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Nachhatltige PSA und Workwear einkaufen

Faire und ökologische Arbeits- und Schutzkleidung
Erhöhte Nachhaltigkeitsperformance

Sichere Arbeits­be­din­gun­gen in Indus­trie und Gewerbe sind nicht nur eine geset­zliche Verpflich­tung, son­dern auch ein all­ge­mein­er Anspruch, zumin­d­est in Deutsch­land. PSA und son­stige Arbeits­bek­lei­dung leis­ten dabei einen wichti­gen Beitrag. Bei der Her­stel­lung dieser Klei­dungsstücke kom­men Men­sch und Umwelt jedoch häu­fig zu Schaden. Und das kann sich neg­a­tiv auf die Nach­haltigskeitsper­for­mance von Unternehmen auswirken. Was kön­nen Unternehmen tun?

Die glob­alen Liefer­ket­ten, die Arbeit­sho­sen, Warn­west­en, wet­ter­feste Arbeit­s­jack­en oder auch T‑Shirts durch­laufen, weisen beson­ders häu­fig soge­nan­nte Hotspots auf: Dort ist das Risiko für Ver­stöße gegen Arbeit­srecht und Umweltau­fla­gen beson­ders hoch. Solche Prob­leme in der Liefer­kette kön­nen nicht nur dem guten Ruf eines Unternehmens schaden, das die Arbeits- und Schutzk­lei­dung für seine Mitar­bei­t­en­den eingekauft hat, son­dern infolge des neuen Sorgfalt­spflicht­enge­setz eventuell auch rechtlich rel­e­vant werden.

Es gibt bere­its ein bre­ites Ange­bot an Bek­lei­dung, bei deren Her­stel­lung Men­sch und Umwelt geschützt wer­den und die so auch die Nach­haltigkeitsper­for­mance des einkaufend­en Unternehmens verbessert. Das The­ma Nach­haltigkeit ist für viele Unternehmen in den let­zten Jahren immer wichtiger gewor­den. Cor­po­rate Social Respon­si­bil­i­ty, der Ein­satz für soziale, aber auch ökol­o­gis­che Nach­haltigkeit, ist für viele Unternehmen heute selb­stver­ständlich­er Teil der Busi­ness-Strate­gie. Das neue Sorgfalt­spflicht­enge­setz rückt die Ver­ant­wor­tung deutsch­er Unternehmen für die Zustände bei ihren Zulief­er­ern in den Blick. Das The­ma ist vie­len Unternehmerin­nen und Unternehmern sowie ihren Mitar­bei­t­en­den ein per­sön­lich­es Anliegen, aber auch Kun­den und Inve­storen acht­en ver­stärkt auf die Nach­haltigkeitsper­for­mance. Die Rel­e­vanz und Öffentlichkeitswirk­samkeit von Arbeits­bek­lei­dung wird dabei oft noch unterschätzt.

Warum lohnt es sich, bei der Beschaffung auf nachhaltige Arbeits- und Schutzkleidung zu achten?

Wenn es darum geht, die Nach­haltigkeitsper­for­mance eines Unternehmens zu verbessern, konzen­tri­ert sich die Aufmerk­samkeit in erster Lin­ie auf das Kerngeschäft. Darunter fall­en alle Prozesse und Pro­duk­te, die direkt auf die Aktiv­itäten eines Unternehmens zurück­ge­hen, zum Beispiel Pro­duk­tion­sprozesse, Energie­ver­brauch oder firmeneigene Gebäude. Prozesse und Güter, die in einem indi­rek­ten Bezug zum Unternehmen ste­hen, da sie zur Erfül­lung der Unternehmen­stätigkeit lediglich hinzugekauft wer­den, wer­den dabei oft vergessen. Sie kön­nen jedoch große Auswirkun­gen auf Men­sch und Umwelt haben.

Arbeits- und Schutzk­lei­dung sowie weit­ere Tex­tilien sind dabei von beson­der­er Bedeu­tung. Achtet ein Unternehmen bei seinem Einkauf nicht auf Nach­haltigkeit, kön­nen Sie dessen CO2-Fußab­druck ver­größern. Solche Pro­duk­te sind darüber hin­aus oft nicht nur für Umweltschä­den ver­ant­wortlich, son­dern auch unter aus­beu­ter­ischen Arbeits­be­din­gun­gen hergestellt.

Mit dem Einkauf nach­haltiger Arbeits- und Schutzk­lei­dung oder auch Mer­chan­dise Artikel kön­nen Unternehmen zeigen, dass sie das The­ma Nach­haltigkeit ernst nehmen. Klei­dung kann als gut sicht­bare per­sön­liche Aus­rüs­tung mit Wieder­erken­nungswert dabei helfen, dieses Engage­ment deut­lich zu kommunizieren.

