1 Monat GRATIS testen, danach für nur 3,90€/Monat!
Startseite » Produkte » PSA (Produkte) » PSA gegen Absturz »

Richtiges Sichern in mobilen Hubarbeitsbühnen

Regeln und Tipps aus der Praxis
Richtiges Sichern in mobilen Hubarbeitsbühnen

Der Besuch manch­er Baustellen zeigt oft ein buntes und ver­wirren­des Bild: Beim Arbeit­en in mobilen Hubar­beits­büh­nen scheint es so, als ob dem Bedi­ener die Benutzung von Per­sön­lich­er Schutzaus­rüs­tung gegen Absturz (PSAgA) freigestellt sei und falls er sich für das Tra­gen entschei­den sollte, freie Auswahl an geeigneten Gurten und Verbindungsmit­tel beste­ht. Doch dem ist nicht so.

All­ge­mein regelt den Umgang mit fahrbaren Hubar­beits­büh­nen die Betrieb­ssicher­heitsverord­nung (Betr­SichV) unter Berück­sich­ti­gung der Tech­nis­chen Regeln für Betrieb­ssicher­heit (TRBS) sowie der DGUV Grund­satz 308–008. Die DGUV Infor­ma­tion 208–019 gibt detail­lierte Infor­ma­tio­nen zur Ver­wen­dung von Per­sön­lich­er Schutzaus­rüs­tung gegen Absturz (PSAgA). Ein Teil der oft zu sehen­den Vari­anten­vielfalt an Sicherungs­maß­nah­men liegt sich­er auch an den sich über die Jahre immer wieder ändern­den Empfehlun­gen. Aber mit­tler­weile gibt es klare Regeln.

Um diese prax­is­gerecht umzuset­zen, betra­cht­en wir das Absturzrisiko beim Arbeit­en mit mobilen Hubar­beits­büh­nen im Detail und ganzheitlich. Beson­ders möchte ich auf typ­is­che Fra­gen einge­hen, die mir immer wieder vor Ort gestellt werden.

In welchen Bühnen muss ich mich sichern?

Grund­sät­zlich lassen sich fahrbare Arbeits­büh­nen in zwei Klassen ein­teilen: Klasse A umfasst Teleskop und Scheren­hub­büh­nen (der Schw­er­punkt der Bühne bleibt auch beim Aus­fahren immer inner­halb der Kipp­kante) und Klasse B umfasst alle anderen Büh­nen­typen wie z. B. Ausleger- oder Gelenkar­beits­büh­nen. Weit­er wer­den diese zwei Klassen in je drei Typen unterteilt: Bei Typ 1 ist das Fahren nur in Trans­port­stel­lung zuläs­sig, bei Typ 2 wird das Fahren mit ange­hoben­er Arbeits­bühne nur von ein­er Steuer­stelle am Untergestell aus erlaubt und bei Typ 3 wird das Fahren mit ange­hoben­er Arbeits­bühne von der Bedi­en­stelle auf der Arbeits­bühne ges­teuert. Diese Dif­feren­zierung berück­sichtigt, dass nicht bei allen Büh­nen­typen das gle­iche Absturzrisiko besteht.

Peitschen- oder Katapulteffekt

Der beson­ders gefährliche Peitschen- oder Kat­a­pul­t­ef­fekt tritt vor allem bei Teleskop (Ausleger-) Arbeits­büh­nen auf (Klasse B), wenn diese von ein­er Bedi­en­stelle auf der Arbeits­bühne ges­teuert wer­den. Bedenken Sie aber auch andere Risiken wie z. B. Ver­set­zt­fahrten (Fahrten mit ange­hoben­er Arbeits­bühne), das Anfahren oder Anprallen an eine Störkante oder das Ver­hak­en der Bühne mit der Arbeitsumgebung.

Das Tra­gen ein­er PSAgA in Hubar­beits­büh­nen ist vorgeschrieben, wenn die Gefährdungs­beurteilung (z. B. Peitsch­en­ef­fekt) und/oder die Betrieb­san­leitung des Hubar­beits­büh­nen­her­stellers dies als notwendi­ge Maß­nahme vorgibt oder der Bauherr auf sein­er Baustelle die Benutzung der PSAgA festlegt.

