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Ein Rundum-Ansatz zur Absturz­si­che­rung

Mehr als nur vorschriftsmäßig
Ein Rundum-Ansatz zur Absturz­si­che­rung

Foto: Copyright 2019 MSA Safety
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Moderne Arbeit­ge­ber werden sich ihrer Verant­wor­tung für die Sicher­heit und der Notwen­dig­keit eines wirk­sa­men Risi­ko­ma­nage­ments immer stär­ker bewusst. Die Eurostat-Statistiken über Verlet­zun­gen und Todes­fälle am Arbeits­platz bele­gen das mit ihrer allge­mein abneh­men­den Tendenz. Stürze aus der Höhe sind jedoch nach wie vor die Haupt­ur­sa­che für Todes­fälle am Arbeits­platz. Wenn es also Ihr Ziel ist, einen Arbeits­platz mit „null Verlet­zun­gen“ zu errei­chen (was das rich­tige Ziel ist), welche Fragen müssen dann berück­sich­tigt werden, damit die Mitar­bei­ter in der Höhe sicher sind? Jon Rowan, Produkt­li­ni­en­ma­na­ger von MSA Safety, gibt Ratschläge, wie man über die Einhal­tung von Vorschrif­ten hinaus­ge­hen und einen Rundum-Ansatz zur Absturz­si­che­rung verfol­gen kann.

Tödli­che Verlet­zun­gen nehmen ab

Zwei­fel­los wird die Arbeits­si­cher­heit in ganz Europa zu einem immer wich­ti­ge­ren Anlie­gen der Indus­trie. Viele Arbeit­ge­ber verfol­gen in Bezug auf Gesund­heit, Sicher­heit und Wohl­be­fin­den einen zuneh­mend ganz­heit­li­chen Ansatz und erken­nen, dass eine Viel­zahl von Fakto­ren die Leis­tung und Entschei­dungs­fin­dung der Mitar­bei­ter beein­flus­sen kann. Ein solcher Ansatz, ergänzt durch gewis­sen­hafte Sicher­heits­pro­zesse und ausge­feilte Sicher­heits­aus­rüs­tung, kann zur Entschär­fung der Risi­ken am Arbeits­platz beitra­gen.

Zwar sind die Todes­fälle am Arbeits­platz durch Stürze aus der Höhe in den 28 EU-Mitgliedstaaten in letz­ter Zeit zurück­ge­gan­gen, aber jeder Todes­fall ist einer zu viel, und Stürze aus der Höhe sind nach wie vor die größte Einzel­ur­sa­che von Todes­fäl­len am Arbeits­platz. Schließ­lich ist ein Sturz aus der Höhe ein äußerst erns­ter Unfall. Ein Sturz aus 3,05 m (10 Fuß) dauert nur 0,8 Sekun­den, und die beim Aufprall auf den Boden erreichte Geschwin­dig­keit beträgt 7,74 m/s (17,3 mph). Im Verei­nig­ten König­reich waren im Fünf­jah­res­zeit­raum 2014/15 bis 2018/19 25 % der tödli­chen Verlet­zun­gen auf Stürze aus der Höhe zurück­zu­füh­ren – durch­schnitt­lich 36 Todes­fälle pro Jahr (Quelle: RIDDOR). Wie können Sie also das Risiko mini­mie­ren? Was müssen Sie beach­ten und wo müssen Sie anfan­gen?

Möglichst ganz vermei­den

Ganz einfach: Am besten vermei­det man einen Sturz, indem man die Notwen­dig­keit von Arbei­ten in der Höhe – weitest­ge­hend – besei­tigt. Das bedeu­tet, dass möglichst viele Arbei­ten vom Boden aus durch­ge­führt werden, auszieh­bare Werk­zeuge verwen­det werden, Kabel am Boden verlegt werden, ein Beleuch­tungs­mast auf Boden­höhe abge­senkt wird oder ein Kanten­schutz am Boden zusam­men­ge­baut wird (um nur einige Beispiele zu nennen).

