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Umweltmanagementsystem Ökoprofit

Betreu­ungs­chance für Sicher­heits­fach­kräfte

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Abb. 3: der Ökoprofit-Bus Foto: Landeshauptstadt Wiesbaden, Umweltamt
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Die meis­ten klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men (KMU) haben nicht nur im Bereich Arbeits­si­cher­heit und Gesund­heits­schutz Pflich­ten zu erfül­len, sondern stehen oft auch vor Heraus­for­de­run­gen im Umwelt­schutz. Hier bietet sich das kommu­nale Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem Ökopro­fit als umfas­sende Lösung an. Woran und wie Fach­kräfte für Arbeits­si­cher­heit an Ökopro­fit mitwir­ken können, lesen Sie im Folgen­den.

Ökopro­fit blickt mitt­ler­weile auf 20 Jahre Erfah­rung zurück. Das Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem bietet inno­va­tive Lösun­gen, bündelt Know-how auf loka­ler Ebene und ist zugleich ein star­kes Netz­werk zum betrieb­li­chen Umwelt- und Klima­schutz für Betriebe aller Größen und Bran­chen. Als Platt­form für Erfah­rungs­aus­tausch und konti­nu­ier­li­che Verbes­se­rung der Umwelt­leis­tun­gen liefert es Sicher­heits­fach­kräf­ten wert­volle Anknüp­fungs­punkte für die prak­ti­sche Umset­zung im Betrieb.

Um nicht von mehre­ren unter­schied­li­chen Consul­tants betreut zu werden, bietet es sich für voraus­schau­ende Unter­neh­mer von KMU an, den nach ASiG bestell­ten Bera­ter für Sicher­heit und Gesund­heit – neben dem klas­si­schen Gewerk Arbeits­si­cher­heit – auch mit der Unter­stüt­zung bei der Einhal­tung umwelt­recht­li­cher Anfor­de­run­gen zu beauf­tra­gen. Sicher­heits­fach­kräfte, die ihr Port­fo­lio inter­dis­zi­pli­när auf das Themen­feld Umwelt­ma­nage­ment auswei­ten, haben hier klare Vorteile beim Ange­bot ihrer Leis­tun­gen. Sie folgen damit auch den Ziel­set­zun­gen des VDSI, der bereits 1997 den betrieb­li­chen Umwelt­schutz in die Satzung aufnahm und schließ­lich 2014 den Verband in „VDSI – Verband für Sicher­heit, Gesund­heit und Umwelt­schutz bei der Arbeit“ umbe­nannte, um der Praxis in den Betrie­ben zu folgen, möglichst umfas­send für alle Themen­stel­lun­gen die Bera­tungs­kom­pe­tenz zu bündeln. Das bundes­weit verbrei­tete Programm Ökopro­fit bietet hier­für eine ideale Platt­form mit viel­fäl­ti­gen Ansatz­punk­ten für Syner­gien zur Umset­zung im Unter­neh­men.

Was ist Ökopro­fit?

Das ÖKOlo­gi­sche PROjekt Für Inte­grierte Umwelt­Tech­nik – kurz Ökopro­fit – ist eine öster­rei­chi­sche „Erfin­dung“. Lizenz­ge­ber ist seit 1991 die stei­er­mär­ki­sche Landes­haupt­stadt Graz, deren Rechte sich sieben Jahre später die Landes­haupt­stadt München als System­füh­rer für Deutsch­land gesi­chert hat. Aktu­ell sind über 100 Kommu­nen Träger dieses Projekts für mehr als 4000 Betriebe, die erfolg­reich daran teil­ge­nom­men haben. Das Umwelt- und Klimaschutz-Programm eignet sich glei­cher­ma­ßen für Dienst­leis­ter, Industrie- und Hand­werks­be­triebe oder Einrich­tun­gen unter­schied­li­cher Art.

Ökopro­fit ist zugleich ein loka­les Netz­werk für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten. Es ist einzig­ar­tig, weil alle zusam­men­ar­bei­ten: Die Kommu­nen, die Koope­ra­ti­ons­part­ner – häufig die loka­len Industrie- und Handels­kam­mern –, die Ver- und Entsor­gungs­un­ter­neh­men sowie die Betriebe mit ihren Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­tern. Die Kombi­na­tion aus gemein­sa­men Work­shops rund um den betrieb­li­chen Umwelt­schutz und indi­vi­du­el­ler Bera­tung im Betrieb, der Wissens­trans­fer durch die Bünde­lung von Exper­tise vor Ort sowie die Praxis­ori­en­tie­rung sind die Stär­ken des Programms.

