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Interaktives Theater

Erlebnis mit Ergebnis
Inter­ak­ti­ves Thea­ter

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Verhal­tens­än­de­run­gen allein durch Unter­wei­sun­gen zu erzie­len, ist schwer. Im Arbeits­all­tag gewin­nen oft andere Mecha­nis­men die Ober­hand. Inter­ak­ti­ves Unter­neh­mens­thea­ter kann helfen, Sicher­heits­den­ken stär­ker zu verin­ner­li­chen. Warum das so ist und wie es funk­tio­niert, zeigt dieses Spezial.

Komm schon. Das kannst Du auch schnell bei laufen­der Maschine säubern, sonst steht die Produk­tion schon wieder still! Und das willst Du doch nicht wirk­lich…“ Verfah­rens­tech­ni­ker Tom ist im Zwie­spalt: Alle Sicher­heits­vor­schrif­ten beach­ten oder auf seine Routine vertrauen und nur mal eben schnell eine Lösung auf dem kurzen Dienst­weg finden? Da schaut ihm auch noch sein Kollege Manni über die Schul­ter, der das Ganze auch nicht so eng sieht. Gefahr im Verzug.

Zum Glück stehen Tom und sein nach­läs­si­ger Kollege nicht in einer echten Produk­ti­ons­an­lage, sondern auf einer eigens für den Safety Day aufge­bau­ten Thea­ter­bühne. Der Dialog zwischen Tom und seinem Gegen­spie­ler bringt das über die Rampe, was im Alltag oft verbor­gen bleibt: Seine Zwei­fel, inne­ren Konflikte, der Druck, der durch Produk­ti­ons­vor­ga­ben entste­hen kann oder der Glaube an die eigene Unver­letz­bar­keit, das Gefühl, dass „mir“ schon nichts passie­ren wird.

Das alles wird in dieser Szene auf amüsante Weise greif­bar. Das Thea­ter macht erkenn­bar, dass es gerade in Situa­tio­nen, in die man unvor­her­ge­se­hen gerät und sich spon­tan entschei­den muss, eine klare innere Haltung und Über­zeu­gung braucht, um konse­quent die sichere Vari­ante zu wählen.

Tom ist hin- und herge­ris­sen: Macht er sich bei seinen Kolle­gen unbe­liebt, wenn er jetzt schon wieder die Maschine zum Still­stand bringt? Die Span­nung steigt, Tom will zur Tat schrei­ten, da ertönt ein lautes „Stopp“ aus dem Publi­kum. Die Szene friert ein. „Tom hält die Maschine an und macht LOTO“, schlägt ein Teil­neh­mer aus dem Publi­kum vor. Mittels Lockout-Tagout, kurz LOTO, wäre die Maschine abge­stellt und gegen unge­woll­tes Wieder­an­fah­ren gesi­chert.

Eige­nen Arbeits­all­tag insze­nie­ren

Stopp zu rufen, die Figu­ren zu befra­gen und zu bera­ten, das alles gehört zu den Tools dieses inter­ak­ti­ven Thea­ter­for­mats, in dessen Regeln das Publi­kum anfangs spie­le­risch einge­führt wurde. Die Teil­neh­mer sind die Exper­ten für ihre Aufga­ben und betrieb­li­chen Vorgänge. Sie insze­nie­ren so ihren eige­nen Arbeits­all­tag auf der Bühne. Und sie grei­fen aktiv in das Gesche­hen ein, um für einen siche­ren und verlet­zungs­freien Fort­gang der darge­stell­ten Situa­tion zu sorgen.

Warum das Format ankommt

Manch HSE Mana­ger fragt sich: „Machen unsere Leute da über­haupt mit?!“ Antwort: Ja, machen sie. Denn gerade inter­ak­ti­ves Thea­ter im Rahmen von Safety Days oder Schulungs-Events wird von der Beleg­schaft gut ange­nom­men, und das aus mehre­ren Grün­den:

  • Parti­zi­pa­tion statt Top Down

Inter­ak­ti­ves Unter­neh­mens­thea­ter ist keine Top-Down-Kommunikation, wie übli­che Unter­wei­sun­gen, sondern ein trans­pa­ren­ter Inter­ak­ti­ons­pro­zess, der auf der Parti­zi­pa­tion und Verant­wor­tung der Teil­neh­mer für das Thema aufbaut.

