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Chemikalienschutzhandschuhe

Durch­drin­gungs­zeit beach­ten

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Die Durchdringungszeit steht in der Regel in den Sicherheitsdatenblättern der Hersteller. Foto: © A_Bruno / stock.adobe.com
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Die maxi­male Trage­dauer für Chemi­ka­li­en­schutz­hand­schuhe wird als Durch­drin­gungs­zeit bezeich­net. Sie ist abhän­gig von der Hand­schuh­marke, den zum Einsatz kommen­den Chemi­ka­lien und den spezi­fi­schen Bedin­gun­gen am jewei­li­gen Arbeits­platz bezie­hungs­weise beim jewei­li­gen Arbeits­ver­fah­ren.

Dr. Joerg Hensiek

Die Durch­drin­gungs­zeit gibt an, wie lange es dauert, bis eine Chemi­ka­lie nach Kontakt den Hand­schuh durch­drun­gen hat. Wie lange das dauert, ist abhän­gig von:

  • dem Mate­rial und der Stärke/Robustheit des Hand­schuhs,
  • den verwen­de­ten Chemi­ka­lien und Arbeits­ver­fah­ren,
  • der Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur sowie den Extrem­tem­pe­ra­tu­ren am Arbeits­platz,
  • der Dauer und Inten­si­tät der Bean­spru­chung durch die Chemi­ka­lien,
  • der mecha­ni­schen Bean­spru­chung des Hand­schuhs durch die Arbeits­ver­fah­ren

Die Herstel­ler der Hand­schuhe geben die Durch­drin­gungs­zeit für ihre Produkte in der Regel in den Sicher­heits­da­ten­blät­tern an. Haben sie das nicht getan, so sollte man sich unbe­dingt beim Herstel­ler erkun­di­gen. Aber diese Anga­ben sind mit Vorsicht zu genie­ßen. Fakt ist, dass kein Hersteller/Labor die an den
diver­sen Arbeits­plät­zen eines Unter­neh­mens auftre­ten­den Bedin­gun­gen so exakt nach­ah­men kann, dass er für die Hand­schuh­marke X die genaue maxi­male Anwen­dungs­zeit Y ange­ben könnte – und schon gar nicht kann er die Hand­schuhe an allen auf dem Markt zur Verfü­gung stehen­den Chemi­ka­lien testen.

Weiter­hin ist zu beach­ten, dass Chemi­ka­li­en­hand­schuhe nur gegen bestimmte Stoffe schüt­zen, manch­mal nur gegen einen einzi­gen. Der Schutz­sta­tus wird auf den Hand­schu­hen durch das Pikto­gramm eines Erlen­mey­er­kol­bens darge­stellt. Dabei werden seit 2017 drei Schutz­ka­te­go­rien unter­schie­den:

  • Klasse A: Der Hand­schuh schützt mindes­tens jeweils drei­ßig Minu­ten gegen mindes­tens sechs Chemi­ka­lien auf der Prüf­liste der Norm EN ISO 374 – 1:2016.
  • Klasse B: Er schützt jeweils drei­ßig Minu­ten bei mindes­tens drei Prüf­che­mi­ka­lien.
  • Klasse 3: Er schützt mindes­tens zehn Minu­ten bei mindes­tens einer Prüf­che­mi­ka­lie.
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