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Reinigung inklusive

Rundum-sorglos-Paket für Sicher­heits­hand­schuhe

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Viele Unter­neh­men nutzen das Miet­mo­dell im Bereich der Berufs­be­klei­dung. Weit­ge­hend unbe­kannt ist hinge­gen, dass auch hoch­wer­tige Schutz­hand­schuhe gerei­nigt und aufbe­rei­tet werden können. Wie sich am Beispiel des Mercedes-Benz Werkes in Unter­türk­heim zeigt, profi­tie­ren von diesem System der Miet­voll­ver­sor­gung alle: die Mitar­bei­ter, die Sicher­heits­in­ge­nieure, der Einkauf und die Umwelt.

Sie pres­sen und veredeln Stahl und Alumi­nium. Sie schmie­den Metalle. Sie gießen Karos­se­rie­bau­teile: Bis zur Entste­hung eines Autos haben die Beschäf­tig­ten im Mercedes-Benz Werk Unter­türk­heim der Daimler-Benz AG alle Hände voll zu tun, wenn sie Moto­ren, Getriebe, Achsen und Kompo­nen­ten für die Autos herstel­len. Dabei sind die Mitar­bei­ter der Tradi­ti­ons­marke in fast jedem Einsatz­be­reich auf Schutz­hand­schuhe ange­wie­sen. „Beson­ders starke Hitze und Schnitte stel­len eine Gefahr für die Hände unse­rer Mitar­bei­ter dar“, sagt Uwe Rommel, der im Werk Unter­türk­heim für die Dispo­si­tion, Koor­di­na­tion und das Control­ling in der Logis­tik von Körper­schutz­ar­ti­keln zustän­dig ist. „Sie benö­ti­gen quali­ta­tiv hoch­wer­tige Hand­schuhe, die zuver­läs­sig vor diesen Gefah­ren schüt­zen.“

Nach Verschmut­zung entsorgt

Lange Zeit setzte das Werk auf Leder­hand­schuhe, die wegge­wor­fen wurden, sobald sie nicht mehr brauch­bar waren. Doch auf Dauer ist es eine sehr kost­spie­lige Ange­le­gen­heit, regel­mä­ßig neue Hand­schuhe einzu­kau­fen. Uwe Rommel und sein Team schau­ten sich deshalb nach einer Alter­na­tive um. Weil ihre Schutz­funk­tion gerin­ger ist, kamen preis­werte Einweg-Handschuhe als Alter­na­tive nicht infrage. Und so kam Rommel schließ­lich auf die Idee, hoch­wer­tige Leder­hand­schuhe nicht länger zu kaufen, sondern künf­tig zu mieten. „Mit W+R haben wir einen Part­ner gefun­den, der diesen Service anbie­tet. Weil wir sehen woll­ten, wie es im Alltag funk­tio­niert, haben wir das Ange­bot zunächst für sechs Monate getes­tet“, erklärt Rommel. Es funk­tio­nierte gut, mitt­ler­weile läuft die Zusam­men­ar­beit seit über 15 Jahren.

Mit Sicher­heit sauber

Noch immer werfen viele Unter­neh­men ihre Hand­schuhe weg, wenn sie abge­nutzt und verschmutzt sind. „Eine wesent­lich kosten­güns­ti­gere und umwelt­scho­nen­dere Methode ist das Reini­gen der Hand­schuhe. Jedoch wissen viele gar nicht, dass sich ihre Hand­schuhe über­haupt reini­gen lassen“, sagt Wolf­gang Burk­hardt, Bereichs­lei­ter der W+R Indus­try. Der Hand­schuh­her­stel­ler aus Metzin­gen hat mit rund 500 Produk­ten das größte Port­fo­lio am Markt und ist Inno­va­ti­ons­füh­rer der Bran­che.

Als einzi­ger Herstel­ler bietet W+R auch ein Reini­gungs­sys­tem, W+R Glove Care genannt, für seine Hand­schuhe an. Die Kunden können dabei zwischen zwei Model­len entschei­den: Beim ersten Modell kauft das Unter­neh­men die Hand­schuhe und schickt sie regel­mä­ßig in die Reini­gung bei W+R. Das zweite Modell, für das sich das Mercedes-Benz Werk Unter­türk­heim entschie­den hat, ist die Miet­voll­ver­sor­gung. Diese Vari­ante – Burk­hardt nennt sie „das Rundum-sorglos-Paket“ – funk­tio­niert so: Der Kunde kauft nicht, sondern mietet die Hand­schuhe. Im Service­an­ge­bot sind folgende Leis­tun­gen enthal­ten:

  • die Reini­gung verschmutz­ter Hand­schuhe
  • die paar­weise Bünde­lung nach Größen
  • die Sortie­rung nach Ausga­be­stel­len
  • die fach­ge­rechte Entsor­gung defek­ter Hand­schuhe
  • der Austausch von defek­ten Hand­schu­hen durch Neue
  • die gesamte Logis­tik.

