Neue Grenzwerte für Karzinogene geplant, Information der EU-Kommission
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Vorschlag der EU-Kommission

Neue Grenz­werte für fünf Karzi­no­gene

Die EU-Kommission hat für fünf krebserzeugende Chemikalien niedrigere Grenzwerte vorgeschlagen. Foto: ©alexskopje - stock.adobe.com
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Die EU-Kommission hat heute am 05. April 2018 vorge­schla­gen, neue Grenz­werte für fünf krebs­er­zeu­gende Chemi­ka­lien in die bereits bestehende EU-Gesetzgebung aufzu­neh­men, um Arbeit­neh­mer besser zu schüt­zen.

Der Vorschlag ist die dritte Ände­rung der Richt­li­nie über Karzi­no­gene und Muta­gene (KM-Richtlinie) und soll zusätz­lich zu den 21 bereits aufge­nom­me­nen oder vorge­schla­ge­nen Stof­fen die Expo­si­tion gegen­über fünf krebs­er­zeu­gen­den Stof­fen begren­zen.

Es handelt sich um folgende Karzi­no­gene:
  • Cadmium und seine anor­ga­ni­schen Verbin­dun­gen;
  • Beryl­lium und anor­ga­ni­sche Beryl­li­um­ver­bin­dun­gen;
  • Arsen­säure und ihre Salze sowie anor­ga­ni­sche Arsen­ver­bin­dun­gen;
  • Form­alde­hyd;
  • 4,4′-Methylenbis(2-chloranilin) (MOCA)

Die Grenz­werte legen die Höchst­kon­zen­tra­tion fest, in der eine krebs­er­zeu­gende Chemi­ka­lie in der Luft am Arbeits­platz vorhan­den sein darf. Der Vorschlag beruht auf wissen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen sowie auf umfas­sen­den Gesprä­chen mit rele­van­ten Inter­es­sen­trä­gern, insbe­son­dere Arbeit­ge­bern, Arbeit­neh­mern und Vertre­tern der Mitglied­staa­ten.

Auswir­kun­gen

Karzi­no­gene werden z. B. bei der Cadmium-Produktion und -Raffi­na­tion, der Herstel­lung von Nickel-Cadmium-Akkumulatoren, dem mecha­ni­schen Plat­tie­ren, der Zink- und Kupfer­ver­hüt­tung, in Gieße­reien, bei der Glas­her­stel­lung, in Labo­ren, der Elektronik-, Chemikalien-, Bau- und Gesund­heits­bran­che, bei der Kunst­stoff­her­stel­lung und im Recy­cling­pro­zess in großem Umfang einge­setzt.

Wirk­same Maßnah­men, mit denen hohe Expo­si­ti­ons­werte gegen­über den vorge­schla­ge­nen fünf Stof­fen und Stoff­grup­pen verhin­dert werden, werden posi­tive Auswir­kun­gen weit über die Krebs­prä­ven­tion allein hinaus haben. Schät­zun­gen zufolge würde dieser Vorschlag zur Verbes­se­rung der Arbeits­be­din­gun­gen für über 1.000 000 Arbeit­neh­mer in der EU beitra­gen und mehr als 22.000 arbeits­be­dingte Krank­heits­fälle verhin­dern. Die Einfüh­rung dieser Grenz­werte wird nicht nur zu einer gerin­ge­ren Zahl arbeits­be­ding­ter Krebs­er­kran­kun­gen führen, sondern auch andere gravie­rende gesund­heit­li­che Probleme eindäm­men, die durch Karzi­no­gene und Muta­gene hervor­ge­ru­fen werden. So verur­sacht etwa die Expo­si­tion gegen­über Beryl­lium neben Lungen­krebs auch unheil­bare chro­ni­sche Berryl­liose.

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