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Große Truck-Tour - Vorfahrt für Arbeitssicherheit

Große Truck-Tour
Vorfahrt für Arbeitssicherheit

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Veo­lia Deutsch­land hat einen ungewöhn­lichen Weg eingeschla­gen, um seine Beschäftigten zum The­ma Arbeitssicher­heit zu schulen: Auf einem „ausklapp­baren“ Truck, der quer durch Deutsch­land zu den Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­ern fährt, testen diese spielerisch ihr Wis­sen und meis­tern virtuelle Gefahren­si­t­u­a­tio­nen.

Die Veo­lia-Gruppe übern­immt vielfältige Auf­gaben in den Bere­ichen Wasser‑, Abfall- und Energie­m­an­age­ment. Dazu gehören zum Beispiel Entsorgung und Kanal­reini­gung. In Deutsch­land arbeit­en bei Veo­lia etwa 12.000 Beschäftigte haupt­säch­lich im gewerblichen Bere­ich an rund 300 Stan­dorten unter­schiedlich­er Größe.

Beim Arbeitss­chutz geht Veo­lia Deutsch­land seit diesem Jahr ganz neue Wege und ist damit Vor­re­it­er in der weltweit­en Unternehmensgruppe, in der Arbeitssicher­heit ein Top-The­ma ist. „Null Unfälle bei der Arbeit ist das Ziel“, betont Brit­ta Wern­er, Lei­t­erin des Bere­ichs Arbeitssicher­heit bei Veo­lia Deutsch­land.

Typische Unfallschwerpunkte

Die häu­fig­sten Unfälle bei Veo­lia sind, wie in fast allen Branchen, die soge­nan­nten Stolper‑, Rutsch- und Sturzun­fälle. Zu beson­ders schw­eren Unfällen kommt es zum Beispiel im Straßen­verkehr. Weit­ere poten­zielle Gefahren birgt der Umgang mit Maschi­nen, wie zum Beispiel Pressen, und mit Werkzeug.

Allerd­ings sei bei der Präven­tion tech­nisch-organ­isatorisch eigentlich alles „aus­gereizt“, die meis­ten Unfälle beruht­en auf Fehlver­hal­ten der Beschäftigten, erk­lärt Brit­ta Wern­er. Haup­tüber­legung war deshalb, wie man eine Ver­hal­tensän­derung bewirken könne. Zumal „gängige“ Medi­en wie Filme, Plakate, Aufk­le­ber und Unter­weisun­gen doch zur Rou­tine gewor­den seien. „Wir woll­ten etwas machen, wom­it man die Kol­legin­nen und Kol­le­gen wirk­lich begeis­tern und die Aufmerk­samkeit nach­haltig auf das The­ma Arbeitssicher­heit lenken kann“, sagt Wern­er. So ent­stand die Idee, mit einem gemieteten 40-Ton­ner mit ein­er feuer­roten Zug­mas­chine im Colani-Design Veo­lia-Stan­dorte in ganz Deutsch­land anz­u­fahren und die Beschäftigten dort in ein­er neuen Umge­bung mit dig­i­tal­en Medi­en anzus­prechen.

Spielerische Lernumgebung

Auf der 110 Quadrat­meter großen Aktions­fläche des Trucks erwarten die Mitar­beit­er vier ver­schiedene Mod­ule. An ihnen ler­nen sie spielerisch die wichtig­sten Gefahren ken­nen und kön­nen ihr eigenes Wis­sen und Ver­hal­ten über­prüfen. Die vier Mod­ule sind:

  1. Ein Fahrsim­u­la­tor, bestückt mit Virtual-Reality(VR)-Brille und Kopfhör­ern. An ihm muss der „Fahrer“ einen Lkw trotz vielfältiger Ablenkun­gen sich­er durchs Ziel steuern. Auf­schlussre­ich ist dies nicht nur für diejeni­gen Veo­lia-Kol­le­gen, die täglich Sam­mel­touren fahren, son­dern für alle, die am Straßen­verkehr teil­nehmen.
  2. Zehn kurze Filme zeigen unter­schiedliche Risiken in allen Veo­lia-Geschäfts­bere­ichen. Der Zuschauer betätigt einen Buzzer, sobald er eine Gefahren­si­t­u­a­tion erken­nt. Am Ende erfährt er, welche Risiken in dem Film gezeigt wur­den und wie viele er ent­deckt hat. Ange­sprochen wer­den hier Spiel­trieb und Lust am Wet­tbe­werb.
  3. Bestückt ist der Truck außer­dem mit zwei weit­eren VR-Brillen. Wer sie trägt, erlebt ver­schiedene Arbeitssi­t­u­a­tio­nen, etwa im Büro, in ein­er Lager­halle oder auf ein­er Baustelle. Sieht er eine Gefahr, markiert er sie mith­il­fe eines Con­trollers. Sodann öffnet sich ein Fen­ster, das genauere Infor­ma­tio­nen zu der jew­eili­gen Gefahren­si­t­u­a­tion gibt.
  4. Beim Spiel Mind­ball ste­hen sich an einem Tisch zwei Kon­tra­hen­ten gegenüber, die ein Stirn­band mit Sen­soren tra­gen. Diese Sen­soren messen die Gehirn­ströme, die für Konzen­tra­tion und Gelassen­heit sowie die, die für Ner­vosität und Ablenkung ste­hen. In der Mitte des Tis­ches liegt ein Ball, der auf die Gehirn­ströme reagiert. Mit der Kraft der eige­nen Gedanken beziehungsweise der Konzen­tra­tion kann jed­er Spiel­er die Kugel in die geg­ner­ische Hälfte treiben. Wer Mind­ball gespielt hat, erlebt, dass er sich bewusst entspan­nen und seine Konzen­tra­tion steigern kann. Für stres­sige Sit­u­a­tio­nen etwa im Straßen­verkehr ist dies sehr hil­fre­ich. Eben­so bei der Arbeit, denn auch hier geschehen viele Unfälle durch Unaufmerk­samkeit.

