Leasing und Qualität von Arbeitskleidung und PSA
Startseite » Sicherheit » PSA » Arbeits­klei­dung und PSA

Leasingtauglichkeit gewährleisten

Arbeits­klei­dung und PSA

Anzeige
Das Leasing von Texti­lien hat in vielen Bran­chen an Bedeu­tung gewon­nen. Damit textile Produkte wie Arbeits­klei­dung, Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tung, Busi­ness­klei­dung oder Tisch­wä­sche und Bett­wä­sche den hohen Anfor­de­run­gen gerecht werden, hat der Prüf­dienst­leis­ter und Forschungs­part­ner Hohen­stein einen neuen Quali­täts­stan­dard entwi­ckelt.

Wich­tigs­tes Krite­rium ist die Pfleg­bar­keit und Wieder­auf­be­reit­bar­keit. Das gilt ganz beson­ders auch im Hinblick auf die Wieder­auf­be­rei­tung bei den Textil­dienst­leis­tern.

Wirt­schaft­li­che Erfor­der­nisse diktie­ren, dass Leasing­tex­ti­lien möglichst lange ohne signi­fi­kante Einbu­ßen hinsicht­lich Optik und Funk­tion verwend­bar sein soll­ten. Über zahl­rei­che natio­nale und inter­na­tio­nale Normen, Vorschrif­ten und Gesetze hinaus sind für Arbeits­klei­dung im neuen Quali­täts­stan­dard 701ff von Hohen­stein alle rele­van­ten Aspekte der Leasing­taug­lich­keit bezie­hungs­weise Leasing­eig­nung von Texti­lien für verschie­dene Einsatz­be­rei­che wie zum Beispiel Kran­ken­häu­ser, Alten­heime, Lebens­mit­tel­be­triebe, Hotels und Gewerbe defi­niert. Die Konfor­mi­tät mit den Vorga­ben aus diesen Quali­täts­richt­li­nien wird in der Regel mit Hohen­stein Quali­täts­la­bels belegt. Darüber hinaus kann auf Wunsch eine neutrale Bewer­tung bei der Beschaf­fung von Leasing­tex­ti­lien durch­ge­führt werden. Sie garan­tiert die jeweils gefor­derte Sicher­heit hinsicht­lich einer opti­ma­len Nutzungs­dauer.

Der Hohen­stein Quali­täts­stan­dard 701ff

Der Hohen­stein Quali­täts­stan­dard 701ff berück­sich­tigt neben opti­schen vor allem auch funk­tio­nelle Aspekte. Im Einzel­nen sind die Mindest­an­for­de­run­gen an Leasing­tex­ti­lien defi­niert in Bezug auf:

  • Farb­echt­hei­ten
  • Mecha­ni­sche Eigen­schaf­ten
  • Pfle­ge­ei­gen­schaf­ten
  • Bestän­dig­keit von Zutaten/Komponenten wie Knöpfe und Reiß­ver­schlüsse
  • Pass­form von konfek­tio­nier­ten Klei­dungs­stü­cken (optio­nal)
  • Trage­kom­fort (optio­nal)
  • Schad­stoff­prü­fun­gen (optio­nal)

Neben den klas­si­schen texti­len Prüf­me­tho­den verwen­det Hohen­stein für den Quali­täts­stan­dard reale Wasch‐ und Trock­nungs­be­hand­lung der gewerb­li­chen Wäsche­rei als Grund­lage für die Tests.

Der Härte­test: Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tung (PSA)

Textile Mate­ria­lien, die als Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tung zum Einsatz kommen, müssen extrems­ten Anfor­de­run­gen gewach­sen sein. Gesetz­ge­ber, Handel, Arbeit­ge­ber und Verbrau­cher stel­len immer höhere Ansprü­che an die Quali­tät und Sicher­heit der Produkte. Bei der Aufbe­rei­tung von PSA gilt es, in erster Linie eine dauer­hafte Quali­tät und Funk­tio­na­li­tät zum Schutz der Arbei­ten­den zu sichern.

Bereits der Herstel­ler der PSA ist verpflich­tet, fest­zu­le­gen, wie die texti­len Produkte gewa­schen werden müssen, damit ihre Schutz­leis­tung über die gesamte Gebrauchs­dauer gewähr­leis­tet ist. Schutz­be­klei­dung sollte nicht im Haus­halt des Trägers gewa­schen werden, da keine Über­prü­fung der Schutz­funk­tion statt­fin­den kann. Bei der Aufbe­rei­tung von Schutz­klei­dung, in der unter­neh­mens­ei­ge­nen Wäsche­rei oder in texti­len Dienst­leis­tungs­be­trie­ben, muss die mitge­lie­ferte Wasch­an­lei­tung des Herstel­lers unbe­dingt einge­hal­ten werden. Wegen der Komple­xi­tät gesetz­li­cher Vorga­ben und betrieb­li­cher Arbeits­schutz­richt­li­nien wird ein zuneh­men­der Teil der texti­len PSA als Leasing­tex­ti­lien wieder­auf­be­rei­tet.

