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Nico Hülken­berg

Nach-gefragt
Nico Hülken­berg

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Als Neun­jäh­ri­ger begann Nico Hülken­berg seine Motor­sport­kar­riere mit dem Kart­sport. Gerade ist er in der Formel 1, der soge­nann­ten Königs­klasse des Renn­sports, in seine zehnte Saison gestar­tet. Die Renn­se­rie stellt höchste Anfor­de­run­gen an Fahrer und Konstruk­teure – nicht nur in puncto Schnel­lig­keit, sondern auch in Sachen Sicher­heit.

Herr Hülken­berg, im Renn­sport gibt es keine hundert­pro­zen­tige Sicher­heit – weder für die Fahrer noch für alle ande­ren Betei­lig­ten. Wie gehen Sie damit um?

Gene­rell ist das Thema Sicher­heit im Formel‑1 Zirkus extrem präsent. Nahezu jede Saison werden neue Regeln und Moda­li­tä­ten einge­führt, um die Sicher­heit für uns Fahrer zu verbes­sern. Dennoch bin ich mir der Gefahr natür­lich bewusst und gehe damit entspannt um. Sie ist stän­di­ger Beglei­ter meines Jobs, daran gewöhnt man sich.

Soll­ten Motor­sport­ta­lente neben fahre­ri­schem Können von Anfang an ihr Sicher­heits­be­wusst­sein und ‑verhal­ten trai­nie­ren – am besten schon als Jung­spunde auf der Kart­bahn?

Es ist wich­tig, schon früh ein Bewusst­sein für Risiko und Sicher­heit zu schaf­fen. Aber ehrli­cher­weise passiert dies auch ziem­lich auto­ma­tisch, da es diverse profes­sio­nelle Nach­wuchs­pro­gramme für junge Fahrer gibt. Hinzu kommt der Kosten­fak­tor. Motor­sport ist eine teure Ange­le­gen­heit – jeder Unfall einfach extrem unglück­lich und das wissen auch die klei­nen Racer heut­zu­tage.

Was halten Sie für die größ­ten Unfall­ri­si­ken im Renn­sport: harte Zwei­kämpfe, über­höhte Geschwin­dig­keit, schlechte Witte­rung, tech­ni­sche Probleme, falscher Ehrgeiz, Selbst­über­schät­zung – oder noch etwas Ande­res?

Ich glaube, dass es ein Mix aus mehre­ren Fakto­ren ist. Manch­mal kann es eine mini­male Unauf­merk­sam­keit sein, in ande­ren Situa­tio­nen eine etwas zu aggres­sive Fahr­weise. Wissen Sie, ein Formel‑1 Wagen ist mitt­ler­weile derar­tig schnell, dass es kaum möglich ist, in der Kürze der Zeit immer die rich­tige Entschei­dung zu tref­fen. Dennoch: Bei zu rusti­ka­len Aktio­nen weise ich den jewei­li­gen Fahrer auch gerne schon mal darauf hin.

In welche brenz­li­gen Situa­tio­nen sind Sie selbst schon gera­ten? Wie bewah­ren Sie in solchen Situa­tio­nen die Nerven?

Grad beim letz­ten Rennen der vergan­ge­nen Saison in Abu Dhabi habe ich mich aufgrund einer unglück­li­chen Berüh­rung mit einem ande­ren Auto über­schla­gen und hing eine Minute über Kopf in meinem Renn­wa­gen. Schon kein so cooles Gefühl, aber es hilft in solchen Momen­ten auch nicht, in Panik zu verfal­len. Ich habe der Boxen­crew per Funk mitge­teilt, dass soweit alles okay ist und bin locker geblie­ben.


Steck­brief

  • gebo­ren 1987 in Emme­rich
  • Auto­mo­bil­renn­fah­rer
  • 1997 – 2004 Einstieg in die Motor­sport­kar­riere mit dem Kart­sport
  • 2009 Meis­ter der GP2-Serie
  • seit 2010 Formel-1-Pilot
  • aktu­el­les Team: Renault F1 Team
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