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Ohne richtige Pflege wird’s gefährlich

Persönliche Schutzausrüstung
Ohne richtige Pflege wird’s gefährlich

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Sie kann ver­schleißen, nicht fachgerecht repari­ert oder schlichtweg falsch gewaschen wer­den. Wenn Schutzk­lei­dung ihre Wirkung ver­liert, hat dies viele Ursachen. Selb­st das Auf­brin­gen des Fir­men­l­o­gos birgt kri­tis­ches Potential.

Vor­fall in der Prax­is: In einem met­al­lver­ar­bei­t­en­den Betrieb wird ein Werk­stück gefer­tigt. Der Mitar­beit­er schweißt Minute um Minute hochkonzen­tri­ert. Funken sprühen, immer wieder tropfen Schweißperlen ab. Plöt­zlich bren­nt ein Stück der Schweißer­schutzhose. Der Fachar­beit­er reagiert schnell und kommt noch ein­mal mit dem Schreck­en davon. Doch Fakt ist: Seine Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung (PSA) hat versagt.

Was war der Grund? Nicht die falsche Klei­dung, son­dern die falsche Pflege. Denn der zer­ti­fizierte Schweißer­schutzanzug wurde zu Hause unsachgemäß gewaschen und nicht gründlich genug gespült. Verbleibende Waschmit­tel ha-ben sich am Arbeit­splatz dann entzündet.
Fatal, wenn es ger­ade daran scheit­ert. Denn die deutschen Unternehmer lassen sich die Sicher­heit ihrer Mitar­beit­er am Arbeit­splatz einiges kosten. Schließlich ist der Unternehmer verpflichtet, seinen Beschäftigten an den sicher­heit­srel­e­van-ten Arbeit­splätzen funk­tions­bere­ite PSA zur Ver­fü­gung zu stellen. Dies ist detail­liert in den „Beruf­sgenossen­schaftlichen Regeln für Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit“ beschrieben – hier der BGR 189. Und diese nehmen sich deutsche Arbeit­ge­ber zu Herzen. Seit dem Krisen­jahr 2009 sind die Umsätze mit Berufs- und Schutzk­lei­dung sowie Per­sön­lich­er Schutzaus­rüs­tung um knapp zehn Prozent gestiegen. Sie liegen heute auf einem Niveau von über 2,7 Mil­liar­den Euro zu Endverbraucherpreisen.1 Der steigende Absatz erk­lärt sich auch durch ver­schärfte geset­zliche Vor­gaben und Normen.
Ein­satz von PSA – Beispiele aus der Praxis
Immer beliebter ist dabei die soge­nan­nte Mul­ti­funk­tion­sklei­dung. Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung, die gle­ich mehrere Sicher­heit­saspek­te abdeckt. Diese nutzt beispiel­weise auch die Vere­inigte Schmirgel- und Maschi­nen-Fab­riken AG (VSM) in Nieder­sachen, die rund 380 Mitar­beit­er beschäftigt. Der Betrieb führte eine Gefährdungs­analyse durch, gemein­sam mit ein­er Fachkraft für Arbeitssicher­heit wur­den Risiken und Gefahren beurteilt – auch der Betrieb­srat war in den Prozess der PSA-Beschaf­fung mit eingebunden.
„Dabei wurde klar, dass die Schutzk­lei­dung unsere Mitar­beit­er nicht nur vor ein­er, son­dern vor ver­schiede­nen Gefährdun­gen schützen soll. Eben nicht nur vor Chemikalien, son­dern im Werk­stat­tbere­ich auch gegen Hitze und Funken, aber auch gegen elek­tro­sta­tis­che Aufladung“, so Ulrich Meinel, bei VSM als Fachkraft für Arbeitssicher­heit tätig. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Eine kom­binierte Hitze‑, Flamm‑, Schweißer- und Chemikalien­schutzk­lei­dung ermöglicht den gefahrlosen Wech­sel in ver­schiedene Gefahren­zo­nen. Die Mitar­beit­er müssen sich dafür nicht mal mehr umziehen. Das spart Zeit und ver­ringert die Risiken von Betrieb­sun­fällen, die durch falsche Schutzk­lei­dung verur­sacht werden.
Doch der Mehrw­ert von Mul­ti­funk­tion­sklei­dung hat seinen Preis. Damit der sich rech­net, muss die neue Schutzk­lei­dung durch eine möglichst lange Lebens­dauer überzeu­gen – und das hängt wiederum von der richti­gen Pflege der Klei­dung ab. So müssen während der Wäsche nicht nur die arbeit­styp­is­chen Ver­schmutzun­gen ent­fer­nt wer­den. Auch die Gebrauch­seigen­schaften und die Funk­tion­al­ität der PSA sollen erhal­ten bleiben. Doch wie wird eine fachgerechte Auf­bere­itung gewährleistet?
Fachgerechte Auf­bere­itung – und häu­fige Fehler