Das oben beschrie­bene Unter­bre­chen einer (unsi­che­ren) Situa­tion durch ein klares „Stopp!“, das Eingrei­fen und Verän­dern einer Situa­tion, wirkt als öffent­li­ches, vorbild­haf­tes Beispiel für Zivil­cou­rage in Sachen Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit. Die Teil­neh­mer prak­ti­zie­ren hier Mitver­ant­wor­tung im Moment: „Stopp mal! Sicher geht das anders!“

  • Hohe Iden­ti­fi­ka­tion durch das „(K)einer-von-uns-Prinzip“

Die Haupt­fi­gur agiert stell­ver­tre­tend in der Rolle der anwe­sen­den Teil­neh­mer. Sie ist einer­seits in ihrer Rolle die Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur („Einer von uns“), ande­rer­seits ist sie eine von einem Exter­nen darge­stellte erfun­dene Figur („Keiner von uns“). Man kann sie ohne Beden­ken in schwie­rige, kniff­lige Situa­tio­nen schi­cken oder ihr auch provo­kante Aussa­gen in den Mund legen. Umge­kehrt kann die darge­stellte Figur – quasi mit offe­nem Visier – ihre Gefühle, Beden­ken und Schwie­rig­kei­ten bei der Umset­zung des gewünsch­ten Verhal­tens spie­geln, da sie als „Exter­ner“ hier keine Konse­quen­zen fürch­ten muss. Heikle Punkte werden so an- und ausge­spro­chen. Und auch das Lachen über die „Fehler“ der Haupt­fi­gur lockert die Atmo­sphäre und ermög­licht den offe­nen Austausch über Hier­ar­chie­gren­zen hinweg.

Trotz Humor und Lachen ist inter­ak­ti­ves Unter­neh­mens­thea­ter keine Show­ver­an­stal­tung, sondern gezielte, kommu­ni­ka­ti­ons­för­dernde Prozess­be­glei­tung. Dazu gehö­ren neben der Darstel­lung konkre­ter Situa­tio­nen, verschie­denste inter­ak­tive Metho­den, die weit über einen reinen „Thea­ter­auf­tritt“ hinaus­ge­hen: Inter­views, Mode­ra­tion, Visua­li­sie­rung, Feed­back und ande­res. Die Themen der Teil­neh­men­den kommen so schnell, poin­tiert, wirk­sam und verhan­del­bar ins Rampen­licht.

Effekt auf die Sicher­heits­kul­tur am Stand­ort

Ange­sichts der hohen Akzep­tanz durch die Teil­neh­mer­gruppe, kann inter­ak­ti­ves Unter­neh­mens­thea­ter wich­tige Funk­tio­nen auf dem Weg zu einer verhal­tens­ba­sier­ten Sicher­heits­kul­tur über­neh­men.

  • Die Ist-Situation wird gespie­gelt

Vorhan­dene Reibungs­punkte, Heraus­for­de­run­gen inklu­sive der subjek­tiv vorhan­de­nen Hürden und Wider­sprü­che werden visua­li­siert und emotio­nal erleb­bar.

  • Ressour­cen werden akti­viert und Lösungs­an­sätze gefun­den

Vorhan­dene Ressour­cen werden benannt und mit den darge­stell­ten Heraus­for­de­run­gen in Verbin­dung gebracht. Lösun­gen werden entwi­ckelt und in der Groß­gruppe arti­ku­liert. Diese Lösun­gen bezie­hen sich in den aller­meis­ten Fällen auf Verhal­tens­än­de­run­gen, die in der Verant­wor­tung und im Hand­lungs­spiel­raum der Teil­neh­men­den liegen, liefern also Vorge­hens­wei­sen, an die sich jeder halten kann.

Es kommt aber auch vor, dass die Lösun­gen den orga­ni­sa­to­ri­schen, ja sogar tech­ni­schen Bereich berüh­ren und das Manage­ment so Reibungs­punkte vor Augen geführt bekommt, die an der Basis immer wieder für Kopf­zer­bre­chen sorgen, aber im Manage­ment so noch nicht bekannt waren. Hier findet quasi eine Bottom-up-Kommunikation statt und inter­ak­ti­ves Thea­ter kann Impulse und
Ansatz­punkte für weitere Maßnah­men zur Verbes­se­rung der Sicher­heits­kul­tur liefern.

