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Messe A+A 2019

Der Mensch im Fokus

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Foto: © Messe Düsseldorf / ctillmann
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Alle zwei Jahr tref­fen sich Fach­be­su­cher aus der ganzen Welt auf der A+A in Düssel­dorf, um sich einen Über­blick über neue Trends, Produkte und gesetz­li­che Vorschrif­ten zu verschaf­fen. Auch dieses Mal schlägt die inter­na­tio­nale Fach­messe mit Kongress eine Brücke zwischen wissen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen und prak­ti­schen Anwen­dun­gen und bildet eine Platt­form für den Dialog von Poli­tik und Wirt­schaft.

Eine immer stär­kere inter­na­tio­nale Vernet­zung bringt neue Unter­neh­mens­struk­tu­ren und Produk­ti­ons­be­din­gun­gen mit sich, deren Heraus­for­de­run­gen im Job gemeis­tert werden müssen. Um das erfolg­reich zu leis­ten, braucht es einen moder­nen Arbeits­schutz und intel­li­gente Konzepte.

Zukünf­tig werden welt­weit mehr und mehr Menschen in Netz­wer­ken arbei­ten und mit Hilfe von IT-Medien unab­hän­gig von Orten und festen Arbeits­zei­ten als virtu­el­les Team Aufga­ben lösen. Expe­ri­men­telle Arbeits­wel­ten können durch flexi­ble Arbeits­struk­tu­ren hoch­at­trak­tiv sein für junge Talente. Auch Produk­ti­ons­ab­läufe orga­ni­sie­ren sich mit Hilfe dezen­tra­ler IT-Intelligenz und auto­no­mer Robo­ter­sys­teme zuneh­mend selb­stän­dig und passen sich zum Beispiel auto­ma­tisch an externe Anfor­de­run­gen wie uner­war­tete Prozess­stö­run­gen oder wech­selnde Nach­frage an. Mit einer Erreich­bar­keit von Beschäf­tig­ten quasi rund um die Uhr steigt die Gefahr psychi­scher Belas­tun­gen und Erkran­kun­gen; auch die Kontrolle des Einzel­nen kann durch neue Tech­no­lo­gien zuneh­men. Dass tief­grei­fende struk­tu­relle Verän­de­run­gen und neue Formen der Orga­ni­sa­tion die Chance bieten, die Rahmen­be­din­gun­gen von Arbeit gesün­der und weni­ger belas­tend zu gestal­ten, stellt die A+A 2019, Welt­messe für Persön­li­chen Schutz, Betrieb­li­che Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit, vor; gleich­zei­tig schärft sie den Blick für poten­zi­elle Risi­ken und erfor­der­li­che Schutz­maß­nah­men.

Die drei Messe­schwer­punkte

Das Inter­esse an den A+A‑Themen Persön­li­cher Schutz, Betrieb­li­che Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit ist unge­bro­chen. 2019 steht zusätz­lich die neue Halle 1 zur Verfü­gung. Damit kann in diesem Jahr der Wunsch vieler Ausstel­ler nach einer Erwei­te­rung der Präsen­ta­ti­ons­flä­che erfüllt werden. Erwar­tet werden etwa 2.000 Ausstel­ler. Die Inhalte der A+A lassen sie sich in drei zentrale Berei­che glie­dern: persön­li­cher Schutz, betrieb­li­che Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit.