Auf Senkrechtliften (Klasse A), z. B. Scheren­büh­nen, ist PSAgA in der Regel nicht erforder­lich – es sei denn, dass beson­dere Ein­satzbe­din­gun­gen (Ergeb­nis der Gefährdungs­beurteilung) oder Angaben des Her­stellers (Betrieb­san­leitung) dies erfordern (siehe DGUV Infor­ma­tion 208–019). Hier stellt sich jedoch die Frage, ob Bedi­ener die Risikobe­w­er­tung ken­nen und/oder befol­gen. Eine generelle Sicherungspflicht schafft klare Verhältnisse.

Häufigkeit von Unfällen mit Todesfolge

In den ver­gan­genen Jahren wur­den in Deutsch­land durch­schnit­tlich fünf tödliche Unfälle beim Bedi­enen von Hubar­beits­büh­nen gemeldet. Im glob­alen Gesamt­bild berichtet die IPAF (Inter­na­tion­al Pow­ered Access Fed­er­a­tion) von 93 gemelde­ten tödlichen Abstürzen von Hubar­beits­büh­nen im Zeitraum 2019 bis 2020 und stellt fest, dass Stürze aus der Höhe die häu­fig­ste tödliche Unfal­lur­sache beim Arbeit­en mit Hubar­beits­büh­nen darstellen (siehe IPAF glob­aler Sicher­heits­bericht MEWP 2020).

Welche Ausrüstung zur Absturzsicherung ist zu verwenden?

Da PSAgA immer aus mehreren Kom­po­nen­ten beste­ht (Auf­fang­gurt – Verbindungsmit­tel – Anschlag­punkt) ist es wichtig, diese Frage auf die einzel­nen Kom­po­nen­ten aufzusplitten.

Welcher Auffanggurt ist richtig?

Grundbe­din­gung ist die Ver­wen­dung eines Auf­fang­gur­tes geprüft nach EN 361. Ein Hal­te­gurt (EN 358) ist nicht zuläs­sig. Bei Tätigkeit­en auf mobilen Hubar­beits­büh­nen ist die Ver­wen­dung eines 2‑Punkt-Auf­fang­gur­tes (ster­nale und dor­sale Auf­fangösen) wichtig (Abb. 1). So ist man unab­hängig von der Posi­tion des oder der Anschlag­punk­te in der Bühne und kann auch seine Arbeit­spo­si­tion frei nach den Erfordernissen ausrichten.

1‑Punkt Auf­fang­gurte schränken hier stark ein und Mehrpunk­tauf­fang­gurte (mit inte­gri­ertem Hal­te­gurt) führen manch­mal dazu, dass sich Anwen­der ein­fach an den seitlichen Hal­teösen sich­ern, was tödliche Gefahren birgt. Lei­der sind hier auch manche Pik­togramme an den Arbeits­büh­nen missver­ständlich (Abb. 2).

Welches Verbindungsmittel ist geeignet?

Das geeignete Verbindungsmit­tel unter­liegt fol­gen­den Anforderun­gen: Es muss eine Sys­tem­länge von max. 1,8 m aufweisen, län­gen­ver­stell­bar sowie energieab­sorbierend sein und auf Kan­ten­beanspruchung mit ein­er Umlenkung von 180°getestet und zuge­lassen sein. Die Restkraft auf den Anschlag­punkt darf nur 3 kN betra­gen (nicht die üblichen 6 kN) und in Deutsch­land muss dieses Verbindungsmit­tel auch nach DIN 19427 zer­ti­fiziert sein.

Der Markt bietet hier­für drei unter­schiedliche Typen an Verbindungsmit­tel: Ein län­gen­ver­stell­bares Verbindungsmit­tel mit Band­falldämpfer (EN 354/355), ein mit­laufend­es Auf­fang­gerät an beweglich­er Führung (EN 353–2) und (Mini-)Höhensicherungsgeräte (EN 360), jew­eils in der geforderten Gesamtlänge von 1,8 m.

Die ersten zwei Vari­anten sind beson­ders preis­ag­gres­siv, haben aber einen entschei­den­den Nachteil: Da die Län­gen­ver­stel­lung hier manuell erfol­gen muss und keine automa­tis­che Rück­stell­funk­tion (Einzug) vorhan­den ist, stellt sich die Frage des vorherse­hbaren Miss­brauchs. Der immense Vorteil eines Höhen­sicherungs­gerätes (siehe Abb. 3), das immer nur die ger­ade benötigte Auszuglänge aus­gibt, sodass niemals ein Schlaff­seil entste­ht, ent­fällt. Die Frage, ob nicht die Mehrzahl der Anwen­der einen in der Länge ver­stell­baren Band­falldämpfer oder ein mit­laufend­es Auf­fang­gerät ein­fach immer auf die läng­ste Ein­stel­lung set­zen und damit einen Großteil der Anwen­dungszeit mit Schlaff­seil arbeit­en und im Ern­st­fall aus der Bühne her­aus­geschleud­ert wer­den, darf sich jed­er Leser gerne selb­st beant­worten. Die Ver­wen­dung eines für die Hubar­beits­bühne zuge­lasse­nen Mini-Höhen­sicherungs­gerätes zeigt unter diesem Aspekt die größte mögliche Anwendungssicherheit.