Nimmt ein Unter­neh­men an Ökopro­fit teil, senkt es lang­fris­tig Umwelt­be­las­tun­gen („Öko“) und Kosten („Profit“). Es ergreift tech­ni­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Maßnah­men, um Rohstoffe, Wasser und Ener­gie einzu­spa­ren, Abfall zu vermei­den sowie Emis­sio­nen zu redu­zie­ren. Gleich­zei­tig werden die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter sensi­bi­li­siert und moti­viert, sich aktiv für den Umwelt­schutz einzu­set­zen. Häufig werden auch neue Struk­tu­ren zur Veran­ke­rung von Umwelt­schutz und Ressour­cen­ef­fi­zi­enz im Betrieb entwi­ckelt. Schnitt­stel­len gibt es zudem bei Arbeits­schutz­be­lan­gen, wie zum Beispiel beim Umgang mit Gefahr­stof­fen.

Weitere Vorteile für teil­neh­mende Betriebe:

  • Sie erhal­ten Rechts­si­cher­heit in Umwelt­fra­gen durch Ermitt­lung der für sie rele­van­ten Rechts­vor­schrif­ten.
  • Sie werden unter­stützt bei der Erar­bei­tung ihrer Verbrauchs- und Umwelt­da­ten und der Entwick­lung eines Umwelt­pro­gramms.
  • Sie lernen von ande­ren Betrie­ben durch inten­si­ven Erfah­rungs­aus­tausch in einem Netz­werk.
  • Sie kommen in einem vertrau­ens­vol­len Rahmen mit Umwelt- und Arbeitsschutz-Behörden in Kontakt: Bera­tung und Koope­ra­tion stehen im Fokus statt Über­wa­chung und Kontrolle.
  • Sie stei­gern ihr Image als umwelt­ori­en­tier­tes Unter­neh­men in der Öffent­lich­keit und erhal­ten in einem feier­li­chen Rahmen die Auszeich­nung Ökoprofit-Betrieb, die sie werbe­wirk­sam einset­zen können.
  • Darüber hinaus bietet das System einen kosten­güns­ti­gen Einstieg in ein betrieb­li­ches Umwelt- und Ener­gie­ma­nage­ment­sys­tem.

Die Ökoprofit-Betriebe können mit der Zerti­fi­zie­rung der Öffent­lich­keit, Inter­es­sens­grup­pen, Geschäfts­part­nern und Kunden ihr beson­de­res Enga­ge­ment rund um eine nach­hal­tige Unter­neh­mens­füh­rung kommu­ni­zie­ren.

Neben der hohen Öffent­lich­keits­wir­kung hat das Umwelt­ma­nage­ment­pro­gramm den beson­de­ren Charme, dass es durch den modu­la­ren und sehr flexi­blen Aufbau selbst dem Inha­ber eines klei­nen Hand­werks­be­triebs die Möglich­keit bietet, mit über­schau­ba­rem Aufwand, gut struk­tu­riert und kosten­güns­tig den Einstieg in die Thema­tik zu finden.

Und last but not least zeigt die Projekt­er­fah­rung: Betriebs­wirt­schaft­lich posi­tive Effekte lassen nicht lange auf sich warten. Bereits nach einem Jahr rech­nen sich viele Inves­ti­tio­nen, die die Firmen in einem Ökoprofit-Projekt gene­riert haben.

Ökopro­fit im Kontext

So attrak­tiv Ökopro­fit für kleine und mitt­lere Betriebe ist, nutzen auch viele große Unter­neh­men dauer­haft das Format, obwohl sie bereits ein Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem nach DIN EN 14001 und/oder EMAS einge­führt haben. Die Arbeit in einem profes­sio­nel­len, bestän­di­gen Netz­werk, das immer wieder neue Impulse zur konti­nu­ier­li­chen Verbes­se­rung der Umwelt­leis­tung und ein regel­mä­ßi­ges Rechts-Update bietet, sowie die entspre­chende Posi­tio­nie­rung als verant­wor­tungs­vol­les Unter­neh­men in der Öffent­lich­keit stel­len einen klaren Mehr­wert für die Unter­neh­men dar. Ein weite­rer großer Vorteil von Ökopro­fit sind gut struk­tu­rierte Arbeits­ma­te­ria­lien, die den Teil­neh­mern an die Hand gege­ben werden. Der Betrieb braucht also keine eigene Daten­struk­tur zu entwi­ckeln, sondern kann auf Info-Hefte und leicht bedien­bare Arbeits­blät­ter und Check­lis­ten zurück­grei­fen.

