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Die Menge macht’s

Im Gespräch mit Michael Kloth
Die Menge macht’s

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Michael Kloth Foto: privat
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Leih­ar­beit­neh­mer wech­seln im Auftrag ihres Arbeit­ge­bers von Kunden­be­trieb zu Kunden­be­trieb. Wer muss da den Sicher­heits­be­auf­trag­ten bestel­len? Michael Kloth, Geschäfts­füh­rer der Safety Service + Perfor­mance KG, gibt dazu Auskunft.

Das Gespräch führte Bettina Brucker

Herr Kloth, wann muss ein Kunden­be­trieb einen Sicher­heits­be­auf­trag­ten bestel­len?

Wenn mehr als 20 Beschäf­tigte da sind. Die Leih­ar­beit­neh­mer sind dabei wie eigene Mitar­bei­ter zu rech­nen. Span­nen­der ist die Frage, wie wird es umge­setzt und wie sieht es beim Verlei­her aus. Woraus kann er rekru­tie­ren? Die meis­ten Perso­nal­dienst­leis­ter haben mehr als 20 Leih­ar­beit­neh­mer. Aber die sind ja meis­tens im Einsatz im Kunden­be­trieb. Deshalb werden immer öfter Dispo­nen­ten als Sicher­heits­be­auf­tragte bestellt und ausge­bil­det.

Kann auch ein Leih­ar­beit­neh­mer Sicher­heits­be­auf­trag­ter sein?

Ja, selbst­ver­ständ­lich. Leih­ar­beit­neh­mer sind ja keine Beschäf­tig­ten zwei­ter Klasse. Und das macht dann Sinn, wenn eine ganze Kolonne entlie­hen wird und eine ganze Abtei­lung im Kunden­be­trieb über­nimmt. Bei diesen viel­leicht 30 bis 40 Leih­ar­beit­neh­mern handelt es sich meis­tens um höher quali­fi­zierte Arbeits­kräfte. Als Beispiel fällt mir die Chemie­bran­che ein oder ich erin­nere mich auch an einen Reifen­her­stel­ler.

Was muss der Entlei­her noch beach­ten?

Leih­ar­beit­neh­mer zählen im Kunden­be­trieb, was die betriebs­ärzt­li­che und sicher­heits­tech­ni­sche Betreu­ung angeht, mit dazu. Deshalb muss der Entlei­her den Betriebs­arzt und die Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit über den Einsatz von Perso­nen, die ihm zur Arbeits­leis­tung über­las­sen sind, unter­rich­ten. Gere­gelt ist das in §§ 3, 5 DGUV Vorschrift 1.

Welche Konflikte kann es geben?

Keine großen. Sicher­heits­be­auf­trag­ter ist ein Ehren­amt. Wer diese Aufgabe über­nimmt, ist inter­es­siert und enga­giert. Tref­fen zwei Sicher­heits­be­auf­tragte aufein­an­der, werden sie sich wahr­schein­lich gerne austau­schen.

Hat zum Beispiel der Kunden­be­trieb einen Sicher­heits­be­auf­trag­ten und die Leiharbeitnehmer-Kolonne hat auch einen, müssen sich die beiden eini­gen. Wahr­schein­lich wird sich der Leih­ar­beit­neh­mer zunächst an seinen Kolle­gen wenden. Und der ist nur seinem Arbeit­ge­ber, also dem Perso­nal­dienst­leis­ter gegen­über verant­wort­lich. Der Leih­ar­beit­neh­mer kann sich aber auch an den Sicher­heits­be­auf­trag­ten des Kunden­be­triebs wenden.

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