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Neue Arbeitswelten brauchen neue Arbeitsschützer

Next Generation
Neue Arbeits­wel­ten brau­chen neue Arbeits­schüt­zer

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Foto: © olga pink – stock.adobe.com
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Wer denkt, Arbeits­schüt­zer sind graue Para­gra­fen­rei­ter, die mit lang­at­mi­gen Vorträ­gen nerven und zu zeit­rau­ben­den Arbeits­ab­läu­fen zwin­gen, irrt. Moderne Arbeits­schüt­zer brin­gen frischen Wind in die Betriebe. Einer von ihnen ist Tobias Gürs­ter, dessen Begeis­te­rung für Sicher­heit und Gesund­heit ansteckt. Und um das Ganze abzu­run­den, holten wir uns noch drei Stim­men (Sieg­linde Ludwig/DGUV, Prof. Dr.-Ing. Martin Schmauder/TU Dres­den und Klaus Zielke/B. Braun Mels­un­gen AG) aus der Bran­che „Arbeits­schutz“ ein.

Das Inter­view mit Tobias Gürs­ter führte Andrea Stickel. Sie sprach auch mit Sieg­linde Ludwig.

Von Ihrem Werde­gang her, würde man Sie auf den ersten Blick nicht für einen Arbeits­schüt­zer halten – wie sind Sie zu dem Themen­feld gekom­men?

Zunächst habe ich berufs­be­glei­tend Physio­the­ra­pie auf Bache­lor studiert. Also steht bei mir der soziale Aspekt im Vorder­grund – was aber nicht den tech­ni­schen Aspekt ausschließt. Später arbei­tete ich für ein Jahr bei einer exter­nen Bera­tungs­firma, bei der ich in das Thema Arbeits­si­cher­heit invol­viert war. Es folgte die Ausbil­dung zur Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit (Anm. d. Red.: Sifa) und eine Anstel­lung bei einem mittel­stän­di­schen Lebens­mit­tel­be­trieb als Sifa. Zunächst war ich Sifa und dann leitende Sifa in dem mittel­stän­di­schem Unter­neh­men … jetzt bin ich seit Januar exter­ner Bera­ter, externe Sifa bei der Bera­tungs­firma für Arbeitsicherheit- und Gesund­heits­schutz, Umwelt­schutz und Brand­schutz.

Physio­the­ra­peu­ten sind eher selten in diesem Berufs­feld …

Ich denke, als Sifa ist es ein opti­ma­les Verhält­nis: eine Hälfte Tech­nik und die andere Hälfte weiche Fakto­ren wie Umgang mit Menschen, Präven­ti­ons­kul­tur, psychi­sche Aspekte.

Und jetzt haben Sie bald ein zwei­tes Studium abge­schlos­sen …

Ja – den Master­stu­di­en­gang Manage­ment Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit an der Dres­den Inter­na­tio­nal Univer­sity. Es war der einzige Studi­en­gang, der das Thema Sicher­heit und Gesund­heit verknüpft, der praxis­ori­en­tiert ist und berufs­be­glei­tend in zwei Jahren abge­schlos­sen werden kann.

Dann haben Sie wahr­schein­lich nicht viel vom lusti­gen Studen­ten­le­ben …

Ich würde jedem empfeh­len, sich ein berufs­be­glei­ten­des Studium gut zu über­le­gen und sich die Heraus­for­de­rung vor Augen zu halten – der Studi­en­gang an sich ist auf jeden Fall sinn­voll.

Und zudem haben Sie Ihren Jahres­ur­laub für die Präsenz­pha­sen inves­tiert – das muss ja eine ziem­lich attrak­tive Karrie­re­per­spek­tive für Sie sein.

Ja, natür­lich. Wobei dies eher zweit­ran­gig ist, da ich den fach­li­che Nutzen gese­hen habe.

Wie hoch schät­zen Sie den „büro­kra­ti­schen“ Anteil in Ihrer Arbeit ein?

Es ist eine gute Mischung – viel­leicht 40 Prozent Büro­kra­tie. In der ande­ren Zeit kann man sich in dem Beruf verwirk­li­chen. Strik­tes Abar­bei­ten ist dann wich­tig, wenn es um Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen oder Betriebs­an­wei­sun­gen geht.
Aber auch da hat man Entschei­dungs­spiel­räume.

Bedeu­tet dies, dass Ihre Arbeits­zu­frie­den­heit hoch ist?

Die Arbeit macht defi­ni­tiv Spaß, weil man im Austausch mit den Beschäf­tig­ten und der Geschäfts­füh­rung ist und gemein­sam sinn­volle Maßnah­men entwi­ckelt. Dabei schaut man sich diverse Tätig­kei­ten und Anla­gen an.