Kern­thema auch in diesem Jahre ist der persön­li­che Schutz; sämt­li­che Markt­füh­rer sind erneut als Ausstel­ler auf der Messe vertre­ten. Bereits 2017 hatten allein 56 Ausstel­ler den Bereich Corpo­rate Fashion/Image Wear zu ihrem Schwer­punkt erklärt. Hinzu kamen weitere 260 Unter­neh­men mit Produkt­prä­sen­ta­tio­nen in diesem Segment – damit war die A+A im inter­na­tio­na­len Vergleich die größte Messe zu diesem Thema. Für 2019 wird mit einem weite­ren Wachs­tum dieses Bereichs gerech­net. Der Corpo­rate Fashion-Markt defi­niert Mitar­bei­ter mit Kunden­kon­takt zur zentra­len Ziel­gruppe. Berufs­be­klei­dung mit und ohne Schutz­funk­tion wird dabei zum Marke­ting­in­stru­ment, das die Präsenz des Unter­neh­mens in der Öffent­lich­keit unter­stützt und wich­tige Kontakt- und Kommu­ni­ka­ti­ons­auf­ga­ben erfüllt. Als zwei­tes Kern­thema stehen die betrieb­li­che Sicher­heit und der Schutz jedes einzel­nen Beschäf­tig­ten im Unter­neh­men oder einer Orga­ni­sa­tion im Fokus. Ziele sind hier­bei, durch Schutz­maß­nah­men Risi­ken für den einzel­nen Mitar­bei­ter zu mini­mie­ren und die tech­ni­sche Sicher­heit von Anla­gen und Gebäu­den zu gewähr­leis­ten. Sichere Lage­rung, Verkehrs­schutz, Strah­len­schutz, bauli­che Absturz­si­che­rung sowie betrieb­li­cher Umwelt­schutz sind in dem Feld einige der Schwer­punkte. Bei drohen­den scha­den­brin­gen­den Ereig­nis­sen sollen nega­tive Folgen nach Möglich­keit vermie­den oder aber redu­ziert werden. Aus diesen Grün­den gewin­nen die Aspekte des präven­ti­ven Brand­schut­zes, der Explo­si­ons­schutz und ein umfas­sen­des Notfall­ma­nage­ment mehr und mehr an Bedeu­tung.

Gesund­heit als zentra­les Anlie­gen jedes Menschen zu fördern bedeu­tet auch, die Arbeits­kraft jedes Einzel­nen zu erhal­ten. Wie das gehen kann, damit beschäf­tigt sich der dritte A+A‑Schwerpunkt Gesund­heit bei der Arbeit. Die A+A präsen­tiert Lösun­gen in den Berei­chen Akus­tik, Licht/Beleuchtung, Raum­klima, ergo­no­mi­sche Arbeits­mit­tel und Arbeits­platz­ge­stal­tung. Im Bereich der betrieb­li­chen Gesund­heits­för­de­rung und Präven­tion geht es um gesunde Ernäh­rung, Bewe­gung, Stress­ab­bau und Entspan­nung und Drogen­prä­ven­tion.

Im Jahr 2020 steigt laut Aussage des Statis­ti­schen Bundes­amts der Anteil der Erwerbs­be­völ­ke­rung zwischen 50 und 64 Jahren im Vergleich zum Jahr 2000 von 30 Prozent auf 39 Prozent. Hier sind Initia­ti­ven am Arbeits­platz gefragt, damit Mitar­bei­ter mobil und gesund blei­ben und auch bei körper­li­chen Einschrän­kun­gen ihre Aufga­ben weiter­hin erfül­len können – beispiels­weise durch den Einsatz von mehr ergo­no­misch gestal­te­ten Büro­mö­beln oder Arbeits­mit­teln.

Highlight-Route

Roter Faden aller Präsen­ta­tio­nen auf der A+A ist die Highlight-Route mit Produk­ten, Konzep­ten und Lösun­gen für die Zukunft der Arbeit (www.AplusA.de/zukunft). Hier werden prak­ti­sche Produkte wie digi­tale Hilfs­mit­tel vorge­stellt oder inno­va­tive Arbeits­platz­mo­delle präsen­tiert. Neue Denk­sätze, die bisher bekannte Muster der Arbeits­or­ga­ni­sa­tion und des Perso­nal­ein­sat­zes verän­dern, ermög­li­chen Unter­neh­men beispiels­weise Flexi­bi­li­tät und Kosten­op­ti­mie­rung. Aber die A+A‑Aussteller haben auch die Risi­ken durch immer komple­xere und deshalb schwer beherrsch­bare Prozesse im Blick. Die A+A stellt mögli­che Lösungs­an­sätze vor.

In Halle 10 wird erneut der Treff­punkt Sicher­heit und Gesund­heit für alle nicht-kommerziellen Ausstel­ler zu finden sein. Hier präsen­tiert die Bundes­ar­beits­ge­mein­schaft für Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit Basi e.V. gemein­sam mit ihren inter­na­tio­na­len und natio­na­len Part­nern ein brei­tes Beratungs- und Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot, ergänzt durch unter­halt­same und leben­dige Aktio­nen zum Mitma­chen und Lernen. Dort sind auch die Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten und Unfall­kas­sen, Arbeit­ge­ber­ver­bände und Gewerk­schaf­ten, Minis­te­rien und staat­li­che Einrich­tun­gen, Berufs- und Fach­ver­bände, Hoch­schu­len und weitere Non-Profit-Organisationen anzu­tref­fen. Sie beant­wor­ten Fragen zum Beispiel zu Vorschrif­ten, Berufs­krank­hei­ten, Gefahr­stof­fen, Unfall­ver­si­che­rung, Schutz­aus­rüs­tun­gen oder betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung und Reha­bi­li­ta­tion.

