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Wildunfälle im Herbst

Besondere Gefahr für Autofahrer
Wildunfälle im Herbst

Im Herbst nimmt das Unfallrisiko für Autofahrer erheblich stark zu. Foto: © zlikovec - stock.adobe.com
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Für Aut­o­fahrer erhöht sich im Herb­st das Risiko eines Wildun­falls erhe­blich. In der Sai­son 2015/2016 ereigneten sich laut Dekra 228.550 Wildun­fälle. 3.054 Per­so­n­en erlit­ten schwere Ver­let­zun­gen, 13 kamen ums Leben. Die Prü­for­gan­i­sa­tion emp­fiehlt für Gebi­ete mit Wild­wech­sel eine vor­sichtige und vorauss­chauende Fahrweise.

„Wildun­fälle kön­nen sich jed­erzeit ereignen, aber am größten ist die Gefahr mor­gens und abends in der Däm­merung, wenn die Tiere ihre Fut­ter­plätze auf­suchen“, warnt Markus Egel­haaf, Unfall­forsch­er bei DEKRA. Mit dem Wech­sel von Som­mer- auf Win­terzeit steigt das Risiko zusät­zlich, weil dann der Berufsverkehr in der Abend­däm­merung häu­figer auf kreuzende Rehe, Hirsche und Wild­schweine trifft.

Geschwindigkeit anpassen

„Erhöhte Vor­sicht ist für Aut­o­fahrer vor allem in Waldge­bi­eten, an Wal­drän­dern, an Feldern und dicht bewach­se­nen Flächen geboten“, so der Experte. „Hier gilt: mit angepasster Geschwindigkeit fahren und die angren­zen­den Bere­iche im Blick behal­ten. Vor allem in der Däm­merung sollte man in diesen Gebi­eten immer brems­bere­it sein.“ Das dient auch der eige­nen Sicher­heit. Mit steigen­der Auf­prallgeschwindigkeit steigt auch das Risiko, selb­st ver­let­zt zu werden.

Was tun, wenn ein Tier auftaucht

Sehen Fahrer ein Tier am Straßen­rand, soll­ten sie

  • sofort das Tem­po drosseln,
  • abblenden und
  • hupen.

Zudem ist immer mit nach­fol­gen­den Tieren zu rech­nen. Springt ein Wildti­er auf die Fahrbahn, emp­fiehlt Egel­haaf: „Das Lenkrad gut fes­thal­ten und voll brem­sen. Auswe­ich­manöver enden nicht sel­ten mit ein­er fol­gen­schw­eren Kol­li­sion mit dem Gegen­verkehr oder an einem Baum. Deshalb ist Ger­adeaus häu­fig die bessere Alternative.“

Nach einer Kollision

Kommt es zu ein­er Kol­li­sion, gilt:

  • Warn­blin­klicht einschalten
  • Warn­weste überziehen
  • Unfall­stelle sich­ern – ide­al­er Weise in bei­de Richtungen
  • Warn­dreieck in etwa 100 Meter Abstand auf­stellen. Unbe­d­ingt die Polizei (Notruf 110) oder den zuständi­gen Jagdpächter informieren
  • Bei Ver­let­zten den Ret­tungs­di­enst unter dem europaweit gülti­gen Notruf 112 verständigen.
Verletzten Tieren nicht zu nahe kommen

Keines­falls sollte man ver­let­zten Tieren zu nahe kom­men. Sie kön­nen in Tode­sangst auss­chla­gen und Men­schen schw­er ver­let­zen. Veren­dete Tiere nicht mit bloßen Hän­den anfassen: Es beste­ht eventuell Toll­wut­ge­fahr! Wer Wild mit­nimmt, macht sich der Wilderei schuldig und riskiert eine Strafanzeige.

Versichert?

Schä­den am Fahrzeug durch Kol­li­sio­nen mit Rehen, Hirschen und Wild­schweinen sind in der Regel durch die Teilka­skover­sicherung gedeckt. Sie wer­den auf Basis des Polizeipro­tokolls und ein­er Wildun­fallbescheini­gung reg­uliert. Als Nach­weis emp­fiehlt sich zusät­zlich, die Unfall­stelle und die Schä­den am Fahrzeug zu fotografieren.

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