Wo darf ich mich anschlagen?

Auf keinen Fall am Hand­lauf der Bühne. In neueren Büh­nen­typen ist ein Anschlag­punkt aus­gewiesen und i.d.R. auch als solch­er gekennze­ich­net. Lei­der ist an vie­len Anschlag­punk­ten in der Bühne nicht gekennze­ich­net (Abbil­dun­gen 4 bis 8), ob es sich tat­säch­lich um einen Auf­fang­punkt nach EN 795 han­delt oder (nur) um einen Hal­tepunkt (Abb. 9) nach EN 280 (Fahrbare Hubar­beits­büh­nen). Auch die Bedi­enungsan­leitung der Hubar­beits­bühne definiert das nicht immer. Deshalb ist es wichtig, immer ein für die Hubar­beits­bühne zuge­lassenes Verbindungsmit­tel mit ein­er Restkraft von weniger als 3 kN nach einem Absturz auf den Anschlag­punkt zu ver­wen­den. Somit ist sichergestellt, dass auch ein Hal­tepunkt in der Arbeits­bühne sich­er ver­wen­det wer­den kann. Falls an Ihrer Bühne keine Anschlag­punkt zu erken­nen ist und auch die Bedi­enungsan­leitung der Bühne keine Infor­ma­tion dazu bere­i­thält, kön­nen Sie den Büh­nen­her­steller befra­gen. Eine fehlende Klärungsmöglichkeit führt kon­se­quenter­weise zur Stil­l­le­gung der Arbeits­bühne. Acht­en Sie auch auf eine sin­nvolle Kara­bin­erkom­bi­na­tion Ihres Verbindungsmit­tels. Eine Aus­führung mit Gerüsthak­en passt meist nicht in die an der Arbeits­bühne vorge­se­henen Anschlag­punk­te und ver­leit­et generell zum Anschla­gen am Geländer.

Wie hoch ist das maximale Anwendergewicht?

EN Nor­men prüfen grund­sät­zlich mit ein­er Prüf­masse von 100 kg. Dies erscheint auch unter dem Aspekt, dass Anwen­der zusät­zliche Aus­rüs­tung mit sich führen, zu ger­ing. Deshalb lassen ver­schiedene Her­steller von PSAgA ihre Aus­rüs­tung auch für höhere Anwen­dergewichte testen und zer­ti­fizieren. Üblich ist hier ein erhöht­es Prüfgewicht von 140 kg. Acht­en Sie beim Kauf darauf! Bedenken Sie auch, dass ein Verbindungsmit­tel auch ein min­i­males Anwen­dergewicht (meist um die 60 kg) fordert, um zu funktionieren.

Ab welcher Höhe muss ich mich sichern?

Wenn die Gefährdungs­beurteilung oder Vor­gaben die Sicherung mit PSAgA erfordern, ist diese immer vorzunehmen. Die Angabe der Min­destar­beit­shöhe des Verbindungsmit­tel (je nach Her­steller 4 bis 5 m) scheint hier auf den ersten Blick wider­sprüch­lich, aber ist sie es tatsächlich?

Lei­der gehen auch in Kat­a­lo­gen von Her­stellern und in Pub­lika­tio­nen die Begriffe manch­mal etwas durcheinan­der. Deshalb hier zuerst die Definitionen:

  • Fall­strecke – ist die Strecke, die der Anwen­der bei einem Absturz fällt. Sie wird durch die Länge des Verbindungsmit­tels bes­timmt (durch den definierten Anschlag­punkt in der Arbeits­bühne kann diese Strecke nicht durch eine Änderung des Fall­fak­tors bee­in­flusst wer­den).
  • Brem­strecke – diese benötigt das Verbindungsmit­tel zur Ver­ringerung der Auf­pral­len­ergie. Die Fall- und diese Bremsstrecke addiert sich zur Auf­fangstrecke. Geben wir zur Auf­fangstrecke noch 1 m Sicher­heit­szuschlag haben wir die Mindestarbeitshöhe.