Also ist der Beruf für Menschen geeig­net, die schon als Kinder gerne die Sendung mit der Maus ange­schaut haben?

Das trifft es ganz gut – als externe Sifa sieht und hört man extrem viel.

Müssen Sie bei Kunden erst mal Vorur­teile Ihnen gegen­über als sehr junge Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit abbauen?

Manche denken, die Sifa sei nur der Nörg­ler, nur der Theo­re­ti­ker, habe keine Ahnung vom prak­ti­schem Tun und kostet Geld. Aber diese Vorur­teile sind natür­lich nicht berech­tigt.

Wie räumen Sie diese aus?

Mit Argu­men­ten, die zum Beispiel auch die Kampa­gne „komm­mit­mensch“ der DGUV vertritt. Der Gedanke: „Wir wollen gemein­sam etwas errei­chen“ – also in der inter­dis­zi­pli­nä­ren Zusam­men­ar­beit. Und dann können wir natür­lich begrün­den, dass die Mitar­bei­ter­zu­frie­den­heit steigt und die Fluk­tua­tion sinkt. Über diese weichen Fakto­ren gelingt es, das Thema dann schon schmack­haft zu gestal­ten.

Es gilt also weiter­hin, für das Thema zu sensi­bi­li­sie­ren. Können Sie ein prak­ti­sches Beispiel nennen?

Das funk­tio­niert mit Humor und indem ich auf emotio­na­ler Ebene Betrof­fen­heit schaffe und die Mitar­bei­ten­den merken „Das könnte ja ich sein“ – und wenn ich das nächste Mal meinen Helm aufsetze, denke ich an meine Fami­lie. Für ein Unter­neh­men habe ich eine Bild­kam­pa­gne mit dem Namen „Ein gutes Stück Sicher­heit“ entwi­ckelt und „Sicherheits-Simpson-Bilder“ an den entspre­chen­den Orten aufge­hängt. So errei­che ich viel mehr als mit Verbo­ten.

Was würden Sie sich wünschen?

Die Gesetze entschär­fen, mehr Unter­stüt­zung von den Gewer­be­auf­sichts­äm­tern und den Unfall­ver­si­che­rungs­trä­gern, zum Beispiel den Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten. Wir haben letzt­end­lich das glei­che Ziel – aber wir ziehen nicht immer gemein­sam am glei­chen Strang.

Und was denken Sie, brau­chen wir für besse­ren Arbeits­schutz?

Wir müssen frischen Wind in das Thema brin­gen, jeden mitneh­men und dem Arbeit­ge­ber klar machen, dass es nicht nur darum geht, geset­zes­kon­form zu arbei­ten, sondern dass Arbeits­schutz auch Spaß machen kann, dass es ein cooles Thema ist, mit dem man viel posi­ti­ves bewir­ken kann.

Wie spie­gelt sich Ihre Leiden­schaft für Sicher­heit im Alltag wider?

Ganz schlimm (lacht) – wenn mich meine Freude oder Fami­lie bitten, beim Möbel­tra­gen zu helfen, bestehe ich darauf, Sicher­heits­schuhe anzu­zie­hen – und bei gefähr­li­chen Arbei­ten setze ich eine Schutz­brille auf.

Und konn­ten Sie Ihr Umfeld inzwi­schen auch sensi­bi­li­sie­ren?

Eher nicht. Mein persön­li­cher Eindruck ist, dass viele sich durch Airbags und andere Schutz­sys­teme vermeint­lich sicher fühlen. Und auch der Arbeit­ge­ber schützt meine Gesund­heit. Viele fühlen sich für sich selbst daher nicht verant­wort­lich.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Bei der Lärm­schwer­hö­rig­keit wundern sich die Leute, dass sie mit 50, 55 oder 60 Jahren nicht mehr so gut hören. Und wenn man sie dann fragt, ob sie ihren Gehör­schutz getra­gen haben, erhält man zur Antwort „Wieso? Ich habe doch nur zehn Mal am Tag gebohrt.“

Wie lassen sich Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer für das Thema einneh­men?

In Häusern, in denen seit 50 Jahren nicht viel passiert ist, ist ein Umden­ken schwie­rig. Hier ist es ganz beson­ders wich­tig, dass die Arbeits­schutz­ak­teure für das Thema begeis­tern können. Dabei kommt es sogar mehr auf die sozia­len Kompe­ten­zen als auf das fach­li­che Wissen an. Auch für die Zukunft ist der mensch­li­che Umgang im Arbeits­schutz ein Erfolgs­fak­tor.

Auf was freuen Sie sich beson­ders, wenn Sie Ihr Studium bald abge­schlos­sen haben werden?