„Der kom­plette Auf­bere­itung­sprozess muss von der gewebe­spez­i­fis­chen Sortierung der Schutzk­lei­dung vor der Wäsche bis zur Zusam­menset­zung der Waschmit­te­lauge und der passenden Trock­nung auf die beson­deren Anforderun­gen der jew­eili­gen PSA abges­timmt sein“, erk­lärt Jan Kuntze, Tex­tilin­ge­nieur und Geschäfts­führer der DBL Kuntze & Burgheim Tex­tilpflege GmbH. „Hier arbeit­en wir mit spez­i­fis­chen Wasch- und Bear-beitung­sprozessen. Nur so kön­nen wir die Aufrechter­hal­tung aller Schutz­funk­tio­nen dauer­haft sicherstellen.“
Fak­ten wie die Zahl der Pflege­prozesse, der Aus­tauschzeit­punkt oder etwaige Repara­turen wer­den hier vom tex­tilen Miet­di­en­stleis­ter klar doku­men­tiert und damit nachvol­lziehbar für den Kun­den – die Ver­ant­wor­tung ist hoch. Denn der Experte weiß, was passieren kann, wenn falsch gepflegte oder repari­erte PSA einge­set­zt wird. „Nur drei Beispiele: Falsch gewasch­ene Warn­schutzk­lei­dung büßt die Leuchtkraft ihrer Farbe ein, zudem wer­den die Reflex­ma­te­ri­alien geschädigt. Chemikalien­schutz, der keine aus­rei-chende Nachim­präg­nierung erhält, ver­liert seine kom­plette Schutzwirkung. Und Schweißer­schutzk­lei­dung, die unsachgemäß gewaschen und nicht gründlich genug gespült wurde, kann bei Kon­takt mit ein­er Flamme anfan­gen zu brennen.“
Fak­tor Reparatur und Vere­delung von PSA
Ein weit­er­er, aber oft nicht wahrgenommen­er Fak­tor ist laut Experten übri­gens auch die unsachgemäße Reparatur. Denn wird z.B. Schweißer­schutz mit falschem Näh­garn repari­ert, kön­nen an der Reparaturstelle met­allis­che Schweißperlen auf die Haut gelan­gen. „Hier stellen wir natür­lich sich­er, dass Repara­turen mit Orig­i­nal­ma­te­r­i­al – also Garn, Knöpfen, Reißver­schlüssen – unter Berück­sichti-gung der Ver­ar­beitungsweisen des Kon­fek­tionärs durchge­führt wer­den“, so Jan Kuntze. Schließlich wird von pro­fes­sionellen tex­tilen Dien­stleis­tern erwartet, dass der Artikel auch nach der Reparatur die geforderte Schutzwirkung aufweist. Gle­ich­es gilt übri­gens auch für die soge­nan­nte Vere­delung, sprich Ausstat­tung der Klei­dung mit Namens- und Firmen­em­ble­men – auch hier gibt es einiges zu beacht­en, um den nor­mgerecht­en Schutz nicht zu gefährden.
So weist der Experte darauf hin, dass nicht alle Embleme an allen Stellen möglich sind. Nach seinen Erfahrun­gen lassen sich z.B. bei flammhem­menden Emble­men auf­grund ihrer chemis­chen Struk­tur nicht alle Far­ben darstellen. Bei Warn­schutzartikeln gibt es Vor­gaben bezüglich der max­i­mal zuläs­si­gen Fläche, welche durch Embleme abgedeckt wer­den darf. Und beim Chemikalien­schutz existieren Ein­schränkun­gen hin­sichtlich der möglichen Posi­tio­nen. „Diese Ein­schränkun­gen sind notwendig, da die Aufnäher in Aus­führung, Mate­r­i­al, Größe und Posi­tion auf die Schutz­funk­tio­nen der jew­eili­gen PSA abges­timmt wer­den müssen“, so Jan Kuntze. Grund­sät­zlich gilt: Die nor­mgerechte Schutz­funk­tion der PSA darf auf keinen Fall beein­trächtigt werden.
Sicher­heit auch nach der Wäsche
Viele Anforderun­gen. Viele Maß­gaben. Und Grund für zahlre­iche Unternehmen sich heute externe Unter­stützung zu holen, um ihre empfind­liche PSA durch tex­tile Miet­profis pfle­gen zu lassen. „Bei der Anschaf­fung der Schutzk­lei­dung für unsere Mitar­beit­er war auch die fachgerechte Auf­bere­itung wichtiges The­ma“, bestätigt Ulrich Meinel, Fachkraft für Arbeitssicher­heit bei VSM, die seit einiger Zeit mit einem tex­tilen Miet­di­en­stleis­ter zusam­me­nar­beit­et. Die Zeit, in der die Mitar­beit­er ihre Schutzk­lei­dung zuhause in der Waschmas­chine wuschen, ist mit­tler­weile in den meis­ten Unternehmen vor­bei. Das Risiko für Mitar­beit­er und Unternehmer ist zu hoch.
Entschei­dend für das Tra­di­tion­sun­ternehmen aus Han­nover war, dass der tex­tile Part­ner eben nicht nur die erst­ma­lige Ausstat­tung der Mitar­beit­er, son­dern dauer­haft die fachgerechte Pflege aller einge­set­zten Klei­dungstücke übern­immt. Dazu Ulrich Meinel: „Für uns zählt schließlich, dass die Ein­hal­tung der am Arbeit­splatz rel­e­van­ten EN Nor­men auch nach der Wäsche garantiert wird.“ Damit gehen Unternehmen wie VSM bei der Pflege anspruchsvoller PSA kon­se­quent auf Num­mer Sich­er – und ver­mei­den Schreck­mo­mente oder gar Unfälle, wie sie durch falsch gepflegte Schutzk­lei­dung entste­hen können.
1 BBE-Markt:Monitor-Studie „Berufs- und Schutzk­lei­dung 2015
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