Bei der Über­prü­fung des PSA‐Wiederaufbereitungsprozesses werden die folgen­den Punkte berück­sich­tigt:

  • Eignung der PSA für die indus­tri­elle Aufbe­rei­tung
  • Sach­ge­rech­tes Wasch­ver­fah­ren zur Schmut­z­ent­fer­nung und zum Erhalt der Schutz­funk­tion
  • Desinfektion/Temperatur
  • Wasch‐ und Wasch­hilfs­mit­tel einschließ­lich Umwelt­as­pekte
  • Sach­ge­rechte Trock­nung
  • Wartung und sach­ge­rechte Repa­ra­tur
  • Quali­täts­si­che­rungs­maß­nah­men zur Kontrolle der PSA (Gebrauchs­ei­gen­schaf­ten und Schutz­funk­tion)
  • Rück­ver­fol­gung

Welche Versor­gung mit PSA ist opti­mal?

Die Leis­tung von Textil­dienst­leis­tern reicht von der Aufbe­rei­tung kunden­ei­ge­ner PSA (Lohn­wä­sche) bis hin zum Leasing, bei dem die PSA je nach Kunden­be­darf beschafft, vermie­tet und aufbe­rei­tet wird. Prin­zi­pi­ell sind auch Indi­vi­dual­lö­sun­gen in Abspra­che möglich. Vor der Entschei­dung sollte in jedem Fall eine syste­ma­ti­sche Bedarfs­er­mitt­lung vorge­nom­men werden, um even­tu­elle Nach­teile zu vermei­den.

Sie kann im Wesent­li­chen auf den folgen­den Grund­la­gen beru­hen:

  1. Fest­le­gung der indi­vi­du­el­len Ziele der Versor­gung mit PSA, Beispiele: notwen­dige Schutz­funk­tio­nen, wirt­schaft­li­che Gesamt­kos­ten, Zerti­fi­zie­rung der Aufbe­rei­tung, Vertrags­lauf­zeit, Mitar­bei­ter­zu­frie­den­heit, Sicher­stel­lung der Nach­be­stel­lun­gen usw.
  2. Ermitt­lung des indi­vi­du­el­len Anfor­de­rungs­pro­fils durch eine Nutz­wert­ana­lyse zur Gewich­tung der Ziele, Beispiele: Verfüg­bar­keit, Raum­be­darf, inter­ner Manage­ment­auf­wand
  3. Ermitt­lung des Ist‐Zustands, Beispiele: Mengen­be­darf im Monat/Jahr, Logis­tik, Ausstat­tung, Pool‐ oder Träger­be­zo­gene Beklei­dung, Wech­sel­häu­fig­keit, Entsor­gung nach Aussor­tie­rung
  4. Der Bedarf ergibt sich aus dem Abgleich von Ist‐Zustand mit den Zielen

PSA soll eine quali­ta­tiv hoch­wer­tige Schutz­aus­rüs­tung aufwei­sen mit größt­mög­li­chem Trage­kom­fort und langer Halt­bar­keit. Deshalb geben Herstel­ler an, wie die Schutz­be­klei­dung zu waschen und zu pfle­gen ist. Beson­ders PSA, die fort­wäh­rend im Kreis­lauf gehal­ten wird, bedarf regel­mä­ßig Prüfun­gen und gege­be­nen­falls Repa­ra­tu­ren.

Um die gesetz­li­chen Bestim­mun­gen für PSA zu erfül­len, ist es grund­sätz­lich wich­tig fest­zu­le­gen, welche konkre­ten Maßnah­men der Dienst­leis­tungs­auf­trag enthal­ten soll: nur die Aufbe­rei­tung oder auch Quali­täts­kon­trolle und Repa­ra­tur.

 


Autor: Dr. Timo Hammer
Geschäfts­füh­rer,
Hohen­stein

Foto: © Hohen­stein

Kommentar

Hier Kommentar veröffentlichen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anzeige

News­let­ter

Unsere Dosis Wissens­vor­sprung für Sie. Jetzt kosten­los abon­nie­ren!

Meistgelesen

Jobs

Sicher­heits­be­auf­trag­ter

Titelbild Sicherheitsbeauftragter 12
Ausgabe
12.2018
LESEN
ARCHIV
ABO

Sicher­heits­in­ge­nieur

Titelbild Sicherheitsingenieur 12
Ausgabe
12.2018
LESEN
ARCHIV
ABO
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de