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Nachgefragt

Alex­an­der Huber

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Alex­an­der Huber zählt zu den erfolg­reichs­ten und viel­sei­tigs­ten Berg­stei­gern welt­weit. Seine Leiden­schaft für das Klet­tern, die der Vater an die Söhne weiter­gab, teilt er mit seinem älte­ren Bruder Thomas: Als „Huber­buam“ feier­ten die beiden viele gemein­same Erfolge. Bekannt wurden sie nicht zuletzt durch den Doku­men­tar­film „Am Limit“, ausge­zeich­net mit dem Baye­ri­schen Film­preis und dem Deut­schen Kame­ra­preis.

Herr Huber, was zeich­net einen guten Berg­stei­ger aus?

Die erfolg­reichs­ten Berg­stei­ger ihrer Zeit waren nie zwangs­läu­fig die physisch Stärks­ten, aber immer die mit der größ­ten visio­nä­ren Kraft!

Was ist die größere Gefahr beim alpi­nen Klet­tern – die wilde Natur, der eigene Ehrgeiz oder unzu­rei­chen­des Equip­ment?

Mit weitem Abstand: der eigene Ehrgeiz. Alle ande­ren Fakto­ren stehen weit im Hinter­grund.

Höher, schnel­ler, weiter: Im Wett­lauf um neue Rekorde riskie­ren Spit­zen­sport­ler nicht selten ihre Sicher­heit und Gesund­heit. Berg­stei­ger locken vor allem die Gipfel und Erst­be­stei­gun­gen. Wo bezie­hungs­weise wann ziehen Sie die Grenze und sagen: bis hier­hin und nicht weiter?

Das ist indi­vi­du­ell und zeit­lich sehr verschie­den. Und zwar in einem derart ausge­präg­ten Maß, dass es hier keine gene­ra­li­sierte Aussage geben kann!

Zusam­men mit Ihrem Bruder bilden Sie quasi von Kindes­bei­nen an eine erfolg­rei­che Seil­schaft. Inzwi­schen haben die Huber­buam alters­mä­ßig die 50er-Marke geris­sen bezie­hungs­weise stehen knapp davor. Ist Berg­stei­gen etwas für jedes Alter?

Wie alles im Leben kann man auch das Berg­stei­gen alters­an­ge­passt weiter betrei­ben. Man sollte sich eben nur bewusst sein, dass man mit 50 keine 20 mehr ist und mit 80 keine 50 mehr. Das ist ledig­lich eine Frage, ob man sich selbst gegen­über genü­gend reflek­tiert ist oder nicht. Eins sollte einem aber gene­rell klar sein: Für das Welt­ge­sche­hen ist unser sport­li­ches Stre­ben am Ende ohne irgend­wel­che Bedeu­tung. Soll­ten wir Menschen es schaf­fen, auf der Erde so lange zu exis­tie­ren wie die Dino­sau­rier, dann werden die Alpen mit ihren wohl­be­kann­ten Bergen nicht mehr als solche erkenn­bar sein.


Steck­brief

  • gebo­ren 1968 in Trost­berg
  • staat­lich geprüf­ter Berg- und Skifüh­rer, Diplom-Physiker
  • Ausge­üb­ter Beruf: Profi­berg­stei­ger
  • Bezwang mit 13 Jahren seinen ersten Vier­tau­sen­der
  • Allround-Talent im Berg­stei­gen, Alpin­klet­tern, Sport­klet­tern, Eisklet­tern, Speed­klet­tern und Free Solo
  • Filme, Bücher und Vorträge
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