Der Arbeitssicher­heits-Truck fährt seit Mai bis Mitte Okto­ber durch ganz Deutsch­land und besucht über 50 Veo­lia-Stan­dorte. Je nach Betrieb­s­größe bleibt er für die Schu­lun­gen zwis­chen einem und fünf Tagen vor Ort. Die Arbeitssicher­heitsver­ant­wortlichen der jew­eili­gen Gesellschaft weisen mit Unter­stützung der Kol­le­gen im Truck die Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er ein und ste­hen für Rück­fra­gen zur Ver­fü­gung.

„Das Ange­bot wird gut angenom­men, speziell der Mind­ball begeis­tert die Kol­le­gen sehr“, sagt Brit­ta Wern­er. „Uns war wichtig, dass wir sie nicht nur pas­siv zum The­ma Arbeitssicher­heit ver­sor­gen, son­dern dass sie selb­st aktiv wer­den. Denn man nimmt nur fün­fzig Prozent ein­er Sache auf, wenn man lediglich hört und sieht, aber neun­zig Prozent, wenn man etwas tut.“ Zumal die Veo­lia-Beschäftigten es gewohnt seien, aktiv zu sein und sich kör­per­lich zu betäti­gen.

Zu den ersten „Hal­testellen“ der Truck-Tour gehörte der Entsorgungs-Betrieb­shof Bret­zfeld. An diesem Stan­dort arbeit­en 29 Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er. Im Auf­trag des Kreis­es Hohen­lo­he sam­meln sie Papi­er sowie Abfälle des Dualen Sys­tems. In den Land­kreisen Hohen­lo­he, Heil­bronn und Schwäbisch-Hall übernehmen sie die Samm­lung und Vor­sortierung von Gewer­be­ab­fall.

Auch die 128 Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er des Entsorgungs-Betrieb­shofs Han­nover kon­nten das Ange­bot auf dem Truck wahrnehmen. Sie betreiben unter anderem eine der mod­ern­sten Kühlgerätere­cy­clin­gan­la­gen Europas, in der auch Geräte, die kli­ma- und ozon­schichtschädi­gende FCKW enthal­ten, umweltscho­nend recycelt wer­den.

Nach dem Ende der „Road­show“ will Veo­lia einzelne Mod­ule des Trucks, wie die Filme des Fahrsim­u­la­tors und die VR-Brillen mit den entsprechen­den Szenar­ien, weit­er­hin für Unter­weisun­gen, Schu­lun­gen und Train­ings nutzen.

Ver­e­na Manek


Die Veolia-Gruppe

Mit 171.000 Beschäftigten auf allen fünf Kon­ti­nen­ten plant und imple­men­tiert die Veo­lia-Gruppe Lösun­gen für die Bere­iche Wasser‑, Abfall- und Energie­m­an­age­ment. 2018 stellte sie weltweit die Trinkwasserver­sorgung von 95 Mil­lio­nen Men­schen und die Abwasser­entsorgung für 63 Mil­lio­nen Men­schen sich­er, erzeugte fast 56 Mil­lio­nen MWh Energie und ver­w­ertete 49 Mil­lio­nen Ton­nen Abfälle.

In Deutsch­land arbeit­en bei Veo­lia und seinen Beteili­gungs­ge­sellschaften etwa 12.000 Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er an rund 300 Stan­dorten.


Die Module des Trucks

  • Fahrsim­u­la­tor mit VR-Brille und Kopfhör­ern
  • Inter­ak­tive Filme
  • VR-Brillen mit Szenar­ien aus ver­schiede­nen Arbeits­bere­ichen
  • Spiel Mind­ball

Bei allen vier ange­bote­nen Mod­ulen muss der Nutzer aktiv auf Gefahren reagieren. Unmit­tel­bar danach erfährt er, ob er alle Gefahren erkan­nt oder welche überse­hen hat.

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