Das BMU kam bereits 2005 in der Studie „Umwelt­ma­nage­men­t­an­sätze in Deutsch­land“ zu der im Wesent­li­chen auch heute noch gülti­gen Erkennt­nis, dass 60 Prozent der in deut­schen Betrie­ben einge­führ­ten Umwelt­ma­nage­men­t­an­sätze auf Ökopro­fit basie­ren. Zudem gibt es prak­tisch keine Konkur­renz zwischen den nieder­schwel­li­gen Ansät­zen und Syste­men wie EMAS und ISO 14001.

Die Betriebe haben nach Durch­lau­fen von Ökopro­fit wesent­li­che Schritte für die Einfüh­rung eines Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems getan. In der Gegen­über­stel­lung zu EMAS und ISO 14001 zeigt sich deut­lich, welche wesent­li­chen Elemente Ökopro­fit hier bereits erfüllt (siehe Abbil­dung 1). Glei­ches gilt bei Ökoprofit-Energie im Vergleich zur ISO 50001 und DIN 16247. Hat ein Betrieb diese Hürde erst einmal genom­men, fällt ein Upgrade auf eines der Systeme vergleichs­weise leich­ter, als alles aus dem Stand heraus zu stem­men.

Beispiel Ökopro­fit Wies­ba­den

Die Landes­haupt­stadt Wies­ba­den hat als erste hessi­sche Kommune Ökopro­fit im Jahr 2000 aufge­legt und seit­dem stetig ausge­baut und weiter­ent­wi­ckelt. In zwölf Projekt­run­den haben 113 Unter­neh­men und Einrich­tun­gen seit­dem das Programm erfolg­reich durch­lau­fen und spür­bare Effekte erzielt: So wurden in zwölf Durch­gän­gen beispiels­weise 39 Millio­nen kWh Strom einge­spart und rund 130.000 t CO2 redu­ziert. Die insge­samt gespar­ten Kosten belau­fen sich auf 19 Millio­nen Euro.

Die Programm­bau­steine

Je nach Ausgangs­si­tua­tion stehen in Wies­ba­den wie in den meis­ten ande­ren Träger­kom­mu­nen verschie­dene Module zur Auswahl, die alle nach erfolg­rei­cher Prüfung mit der Auszeich­nung „Ökoprofit-Betrieb“ abschlie­ßen:

1. Das Einstei­ger­pro­gramm – auch als Ökoprofit-Mikro für kleine Betriebe

Das Einstei­ger­pro­gramm bildet als Basis­mo­dul das Herz­stück des Bera­tungs­pro­gramms, bei dem wesent­li­che Elemente eines Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems erar­bei­tet werden. Das Modul umfasst acht gemein­same Work­shops zu allen umwelt­re­le­van­ten Themen. Vier indi­vi­du­elle Bera­tungs­ter­mine finden durch externe Exper­ten vor Ort in den Betrie­ben statt; betriebs­ei­gene Umwelt­pro­gramme werden erar­bei­tet. Das Spek­trum in Wies­ba­den reicht von fünf bis 5000 Mitar­bei­tern, vom Taxi­un­ter­neh­men, Cate­rer oder einer Schrei­ne­rei bis zum großen Dienst­leis­ter, Indus­trie­be­trieb oder zur sozia­len Einrich­tung, vom „Neuling“ bis zum bereits nach ISO 14001 zerti­fi­zier­ten Betrieb. Alle bege­ben sich in einen verbind­li­chen Rahmen, um ihren betrieb­li­chen Umwelt­schutz inten­siv unter die Lupe zu nehmen. Für kleine Betriebe gibt es maßge­schnei­dert und kompakt das Modul Ökoprofit-Mikro. Mit fünf Work­shops und drei halb­tä­gi­gen Bera­tungs­ter­mi­nen ist es spezi­ell auf Betriebe mit bis zu 20 Mitar­bei­tern abge­stimmt.

