Startseite » Sicherheit » Brandschutz » Feuer­wehr­trai­ning auf dem Flug­ha­fen Wien

Für Extremereignisse gerüstet

Feuer­wehr­trai­ning auf dem Flug­ha­fen Wien

Gore_855A9949-2Hochaufloesend.jpg
Training in der Rauchdurchzündungsanlage auf dem Flughafen Wien Foto: © W. L. Gore & Associates
Anzeige
Am Flug­ha­fen Wien hält die Flug­ha­fen­feu­er­wehr regel­mä­ßig Trai­nings­kurse ab, an denen Einsatz­kräfte aus dem In- und Ausland teil­neh­men. Auch Feuer­weh­ren der deut­schen Bundes­wehr nutzen das Programm.

Rund 20 Lehr­gänge veran­stal­tet die Feuer­wehr am Flug­ha­fen Wien jähr­lich. Das Programm dient der stän­di­gen Aus- und Weiter­bil­dung der eige­nen Einsatz­kräfte, rich­tet sich aber auch an externe Inter­es­sen­ten: Neben einer Reihe von öster­rei­chi­schen Feuer­weh­ren wird es von Verkehrs­flug­hä­fen in der Schweiz und der Slowa­kei sowie von Feuer­weh­ren der deut­schen Bundes­wehr genutzt. Die Ausbil­dung ist durch gesetz­li­che Vorschrif­ten gere­gelt und wird in enger Abspra­che mit der Aufsichts­be­hörde gestal­tet. Orga­ni­siert werden die Lehr­gänge von der Fire and Rescue Trai­ning Academy in der Abtei­lung Emer­gency der Flug­ha­fen Wien AG .

Simu­la­tion von Brand­er­eig­nis­sen

Die Trai­ner vermit­teln nicht nur Wissen und Erfah­rung, sie sind auch für die Sicher­heit der Teil­neh­mer verant­wort­lich – etwa in der Rauch­durch­zün­dungs­an­lage, in der verschie­dene Brand­er­eig­nisse simu­liert werden. Weitere Schwer­punkte sind die Brand­be­kämp­fung bei unter Druck stehen­den Flüs­sig­kei­ten wie Kero­sin oder das Suchen und Retten in verne­bel­ten oder verrauch­ten Räumen. Hinzu kommen Lehr­gänge mit tech­ni­schem Gerät: Trai­niert wird zum Beispiel die Hand­ha­bung von trag­ba­ren Feuer­lösch­ge­rä­ten, von Lösch­fahr­zeu­gen unter­schied­li­cher Größe oder von Wärme­bild­ka­me­ras.

Brei­tes Erfah­rungs­spek­trum

Die Sicher­heits­stan­dards auf Verkehrs­flug­hä­fen sind heute so hoch, dass es nur äußerst selten zu gefähr­li­chen Brän­den kommt. Betrach­tet man jedoch Brand­er­eig­nisse welt­weit, ergibt sich ein brei­tes Spek­trum an Erfah­run­gen, die in die Lehr­gänge einflie­ßen können. 172 Menschen schweb­ten zum Beispiel im Septem­ber 2015 in Lebens­ge­fahr, als am Flug­ha­fen von Las Vegas ein Trieb­werk eines voll­ge­tank­ten Jets vor dem Start in Brand geriet. Die Feuer­wehr reagierte schnell, 14 Menschen wurden nur leicht verletzt.

Im Juni 2018 brannte am Frank­fur­ter Flug­ha­fen ein Flug­zeug­schlep­per aus, der einen leeren Airbus A 340 zum Gate brin­gen sollte. Das Flug­zeug wurde im vorde­ren Bereich stark beschä­digt.

Der letzte Groß­ein­satz am Flug­ha­fen Wien war im Okto­ber 2017: Ein bren­nen­der Wagen des City Airport Train (CAT) im zentral situ­ier­ten Bahn­hof des Flug­ha­fens wurde zusam­men mit exter­nen Feuer­weh­ren bekämpft, Menschen kamen nicht zu Scha­den.

Beson­dere Schutz­klei­dung gefragt

Damit die Trai­ner der Flug­ha­fen­feu­er­wehr die viel­fäl­ti­gen Einsatz­übun­gen sicher durch­füh­ren können, benö­ti­gen sie hoch­wer­tige Klei­dung. Nach inten­si­ven Trage­tests hat sich die Flug­ha­fen­feu­er­wehr Wien 2017 entschie­den, leichte Schutz­an­züge mit dem Gore Paral­lon System für sie zu beschaf­fen. Dieses neue Beklei­dungs­sys­tem bietet durch zwei Membra­nen konstant hohen Schutz gegen Hitze und Flam­men – sowohl bei Nässe von außen als auch bei Nässe durch starke Schweiß­bil­dung von innen. Die neue Schutz­klei­dung sei atmungs­ak­tiv und leich­ter als bishe­rige Vari­an­ten, hebe damit den Trage­kom­fort und die Leis­tungs­fä­hig­keit der Träger, begrün­den die Entschei­der ihre Wahl.

Die neue Tech­no­lo­gie zeige vor allem bei Brand­sze­na­rien im Grenz­be­reich ihre Stär­ken, wenn ungüns­tige Umstände zusam­men­tref­fen – Extre­mer­eig­nisse, mit denen im komple­xen Betrieb von Verkehrs­flug­hä­fen zu rech­nen ist.


Flug­ha­fen Wien

  • Der inter­na­tio­nale Airport der öster­rei­chi­schen Haupt­stadt zählte im vergan­ge­nen Jahr 24,4 Millio­nen Passa­giere und 224.600 Flug­be­we­gun­gen.
  • Die Flug­ha­fen­feu­er­wehr (FFW) ist mit zwei Stand­or­ten so orga­ni­siert, dass sie in höchs­tens drei Minu­ten jeden Punkt am Boden mit der vorge­schrie­be­nen Menge an Lösch­mit­teln erreicht.
Anzeige

News­let­ter

Jetzt unse­ren News­let­ter abon­nie­ren

Meistgelesen

Jobs

Sicher­heits­be­auf­trag­ter

Titelbild Sicherheitsbeauftragter 11
Ausgabe
11.2019
ABO

Sicher­heits­in­ge­nieur

Titelbild Sicherheitsingenieur 10
Ausgabe
10.2019
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de