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Sturz aus Krankenhausfenster kein Versicherungsschutz

Kein Versicherungsschutz
Sturz aus Kran­ken­haus­fens­ter

Foto: © sudok1 - stock.adobe.com
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Ein Pati­ent, der aufgrund seines desori­en­tier­ten und verwirr­ten Zustan­des zu seiner eige­nen Sicher­heit in seinem Kran­ken­zim­mer fixiert wird, sich selbst aus der Fixie­rung löst und infol­ge­des­sen aus dem Fens­ter stürzt, steht nicht unter dem Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung. Dies geht aus einer Entschei­dung des Sozi­al­ge­richts Gelsen­kir­chen hervor.

Versi­che­rungs­schutz im Rahmen einer statio­nä­ren Kran­ken­haus­be­hand­lung bestehe nur in eng begrenz­ten Ausnah­me­fäl­len, nämlich dann, wenn der Unfall auf einer kran­ken­haus­ty­pi­schen Gefahr beruhe. Dies sei hier nicht der Fall gewe­sen. Die Höhe des Fens­ters sei keiner beson­de­ren betrieb­li­chen Sphäre des Kran­ken­hau­ses zuzu­ord­nen. Vergleich­bare bauli­che Gege­ben­hei­ten fände man auch im häus­li­chen Bereich. Dass die Umge­bung für den Verletz­ten fremd gewe­sen sei, ändere nichts an der recht­li­chen Beur­tei­lung. Ansons­ten würde nahezu jeder Kran­ken­haus­auf­ent­halt unter Versi­che­rungs­schutz stehen. Dies sei aber gerade nicht der Fall. Es sei nicht der bloße Aufent­halt im Kran­ken­haus geschützt, sondern die Entge­gen­nahme einer statio­nä­ren Behand­lung. Der mögli­cher­weise für den Unfall ursäch­li­che desori­en­tierte Zustand des Verletz­ten unter­falle als soge­nannte innere Ursa­che eben­falls nicht dem Versi­che­rungs­schutz.

(Urteil des Sozi­al­ge­richts Gelsen­kir­chen vom 29.10.2019, Az. S 7 U 411/18)

Autorin: Tanja Saut­ter

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