Ein überfälliger Gesundheitscheck. Neue PSA-Verordnung -
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Neue PSA-Verordnung

Ein über­fäl­li­ger Gesund­heits­check

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Die neue PSA-Verordnung bietet die Chance, Produkte noch weiter zu verbessern. Foto: © honeywell
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Menschen sind die größte Stärke eines Unter­neh­mens. Die neue PSA‐Verordnung bietet Herstel­lern, Unter­neh­men und Sicher­heits­fach­kräf­ten die Möglich­keit, die Sicher­heit der Anwen­der auf eine höhere Stufe zu heben.

Die bestehende PSA‐Richtlinie, die die Herstel­lung und das Inver­kehr­brin­gen von PSA regle­men­tiert, ist seit dem Beginn ihrer Gültig­keit im Jahr 1989 und ihrem Inkraft­tre­ten vier Jahre später im Wesent­li­chen unver­än­dert geblie­ben. Im vergan­ge­nen Februar hat die EU eine neue PSA‐Verordnung verab­schie­det, die nach einer zwei­jäh­ri­gen Über­gangs­zeit die bestehende Richt­li­nie am 21. April 2018 erset­zen wird.

Die Über­gangs­zeit ist wich­tig, da die PSA‐Verordnung eine Reihe von bedeu­ten­den Ände­run­gen mit sich bringt. Infol­ge­des­sen müssen die PSA‐Hersteller ihre Produkte neu zerti­fi­zie­ren lassen, um deren CE‐Klassifizierung aufrecht­zu­er­hal­ten. Dies ist erfor­der­lich, damit ihre Produkte für den Verkauf in der EU und auch in vielen Nicht‐EU‐Staaten zuge­las­sen sind.

Eine der entschei­den­den Ände­run­gen besteht in der Einfüh­rung einer fünf­jäh­ri­gen Gültig­keits­dauer für EU‐Baumusterprüfbescheinigungen, was gleich­be­deu­tend ist mit einer regel­mä­ßi­ge­ren und stren­ge­ren Beur­tei­lung der Quali­tät der PSA. Wenn Herstel­ler die Zerti­fi­kate für ihre Produkte verlän­gern möch­ten, müssen sie sicher­stel­len, dass diese der rele­van­ten aktu­el­len Indus­trie­norm entspre­chen – in der Regel einer EN‐ oder ISO‐Norm.

Eine weitere bedeu­tende Verän­de­rung betrifft die Klas­si­fi­zie­rung von PSA. Während die Verord­nung die drei Kate­go­rien der PSA‐Richtlinie beibe­hält, wird die PSA darin nun mit Risi­ken statt mit Produk­ten in Verbin­dung gebracht. Statt auf den Gehör­schutz wird zum
Beispiel Bezug auf „schäd­li­chen Lärm“ genom­men. Kate­go­rie I bezieht sich auf mini­male Gefähr­dun­gen, zum Beispiel Expo­si­tion gegen­über Reini­gungs­mit­teln und Flüs­sig­kei­ten mit milder Wirkung. Kate­go­rie II umfasst mittel­schwere
Gefähr­dun­gen und Kate­go­rie III Gefähr­dun­gen, die zu schwe­ren gesund­heit­li­chen Proble­men oder zum Tod führen können. Eines der wich­tigs­ten Ergeb­nisse dieses risi­ko­ba­sier­ten Ansat­zes
besteht darin, dass Gehör­schutz nicht mehr in Kate­go­rie II, sondern in Kate­go­rie III (höchste Risi­ko­ka­te­go­rie) einge­stuft wird. Dies zeigt, wie weit wir in unse­rem Verständ­nis von Arbeits­schutz in den vergan­ge­nen 20 Jahren gekom­men sind – zum Beispiel hinsicht­lich der Auswir­kun­gen von Lärm bis hin zum Gehör­ver­lust, die jetzt als höchst schäd­lich für die Lebens­qua­li­tät einer Person ange­se­hen werden.

Durch die neue Verord­nung werden Sicher­heits­fach­kräfte, Anwen­der und Herstel­ler somit dazu ange­regt, sich Gedan­ken zu machen, wie man die Beleg­schaft besser schüt­zen kann. Seitens des Herstel­lers gibt es die Möglich­keit, durch Prozesse und Metho­den immer wieder neue Wege zur Reduk­tion der Varia­bi­li­tät zu finden – wie etwa bei
Honey­well durch die Einfüh­rung des
inter­nen Prozess‐ und Quali­täts­ma­nage­ment­sys­tems Honey­well Opera­ting System (HOS) zur unter­neh­mens­wei­ten Verbes­se­rung aller Prozesse.

Wir selbst sehen in der Verord­nung die Chance, unsere Produkte noch weiter zu verbes­sern. Bei jedem Markt, auf dem wir tätig sind, verfol­gen wir stets das Ziel, über die Mindest­stan­dards hinaus­zu­ge­hen. Unsere Mitar­bei­ter in Forschung und Entwick­lung werden weiter­hin von den Normen als Ausgangs­punkt ausge­hen und Spezi­al­werk­stoffe einset­zen, um Produkte zu kreieren. So können die Quali­täts­an­for­de­run­gen sogar noch über­trof­fen werden.

Glei­cher­ma­ßen werden wir auch weiter­hin mit den Anwen­dern unse­rer PSA zusam­men­ar­bei­ten. Durch den Austausch mit unse­ren Kunden können wir sicher­stel­len, dass unsere Lösun­gen für den jewei­li­gen Zweck best­mög­lich geeig­net sind. Denn wir wissen, dass es keine Einheits­lö­sung für alle Einsatz­be­rei­che und alle Mitar­bei­ter gibt.

www.honeywellsafety.com


Autor: Colin Blair

Global Quality Direc­tor

Honey­well Indus­trial Safety

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