  • Förde­rung von Austausch und Dialog

Inter­ak­ti­ves Unter­neh­mens­thea­ter gelingt es, die Aufmerk­sam­keit des Publi­kums immer wieder durch die gezielte Darstel­lung von rele­van­ten Situa­tio­nen und Verhal­tens­wei­sen zu bündeln, gemein­same Themen und Fragen zu finden und zu bear­bei­ten. Durch gezielte Groß­grup­pen­mo­de­ra­tion kommt so auch bei hoher Teil­neh­mer­zahl ein lösungs­ori­en­tier­ter Dialog zustande. Für viele Unter­neh­men wirkt die Methode Thea­ter „zu weit weg“ vom eige­nen Arbeits­all­tag. Aber gerade die Tatsa­che, dass es niemand aus den eige­nen Reihen vorspie­len muss, sondern dass diese Funk­tion Schau­spie­ler mit Humor, Leich­tig­keit und Tief­gang über­neh­men, bringt die Anwe­sen­den schnell an die gewünsch­ten Knack­punkte. Ideal für die lösungs­ori­en­tierte Bear­bei­tung sind dabei rela­tiv homo­gene Grup­pen von Teil­neh­men­den, das heißt Beschäf­tigte, die eine ähnli­che Aufgabe, Rolle oder eine vergleich­bare kommu­ni­ka­tive Heraus­for­de­rung im Unter­neh­men haben.

Zum Beispiel die Sicher­heits­be­auf­trag­ten: Als Multi­pli­ka­to­ren sind sie ein entschei­den­der Faktor für die Sicher­heits­kul­tur im Unter­neh­men. Ihre Aufgabe wird aber nicht selten als die des „Spiel­ver­der­bers“ erlebt, der „Stopp“ ruft, um die ande­ren zu korri­gie­ren. Das Unter­neh­mens­thea­ter zeigt zum einen die Notwen­dig­keit für derar­tige Inter­ven­tio­nen, zum ande­ren kann es als direk­tes Ange­bot an die Gruppe der Sicher­heits­be­auf­trag­ten genutzt werden, etwa in Form eines Work­shops zum Thema „Wie sprech ich’s an?“

Jörg Ritscher


Praxis­er­fah­run­gen bei Smur­fit Kappa

Zu den Unter­neh­men, die Erfah­run­gen mit inter­ak­ti­vem Unter­neh­mens­thea­ter gemacht haben, zählt die Smur­fit Kappa Herz­berg Solid Board GmbH. Die Fragen beant­wor­tete Helge Lüttich, Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit.

  • Warum haben Sie sich dafür entschie­den, Unter­neh­mens­thea­ter einzu­set­zen? Welches Format haben Sie einge­setzt?

Um den Mitar­bei­tern aufzu­zei­gen, dass ein Gespräch leich­ter zu führen ist als man denkt. Man muss nur den inne­ren „Schwei­ne­hund“ über­win­den. Wir wollen die Kommu­ni­ka­tion in Sachen Arbeits­si­cher­heit fördern. Gesprä­che über Arbeits­si­cher­heit müssen nicht streng oder korri­gie­rend sein. Oft ist es nur ein klei­ner Hinweis, der schlim­me­res verhin­dert.

  • Welche Proble­ma­tik sollte bearbeitet/dargestellt werden?

Das Führen von Gesprä­chen zum Thema Arbeits­si­cher­heit, Schwer­punkt aufein­an­der achten. Auch ein Azubi kann den Geschäfts­füh­rer anspre­chen. Ich hoffe, dass die Azubis jetzt ein wenig muti­ger sind, denn Geschäfts­füh­rer beißen sehr selten. Viel­mehr begrüßt mein Geschäfts­füh­rer dieses Verhal­ten.

  • Welche Effekte hatte das Unter­neh­mens­thea­ter ?

Die teil­weise humor­volle Darstel­lung hat bei eini­gen Gesprä­chen zu einem „running gag“ geführt. Arbeits­si­cher­heits­ge­sprä­che kommen leich­ter „in Gang“. Ich hoffe, dass der ein oder andere Kollege bei Smur­fit Kappa sich den wirk­lich gut gespiel­ten Schwei­ne­hund ins Gedächt­nis ruft. Denn even­tu­ell ist es genau dieses eine, kurze Gespräch, welches einen Unfall verhin­dert.

  • Wie wurde das Thea­ter aufge­nom­men?

Posi­tiv. Es war eine neue Heran­ge­hens­weise an unse­rem Safety Day. Kein Vergleich zu den frühe­ren Safety Days. Die inter­ak­ti­ven Inhalte sorg­ten für einen großen Unter­hal­tungs­wert.