Ich möchte bei den Kunden mehr bewe­gen und in dem Thema Präven­ti­ons­kul­tur weiter forschen. Ich würde mir wünschen, dass auch weitere Perso­nen zu diesem Thema forschen, weil es so wich­tig ist. Weil wir in Deutsch­land durch rein tech­ni­sche Maßnah­men die Sicher­heit und Gesund­heit am Arbeits­platz nicht verbes­sern werden.

Und haben Sie einen Wunsch – etwa an die Poli­tik?

Ja. Dass über die Themen Sicher­heit und Gesund­heit in den Medien mehr publi­ziert wird. Wir haben ein sehr medi­en­ge­steu­er­tes Leben – diese Kanäle müssen verstärkt für offi­zi­elle Kampa­gnen genutzt werden. Dann wird sich auch in den Betrie­ben eini­ges verän­dern.

Vielen Dank für das inter­es­sante Gespräch!


Foto: privat

Der 25-jährige Tobias Gürs­ter hat einen Bachelor-Abschluss in Physio­the­ra­pie, ist Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit und verfasst derzeit seine Master­ar­beit mit dem Titel „Trian­gu­läre Ermitt­lung der Auswir­kun­gen der Arbeits­schutz­or­ga­ni­sa­tion auf die Kultur der Präven­tion“ im berufs­be­glei­ten­den Studi­en­gang „Manage­ment
Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit“ an der Dres­den Inter­na­tio­nal Univer­sity. Seit dem 1. Januar 2019 arbei­tet er im HSE-Bereich (Health, Safety and Envi­ron­ment = HSE) – heute beim Arbeits­si­cher­heits­dienst Ostbay­ern.


Foto: © Sauro Porta

5 Fragen an … Sieg­linde Ludwig, Leite­rin der Unter­ab­tei­lung Gesund­heit in der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung e.V.

Wie reagiert die DGUV auf die neuen Heraus­for­de­run­gen der Arbeits­welt?

Unser Ziel ist es, dass die Aufsichts­per­so­nen und Präven­ti­ons­fach­kräfte nicht nur über bran­chen­be­zo­ge­nes Fach­wis­sen verfü­gen, sondern dass sie sich wirk­lich als Dienst­leis­ter für die Betriebe begrei­fen. In meiner Abtei­lung ist die Aufgabe „Zusam­men­ar­beit zwischen den Sozi­al­leis­tungs­trä­ger“ ange­sie­delt. Zur Verwirk­li­chung vernet­zen wir uns nicht nur mit den gesetz­li­chen Kranken- und Renten­ver­si­che­rung, sondern zum Beispiel auch mit Inklu­si­ons­äm­tern bezie­hungs­weise Inte­gra­ti­ons­fach­diens­ten sowie der Bundes­agen­tur für Arbeit.

Wie sieht diese Dienst­leis­tung in der Praxis aus?

In einem Erst­ge­spräch finden die Aufsichts­per­so­nen heraus, wo im Betrieb der Schuh drückt. Als Basis dient immer eine Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung. Aller­dings reicht es nicht, sich nur eine Unfall­sta­tis­tik anzu­se­hen oder Verdachts­an­zei­gen auf Berufs­krank­hei­ten. Viel­mehr müssen auch die Arbeits­un­fä­hig­keits­zah­len des Unter­neh­mens genauer analy­siert werden. Darüber lassen sich oftmals beispiels­weise Muskel-Skelett-Erkrankungen iden­ti­fi­zie­ren und ihren Ursa­chen kann bei einer Besich­ti­gung der Arbeits­plätze auf den Grund gegan­gen werden.

Und wie geht es dann weiter?

Das kommt auf den jewei­li­gen Fall an. Die Aufsichts­per­so­nen können etwa auf die Unter­stüt­zung der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen bei der Betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung (BGF) hinwei­sen – BGF-Koordinierungsstellen exis­tie­ren seit Mai 2017. Wenn im Betrieb Perso­nen mit chro­ni­schen gesund­heit­li­chen Beschwer­den arbei­ten, können wir an die Renten­ver­si­che­rungs­trä­ger verwei­sen, die sehr umfang­rei­che indi­vi­du­elle Maßnah­men finan­zie­ren. Wir möch­ten die Aufsichts­per­so­nen dahin­ge­hend befä­hi­gen, dass sie eine Lotsen­funk­tion im Sozi­al­ver­si­che­rungs­dschun­gel für die Bertriebe wahr­neh­men.

Dazu benö­ti­gen Ihre Leute einen multi­per­spek­ti­vi­schen Blick …

Durch die Auto­ma­ti­sie­rung sind in eini­gen Berei­chen die klas­si­schen Gefähr­dun­gen zurück­ge­drängt worden. Inzwi­schen sind die Themen­fel­der viel­schich­ti­ger gewor­den und Phäno­mene wie psychi­sche und physi­sche Belas­tun­gen häufi­ger. Ich würde sagen, die Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger haben diesen multi­per­spek­ti­vi­schen Blick, sie sind sehr inter­dis­zi­pli­när aufge­stellt: hier arbei­ten neben Inge­nieu­ren, Chemi­kern sowie bran­chen­spe­zi­fi­schen Exper­ten, Gesund­heits­wis­sen­schaft­ler und Psycho­lo­gen – ich selbst zum Beispiel bin Oeco­tro­pho­lo­gin und Aufsichts­per­son.