Die Vorteile eines nach­halti­gen Tex­tileinkaufs liegen damit auf der Hand:

  • Reduzierung indi­rek­ter Emis­sio­nen von Klimagasen
  • Ver­mei­dung von Umweltkatas­tro­phen und Arbeitsrechtsverletzungen
  • Vor­beu­gung gegen Rep­u­ta­tion­srisiken und Prob­leme in Bezug auf das deutsche Sorgfaltspflichtengesetz
  • Sicht­bares Sig­nal nach Innen (Mitar­bei­t­ende) und Außen (Kundin­nen und Kun­den sowie Inve­storen) für den Stel­len­wert von CSR in einem Unternehmen

Was sind die Risiken bei vielen Textilprodukten und wie können sie vermieden werden?

Tex­tilien haben beson­ders viele Hotspots in ihren Liefer­ket­ten, also Stellen, an denen regelmäßig Men­schen und Umwelt zu Schaden kom­men. Mit dem neuen Sorgfalt­spflicht­enge­setz entste­ht hier auch gegebe­nen­falls ein rechtlich­er Hand­lungs­be­darf. Die ver­schiede­nen Sta­tio­nen der Liefer­kette in der Tex­til­pro­duk­tion erstreck­en sich von der Her­stel­lung der Fasern über die Ver­ar­beitung der Stoffe bis hin zur Kon­fek­tion­ierung, also dem Zusam­men­nähen der fer­ti­gen Klei­dungsstücke. Die einzel­nen Pro­duk­tions- und Fer­ti­gungss­chritte sind über den ganzen Globus verteilt. Baum­wolle aus Ostafri­ka kann in Indi­en zu Garn und Stof­fen ver­ar­beit­et, in Chi­na gefärbt und dann in Banglade­sch zu fer­ti­gen Klei­dungsstück­en zusam­men­genäht wer­den. Dabei gibt es regelmäßig soziale und ökol­o­gis­che Prob­leme in allen Fertigungsstufen.

Die Tex­til­branche ist der weltweit fün­ft­größte Emit­tent von Klima­gasen: Sie verur­sacht jährlich mehr CO2-Emis­sio­nen als die gesamte Schiff­fahrt und der Flugverkehr zusam­men. Die Treib­haus­gase entstam­men vor allem der Vielzahl einzel­ner Fer­ti­gungss­chritte, die meist in Län­dern ablaufen, in denen Energie noch vor­wiegend aus Kohle gewon­nen wird. Dazu kommt die große Menge an umwelt- und gesund­heitss­chädlichen Chemikalien, die in den ver­schiede­nen Pro­duk­tion­s­ab­schnit­ten ver­wen­det wer­den: Allein auf den kon­ven­tionellen Anbau von Baum­wolle ent­fällt ein Vier­tel der weltweit­en Insek­tizid­pro­duk­tion. Fehlende Kon­trolle beim Ein­leit­en chemisch belasteter Abwäss­er schädigt Flüsse und Seen sowie Pflanzen, Tiere und Men­schen. Der Anbau von Baum­wolle in Monokul­tur beschle­u­nigt den Ver­lust biol­o­gis­ch­er Vielfalt. Wird zum Beispiel bei der Ein­leitung von Chemikalien in Flüsse die Trinkwasserver­sorgung verun­reinigt, han­delt es sich zudem um eine men­schen­rechtliche Prob­lematik, die im Kon­text des Sorgfalt­spflicht­enge­set­zes geah­n­det wer­den könnte.

Men­schen- und arbeit­srechtliche Prob­leme treten sowohl beim Anbau der Fasern als auch bei allen weit­eren Ver­ar­beitungss­chrit­ten auf. Fehlen­der Schutz vor Gefahrstof­fen und Arbeit­sun­fällen ist ein gravieren­des Prob­lem, das nicht ein­mal Teil der soge­nan­nten Kernar­beit­snor­men der Inter­na­tionalen Arbeit­sor­gan­i­sa­tion (ILO) ist. Die ILO-Kernar­beit­snor­men umfassen als absolute Min­dest­stan­dards Vor­gaben für den Auss­chluss von Zwangs- und Kinder­ar­beit, Diskri­m­inierung am Arbeit­splatz und Ein­schränkun­gen der Ver­samm­lungs­frei­heit. Darüber hin­aus soll­ten weit­ere soziale Stan­dards wie exis­ten­zsich­ernde Löhne und Möglichkeit­en für Arbeit­nehmende, ihre Sit­u­a­tion zu verbessern (z. B. über Beschw­erde­mech­a­nis­men), genau­so wie ökol­o­gis­che Kri­te­rien beim Einkauf berück­sichtigt werden.