  • Wie bewer­ten Sie die von Ihnen einge­setz­ten Thea­ter­for­mate im Vergleich zu ande­ren Metho­den?

Think diffe­rent“ ist hier wohl die passende Aussage. Viele Safety Leader Kolle­gen aus unse­ren Smur­fit Kappa Werken haben diese Aktion mit Inter­esse verfolgt. Eine Bewer­tung ist aber sehr schwer abzu­ge­ben, da es zu unse­ren frühe­ren Aktio­nen keinen Vergleichs­wert gibt.


Chris­tian Haider
Foto: privat

Praxis­er­fah­run­gen bei voest­al­pine Stahl

Auch bei der voest­al­pine Stahl Gmbh kam Unter­neh­mens­thea­ter bereits zum Einsatz. Die Fragen beant­wor­tete Chris­tian Haider, Prozess­ver­ant­wort­li­cher Sensorik-Klima-Brandmeldeanlagen.

  • Warum haben Sie sich dafür entschie­den, Unter­neh­mens­thea­ter einzu­set­zen? Welches Format haben Sie einge­setzt?

Uns ging es darum, dass wir den Mitar­bei­tern etwas liefern, das sich in den Gedan­ken veran­kert und worüber auch nach der Veran­stal­tung noch gespro­chen wird. Wir woll­ten die Leute nicht mit Inter­ak­tion über­for­dern, sie aber trotz­dem mit ins Stück einbauen, damit sich die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter auch mit dem Thema iden­ti­fi­zie­ren können. Daher entschie­den wir uns für ein kompak­tes Thea­ter­stück mit punk­tu­el­len, inter­ak­ti­ven Momen­ten.

  • Welche Proble­ma­tik sollte bearbeitet/dargestellt werden?

Grund­le­gend ging es darum, den Schwer­punkt Arbeits­vor­be­rei­tung, Kolle­giale Verant­wor­tung und Führungs­ver­ant­wor­tung zu trans­por­tie­ren. In unse­rem Unter­neh­men steht das Thema Arbeits­si­cher­heit und betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung immer an erster Stelle. Wich­tig war es daher zu trans­por­tie­ren, dass für Arbeits­si­cher­heit immer Zeit ist und wir Arbei­ten und Hand­lun­gen zuerst bespre­chen und planen, damit diese auch sicher ausge­führt werden können – Stich­wort „2 Minu­ten vor der Arbeit“.

  • Welche Effekte hatte das Unter­neh­mens­thea­ter?

Die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter waren über­rascht, welchen Weg wir zum Thema Arbeits­si­cher­heit hier einge­schla­gen haben. Diese nicht alltäg­li­che Heran­ge­hens­weise führte dazu, dass heute, also zwei­ein­halb Jahre später, noch über dieses Thea­ter­stück und den Inhalt „2 Minu­ten vor der Arbeit“ gespro­chen wird. Dabei ist egal ob jemand posi­tiv oder nega­tiv über das Stück selbst spricht. Wich­tig ist, dass sich die Botschaf­ten und die Wich­tig­keit der Arbeits­vor­be­rei­tung im Alltag veran­kert haben.

  • Wie wurde das Thea­ter aufge­nom­men?

Es gab sehr viel posi­ti­ves Feed­back, denn unser Thema wurde wirk­lich gut umge­setzt, zum Beispiel „Da bleibt mehr hängen, als bei reiner Theo­rie.“ Oder „Das war lustig gespielt mit einem erns­ten Hinter­grund. Da kann man sich auf jeden Fall etwas mitneh­men.“

  • Wie bewer­ten Sie die von Ihnen einge­setz­ten Thea­ter­for­mate im Vergleich zu ande­ren Metho­den?

Die Kombi­na­tion von visu­el­len Reizen und akus­ti­schen Reizen schafft hier eine Diffe­ren­zie­rung zu allen ande­ren Metho­den. Eine Iden­ti­fi­ka­tion mit den Figu­ren und einen Spie­gel vorge­setzt zu bekom­men, löst Emotio­nen aus, die durch andere Metho­den so nicht erreicht werden können.


Praxis­er­fah­run­gen bei voest­al­pine Stahl

Auch bei der voest­al­pine Stahl Gmbh kam Unter­neh­mens­thea­ter bereits zum Einsatz. Die Fragen beant­wor­tete Chris­tian Haider, Prozess­ver­ant­wort­li­cher Sensorik-Klima-Brandmeldeanlagen.