Wenn die Arbeit in der Höhe unver­meid­lich ist, dann verhin­dern Sie Abstürze, indem Sie einen bereits gesi­cher­ten Arbeits­platz nutzen oder die rich­tige Art von Schutz­aus­rüs­tung verwen­den. Diese Ausrüs­tung muss geeig­net und zuge­las­sen sein und regel­mä­ßig gewar­tet und über­prüft werden. Bleibt das Risiko bestehen, dann mini­mie­ren Sie die Entfer­nung und/oder die Folgen eines Stur­zes durch kollek­tive Schutz­vor­rich­tun­gen wie Sicher­heits­netze oder Auffang­kis­sen (d. h. nahe der Arbeits­höhe ange­brachte Luft­kis­sen).

Schu­lung macht den Erfolg

Schu­lung ist entschei­dend. Sie verdeut­licht den Mitar­bei­tern die Risi­ken bei der Arbeit in der Höhe, ihre Rolle bei der Einhal­tung siche­rer Arbeits­wei­sen, die Funk­tion des gewähl­ten Absturz­si­che­rungs­sys­tems und seine Gren­zen. MSA empfiehlt eine theo­re­ti­sche Schu­lungs­ein­heit mit einer klei­nen Perso­nen­gruppe, gefolgt von prak­ti­schen Übun­gen. Die Teil­neh­mer erfah­ren die notwen­dige Theo­rie und erhal­ten reich­lich Gele­gen­heit zur prak­ti­schen Anwen­dung. Dies vermit­telt eine gewisse Sicher­heit – nicht nur Sicher­heit in der Verwen­dung der Ausrüs­tung, sondern auch Verständ­nis der mit der Arbeit in der Höhe verbun­de­nen Risi­ken und die Bereit­schaft, mögli­che Probleme zur Spra­che zu brin­gen.

Die Risi­ken vor Ort verste­hen

Begin­nen Sie mit einer ausführ­li­chen Risi­ko­be­wer­tung Ihrer konkre­ten Arbeits­um­ge­bung. Jeder Indus­trie­zweig birgt seine eige­nen Risi­ken, aber es gibt komplexe Einfluss­grö­ßen, die von der jewei­li­gen Situa­tion abhän­gen. Im Bauwe­sen reichen die Gefah­ren beispiels­weise von der senk­rech­ten Fall­höhe bis hin zu zerbrech­li­chen Dächern, Dach­fens­tern, Öffnun­gen, schrä­gen Dächern, altern­den Mate­ria­lien, unge­schütz­ten Kanten und labi­len oder schlecht gewar­te­ten Zugangs­vor­rich­tun­gen. Ungüns­tige Witte­rungs­be­din­gun­gen, herab­fal­lende Gegen­stände und elek­tri­sche Schläge sind weitere Risi­ko­fak­to­ren.

In der Elek­tro­bran­che bestehen Gefah­ren wie Verbren­nun­gen, Brände, Lecka­gen, Flüs­sig­keits­aus­tritte, elek­tri­sche Schläge und Stör­licht­bo­gen, während die Beschäf­tig­ten im Bereich der Tele­kom­mu­ni­ka­tion bei der Arbeit auf einer Reihe von Konstruk­tio­nen wie Türmen oder Masten gesi­chert sein müssen. Weitere von Natur aus gefähr­li­che Arbeits­um­ge­bun­gen sind Öl- und Gasbohr­in­seln. Normale Alltags­auf­ga­ben wie Wartun­gen und die Arbeit auf der Platt­form führen zu 70 % der schwe­ren Verlet­zun­gen auf den Bohr­in­seln der Nordsee-Ölfelder. Auch in der Luft­fahrt­in­dus­trie gehört die Arbeit in der Höhe zum Alltag, sei es bei der Herstel­lung und Repa­ra­tur oder bei der Wartung und Inspek­tion von Flug­zeu­gen.

Bestim­men Sie die rich­tige Absturz­si­che­rungs­aus­rüs­tung

Sie müssen zunächst heraus­fin­den, welche Absturz­si­che­rungs­lö­sun­gen Ihrem Bedarf am besten entspre­chen. Der Einsatz eines kollek­ti­ven Schutz­sys­tems, das die Gefähr­dung der Mitar­bei­ter ausschließt, ist immer vorzu­zie­hen. Wenn dies nicht möglich ist, dann befas­sen Sie sich mit persön­li­chen Schutz­sys­te­men, die den Benut­zer zurück­hal­ten oder die Höhe und die Folgen eines Stur­zes begren­zen. Dazu gehört in der Regel ein festes Auffang­sys­tem.