Die Entschei­dung für Tex­tilien, deren Her­steller die Treib­haus­gase­mis­sio­nen des Fer­ti­gung­sprozess­es kon­tinuier­lich reduzieren, kann genau­so wie der Einkauf von Pro­duk­ten aus Bio-Baum­wolle helfen, die indi­rek­ten Emis­sio­nen eines Unternehmens zu ver­ringern. In vie­len Betrieben, die bseispiel­sweise Dien­stleis­tun­gen anbi­eten und nicht selb­st fer­ti­gen, machen diese sog­ar den Großteil der Emis­sio­nen aus. Aber auch im pro­duzieren­den Gewerbe lohnt sich der Blick auf die eingekauften Emissionen.

Das Ver­mei­den von Umweltver­schmutzung durch die Klärung von Abwässern, zum Beispiel beim Fär­ben von Tex­tilien, und der all­ge­meine Verzicht auf beson­ders prob­lema­tis­che Chemikalien verbessern die Umwelt­bi­lanz und beu­gen auch Schä­den bei Men­schen vor, die nicht direkt in der tex­tilen Liefer­kette arbeit­en, aber von den Auswirkun­gen betrof­fen sind. Die Verbesserung der Arbeitssi­t­u­a­tion der Näherin­nen bei der Kon­fek­tion­ierung kann helfen, Katas­tro­phen wie das Unglück von Rana Plaza zu ver­hin­dern, bei dem in Banglade­sch 2013 mehr als ein­tausend Men­schen in ein­er Tex­til­fab­rik ums Leben kamen. Die Sicher­heit der Arbei­t­erin­nen und Arbeit­er in der ganzen Liefer­kette mitzu­denken, ist auch ein deut­lich­es Zeichen sozialer Verantwortung.

All diese Aspek­te kön­nen bere­its heute bei der Beschaf­fung von Tex­tilien wie Arbeits- und Sicher­heits­bek­lei­dung berück­sichtigt wer­den. Ein nach­haltiger Einkauf von Tex­tilien ist möglich und kann einen großen Unter­schied für Umwelt und Men­schen ent­lang inter­na­tionaler Liefer­ket­ten machen. Eine wach­sende Zahl von Her­stellern und Händlern in Europa, aber auch in den großen Tex­til­ex­portlän­dern in Asien bieten Pro­duk­te, die unter sozialen und ökol­o­gis­chen Kri­te­rien hergestellt wur­den. Unternehmen müssen dafür die entsprechen­den Kri­te­rien in ihre Pro­duk­trecherche und ihre Kaufentschei­dung miteinbeziehen.

Dass dies viele Beschaf­fende vor Her­aus­forderun­gen stellt, ist nachvol­lziehbar. Ins­beson­dere da die Ein­hal­tung der Kri­te­rien nachvol­lziehbar und über­prüf­bar sein muss. All­ge­meine und zum Teil unpräzise Aus­führun­gen in Nach­haltigkeits­bericht­en eignen sich dafür eher nicht. Es gibt ver­schiedene Möglichkeit­en wie soziale und ökol­o­gis­che Kri­te­rien über­prüft wer­den kön­nen: Audits in Fab­riken, im besten Fall durch unab­hängige Dritte (also nicht durch Her­stel­lerin­nen oder Händler selb­st); Güteze­ichen für Nach­haltige Pro­duk­te und Pro­duk­tion­sweisen durch unab­hängige Zer­ti­fizier­er (z. B. GOTS, der Grüne Knopf, Fair­trade Tex­tile Pro­duc­tion oder SA 8000); Mul­ti­stake­hold­er-Ini­tia­tiv­en mit ein­er Kom­bi­na­tion aus Mon­i­tor­ing-Sys­te­men und Audits (z. B. die Fair Wear Foun­da­tion oder die Fair Labour Asso­ci­a­tion). Eine erste Ori­en­tierung dabei bieten Online-Plat­tfor­men wie siegelklarheit.de. Hil­festel­lun­gen bei der Einord­nung und dem Einkauf ent­lang dieser Nach­weis­möglichkeit­en bieten in Deutsch­land vor allem Nichtregierung­sor­gan­i­sa­tio­nen und deren Pro­jek­te, wie das FAIR WEAR WORKS Pro­jekt von Glob­al Nature Fund und Fem­net e.V.