START-UP ZONE fördert Krea­tive

Premiere auf der A+A 2019 hat eben­falls in Halle 10 die inter­na­tio­nale START-UP ZONE (www.AplusA.de/suz). Mit ihr sollen junge, krea­tive, zukunfts­ori­en­tierte Unter­neh­men geför­dert werden. Ob Gesundheits-App, VR-Brille oder Hightech- Texti­lien: Den Themen sind keine Gren­zen gesetzt. „Uns als Messe ist es wich­tig, das Ange­bot der A+A durch neue Ideen zu berei­chern; deswe­gen fördern wir den Austausch von inter­na­tio­na­len Branchen-Newcomern mit Exper­ten aus Wirt­schaft, Forschung und Poli­tik“, erklärt Birgit Horn, Direc­tor der A+A. Das Ausstel­lungs­an­ge­bot rich­tet sich an inter­na­tio­nale Firmen, die weni­ger als fünf Jahre am Markt tätig sind, weni­ger als 5 Mio. Euro Jahres­um­satz oder Bilanz­summe erzie­len und weni­ger als 20 Mitar­bei­ter beschäf­ti­gen. Es beinhal­tet eine Reihe von Inklusiv-Leistungen wie die Aufnahme in das Marke­ting der START-UP ZONE, die Media­pau­schale, Ausstel­ler­aus­weise, Eintritts­kar­ten­gut­scheine und vieles mehr.

Sicher­heit und Arbeits­schutz live erle­ben

Die Fach­messe lädt durch Sonderschauen wie zum Beispiel zum Thema „Siche­res Retten“ der Deut­schen Lebens­ret­tungs­ge­sell­schaft und des Tech­ni­schen Hilfs­werks oder Betrieb­li­cher Brand­schutz und Notfall­ma­nage­ment“ mit dem Werk­feu­er­wehr­ver­band Deutsch­land sowie den Trend­fo­ren „Health & Work­place Design“ und „Safety & Secu­rity“ zum inten­si­ven Dialog mit Fach­leu­ten und haut­na­hem Erle­ben und Auspro­bie­ren ein.

Film- und Medi­en­fes­ti­val „komm­mit­mensch“

Ganz neu ist 2019 das „komm­mit­mensch“ Film- und Medi­en­fes­ti­val auf der A+A (www.AplusA.de/fmf). Mittels visu­el­ler Medien sollen hier Präven­tion und Gesund­heits­för­de­rung in den Unter­neh­men gestärkt werden. In verschie­de­nen Kate­go­rien werden zudem über­zeu­gende Produkt­filme auf deren Wirk­sam­keit zum Schutz des Arbei­ten­den bewer­tet. Hier­für wird in Koope­ra­tion mit den Unfall­kas­sen und Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten wie der Berufs­ge­nos­sen­schaft Ener­gie Textil Elek­tro Medi­en­er­zeug­nisse ein Preis für beson­ders attrak­tiv vermit­telte Infor­ma­tio­nen zu Schutz­pro­duk­ten und ‑lösun­gen ausge­lobt.

Eben­falls wird erneut der Deut­sche Arbeits­schutz­preis verlie­hen. Er würdigt neben den Haupt­ka­te­go­rien „Stra­te­gisch, Betrieb­lich, Persön­lich und Kultu­rell“ und auch eine inno­va­tive Startup-Produktidee in der Kate­go­rie „Newc omer“. Die Preis­ver­lei­hung findet am 5. Novem­ber im CCD Congress Center Düssel­dorf statt .

Weitere Infor­ma­tio­nen zur Messe finden Sie unter www.aplusa.de.


Autor: Wolf­ram Diener
Geschäfts­füh­rer der Messe Düssel­dorf GmbH


Foto: © Emco

Gewinn­spiel

Die Fach­zeit­schrif­ten Sicher­heits­in­ge­nieur und Sicher­heits­be­auf­trag­ter verlo­sen zusam­men mit der Si-Akademie auf der A+A 2019 (Halle 10/J 41) einen attrak­ti­ven Elek­trorol­ler. Weitere Infor­ma­tio­nen in diesem Heft auf Seite 42 und unter

www.sifa-sibe.de/aktuelles/aa-gewinnspiel

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