Worauf es bei der Produktion ankommt. Handschuhe mit Brandschutzeigenschaften -
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Handschuhe mit Brandschutzeigenschaften

Worauf es bei der Produk­tion ankommt

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Wie sieht ein typi­scher Produk­ti­ons­pro­zess bei Hand­schu­hen mit Brand­schut­z­ei­gen­schaf­ten aus, und welche Rolle spie­len Mate­ri­al­aus­wahl, Quali­täts­kon­trolle und die Produkt­phi­lo­so­phie? Das Fami­li­en­un­ter­neh­men Seiz gibt Einbli­cke.

Die Grund­lage jeder Entwick­lung von Hand­schutz mit Brand­schut­z­ei­gen­schaf­ten ist die Norm EN 659. Hier die höchst­mög­li­chen Werte zu errei­chen oder diese gar zu über­tref­fen, hat Prio­ri­tät im Hause Seiz.

Zumal biswei­len auch länder­spe­zi­fi­sche Normen zu beach­ten sind oder sich Prüf­be­din­gun­gen verschär­fen. Um die Hand­schuhe hinsicht­lich Tast­ge­fühl, Brenn­ver­hal­ten, Pass­form oder Optik immer weiter zu verbes­sern und eine hohe Kunden­zu­frie­den­heit zu errei­chen, pflegt das Unter­neh­men enge Kontakte zu Berufs­feu­er­weh­ren, Entschei­dern, Fach­händ­lern, Endkun­den und ande­ren Unter­neh­men der Bran­che. „So erfah­ren wir von neuen Anfor­de­run­gen und Trends“, sagt Geschäfts­füh­rer Rainer Seiz.

Der eigene Antrieb, Hand­schuhe immer weiter opti­mie­ren zu wollen, brachte Seiz mehrere Auszeich­nun­gen ein, etwa das Quali­täts­zei­chen „Safety made in Germany“ der Verei­ni­gung zur Förde­rung des Deut­schen Brand­schut­zes, „Top 100“ oder der „VR‐InnovationsPreis Mittel­stand“.

Genau zuhö­ren und forschen

Seiz‘ Lösungs­an­satz ist also meist ein Mix aus genauem Hinhö­ren, welche Anfor­de­run­gen Hand­schuh­trä­ger haben, sowie aus inten­si­ven Über­le­gun­gen, welche Möglich­kei­ten es gibt, um Hand­schuhe noch besser zu machen. Dabei greift der Herstel­ler auf Bewähr­tes zurück, sofern dies noch dem neues­ten Stand der Tech­nik entspricht.

Beispiels­weise besteht die Weiter­ent­wick­lung „Fire‐Fighter Premium“ aus den glei­chen Mate­ria­lien, welche im Ur‐Modell einge­setzt wurden – wenn auch in fort­schritt­li­cher Form. Damals wie heute ist die Grund­an­for­de­rung an einen Feuer­wehr­hand­schuh die gleich­blei­bende Quali­tät: Er muss vor allem hohen Tempe­ra­tu­ren stand­hal­ten und darf nicht etwa schrump­fen.

Zusätz­li­che Prüfun­gen im eige­nen Labor

Um dies zu gewähr­leis­ten und Modelle mit langem Produkt­le­bens­zy­klus zu entwi­ckeln, nutzt Seiz bewährte Marken­pro­dukte und ist unter ande­rem Lizenz­neh­mer von Nomex, Kevlar, PBI und Gore‐Tex. Einige Spezi­al­ma­te­ria­lien entwi­ckelt das Unter­neh­men auch selbst oder ist an der Entwick­lung betei­ligt.

Über die regel­mä­ßige Zerti­fi­zie­rung von Feuer­wehr­hand­schu­hen nach EN 659 hinaus prüfen die Metzin­ger im haus­ei­ge­nen Labor alle Mate­ria­lien vor und nach der Verar­bei­tung. Proto­ty­pen werden sowohl in der Anwen­dung als auch im Labor getes­tet. Später durch­lau­fen sie einen sechs­mo­na­ti­gen Praxis­test bei Berufs­feu­er­weh­ren – und bei einer etwai­gen Nach­bes­se­rung erneut das Labor.