Höhe­rer Trage­kom­fort

Das Miet­sys­tem bietet beson­ders in puncto Sicher­heit klare Vorteile: „Die gemie­te­ten Hand­schuhe werden nach der Reini­gung regel­mä­ßig und Stück für Stück über­prüft und gege­be­nen­falls repa­riert. Wir müssen die Schutz­funk­tion nicht mehr kontrol­lie­ren. Das erleich­tert uns die Arbeit“, sagt Rommel. Eben­falls eine Entlas­tung stellt die fach­ge­rechte Entsor­gung der Hand­schuhe dar. So entste­hen dem Werk keine Kosten für Sonder­müll. Die Mitar­bei­ter selbst freuen sich seit Einfüh­rung der Miet­va­ri­ante über zusätz­li­chen Trage­kom­fort – denn die gewa­sche­nen Hand­schuhe sind laut inter­ner Umfrage viel weicher und ange­neh­mer zu tragen.

Um Engpässe zu vermei­den, ist stets die drei­fa­che Menge der benö­tig­ten Exem­plare im Umlauf. Etwa ein Drit­tel befin­det sich an den verschie­de­nen Ausga­be­stel­len im Werk: „Hier erhält jeder Arbei­ter zu Schicht­be­ginn ein frisches Paar Hand­schuhe“, so Rommel. Das nächste Drit­tel ist in der Reini­gung von W+R in Metzin­gen, wo im Dreischicht-Betrieb jähr­lich mehr als vier Millio­nen Paar Hand­schuhe gewa­schen werden. Das letzte Drit­tel schließ­lich liegt im Zwischen­la­ger bei W+R oder beim Kunden.

Kosten gesenkt

Mit der Umstel­lung auf die Miet­voll­ver­sor­gung ist Control­ler Uwe Rommel sehr zufrie­den – beson­ders aufgrund der Kosten­er­spar­nis. Denn beim Mieten spart das Unter­neh­men etwa ein Fünf­tel der Ausga­ben im Vergleich zu einer Neube­schaf­fung. Das Fazit: „Ein gemie­te­ter Quali­täts­hand­schuh ist somit nicht teurer als ein Einweg-Handschuh mit wesent­lich gerin­ge­rer Schutz­funk­tion.“ Hinzu kommen Einspa­run­gen bei der Lager­flä­che und ein redu­zier­ter Verwal­tungs­auf­wand. Gespart wird über­dies bei Wege­zei­ten, denn die Beschäf­tig­ten müssen dank der Ausga­be­stel­len nicht mehr bis zum Maga­zin laufen, wenn sie während der Schicht die Hand­schuhe wech­seln müssen. Sie können an ihrem Arbeits­platz blei­ben und dadurch effek­ti­ver arbei­ten.

Für mehr Nach­hal­tig­keit

Der Verzicht auf Wegwerf­ware steht über­dies im Einklang mit dem Nach­hal­tig­keits­ge­dan­ken bei Daimler-Benz. „Dieser Aspekt spielt für uns eine immer wich­ti­gere Rolle. Wir wollen zudem sicher sein, dass die Mehrweg-Handschuhe, die häufig ölver­schmutzt sind, fach­ge­recht entsorgt werden“, sagt Uwe Rommel. Diese Sicher­heit gewährt W+R: Das System funk­tio­niert nämlich so, dass alle Hand­schuhe zunächst in einem geschlos­se­nen Kreis­lauf gerei­nigt werden. So kommen pro Monat mehrere 1.000 Liter Altöl zusam­men, die fach­män­nisch entsorgt werden. Erst danach wird entschie­den, welche Hand­schuhe entsorgt werden müssen.

Die Miet­ver­sor­gung gestal­tet sich also in der Tat wie ein „Rundum-sorglos-Paket“: Unter­neh­men sparen Kosten, die Umwelt wird geschont und Mitar­bei­ter sind mit saube­ren und siche­ren Schutz­hand­schu­hen ausge­stat­tet.


Das Wich­tigste in Kürze

  • Schutz­hand­schuhe müssen keine Wegwerf­pro­dukte sein, sondern können auch gerei­nigt werden.
  • Das macht quali­ta­tiv hoch­wer­tige Schutz­hand­schuhe auf Dauer güns­ti­ger als Einweg-Lösungen.
  • Das System hat viele Vorteile: nied­ri­gere Kosten, effi­zi­en­te­res Arbei­ten, weni­ger Verwal­tungs­auf­wand, mehr Nach­hal­tig­keit.
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