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Worauf es bei der Anschaffung ankommt

Persönliche Schutzausrüstung
Worauf es bei der Anschaffung ankommt

Für Arbeitss­chutz und Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung (PSA) gel­ten klare Vor­gaben vom Geset­zge­ber. In den Betrieben gibt es aber oft zu wenig Per­son­al, zu wenig Zeit und keine Spezial­is­ten für das betrieb­s­fremde The­ma. Welche Schritte sind also für einen rei­bungslosen Ablauf in der Prax­is zu beacht­en? Tipps gibt Alexan­der Neuzer­ling, Verkauf­sleit­er der Itex Gae­bler-Indus­trie Tex­tilpflege GmbH, einem Ver­tragswerk des tex­tilen Miet­di­en­stleis­ters DBL – Deutsche Beruf­sklei­der-Leas­ing GmbH.

Herr Neuzer­ling, Welche Auf­gabe hat der Betriebsinhaber?
Der Betrieb­sin­hab­er trägt die Ver­ant­wor­tung für den Arbeitss­chutz. Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung – dazu gehört auch die nor­mgerechte Schutzk­lei­dung – muss immer dann getra­gen wer­den, wenn dies die Gefährdungs­beurteilung für einen bes­timmte Arbeit­splatz vor­sieht, z.B. bei Schweißar­beit­en. Der Unternehmer muss darauf acht­en, dass in seinem Betrieb alle gel­tenden Bes­tim­mungen einge­hal­ten wer­den und alle Mitar­beit­er ihre Tätigkeit­en gefahr­los ausüben kön­nen. Dem­nach hat er auch für die Ausstat­tung mit nor­mgerechter Schutzk­lei­dung zu sor­gen. Und er muss – anders als für Beruf­sklei­dung ohne Schutz­funk­tion – immer die Kosten dafür übernehmen. Für die richtige Ausstat­tung sollte eine Gefährdungs­analyse das Risikopoten­zial jedes einzel­nen Arbeit­splatzes ermitteln.
Wo find­et er Unterstützung?
Zunächst natür­lich bei den Beruf­sgenossen­schaften. Sie betreuen und berat­en ihre Mit­glieder, stellen Infor­ma­tions- und Präven­tion­s­ma­te­r­i­al zur Ver­fü­gung. Und sie bilden auch die Sicher­heits­beauf­tragten der Unternehmen aus. Dieser interne Ansprech­part­ner macht bei Betrieben ab etwa 20 Mitar­beit­ern Sinn. Denn er unter­stützt den Inhab­er dabei, Arbeit­sun­fälle und Gefahren für die Gesund­heit zu ver­mei­den und dient als Ansprech­part­ner bei Rück­fra­gen der Mitar­beit­er. Das ist mein­er Mei­n­ung nach abso­lut sin­nvoll. Zusät­zlich kann sich der Inhab­er bei Bedarf – und gegen Bezahlung – auch Rat von einem Experten mit sicher­heit­stech­nis­chem Fach­wis­sen, zum Beispiel ein­er exter­nen Sicher­heits­fachkraft, holen.
Und was fol­gt nach der Gefährdungsbeurteilung?
Dann kann die auf den jew­eili­gen Arbeit­splatz abges­timmte, nor­mgerechte Schutzk­lei­dung aus­gewählt wer­den. Dabei sind sowohl Kauf oder Leas­ing möglich. Auf Basis dieser Gefährdungs­analy­sen suchen wir als tex­til­er Miet­di­en­stleis­ter mit unseren Kun­den die passenden Kollek­tio­nen aus. Von Vorteil ist hier fast immer eine gemein­same Arbeit­splatzbege­hung vor Ort.
Was sollte der Inhab­er hier auf jeden Fall beachten?
Er sollte sich über neue Entwick­lun­gen im Bere­ich der Schutzk­lei­dung auf dem Laufend­en hal­ten. Denn ger­ade diese neuen Tex­tilien sind leichter, tech­nisch auf dem neuesten Stand und bieten mod­ernere und damit oft bessere Schutz­funk­tio­nen. Und beim The­ma Optik lässt sich mod­erne PSA häu­fig in das CI eines Unternehmens inte­gri­eren. Aber Achtung: Nicht alle Design­wün­sche lassen sich bei PSA eben­so real­isieren wie bei Beruf­sklei­dung ohne Schutz­funk­tion. Hier ste­ht die Sicher­heit des Men­schen, der die Klei­dung trägt, immer im Mit­telpunkt. Darum sollte der Unternehmer die Schutzk­lei­dung vor ein­er endgülti­gen Entschei­dung in Probephasen von Mitar­beit­ern testen lassen – hier ist ein Mit­spracherecht empfehlenswert. Schließlich müssen sich die Beschäftigten in ihrer Klei­dung wohlfühlen. Nur was getra­gen wird, kann auch schützen.
Mit der Bere­it­stel­lung alleine ist es also nicht getan – was kommt danach?
Entschei­det sich der Unternehmer für den Kauf der PSA, muss er natür­lich auch die erforder­liche Anzahl an Nach­schub und Ersatz für die Mitar­beit­er bere­it­stellen. Zudem hat er für die fachgerechte Pflege zu sor­gen – er muss laut Geset­zge­ber ja die nor­mgerecht­en Eigen­schaften der einge­set­zten Schutzk­lei­dung auch nach der Wäsche gewährleis­ten. Darüber hin­aus muss er die Wartung und Reparatur sich­er­stellen und sie doku­men­tieren, sprich in fest­gelegten Prüfin­ter­vallen unverzüglich eventuelle Män­gel an der Klei­dung aufzeigen und sie fachgerecht repari­eren lassen oder gegen neue aus­tauschen. Zudem sollte die PSA an einem trock­e­nen, sicheren Ort gelagert wer­den. Im Leas­ing sind diese Leis­tun­gen inklusive.
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