Zur Beant­wor­tung der Wider­sprüch­lichkeit ist es darüber hin­aus wichtig, das Prüf­schema der DIN 19427 zu ken­nen. Während grund­sät­zlich die Min­destar­beit­shöhe eines Verbindungsmit­tel von der Stand­fläche des Benutzers aus berech­net wird, gibt die DIN 19427 ein anderes Berech­nungss­chema vor. Dabei wird die Min­destar­beit­shöhe nicht von der Stand­fläche in der Hubar­beits­bühne gemessen, son­dern von der Oberkante des Hand­laufs, also 1,10 m darüber. Dabei befind­et sich der Anschlag­punkt max. 0,75 m über der Stand­fläche (Gelän­der­höhe 1,10 m minus Abstand des Anschlag­punk­tes von 0,35 m unter­halb des Hand­laufs). Dazu ein prak­tis­ches Beispiel: Die Min­destar­beit­shöhe des für Hubar­beits­büh­nen zuge­lasse­nen Verbindungsmit­tels ist mit 5 m angeben. Das bedeutet ab ein­er Stand­höhe von 3,9 m der Büh­nen­plat­tform hält der Anwen­der bere­its die Min­destar­beit­shöhe ein. Diese bein­hal­tet einen Sicher­heit­szuschlag von 1 m, ist hier mit ein­er Anwen­der­größe von 2 m kalkuliert und unter Annahme der ungün­stig­sten Sit­u­a­tion gerechnet.

Dazu kommt, dass die PSAgA in den meis­ten Fällen das Her­auss­chleud­ern aus der Hubar­beits­bühne kom­plett ver­hin­dert und den Anwen­der in der Arbeits­bühne hält. Eine Gefährdungs­beurteilung kommt fol­gerichtig zu dem Schluss, dass das Arbeit­en mit angelegter PSAgA in der Hubar­beits­bühne bei jed­er Arbeit­shöhe sicher­er ist als ohne.

Darf ich mit PSAgA aus der Bühne außerhalb der Grundstellung aussteigen?

Grund­sät­zlich ist der Ein- und Ausstieg aus der Hubar­beits­bühne nur in Grund­stel­lung erlaubt. Wenn der Ein- oder Ausstieg aber die am wenig­sten gefahrgeneigte Art ist, den erhöht­en Ein­sat­zort zu erre­ichen, kann unter Ein­hal­tung bes­timmter Voraus­set­zun­gen dieser auch außer­halb der Grund­stel­lung erfol­gen. Die Ver­wen­dung geeigneter PSAgA ist dazu eine der Voraus­set­zun­gen, aber nicht die einzige. Unter welchen Bedin­gun­gen ein sicher­er Ein- und Ausstieg möglich ist, beschreibt die Hand­lungsan­leitung „Hubar­beits­büh­nen: Sicher­er Über­stieg“ der inter­na­tionalen Fach­gruppe „Absturzsicherung“ D‑A-CH‑S. Hier ein paar wesentliche Aspekte:

  • Die Bühne muss über eine geeignete Tür ver­fü­gen und beim Aus- und Ein­stieg dür­fen keine zusät­zlichen dynamis­chen Kräfte entste­hen (z. B. kann eine Teleskop­bühne durch Sprin­gen umkippen).
  • Beauf­tragte Per­so­n­en müssen für diese Sit­u­a­tion anhand ein­er geson­derten Betrieb­san­weisung unter­wiesen und geschult sein (pro­jek­t­spez­i­fis­che Arbeitsanweisung).
  • Die Arbeits­bühne muss auss­chließlich für diese Arbeit­en zur Ver­fü­gung ste­hen und darf im Moment des Aus- und Ein­stiegs nicht bewegt wer­den (unbe­ab­sichtigtes Betäti­gen der Steuerung auss­chließen, z. B. durch Not-Aus)!
  • Eine zweite Per­son bleibt im Korb und überwacht die aus­gestiegene Person.
  • Im Arbeit­sko­rb wird Ret­tungsaus­rüs­tung mit­ge­führt, um eine Ret­tung durch eigene Mit­tel zu gewährleisten.
  • Sich­er­stel­lung ein­er wirk­samen Kom­mu­nika­tion zwis­chen Boden­per­son­al und den in der Höhe Arbeitenden.
  • Beim Aus- und Ein­stieg erfol­gt die Sicherung durch PSAgA unter Ver­wen­dung eines zweisträngi­gen falldämpfend­en Verbindungsmit­tels mit ein­er Sys­tem­länge von max. 1,80 m an einem aus­re­ichend tragfähi­gen Anschlag­punkt ( 6 kN) am Bauwerk.