Wie lässt sich Arbeits- und Schutzkleidung nachhaltiger einkaufen?

Viele Unternehmen, die nach­haltiger einkaufen wollen, set­zen auf Zulief­er­er, die einen großen Teil der Pro­duk­tion in Europa vornehmen. Das ist aber nicht unbe­d­ingt nach­haltiger: Viele Vor­pro­duk­te, zum Beispiel Stoffe, durch­laufen auch weit­er­hin inter­na­tionale Liefer­ket­ten. „Made in Europe“ oder „Made in Ger­many“ bedeutet deshalb nicht automa­tisch das durchgängig hohe Umwelt- und Sozial­stan­dards erfüllt werden.

Wichtig ist in jedem Fall, zu spez­i­fizieren, welche Kri­te­rien bei der Her­stel­lung beachtet wer­den sollen. Dafür nutzen viele Unternehmen bere­its Codes of Con­duct, die von ihren Zulief­er­ern unter­schrieben wer­den müssen und auch an deren Zulief­er­er weit­ergegeben wer­den sollen. Diese Doku­mente enthal­ten häu­fig Vor­gaben für die Ein­hal­tung der ILO-Kernar­beit­snor­men. Das ist ein guter erster Schritt, da so Zulief­er­er auf die Prob­leme in der Liefer­kette und die Kun­den­wün­sche nach nach­haltigeren Pro­duk­ten aufmerk­sam gemacht wer­den kön­nen. Ob diese Erk­lärun­gen aber auch einen Effekt haben, ist mehr als ungewiss. Viele Zulief­er­er ken­nen ihre oft lan­gen und kom­plex­en Liefer­ket­ten nicht gut genug, haben selb­st nur unzure­ichen­des Fach­wis­sen über soziale und ökol­o­gis­che Hotspots und Meth­o­d­en, um diese nach­haltiger zu gestal­ten. So bleiben Codes of Con­duct in vie­len Fällen Papier­tiger. Men­sch und Umwelt ist nicht geholfen und poten­zielle Rep­u­ta­tion­srisiken beste­hen weiter.

Ohne die richti­gen Vor­gaben und deren Über­prü­fung durch unab­hängige Dritte kann nur schw­er­lich von nach­haltiger Arbeits- und Schutzk­lei­dung gesprochen wer­den. Zunehmend geben Siegel, Stan­dards und Ini­tia­tiv­en über nach­haltig pro­duzierte Klei­dungsstücke Auskun­ft. Aus Unternehmensper­spek­tive machen sie es dem Einkauf leichter, her­auszufind­en, ob zum Beispiel Baum­wolle ökol­o­gisch ange­baut, gefährliche Chemikalien ver­mieden und exis­ten­zsich­ernde Löhne gezahlt wur­den. Güteze­ichen machen klare und trans­par­ente Vor­gaben zu ökol­o­gis­chen und/oder sozialen Kri­te­rien, die an die Pro­duk­te und den Her­stel­lung­sprozess gestellt wer­den. Die Organ­i­sa­tion, die das Güteze­ichen vergibt, über­prüft die Ein­hal­tung der Kriterien.

Viele der gängi­gen Güteze­ichen sind auch aus der Freizeit­bek­lei­dung bekan­nt, zum Beispiel Fair­trade, GOTS, blue sign und neuerd­ings der Grüne Knopf, das erste staatliche Siegel für ökol­o­gisch und sozial nach­haltige Tex­tilien. Diese find­en auch bei der Her­stel­lung von PSA und son­stiger Arbeits­bek­lei­dung Ver­wen­dung. Eine weit­ere Möglichkeit, mit Sicher­heit nach­haltige Pro­duk­te einzukaufen, sind Mit­glied­sor­gan­i­sa­tio­nen wie die Fair Labour Asso­ci­a­tion oder die Fair Wear Foun­da­tion, die ver­schieden Akteure ent­lang der tex­tilen Liefer­kette zusam­men­brin­gen, darunter auch Gew­erkschaften und Nichtregierungsorganisationen.

Neben der freien Suche nach nach­haltigeren Ange­boten ziehen es Unternehmen in manchen Fällen auch vor, beste­hende Zuliefer­ver­hält­nisse fortzuführen. In diesem Fall ist es ange­bracht, den Zulief­er­ern die eige­nen Nach­haltigkeit­skri­te­rien zu ver­mit­teln und Prozesse und Kom­mu­nika­tion­skanäle aufzubauen, die eine Nachver­fol­gung der Umset­zung möglich machen.

