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Baukasten für den Hightech-Sicherheitsschuh der Zukunft

Forschung und Entwicklung
Baukasten für den Hightech-Sicherheitsschuh der Zukunft

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So oder ähn­lich kön­nte er ausse­hen, der Sicher­heitss­chuh der Zukun­ft: Der Chemiekonz­ern BASF über­raschte auf der A+A 2019 mit einem virtuellen Konzeptschuh, der aus inno­v­a­tiv­en Mate­ri­alien des Unternehmens zusam­menge­set­zt ist. Zu seinen Beson­der­heit­en zählen ein gestrick­ter Schaft und eine trans­par­ente, met­all­freie Zehenkappe.

Das schon sehr aus­gereift wirk­ende Mod­ell „Lim­it­less“ soll ver­an­schaulichen, wie die neuen Mate­ri­al­lö­sun­gen aus der Forschungs- und Entwick­lungsabteilung des Chemiekonz­erns Sicher­heitss­chuhe sicher­er, ansprechen­der, kom­fort­abler und halt­bar­er machen kön­nen. Das Schuhde­sign stammt von der amerikanis­chen Fir­ma i‑generator mit Sitz in Port­land, die sich gle­ich­sam nach Herzenslust am erweit­erten Mate­ri­al­baukas­ten der BASF bedi­enen durfte und daraus den vorgestell­ten Konzeptschuh kreierte – eine Auf­gabe, die Fir­men­grün­der Michael Steszyn offen­sichtlich Spaß gemacht hat: „Ich hat­te viele Frei­heit­en bei der Entwick­lung“, schwärmte der Schuhde­sign­er bei der Präsen­ta­tion von „Lim­it­less“ auf der A+A in Düsseldorf.

Design ohne Schnürsenkel

Doch über welche inno­v­a­tiv­en Mate­ri­alkom­po­nen­ten und Eigen­schaften ver­fügt der Konzeptschuh? Zum einen geht es um mehr Sicher­heit: Um Stolpe­run­fälle oder Stürze zu ver­mei­den, verzichtet „Lim­it­less“ auf Schnürsenkel. Auch bietet das geschlossene Design einen besseren Schutz, falls zum Beispiel Flüs­sigkeit­en ver­schüt­tet wer­den. Die Schuhe sind zudem schnell an- und aus­ge­zo­gen. All dies ermöglicht ein gestrick­ter Schaft aus Freeflex-Fas­er, der mit ein­er Schutzschicht aus Hap­tex, einem hochw­er­ti­gen, lösungsmit­tel­freien Kun­stled­er der BASF, kom­biniert wurde. Spezielle Bän­der aus Freeflex sor­gen für zusät­zliche Sta­bil­ität und verbesserte Abriebfestigkeit.

Transparente Zehenkappe

Ein echter Hin­guck­er ist die branchen­weit erste trans­par­ente Zehenkappe aus Elas­tol­lan. Die met­all­freie Alter­na­tive zu ein­er Zehenkappe aus Stahl soll der Sicher­heitss­chuhin­dus­trie neue Gestal­tungsmöglichkeit­en eröff­nen. Sie ste­ht zudem für ein leicht­es Tragege­fühl, ohne Abstriche beim Schutz und der Ein­hal­tung von Sicher­heits­stan­dard zu machen.

Dämpfung und Grip

Um ermü­dungs­freies Arbeit­en zu ermöglichen, kommt der Par­tikelschaum­stoff Infin­er­gy zum Ein­satz. Dieses Mate­r­i­al, das bere­its einige Her­steller für ihre Schuh­mod­elle nutzen, sorgt für eine beson­dere Federung und Dämp­fung in der Ferse und in der Zwis­chen­sohle des Schuhs. Die Zwis­chen­sohle ist damit sehr leicht, aber auch wider­stands­fähig und lange halt­bar. Darüber hin­aus bietet der Lauf­sohlenein­satz aus Elas­tol­lan hohen Grip und Abriebfestigkeit.

Ball liegt bei den Herstellern

Ob es dieses High-Tech-Mod­ell oder Schuhe mit den neuen Kom­po­nen­ten in Zukun­ft im Han­del geben wird, bleibt den Her­stellern über­lassen. „Wir sind keine Schuh­pro­duzen­ten“, ver­sicherte Patrick Bolze, Mar­ket­ing Man­ag­er Footwear/Sports/Leisure von BASF Per­for­mance Mate­ri­als bei der Präsen­ta­tion auf der Messe. Das virtuelle Mod­ell diene zunächst als Diskus­sion­s­grund­lage und Impuls­ge­ber für die Branche. „Obwohl ‚Lim­it­less‘ derzeit nur in virtueller Form existiert, sind wir zuver­sichtlich, dass die Per­for­mance-Mate­ri­alien der BASF neue Gestal­tungsmöglichkeit­en eröff­nen und Sicher­heitss­chuh­marken begeis­tern wer­den“, erk­lärte Gerd Manz, Vice Pres­i­dent, New Mar­kets & Busi­ness Incu­ba­tion, Per­for­mance Mate­ri­als, dazu in ein­er Pressemit­teilung der BASF.

Maßgeschneiderte Kunststoffe

Der Bere­ich Per­for­mance Mate­ri­als ver­fügt über ein bre­ites Port­fo­lio von Pro­duk­ten und Ser­vices in den vier großen Branchen Trans­portwe­sen, Bauwirtschaft, indus­trielle Anwen­dun­gen und Konsumgüter.

Im Juli 2019 hat­te der Chemiekonz­ern bere­its umfan­gre­iche Investi­tio­nen in die Forschung und Entwick­lung von Schuh­ma­te­ri­alien angekündigt. Um Kun­den bei der Inte­gra­tion neuer Mate­ri­al­lö­sun­gen zu unter­stützen, betreibt das Unternehmen spezial­isierte Schuhzen­tren auf der ganzen Welt.

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