Handy am Steuer. Bundesrat verschärft Verbot -
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Bundesrat verschärft Verbot

Handy am Steuer

Telefonieren Autofahrer während der Fahrt, müssen sie künftig mit höheren Strafen rechnen. Foto: © grafikplusfoto - stock.adobe.com
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Der Bundes­rat hat das Handy­ver­bot für Auto­fah­rer und Fahr­rad­fah­rer verschärft. Bei Verstö­ßen werden künf­tig höhere Geld­stra­fen fällig. Für die BG Verkehr stellt der Beschluss einen wich­ti­gen Schritt zu mehr Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr dar.

Höhere Stra­fen für Auto- und Fahr­rad­fah­rer

In ihrer Sitzung am 22. Septem­ber hat die Länder­kam­mer beschlos­sen, dass Verstöße gegen das Handy­ver­bot künf­tig mit bis zu 200 Euro plus zwei Punkte in Flens­burg sowie einem Monat Fahr­ver­bot geahn­det werden können. Auch Fahr­rad­fah­rer erwar­ten höhere Bußgel­der.
Wer mit dem Handy in der Hand auf dem Fahr­rad ertappt wird, muss 55 statt bisher 25 Euro zahlen.

Vorschrift wurden nicht ernst genom­men

Die höhe­ren Stra­fen seien erfor­der­lich, so die Bundes­re­gie­rung in ihrer Begrün­dung zu der Verord­nung, weil die Erfah­run­gen gezeigt haben, dass die Vorschrift bislang nicht ernst genom­men wurde. Das Verbot, das bisher nur Mobil- und Auto­te­le­fone nennt, umfasst nun auch andere Kommu­ni­ka­ti­ons­ge­räte wie Tablets und Laptops.

Wenn das Fahr­zeug steht und der Motor aus ist, kann das Handy weiter­hin genutzt werden. Aller­dings gilt das nicht, wenn sich der Motor an einer Ampel nur kurz selbst ab- und anschal­tet. Für Lini­en­busse gibt es eine Ausnahme: Fahrer dürfen hier auch mit laufen­dem Motor auf den Bord­com­pu­ter blicken, um an Halte­stel­len Tickets zu verkau­fen.

Verstö­ßen bei der Bildung von Rettungs­gas­sen

Verschärft hat der Bundes­rat auch die Sank­tio­nen bei Verstö­ßen gegen die Bildung einer Rettungs­gasse. Wer bei stocken­dem Verkehr etwa auf Auto­bah­nen keine Rettungs­gasse bildet, wird mit 200 bis 320 Euro zur Kasse gebe­ten. Es droht zudem ein Monat Fahr­ver­bot. Bisher betrug das Bußgeld ledig­lich 20 Euro.

Wir begrü­ßen das Urteil des Bundes­ra­tes sehr und hoffen, dass es eine abschre­ckende Wirkung hat. Bisher galt die Nutzung des Handys am Steuer oftmals nur als Kava­lier­de­likt“, sagt Dr. Klaus Ruff. Für den stell­ver­tre­ten­den Leiter des Geschäfts­be­reichs Präven­tion der BG Verkehr bedeu­tet das Verbot einen großen Sicher­heits­ge­winn. „Auch ein ganz kurzer Blick auf das Handy kann nämlich schnell tragi­sche Konse­quen­zen haben. Bei 50 km/h reicht schon eine Sekunde für 14 Meter Blind­flug“.

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