In bei­den Szenar­ien spie­len trans­par­ente und glaub­würde Nach­weise eine zen­trale Rolle – sei es durch indi­vidu­ell beauf­tragte Kon­trollen ent­lang der Liefer­ket­ten oder durch Güteze­ichen und Labels, die Einkäufern und Her­stellern diese Arbeit abnehmen. Für Einkaufende oder Nach­haltigkeits­beauf­tragte in Unternehmen mag diese Vielfalt an Optio­nen kom­pliziert erscheinen; tat­säch­lich bieten sie aber eine große Chance und Unternehmen kom­men in drei ein­fachen Schrit­ten zu einem nach­halti­gen Textileinkauf:

1. Bedarfe und Vor­gaben klären

  • Welche Bedarfe und son­sti­gen Einkauf­skri­te­rien liegen vor?
  • Welche Nach­haltigkeit­skri­te­rien sollen min­destens beachtet wer­den und welche Nach­weis­möglichkeit­en kom­men in Frage?

2. Mark­t­analyse

  • Was gibt es an nach­halti­gen Ange­boten am Markt, die zum Bedarf passen?
  • Welche Nach­weise gibt es dafür?

3. Einkauf und Ver­trags­man­age­ment unter Berück­sich­ti­gung von Nachhaltigkeitskriterien

  • Preis, Qual­ität, Nach­haltigkeit und weit­ere Fak­toren wer­den gemein­sam betra­chtet, um das beste Ange­bot zu identifizieren.
  • Bei Rah­men­verträ­gen und langfristi­gen Geschäfts­beziehung mit Zulief­er­ern wird durch fort­laufende Kom­mu­nika­tion die Ein­hal­tung der Nach­haltigkeit­skri­te­rien sichergestellt und/oder gemein­sam an deren kon­tinuier­lich­er Verbesserung gearbeitet.

Bei diesem Vorge­hen emp­fiehlt es sich, rel­e­vante Abteilun­gen einzu­binden, zum Beispiel den Einkauf, die Per­son­al­abteilung, Sicher­heits­beauf­tragte und den Betrieb­srat sowie Mar­ket­ing, CSR und die Geschäft­sleitung. Jedoch sind die höch­sten Stan­dards nut­z­los, wenn es keine Pro­duk­te am Markt gibt, die diese erfüllen. Eine real­is­tis­che For­mulierung von Anforderung­spro­filen set­zt darum Mark­tken­nt­nis voraus. Um diese Schritte erfol­gre­ich umzuset­zen kön­nen Unternehmen von staatlich geförderten Pro­jek­ten Unter­stützung bekommen.

Kostenlose Beratung für Unternehmen

Das aus Bun­desmit­teln finanzierte Pro­jekt FAIR WEAR WORKS von Glob­al Nature Fund und Fem­net berät Unternehmen kosten­los zum nach­halti­gen Tex­tileinkauf und hil­ft, die Über­sicht im Dschun­gel von Labels und ver­schiede­nen Möglichkeit­en für Kri­te­rien, Nach­weise und bei der Kom­mu­nika­tion mit Liefer­an­ten nicht zu ver­lieren. Darüber hin­aus bieten die Pro­jek­t­part­ner Schu­lun­gen, Impulsvorträge und Mate­ri­alien zum The­ma an. Dieses Beratungsange­bot ist im Bere­ich der kom­mu­nalen Beschaf­fung von PSA und Arbeit­sklei­dung bere­its seit einiger Zeit etabliert und wird von den umset­zen­den Kom­mune sehr geschätzt.“


Foto: © San­dra Then

Autor: Tim Stoffel

Pro­jek­t­man­ag­er beim Glob­al Nature Fund (GNF)

stoffel@globalnature.org

www.globalnature.org


Links und Lektüre

Auf den Pro­jek­t­seit­en des Glob­al Nature Funds und von Fem­net find­en Sie weit­ere Infor­ma­tio­nen und Hin­weise zum Beratungsangebot:

Fact­sheets des Pro­jek­ts bieten einen ersten Ein­stieg ins Thema:

  • Her­aus­forderun­gen und Lösungsan­sätze in der Bekleidungsindustrie
  • Ein Überblick zu Stan­dards, Siegeln und Mul­ti­stake­holderini­tia­tiv­en in der Textilindustrie
  • Schritte zu einem nach­halti­gen Tex­tileinkauf im Unternehmen

Abruf­bar unter: https://femnet.de/informationen/materialien-medien/broschueren-flyer/materialien-fuer-unternehmen.html

Einen ersten Überblick zu Güteze­ichen und weit­eren For­men zum Nach­weis von Nach­haltigkeit­skri­te­rien kön­nen Sie sich zum Beispiel hier verschaffen:

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