  • Warum haben Sie sich dafür entschie­den, Unter­neh­mens­thea­ter einzu­set­zen? Welches Format haben Sie einge­setzt?

Uns ging es darum, dass wir den Mitar­bei­tern etwas liefern, das sich in den Gedan­ken veran­kert und worüber auch nach der Veran­stal­tung noch gespro­chen wird. Wir woll­ten die Leute nicht mit Inter­ak­tion über­for­dern, sie aber trotz­dem mit ins Stück einbauen, damit sich die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter auch mit dem Thema iden­ti­fi­zie­ren können. Daher entschie­den wir uns für ein kompak­tes Thea­ter­stück mit punk­tu­el­len, inter­ak­ti­ven Momen­ten.

  • Welche Proble­ma­tik sollte bearbeitet/dargestellt werden?

Grund­le­gend ging es darum, den Schwer­punkt Arbeits­vor­be­rei­tung, Kolle­giale Verant­wor­tung und Führungs­ver­ant­wor­tung zu trans­por­tie­ren. In unse­rem Unter­neh­men steht das Thema Arbeits­si­cher­heit und betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung immer an erster Stelle. Wich­tig war es daher zu trans­por­tie­ren, dass für Arbeits­si­cher­heit immer Zeit ist und wir Arbei­ten und Hand­lun­gen zuerst bespre­chen und planen, damit diese auch sicher ausge­führt werden können – Stich­wort „2 Minu­ten vor der Arbeit“.

  • Welche Effekte hatte das Unter­neh­mens­thea­ter?

Die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter waren über­rascht, welchen Weg wir zum Thema Arbeits­si­cher­heit hier einge­schla­gen haben. Diese nicht alltäg­li­che Heran­ge­hens­weise führte dazu, dass heute, also zwei­ein­halb Jahre später, noch über dieses Thea­ter­stück und den Inhalt „2 Minu­ten vor der Arbeit“ gespro­chen wird. Dabei ist egal ob jemand posi­tiv oder nega­tiv über das Stück selbst spricht. Wich­tig ist, dass sich die Botschaf­ten und die Wich­tig­keit der Arbeits­vor­be­rei­tung im Alltag veran­kert haben.

  • Wie wurde das Thea­ter aufge­nom­men?

Es gab sehr viel posi­ti­ves Feed­back, denn unser Thema wurde wirk­lich gut umge­setzt, zum Beispiel: „Da bleibt mehr hängen, als bei reiner Theo­rie.“ Oder: „Das war lustig gespielt mit einem erns­ten Hinter­grund. Da kann man sich auf jeden Fall etwas mitneh­men.“

  • Wie bewer­ten Sie die von Ihnen einge­setz­ten Thea­ter­for­mate im Vergleich zu ande­ren Metho­den?

Die Kombi­na­tion von visu­el­len Reizen und akus­ti­schen Reizen schafft hier eine Diffe­ren­zie­rung zu allen ande­ren Metho­den. Eine Iden­ti­fi­ka­tion mit den Figu­ren und einen Spie­gel vorge­setzt zu bekom­men, löst Emotio­nen aus, die durch andere Metho­den so nicht erreicht werden können.


A und O beim Einsatz von Unter­neh­mens­thea­ter

Voraus­set­zun­gen

  • Raum mit guter Akus­tik und guter Sicht – nicht im Freien!
  • Einbin­dung in Gesamt­ver­an­stal­tung, zum Beispiel Safety Day
  • geeig­ne­ter Zeit­punkt während der Arbeits­zeit, auch bei Schicht­be­trieb
  • Die Darstel­lung muss sich an der Sicht der Teil­neh­mer orien­tie­ren, um Iden­ti­fi­ka­tion zu ermög­li­chen.

Stol­per­fal­len

  • Ablen­kung durch Betrieb in Werks­halle oder Kantine
  • zu lange Dauer (Stücke bis maxi­mal 45 Minu­ten, inter­ak­tive Formate auch länger möglich)
  • Stück intel­lek­tu­ell über­frach­tet, sodass nicht alle gut folgen können
  • bei Beauf­tra­gung werden „heikle“ Themen ausge­spart, die dann bei laufen­der Veran­stal­tung hoch­kom­men

Autor std

Fließ­text std“

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