Welche zusätzliche Ausrüstung benötige ich?

Unab­hängig von der Arbeit­shöhe beste­ht für alle Montage‑, Bau- und Wartungstätigkeit­en eine Helmpflicht. Diese wird grund­sät­zlich mit einem Helm nach EN 397 erfüllt. Acht­en Sie dabei auf die Ausstat­tung mit Kin­nriemen. Weit­ere Aus­rüs­tun­gen ergeben sich durch die Art der Tätigkeit (Augen­schutz, Gehörschutz etc.).

Wie lange darf ich die PSAgA einsetzten?

Über die max­i­male Lebens­dauer der PSAgA informiert die Bedi­enungsan­leitung der einzel­nen Her­steller. Wenn das Alter auf­grund fehlen­der oder nicht mehr les­bar­er Angaben auf den Pro­duk­ten nicht erkennbar ist, sind diese ablegereif. Außer­dem sind alle an einem Absturz beteiligten Pro­duk­te der weit­eren Benutzung zu entziehen.

Folgekosten: Wie muss die Ausrüstung geprüft werden?

Alle Pro­duk­te PSAgA unter­liegen ein­er min­destens jährlichen Sicht­prü­fung durch einen Sachkundi­gen nach DGUV 312–906. Zusät­zlich ist die Aus­rüs­tung vor jed­er Ver­wen­dung augen­schein­lich durch den Anwen­der zu überprüfen.

Manche Pro­duk­te wie z. B. Höhen­sicherungs­geräte unter­liegen bei vie­len Her­stellern ein­er zusät­zlichen Revi­sion. Diese ist kost­spielig. Sie müssen nicht nur die Revi­sion­skosten berück­sichti­gen, son­dern auch den großen logis­tis­chen Aufwand. Zudem kön­nen Sie während der Zeit, in der die Geräte zur Über­prü­fung aus dem Haus sind, diese nicht benutzen und benöti­gen zusät­zliche Ersatzgeräte. Wenn Sie diese Fol­gekosten ver­mei­den wollen, acht­en Sie beim Kauf auf revi­sions­freie Aus­rüs­tung, die nur der Sicht­prü­fung unterliegt.

Welche Ausbildung braucht der Bediener einer Hubarbeitsbühne?

Das sichere Bedi­enen ein­er Hubar­beits­bühne erfordert eine Aus­bil­dung. Details hierzu find­en sich im DGUV Grund­satz 308–008 und in ver­schiede­nen Fach­bere­ich Aktuell Pub­lika­tio­nen (FHBL-002, FBPSA-010). Neben der tech­nis­chen Bedi­enung der Arbeits­bühne sind dies im Wesentlichen die Unter­weisung der Anwen­der in der Benutzung von PSAgA inklu­sive der Durch­führung von prak­tis­chen Übun­gen zum richti­gen Anle­gen der Schutzausrüstung.

Sichergestellt wer­den muss die Organ­i­sa­tion der regelmäßi­gen Prü­fun­gen und der Sicht­prü­fung vor der Benutzung. Beson­ders wichtig ist die Pla­nung von Ret­tungs­maß­nah­men und das Einüben der Funk­tion des Notablass­es. Es muss zudem sichergestellt sein, dass eine zweite Per­son, die im Umgang mit dem Notablass der Arbeits­bühne ver­traut ist, sich in der Nähe der Bühne aufhält, um im Not­fall sofort zu reagieren.

Fazit

Bevor Sie PSAgA kaufen, informieren Sie sich und berück­sichti­gen Sie die hier vorgestell­ten Empfehlun­gen und Regeln. Nicht alle der im Inter­net für das Arbeit­en in mobilen Hubar­beits­büh­nen ange­bote­nen Sets erfüllen die Zulas­sung dafür! Laden Sie sich vor­ab das Zer­ti­fikat und die Bedi­enungsan­leitung von der Web­seite des Her­stellers und lesen Sie diese aufmerk­sam durch. Eine Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung ver­langt immer die kor­rek­te Zusam­men­stel­lung, die richtige Aus­bil­dung und die richtige Anwen­dung durch die Benutzer!

Lit­er­atur


Foto: © Reber, MSA Deutschland

Autor: Uwe Reber

Busi­ness Devel­op­ment Man­ag­er Fall­pro­tec­tion CEER

E.Mail: Uwe.Reber@msasafety.com

MSA Deutsch­land GmbH

Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 6
Ausgabe
6.2022
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 6
Ausgabe
6.2022
ABO

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de