Mate­ria­lien, die auf dem Markt neu ange­bo­ten werden, werden eben­falls diesen Tests unter­zo­gen. „Wir führen täglich Stich‐, Abrieb‐ und Beflam­mungs­tests durch. Für letz­tere haben wir in Eigen­kon­struk­tion einen Beflam­mungs­ofen einbauen lassen. So ist es uns möglich, den Hitzedurch­schlag zu messen“, erklärt Rainer Seiz, der Mate­ri­al­aus­wahl und Quali­täts­kon­trolle zur Chef­sa­che macht.

Hand­ver­mes­sungs­stu­die für mehr Ergo­no­mie

Um der mensch­li­chen Hand, die sich im Lauf der Zeit verän­dert hat, bei der Entwick­lung von Hand­schutz best­mög­lich gerecht zu werden, betei­ligte sich Seiz an einer moder­nen drei­di­men­sio­na­len Hand­ver­mes­sungs­stu­die der Hohenstein‐Institute. Die Erkennt­nisse daraus flie­ßen in die Produk­tion ein. Pass­form und Trage­kom­fort werden somit verbes­sert, was die Modelle außer­dem siche­rer macht. Sonder­an­fer­ti­gun­gen, nötig etwa bei Fehl­bil­dun­gen oder fehlen­den Fingern, bietet das Unter­neh­men ebenso an wie entspre­chende Größen für klei­nere Hände von Frauen, welche vermehrt in Feuer­weh­ren tätig sind.

Ob Hand­schuhe mit Brand­schut­z­ei­gen­schaf­ten, Kälte‐ oder Schnitt­schutz: Berüh­rungs­punkte bei der Herstel­lung von Handschutz‐Modellen für Beschäf­tigte diver­ser Bran­chen gibt es über­all; das Wissen aus allen Berei­chen fließt
in die Produkt­ent­wick­lung für einen Anwen­dungs­be­reich ein. „Die neue Kera­mik­be­schich­tung für Feuer­wehr­hand­schuhe testen wir zum Beispiel auch im Snow­boar­ding, bei dem die Extrem­sport­ler in jeder Kurve mit der Hand über das Eis schlei­fen“, verrät der Geschäfts­füh­rer. Bei der Entwick­lung solcher Modelle werde aber zunächst ans Retten, Löschen, Bergen und Schüt­zen gedacht. Hier besteht zudem eine enge Koope­ra­tion mit der Feuer­wehr Reut­lin­gen.

Kombi­nier­tes Wissen aus allen Berei­chen

Dabei blei­ben unter­neh­mens­ei­gene Ideen keines­wegs auf der Stre­cke: „Wenn wir von einer Neue­rung über­zeugt sind, brin­gen wir diese auf den Markt. Entsteht eine Nach­frage, wissen wir, dass wir rich­tig liegen und folgen dem von uns gesetz­ten Stan­dard. Momen­tan sind mehrere Entwick­lun­gen in Arbeit“, sagt Rainer Seiz.

Dieses kombi­nierte Know‐how macht sich beim Feuer­wehr­hand­schuh „Fire‐Fighter Premium“ bemerk­bar, beispiels­weise in Form von Pols­te­run­gen für die sensi­ble Puls­re­gion am Hand­ge­lenk oder Protek­to­ren zum Schutz der Knöchel und als Hitze­bar­riere. Mitun­ter kommt hier­bei eine Welt­neu­heit heraus, wie 2016 das „Laser­temp“: Mit dem am Hand­schuh befes­tig­ten Tempe­ra­tur­mess­ge­rät können Brand­be­kämp­fer schnell und sicher eine Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tur ermit­teln, um Risi­ken einzu­schät­zen und Brand­herde besser zu loka­li­sie­ren.

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