2. Der Ökoprofit-Klub

Der Ökoprofit-Klub ist das „Netz­werk für Fort­ge­schrit­tene“. Es bietet den bereits ausge­zeich­ne­ten Betrie­ben eine dauer­hafte Platt­form, den Erfah­rungs­aus­tausch rund um die Themen Umwelt‑, Energie- und Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment fort­zu­set­zen, ihre Umwelt­leis­tun­gen auszu­bauen und unter­stützt somit bei der konti­nu­ier­li­chen Verbes­se­rung im Betrieb. In sechs Work­shops zu von den Teil­neh­mern gewähl­ten Themen und zwei Bera­tungs­ter­mi­nen vor Ort erhal­ten die Betriebe vertie­fende Infor­ma­tio­nen. Sie entwi­ckeln ihre Umwelt­pro­gramme weiter und werden auf die Re-Zertifizierung vorbe­rei­tet.

In Wies­ba­den ist eine beacht­li­che Anzahl an Betrie­ben seit vielen Jahren im Klub aktiv, einige ohne Unter­bre­chung seit Projekt­start im Jahr 2000. Das Wies­ba­de­ner Unter­neh­mens­netz­werk, das in der Projekt­runde 2018/2019 insge­samt 30 Teil­neh­mer zählt, hat sich zudem zum Anknüp­fungs­punkt für gemein­same Akti­vi­tä­ten von Stadt und Wirt­schaft für Umwelt- und Klima­schutz entwi­ckelt.

3. Syner­gien von Ökopro­fit und Energieeffizienz-Netzwerken

Die Bilanz der abge­schlos­se­nen Ökoprofit-Runden zeigt, dass das Thema Ener­gie­ef­fi­zi­enz im Rahmen von Ökopro­fit zuneh­mend an Bedeu­tung gewon­nen hat und fester Baustein des Programms ist. Ökopro­fit ist aber nicht nur eine lokale Platt­form für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten und Ener­gie­ef­fi­zi­enz, sondern auch ein wich­ti­ger Anknüp­fungs­punkt für über­re­gio­nale Initia­ti­ven. Das Umwelt­be­ra­tungs­pro­gramm stellt seit 2016 ein aner­kann­tes Format im Rahmen der bundes­wei­ten Initia­tive Energieeffizienz-Netzwerke von Bundes­re­gie­rung und Wirt­schafts­ver­bän­den dar. Rund zehn Prozent der aktu­ell aner­kann­ten Energieeffizienz-Netzwerke deutsch­land­weit sind Ökoprofit-Programme. Der Wies­ba­de­ner Ökoprofit-Klub ist bereits zum zwei­ten Mal in Folge unter Träger­schaft des Umwelt­amts als Energieeffizienz-Netzwerk an den Start gegan­gen.

Das über viele Jahre gewach­sene Ökoprofit-Netzwerk bringt opti­male Voraus­set­zun­gen für die gemein­same Arbeit zum Thema Energie- und Ressour­cen­ef­fi­zi­enz mit und zeigt in idea­ler Weise, wie unter­schied­li­che Formate gewinn­brin­gend mitein­an­der verzahnt werden können, ohne dass die Verant­wort­li­chen im Betrieb „auf mehre­ren Hoch­zei­ten tanzen“ müssen. Die Umset­zung erfolgt durch das Ange­bot von Vertie­fungs­work­shops und Zusatz­be­ra­tun­gen zum Ener­gie­ma­nage­ment und zur Entwick­lung von Effi­zi­enz­maß­nah­men.

4. Ökoprofit-Energie

Auf Initia­tive der Landes­haupt­stadt München wurde 2014 das Modul Ökoprofit-Energie entwi­ckelt. Es basiert – wie die ande­ren Module auch – auf Work­shops und Bera­tun­gen vor Ort. 2015 bot die Landes­haupt­stadt Wies­ba­den erst­ma­lig Betrie­ben, die den Fokus auf Ener­gie legen wollen, den Baustein Ökoprofit-Energie an. Dieser kann als Alter­na­tive zum Einstei­ger­pro­gramm durch­ge­führt werden, um auch die Anfor­de­run­gen des Ener­gie­dienst­leis­tungs­ge­set­zes zu erfül­len.

5. Vom Ökopro­fit zum Öko-Audit

Schließ­lich bietet Ökopro­fit ein Aufbau­mo­dul zur Vorbe­rei­tung auch für die EMAS-Validierung bezie­hungs­weise ISO 14001-Zertifizierung an, mit dem laut UBA-Studie die rest­li­chen 30 bis 50 Prozent aller EMAS-Anforderungen erfüllt werden.

