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Gekonnt kommunizieren (Teil 2) - für die Mitarbeiterzeitung schreiben

Gekonnt kommunizieren (Teil 2)
So schrei­ben Sie für die Mitar­bei­ter­zei­tung

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Foto: © s-motive - stock.adobe.com
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In vielen mittel­stän­di­schen und größe­ren Unter­neh­men gibt es eine Mitar­bei­ter­zei­tung. Sie dient der inter­nen Kommu­ni­ka­tion und ist ein Binde­glied zwischen der Geschäfts­lei­tung und den Beschäf­tig­ten. Letz­tere sind jedoch nicht nur als Leser, sondern auch als Mitge­stal­ter gefragt.

Eine Vorschrift im Betriebs­ver­fas­sungs­ge­setz lautet, dass Mitar­bei­ter regel­mä­ßig über die wirt­schaft­li­che Lage und Entwick­lung des Unter­neh­mens infor­miert werden müssen (§ 110 BetrVG). Diese Aufgabe kann die Mitar­bei­ter­zei­tung über­neh­men. Doch sie kann noch mehr.

Das A und O einer Mitar­bei­ter­zei­tung

Der Begriff Mitar­bei­ter­zei­tung oder ‑zeit­schrift zeigt, worum es geht: Im Mittel­punkt soll­ten die Mitar­bei­ter stehen. Der Inhalt greift also Themen auf, die für die Mitar­bei­ter von Bedeu­tung sind. Die Infor­ma­ti­ons­schrift sollte möglichst jour­na­lis­tisch gemacht sein und einer klas­si­schen Zeitung oder Zeit­schrift ähneln. Der Schreib­stil darf flott, klar und grif­fig sein und sollte zum Unter­neh­men passen. Bei trocke­nen oder sehr langen Beiträ­gen, wie sie biswei­len von Tech­ni­kern oder Verwal­tern gelie­fert werden, empfiehlt es sich, diese mit Zustim­mung und Frei­gabe der Autoren zu bear­bei­ten und zu ändern.

Die Mischung macht’s

Die Geschäfts­füh­rung nutzt das Medium gerne, um zu infor­mie­ren und um mit dem einen oder ande­ren Foto aus der Chef­etage auf Erfolge und beson­dere Ereig­nisse hinzu­wei­sen. Die Redak­tion sollte aber auch den Mut haben, kritisch über weni­ger „leichte“ Themen zu berich­ten. Dafür bieten sich neben dem Bericht als jour­na­lis­ti­sche Formen unter ande­rem die Meldung, das Inter­view oder ein Kommen­tar an. Um das Inter­esse an der Mitar­bei­ter­zei­tung bei der Beleg­schaft zu wecken, bieten sich zudem Mitmach-Aktionen wie Preis­aus­schrei­ben oder Gewinn­spiele an.

Ein leben­dig gestal­te­tes Heft ermög­licht, dass sich die Mitar­bei­ter einbrin­gen können, zum Beispiel über eigene Beiträge oder Fotos. Außer­dem soll­ten sie eine Rück­mel­dung zum Inhalt der Zeit­schrift geben können, die veröf­fent­licht wird. Das kann über das Intra­net erfol­gen oder klas­sisch als Leser­brief, der in einer der nächs­ten Ausga­ben abge­druckt wird.

  • Tipp: Verschi­cken Sie die Mitar­bei­ter­zei­tung auch an ehema­lige Mitar­bei­ter im Ruhe­stand, an Geschäfts­part­ner, wich­tige Kunden, Teil­ha­ber und Aktio­näre.

Anspre­chen­des Erschei­nungs­bild

Nicht nur die Texte müssen stim­men, sondern genauso wich­tig sind:

  • ein passen­der Titel,
  • ein anspre­chen­des Layout mit Fotos und Grafi­ken,
  • eine regel­mä­ßige, mindes­tens vier­tel­jähr­li­che Erschei­nungs­weise.

Einen Leser­brief schrei­ben

Leser­briefe stam­men – wie der Name schon sagt – von Lesern, die ihre Meinung kund­tun. Der Leser­brief ist die schrift­li­che Reak­tion auf einen veröf­fent­lich­ten Beitrag. Dafür greift der Leser einen Teil des Inhalts auf, kommen­tiert oder ergänzt diesen oder wider­spricht und stellt ihn rich­tig.

Allge­meine Regeln für das Verfas­sen eines Leser­brie­fes

  • Spre­chen Sie in der Anrede den Autor oder die Redak­tion an.
  • Schrei­ben Sie, auf welchen Beitrag (Datum, Titel) Sie sich bezie­hen.
  • Stel­len Sie klar, auf welchen Teil des Arti­kels Sie einge­hen wollen.
  • Verwei­sen Sie darauf, welche Rolle Sie selbst einneh­men. Sind Sie ein Experte auf dem jewei­li­gen Gebiet oder sind Sie unter Umstän­den selbst von der Thema­tik betrof­fen?
  • Stüt­zen Sie Ihren Stand­punkt oder Ihre These mit einem Argu­ment. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Argu­mente logisch und sach­lich formu­lie­ren.
  • Bele­gen Sie jedes Argu­ment mit einem Beispiel.
  • Führen Sie even­tu­ell auch neue Aspekte an, die im ursprüng­li­chen Beitrag nicht beleuch­tet wurden.
  • Schluss­fol­gern Sie, was sich aus Ihrer Argu­men­ta­tion ablei­ten lässt. Sie können hier auch einen Appell formu­lie­ren.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Leser­brief eine kurze und knackige Meinungs­äu­ße­rung ist.

Der Leser­brief wird norma­ler­weise per E‑Mail, Brief oder Fax an die Redak­tion geschickt. Meist werden die einge­sand­ten Briefe in gekürz­ter und zum Teil kommen­tier­ter Form in der nächs­ten Ausgabe der Mitar­bei­ter­zeit­schrift veröf­fent­licht. Es kann aber auch sein, dass die Redak­tion nur eine persön­li­che Antwort an den Verfas­ser schickt.


Foto: privat

Autorin: Bettina Brucker

Fach­jour­na­lis­tin


Daten­schutz und Urhe­ber­recht

Bei der Veröf­fent­li­chung von Fotos ist die Daten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO) zu beach­ten.

  • Da die Beschäf­tig­ten ein unein­ge­schränk­tes Recht am eige­nen Bild haben, muss für jedes Foto, das in der Mitar­bei­ter­zei­tung abge­druckt werden soll, die Einwil­li­gung des abge­lich­te­ten Mitar­bei­ters einge­holt werden.
  • Werden Fotos aus dem Inter­net verwen­det, wie zum Beispiel Perso­nen­fo­tos von Stockagen­tu­ren, müssen vor einer Veröf­fent­li­chung mögli­che Lizenz­rechte geklärt werden.
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