4,5 Prozent der Beschäftigten arbeiten auf Abruf. Studie -
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Studie

4,5 Prozent der Beschäf­tig­ten arbei­ten auf Abruf

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Mit zwölf Prozent Anteil ist Arbeit auf Abruf beson­ders häufig unter Mini­job­bern verbrei­tet. Das zeigt eine aktu­elle Studie des Insti­tuts für Arbeitsmarkt‐ und Berufs­for­schung in Nürn­berg und des Leibniz‐Instituts für Wirt­schafts­for­schung Halle. Arbeit auf Abruf kommt mit neun Prozent über­durch­schnitt­lich häufig bei Lebensmittel‐ und Gast­ge­wer­be­be­ru­fen vor. „Hier dürf­ten vor allem Tourismus‐, Hotel‐ und Gast­stät­ten­be­rufe betrof­fen sein, in denen plötz­li­che Schwan­kun­gen der Geschäfts­tä­tig­keit nicht unty­pisch sind“, schrei­ben die Arbeits­markt­for­scher in der Studie.

Arbeit auf Abruf unter­schei­det sich von Rufbe­reit­schaft und Bereit­schafts­dienst dadurch, dass nur die Dauer der wöchent­li­chen Arbeits­zeit verein­bart wird, die Lage der Arbeits­zeit jedoch vom Arbeit­ge­ber varia­bel fest­ge­legt werden kann. Rufbe­reit­schaft wird dage­gen zusätz­lich zur regu­lä­ren Arbeit geleis­tet. Der Arbeit­neh­mer muss im Bedarfs­fall inner­halb einer vorab verein­bar­ten Frist zu seinem Arbeits­platz kommen. Bereit­schafts­dienst wird eben­falls zusätz­lich zur regu­lä­ren Arbeits­zeit geleis­tet, aller­dings muss die Arbeits­auf­nahme bei Bedarf häufig unver­züg­lich statt­fin­den. Daher wird bei Bereit­schafts­diens­ten in der Regel ein Aufent­halt im Betrieb verein­bart. Der Arbeit­neh­mer kann im Bereit­schafts­dienst jedoch lesen oder schla­fen, solange seine Arbeits­kraft nicht in Anspruch genom­men wird.

Insge­samt arbei­ten sechs Prozent der Beschäf­tig­ten in Tätig­kei­ten mit Rufbe­reit­schaft und 5,5 Prozent in Tätig­kei­ten mit Bereit­schafts­dienst. Rufbe­reit­schaft und Bereit­schafts­dienst sind mit Antei­len von 14 bezie­hungs­weise 13 Prozent über­durch­schnitt­lich häufig in Gesund­heits­be­ru­fen verbrei­tet. Die höchs­ten Anteile bei Arbeit auf Abruf, Rufbe­reit­schaft und Bereit­schafts­dienst haben Sicher­heits­be­rufe wie der Objekt­schutz oder der Poli­zei­voll­zugs­dienst: zwölf Prozent bei Arbeit auf Abruf, 21 Prozent bei Rufbe­reit­schaft und 17 Prozent bei Bereit­schafts­dienst. Beschäf­tigte, die Arbeit auf Abruf ausüben, sind mit ihrem Leben und ihrer Frei­zeit weni­ger zufrie­den als andere Perso­nen. Für Beschäf­tigte, zu deren Tätig­kei­ten Rufbe­reit­schaft und Bereit­schafts­dienst gehö­ren, ergibt sich laut Studie kein entspre­chen­der Zusam­men­hang.

Die Studie beruht auf den Daten des Sozio‐oekonomischen Panels (SOEP), einer reprä­sen­ta­ti­ven Längs­schnitt­be­fra­gung von rund 25.000 Perso­nen. Sie ist abruf­bar unter

http://doku.iab.de/kurzber/2018/kb1418.pdf

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