Welche Lösung Sie auch wählen, fast immer erfor­dert die Arbeit in der Höhe das Tragen eines Auffang­gurts. Es gibt heute auf dem euro­päi­schen Markt viele, viele Auffang­gurte, aber nicht alle bieten das glei­che Maß an Schutz. Sie müssen also wissen, was Ihr Auffang­gurt leis­ten soll. Dient er zum Zurück­hal­ten oder zum Auffan­gen von Stür­zen?

Alle in Europa verwen­de­ten Auffang­gurte müssen der EN 361:2002 entspre­chen. Auffang­gurte und Verbin­dungs­mit­tel, die zum Zweck der Arbeits­platz­po­si­tio­nie­rung oder der Rück­hal­tung bestimmt sind, müssen der EN 358:2018 entspre­chen. Rück­hal­te­ver­bin­dungs­mit­tel mit fester Länge, die nicht in einen Gurt inte­griert sind, werden in EN 354 behan­delt.

MSA ist der Ansicht, dass jeder Auffang­gurt Pass­form, guten Sitz und Funk­tion bieten sollte. Komfort mag weni­ger vorran­gig erschei­nen, aber wie die briti­sche Gesundheits- und Sicher­heits­be­hörde (Health and Safety Execu­tive, HSE) betont, „ist es unwahr­schein­lich, dass unbe­queme Ausrüs­tung rich­tig getra­gen wird“. Und im schlimms­ten Fall kann sie auch ganz wegge­las­sen werden. Beispiels­weise sind auch Gurte vorzu­zie­hen, die über eine Pols­te­rung an Hüfte und Beinen sowie leicht anpass­bare Schnal­len aufwei­sen, damit sie beim Tragen nicht verrut­schen.

Wenn Sie unsi­cher sind, welche Lösun­gen Ihrem Bedarf am besten entspre­chen, und ob die gewähl­ten Produkte mitein­an­der kombi­nier­bar sind, wenden Sie sich an einen unab­hän­gi­gen Spezia­lis­ten wie MSA. Denken Sie daran, dass Menschen­le­ben auf dem Spiel stehen und es daher wich­tig ist, die rich­tige Wahl zu tref­fen. Und wenn Sie sich für eine Lösung entschie­den haben, stel­len Sie sicher, dass Sie sich an die Richt­li­nien des Herstel­lers halten, alle Etiket­ten lesen und vor jeder Verwen­dung alle notwen­di­gen Prüfun­gen durch­füh­ren.

Freuen Sie sich über die Ergeb­nisse

Die Vorteile eines rigo­ro­sen Rundum-Ansatzes zur Absturz­si­che­rung stel­len sich im Unter­neh­men schnell ein. Über die Verwen­dung von Absturz­si­che­rungs­aus­rüs­tung und über die poten­zi­el­len Risi­ken der Arbeit in der Höhe gut geschulte Mitar­bei­ter sind eher enga­giert, flei­ßig und letzt­lich auch loyal gegen­über Ihnen als Arbeit­ge­ber. Schu­lung kann viel dazu beitra­gen, Spuren alther­ge­brach­ter Selbst­ge­fäl­lig­keit und Igno­ranz zu über­win­den und sie durch eine starke, auf Sicher­heit bedachte Kultur zu erset­zen. Lassen Sie also nicht zu, dass Ihre Mitar­bei­ter in einer Gesundheits- und Sicher­heits­sta­tis­tik erschei­nen. Bestehen Sie auf den besten Absturz­si­che­rungs­sys­te­men, auf Bera­tung, Schu­lung und Betreu­ung und helfen Sie mit, dass Ihre Mitar­bei­ter heute und jeden Tag sicher nach Hause zurück­keh­ren.

Weitere Infor­ma­tio­nen über die Absturz­si­che­rungs­lö­sun­gen von MSA Safety finden Sie auf

www.MSAsafety.com

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