Wie können Sifa aktiv werden?

Auch wenn die Ökoprofit-Workshops und die Vorort-Termine durch ein vom Träger beauf­trag­tes Bera­tungs­un­ter­neh­men durch­ge­führt werden, ist ein inter­ner Ökoprofit-Projektverantwortlicher für die Umset­zung im Betrieb uner­läss­lich. Auf Grund der zahl­rei­chen Anknüp­fungs­punkte kann die Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit diese Rolle einneh­men und ihr Unter­neh­men bei der Projekt­durch­füh­rung unter­stüt­zen. Vor allem bietet sich für die Sifa die Chance, den Unter­neh­mer zu moti­vie­ren, Frage­stel­lun­gen anzu­ge­hen, die aus diver­sen Grün­den bisher noch nicht umfas­send umge­setzt wurden. Die Erar­bei­tung des Gefahr­stoff­kat­as­ters oder die Erstel­lung von Betriebs­an­wei­sun­gen, das syste­ma­ti­sche Über­prü­fen des betrieb­li­chen Abfall­ver­zeich­nis­ses und der Entsor­gungs­nach­weise, aber auch der Geneh­mi­gungs­be­scheide mit all ihren Aufla­gen und Neben­be­stim­mun­gen sind typi­sche Beispiele, bei der die Sifa des Vertrau­ens gefragt ist.

Wer als Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit weiß, in welchen Kommu­nen Ökopro­fit ange­bo­ten wird, sollte den betreu­ten Betrie­ben den Einstieg in den praxis­na­hen Umwelt­ma­nage­men­t­an­satz schmack­haft machen. Oftmals sind die Projekt­trä­ger entge­gen­kom­mend, wenn ein Unter­neh­mer mit Firmen­sitz in der Nach­bar­schaft Mitmach-Interesse zeigt. Dem Unter­neh­mer die Teil­nahme am Ökoprofit-System zu empfeh­len und ihm dabei als Kata­ly­sa­tor fach­li­che Unter­stüt­zung zuzu­si­chern, kann ihm dazu verhel­fen, einen neuen Blick auf die umwelt- und arbeits­schutz­re­le­van­ten Aspekte des Unter­neh­mens zu rich­ten und zugleich von den viel­fäl­ti­gen Vortei­len des Programms zu profi­tie­ren. Neben den betriebs­spe­zi­fi­schen Effek­ten leis­tet ein Ökoprofit-Betrieb zugleich einen wich­ti­gen gesell­schaft­li­chen Beitrag zur Erhal­tung der natür­li­chen Lebens­grund­la­gen und zum Klima­schutz.

Lite­ra­tur

Abb. 1
Grafik: Wickop, Ziese; basie­rend auf LH WI, Umwelt­amt WI (2018)
Abb. 2
Grafik: Ziese

Foto: privat

Dipl.-Geographin Evelyne Wickop
Landes­haupt­stadt Wies­ba­den, Umwelt­amt
Leite­rin Umwelt­ma­nage­ment; verant­wort­lich für Ökopro­fit in Wies­ba­den


Foto: privat

Dipl.-Biol. Michael Ziese
ESWE Versor­gungs AG Wies­ba­den,
Leiter Arbeits­si­cher­heit und Umwelt­schutz;
Koope­ra­ti­ons­part­ner von Ökopro­fit Wies­ba­den, stell­ver­tre­ten­der Leiter des VDSI-Fachbereichs Umwelt­schutz


Ökopro­fit – eine Chance für die Umwelt

Die Geschäfts­stelle des VDSI hat sich an Ökopro­fit betei­ligt, um deut­lich zu machen, dass auch Verwal­tun­gen zur Verbes­se­run­gen im Umwelt­schutz beitra­gen und auch die wirt­schaft­li­chen Rahmen­be­din­gun­gen berück­sich­ti­gen können. Uns ist wich­tig, den Mitglie­dern und Mitar­bei­ten­den den Bezug zum Umwelt­schutz näher­zu­brin­gen und als Multi­pli­ka­tor für derar­tige nieder­schwel­lige Ange­bote aktiv mitzu­wir­ken.“

Karl­heinz Kalen­berg, Geschäfts­füh­rer des VDSI – Verband für Sicher­heit, Gesund­heit und Umwelt­schutz bei der Arbeit e.V.

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