Startseite » Sicherheitsbeauftragter »

Wartungsintervalle bei Gaswarngeräten

Das 1x1 im Explosionsschutz
Wartungsintervalle bei Gaswarngeräten

Anzeige
Nur wenn sichergestellt ist, dass Gaswarngeräte im Ein­satz zuver­läs­sig funk­tion­ieren, kön­nen diese helfen, Explo­sio­nen zu ver­mei­den und Leben zu ret­ten. Deshalb müssen diese Warngeräte und ‑ein­rich­tun­gen regelmäßig gewartet wer­den. Doch welche Kon­trollen gibt es und durch wen wer­den diese wann und wie durchgeführt?

Gemäß der Betrieb­ssicher­heitsverord­nung und den beruf­sgenossen­schaftlichen Merk­blät­tern T 021 „Gaswarnein­rich­tun­gen und ‑geräte für tox­is­che Gase/Dämpfe und Sauer­stoff“ und T 023 „Gaswarnein­rich­tun­gen und ‑geräte für den Explo­sion­ss­chutz“ sind Gaswarngeräte und Gaswarnein­rich­tun­gen in regelmäßi­gen Inter­vallen zu warten.

Bauformen

Wie bere­its in Aus­gabe 09/2019 der Zeitschrift Sicher­heits­beauf­tragter erwäh­nt, existieren ver­schiedene Bau­for­men von Gaswarngeräten. Zu diesen zählen:

  • Sta­tionäre / orts­feste Anla­gen: Diese kon­trol­lieren kon­tinuier­lich das Umfeld auf mögliche Gas­ge­fahren. Sie beste­hen aus einem Mess­wert­ge­ber (Trans­mit­ter) und ein­er Auswer­teein­heit (Gaswarnzen­trale)
  • Handmess­geräte: Sie sind üblicher­weise leichter als ein Kilo­gramm und kön­nen mit ein­er Hand bedi­ent werden.
  • Portable Geräte: Diese sind nicht zum Tra­gen vorge­se­hen, kön­nen jedoch leicht von Ort zu Ort bewegt werden.

Für Sicher­heits­beauf­tragte ist beson­ders das Kapi­tel 9 „Wartung orts­fester Gaswarnein­rich­tun­gen“ im Merk­blatt T 023 mit den darin gelis­teten Kon­troll­fris­ten für die Sicht‑, Funktions‑, Sys­temkon­trolle sowie die Kon­trolle der Aufze­ich­nun­gen inter­es­sant. So müssen zum Beispiel trag­bare Gaswarngeräte vor jed­er Arbeitss­chicht mit Prüf­gas beauf­schlagt wer­den, um die Anzeige und die Alarm­funk­tion zu über­prüfen. Geräte mit einem Sen­sor für brennbare Gase müssen min­destens alle vier Monate, Geräte mit einem Sen­sor für Sauer­stoff oder tox­is­che Gase min­destens alle sechs Monate kalib­ri­ert und gegebe­nen­falls neu justiert wer­den. In Kapi­tel 13 „Anforderun­gen an die mit den Kon­trollen beauf­tragten Per­so­n­en“ der Merk­blät­ter T 021 / T 023 wird hier­bei zwis­chen „unter­wiese­nen Per­so­n­en“, „qual­i­fiziertem Fach­per­son­al“, „befähigten Per­so­n­en“ und „Fachkundi­gen“ unterschieden:

  • Unter­wiesene Per­so­n­en haben Grund­ken­nt­nisse über Funk­tion und Auf­bau sowie zu offen­sichtlichen Verän­derun­gen, den geräte­spez­i­fis­chen Test­funk­tio­nen und für die Beurteilung der Ergeb­nisse nachzuweisen.
  • Qual­i­fiziertes Fach­per­son­al hat sich neben den Anforderun­gen der TRBS 1203 und dem Ken­nt­nis­stand der unter­wiese­nen Per­so­n­en Ken­nt­nisse über die Betriebs- & Wartungsan­leitung, Messprinzip­i­en, das zur Ver­wen­dung ste­hende Prüf­gas und dessen sachgerechte Hand­habung, Kalib­rierung und Justierung und die Kri­te­rien für die Beurteilung der Ergeb­nisse anzueignen.
  • Befähigte Per­so­n­en müssen neben dem Wis­sens­stand des qual­i­fizierten Fach­per­son­als umfassende Ken­nt­nisse bezüglich des Ein­satzes und der Ver­wen­dungsmöglichkeit­en der Gaswarn­tech­nik, der Bedi­enung, Instand­hal­tung und Wartung, den Anwen­dungsmöglichkeit­en und Gren­zen der gebräuch­lichen Messver­fahren und all­ge­meine Ken­nt­nisse der physikalis­chen und chemis­chen Eigen­schaften der zu überwachen­den Stoffe aufweisen.
  • Fachkundi­ge haben sich über ihre fach­liche Aus­bil­dung, die zeit­na­he beru­fliche Tätigkeit und den Wis­sens­stand von befähigten Per­so­n­en hin­aus Ken­nt­nisse über das Aus­bre­itungsver­hal­ten von Gasen, die Gefahren durch tox­is­che Gase und Sauer­stoff und die anzuwen­den­den Regel­w­erke anzueignen.

Jede dieser beauf­tragten Per­so­n­en ist verpflichtet, sich auf ihrem Gebi­et regelmäßig weiterzubilden.

Tragbare Gaswarngeräte

Welchen Kon­trollen trag­bare Gaswarngeräte im angegebe­nen Inter­vall unter­zo­gen wer­den müssen, zeigt die neben­ste­hende Tabelle.

Stationäre und portable Gaswarngeräte

Für sta­tionäre und portable Gaswarngeräte gel­ten die gle­ichen Kon­trollen mit zwei Aus­nah­men: Zum einen dür­fen diese nur durch eine fachkundi­ge Per­son durchge­führt wer­den wie zum Beispiel dem Her­steller selb­st, zum anderen sind die „Sichtkon­trolle und Anzeigetests“ nicht vor jedem Arbeits­be­ginn, son­dern lediglich ein­mal im Monat durchzuführen.

Sascha Bless­ing B.Sc.Dyrba & Kol­le­gen Explo­sion­ss­chutz GmbH


Das Wichtigste in Kürze

  • Gaswarngeräte sind zu Wartungszweck­en in bes­timmten Kon­trol­linter­vallen unter­schiedlichen Kon­trollen zu unterziehen.
  • Die Anforderun­gen an die mit den Kon­trollen beauf­tragten Per­so­n­en sind hier­bei unterschiedlich.
  • Nachzule­sen ist dies in den Merk­blät­tern der DGUV: 
    • Merk­blatt T 021 – Gaswarnein­rich­tun­gen und ‑geräte für tox­is­che Gase/Dämpfe und Sauerstoff.
    • Merk­blatt T 023 – Gaswarnein­rich­tun­gen und ‑geräte für den Explosionsschutz.
  • Unter www.dyrba-explosionsschutz.de — Menüpunkt Rechtsvorschriften kann die Liste funk­tion­s­geprüfter Gaswarngeräte herun­terge­laden werden.
Anzeige
Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Meistgelesen

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 12
Ausgabe
12.2020
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 1
Ausgabe
1.2021
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de