Gefahren besser sehen. Die richtige Beleuchtung im Betrieb
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Beleuchtung

Gefah­ren besser sehen

Die richtige Beleuchtung sorgt für sichere Arbeitsbedingungen.
In Fluren muss die Beleuchtungsstärke mindestens 100 Lux betragen. Foto: © photo 5000 / stock.adobe.com
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Tages­licht ist im Winter knapp, aber auch an verschie­dens­ten Stel­len in Gebäu­den und Betriebs­stät­ten. Aber dank Kunst­licht lässt sich innen, außen und in Gefah­ren­be­rei­chen für ausrei­chende Beleuch­tung sorgen.

 

Eine ausrei­chende Ausleuch­tung des Betriebs­ge­län­des und der Gebäude ist ein wesent­li­cher Faktor für die Sicher­heit des Arbeits­um­fel­des. Gerade im Winter, wenn wegen schlech­ten Wetters und kurzer Tage die Stun­den mit Tages­licht begrenzt sind, kommt daher einer der Sicher­heit und dem Gesund­heits­schutz ange­mes­se­nen künst­li­chen Beleuch­tung beson­dere Bedeu­tung zu. Sie muss mindes­tens den Vorga­ben der Tech­ni­schen Regel für Arbeits­stät­ten (ASR A 3.4) entspre­chen – wenn beispiels­weise im Unter­neh­men Sehbe­hin­derte oder viele ältere Beschäf­tigte arbei­ten, es zwischen benach­bar­ten Berei­chen große Hell-Dunkel-Unterschiede gibt oder Unfall­schwer­punkte hervor­ge­ho­ben werden sollen, sind höhere Beleuch­tungs­stär­ken sinn­voll.

Ange­passte Beleuch­tungs­stär­ken

Im Inne­ren leuch­tet häufig eine Allge­mein­be­leuch­tung – in der Regel eine Decken­be­leuch­tung – den gesam­ten Arbeits­raum fast gleich­mä­ßig aus. Da glei­ches Licht für alle oft keine befrie­di­gende Lösung ist, gibt es Richt­werte für unter­schied­li­che Berei­che. Die Beleuch­tungs­stärke muss beispiels­weise in Fluren mindes­tens 100 Lux betra­gen, an Bild­schirm­ar­beits­plät­zen 500 Lux. Auch Trep­pen­häu­ser müssen mit mindes­tens 100 Lux beleuch­tet sein. Ist das während der Arbeits­zei­ten nicht unun­ter­bro­chen der Fall, müssen Beschäf­tigte die Beleuch­tung in jeder Etage einschal­ten können – am besten über einen Licht­schal­ter, der selbst leuch­tet und am Trep­pen­zu­gang plat­ziert ist.

Im Außen­be­reich sind je nach Nutzung eben­falls bestimmte Lux-Werte vorge­schrie­ben. Betrieb­li­che Park­plätze beispiels­weise müssen mit mindes­tens zehn Lux beleuch­tet sein, Toran­la­gen mit 50 Lux und Werk­stra­ßen je nach Geschwin­dig­keits­be­gren­zung mit zehn oder 20 Lux.

Schat­ten ermög­li­chen übri­gens die räum­li­che Wahr­neh­mung, weil sie dabei helfen, Form und Ober­flä­chen­struk­tur von Gegen­stän­den zu erken­nen. Sie dürfen jedoch nicht das Unfall­ri­siko erhö­hen, indem sie Gefah­ren­quel­len über­de­cken. Vermei­den lässt sich das, wenn in kriti­schen Berei­chen mehrere Leuch­ten aus verschie­de­nen Rich­tun­gen Licht abge­ben.

In Gefah­ren­be­rei­chen und auf Flucht­we­gen ist übri­gens für die Beleuch­tung der Einsatz von weißer Licht­farbe notwen­dig. Nur diese Beleuch­tung gibt Farben unver­fälscht wider, was beson­ders wich­tig ist, wenn Beschäf­tigte beispiels­weise Signal­far­ben von Warn­schil­dern schnell und eindeu­tig erken­nen sollen.

 

Auto­rin: Petra Hannen


Lux …

… ist die physi­ka­li­sche Einheit für die Beleuch­tungs­stärke einer Licht­quelle (Abkür­zung lx). Sie gibt an, welcher Licht­strom (gemes­sen in Lumen, lm) auf eine Flächen­ein­heit (gemes­sen in Quadrat­me­tern, m2) fällt. Bei Tages­licht werden etwa 10.000 Lux gemes­sen, im Schat­ten rund 5000 Lux, bei Kerzen­licht im Abstand von etwa einem Meter noch 1 Lux.

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