist und in Hand­schu­hen mit schnitt­hem­men­den Eigen­schaf­ten einge­setzt wird. Zu Schutz und Trage­kom­fort ein Inter­view mit Bastiaan de‐Koning, Global Busi­ness Direc­tor DSM Dyneema.

Herr de‐Koning, was ist das Beson­dere an der Dyneema Diamond Tech­no­logy?

Die Dyneema Diamond Tech­no­logy macht es möglich, Hand­schuhe herzu­stel­len, die sehr dünn sind und dennoch schnitt­hem­mende Eigen­schaf­ten haben. Dadurch kann die Dicke des Garns um 50 Prozent im Vergleich zu herkömm­li­chen Garnen aus hoch­mo­le­ku­la­rem Poly­ethy­len verrin­gert werden, ohne dass sich am Schnitt­schutz etwas ändert. Das Ergeb­nis sind Hand­schuhe nach dem neuen EN 388 Stan­dard Schnitt­schutz Level B, die sich fast so anfüh­len, als würde man mit bloßen Händen arbei­ten. Hand­schuhe in Level C und in Level D nach EN 388:2016 sind eben­falls umsetz­bar – ohne den Zusatz von Glas‐ oder Stahl­fa­sern.

Welche Anbie­ter nutz­ten die Tech­no­logy bereits?

Die Tech­no­lo­gie wird von Hand­schuh­her­stel­lern welt­weit einge­setzt, das reicht von den USA über Asien bis hin zum euro­päi­schen Markt. Das Bewusst­sein für sichere Arbeit und die Sicher­heits­stan­dards in Deutsch­land sind beson­ders hoch – und die Hand­schuhe mit Dyneema Fasern erfül­len diese hohen Anfor­de­run­gen. In Europa arbei­ten wir beispiels­weise mit Ansell, Uvex oder Ejendals,
die inno­va­tive Produkte mit Dyneema Diamond Tech­no­logy im Port­fo­lio haben.

Wie bewer­ten Sie den Markt für Schnitt­schutz­hand­schuhe im Allge­mei­nen?

Es ist ein klarer Trend zu erhöh­tem Schnitt­schutz bei opti­mier­tem Trage­kom­fort zu beob­ach­ten. Tatsäch­lich ist Komfort auch das beste Argu­ment für die Beschäf­tig­ten, damit sie die Hand­schuhe tatsäch­lich tragen. Konven­tio­nelle Modelle erlau­ben weit­aus weni­ger Finger­fer­tig­keit. Anstatt den Schutz zu erhö­hen, behin­dern sie in der Praxis häufig eher bei der Arbeit, weil sie zu fest sind und man in ihnen schwitzt.

Wie kam es über­haupt zur Entwick­lung der Dyneema Diamond Tech­no­lo­gie?

Mit Dyneema haben wir immer versucht, nah an den Bedürf­nis­sen der Kunden und Träger zu sein. Wir sind damals zu dem Ergeb­nis gekom­men, dass es einen großen Bedarf an Hand­schu­hen gibt, die hohen Schnitt­schutz aufwei­sen, aber gleich­zei­tig dünn und komfor­ta­bel zu tragen sind. Die Dyneema Diamond Tech­no­lo­gie war das, wonach man im Markt gesucht hat.

Wie sieht es mit der Abrieb­fes­tig­keit aus?

Je nach Modell erfül­len die Schnitt­schutz­hand­schuhe mit Dyneema Diamond Tech­no­logy die EN 388:2016 Schnittschutz‐Norm mit hoher Abrieb­fes­tig­keit. Unter­schied­li­che Beschich­tun­gen wie Nitril­schaum oder Poly­ure­than können den Schutz noch erhö­hen und die Lebens­dauer verlän­gern. Unbe­schich­tete Vari­an­ten bieten dafür höchs­ten Komfort und eignen sich für die Arbeit an Touch­screens. Die leichte Strick­kon­struk­tion enthält außer­dem Karbon­fa­sern, um stati­sche Aufla­dung zu vermei­den.

Schwitzt man bei stun­den­lan­ger Arbeit nicht in den Hand­schu­hen?

Der hohe Trage­kom­fort wird nicht nur über die feinen Fäden erreicht, sondern auch über den Aufbau der Faser mit ihren dünnen Mikro­par­ti­keln. Er bewirkt, dass die Wärme von der Hand wegge­lei­tet wird. Das ist ein entschei­den­der Vorteil gegen­über konven­tio­nel­len Model­len, die viel­leicht preis­wer­ter sind, aber mögli­cher­weise nicht getra­gen werden, weil sie als hinder­lich und unan­ge­nehm empfun­den werden.

Kommen Hand­ver­let­zun­gen beson­ders häufig vor?

Ja, man kann grund­sätz­lich sagen, dass die Hände der Mitar­bei­ter mit die wert­vollste Ressource am Arbeits­platz sind. Hand­ver­let­zun­gen treten fast doppelt so häufig auf wie andere Verlet­zun­gen der oberen Glied­ma­ßen. Deshalb ist es so wich­tig, dass die Hand­schuhe auch über einen langen Zeit­raum hinweg als ange­nehm empfun­den werden. Das war auch ein erklär­tes Ziel unse­res Ansat­zes. Dyneema Diamond Tech­no­logy leis­tet dazu ihren Beitrag, indem Bewe­gungs­frei­heit, gerin­ges Gewicht, elas­ti­scher Sitz, Grif­fig­keit und Wärme­ab­lei­tung gewähr­leis­tet sind.

Wie sieht es mit der Haut­ver­träg­lich­keit aus?

Die Dyneema Diamond Tech­no­logy ist nach Oeko‐Tex Produkt­klasse II zerti­fi­ziert, kann also sicher haut­nah verwen­det werden. Außer­dem erfüllt die Faser die REACH‐Vorschriften der EU. Sie enthält keine Stoffe, die gemäß REACH als karzi­no­gen, muta­gen oder repro­to­xisch gelten. Die Faser kann in der Lebens­mit­tel­in­dus­trie einge­setzt werden, weil sie keine besorg­nis­er­re­gende Stoffe enthält.

Wirkt sich das geringe Gewicht der Faser auch auf den ökolo­gi­schen Foot­print aus?

Ja, es ist schließ­lich viel weni­ger Mate­rial für densel­ben oder besse­ren Schnitt­schutz nötig. Unser Dyneema Claim und Anspruch ist es, „the Gree­n­est Strength“ zu sein. Dyneema Faser ist wasch­bar und verliert auch nach mehre­ren Wasch­zy­klen ihre Eigen­schaf­ten nicht. Das verlän­gert auch die Lebens­dau­ser eines Hand­schuhs. Sie müssen dadurch weni­ger schnell ersetzt werden.

Vielen Dank für das Gespräch.

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