Kurz zum Schluss – wie können Sicher­heits­fach­kräfte von Ihrer aktu­el­len Kampa­gne profi­tie­ren?

Die Themen­fel­der der Kampa­gne sind neben Sicher­heit und Gesund­heit – Führung, Kommu­ni­ka­tion, Betei­li­gung, Fehler­kul­tur und Betriebs­klima. Wir zeigen, wie sich die Kolle­gin­nen und Kolle­gen mit ins Boot holen lassen – denn sie haben häufig die besten Ideen, wie sich ihre Arbeits­um­ge­bung opti­mie­ren lässt. Es geht aber auch darum, Proble­men viel­sei­tig zu begeg­nen. Muskel-Skelett-Erkrankungen entste­hen ja nicht nur im Setting Arbeit, sondern auch im Priva­ten. Die Versi­cher­ten sollen nicht nur lange und gesund arbei­ten – sondern auch leben. Deshalb will die Kampa­gne Menschen dafür begeis­tern, Sicher­heit und Gesund­heit als zentrale Werte bei ihren Entschei­dun­gen und Akti­vi­tä­ten zu berück­sich­ti­gen. Damit Herr Gürs­ter zukünf­tig sein Umfeld leich­ter über­zeu­gen kann.

Weitere Infor­ma­tio­nen: www.kommmitmensch.de


Foto: privat

Prof. Dr.-Ing. Martin Schmau­der: Prozess­den­ken statt Defi­zit­ori­en­tie­rung

Arbeits­schutz stabi­li­siert betrieb­li­che Prozesse und sichert die gesund­heit­li­chen Ressour­cen. Es ist inzwi­schen selbst­ver­ständ­lich, dass Arbeit die Gesund­heit nicht nega­tiv beein­flusst. Früher war ein Held, wer möglichst risi­ko­reich und ohne Schutz arbei­tete. Heute hinge­gen ist der Schutz vor den sicht- und spür­ba­ren Gefähr­dun­gen bei der Arbeit akzep­tiert. Die länger­fris­tige Sicht­weise, dass zum Beispiel durch ungüns­tige Körper­hal­tun­gen oder Bewe­gungs­ar­mut eine Verschwen­dung von mensch­li­chen Ressour­cen erfolgt, ist noch nicht über­all ange­kom­men. Hier wirkt der Arbeits­schutz moti­vie­rend, indem er nicht Vorschrif­ten verkün­det, sondern lang­fris­tig gesunde Arbeits­be­din­gun­gen schafft. Dieses ist ein Zeichen des Wandels im Handeln der Arbeits­schutz­ak­teure. Es geht um ein konstruk­ti­ves Mitein­an­der im Betrieb, in dem Ziele verein­bart und Lösungs­vor­schläge gemacht werden. Ein Denken in Prozes­sen und System­si­cher­heit hat die Defi­zit­ori­en­tie­rung abge­löst.

Das Mitwir­ken beim Gestal­ten von Präven­ti­ons­kul­tur und Gesund­heits­kom­pe­tenz ist dadurch gekenn­zeich­net, dass Gesund­heit als Teil der Unter­neh­mens­kul­tur veran­kert wird – und dass durch Infor­ma­tion und Kommu­ni­ka­tion bei den Beschäf­tig­ten ein Denken in Risi­ken geför­dert wird. Insge­samt ist eine Profes­sio­na­li­sie­rung des Arbeits­schut­zes zu verzeich­nen, was auch notwen­dig ist. Wir arbei­ten in komple­xen Produktions- und Dienst­leis­tungs­pro­zes­sen – da kann man nicht mit Stan­dard­maß­nah­men eine Opti­mie­rung erzie­len.

Prof. Dr.-Ing. Martin Schmau­der ist Inha­ber der Profes­sur für Arbeits­wis­sen­schaft der TU Dres­den.


Foto: privat

Klaus Zielke: Wissen teilen – Prozesse verbes­sern

Sichere und gesunde Arbeits­be­din­gun­gen stel­len ein wesent­li­ches Funda­ment in der heuti­gen, von Schnel­lig­keit gepräg­ten Arbeits­welt dar. Das Thema Arbeits­schutz ist bei B. Braun schon seit vielen Jahren auch im Bereich Human Resour­ces veran­kert, ebenso die inter­dis­zi­pli­näre Zusam­men­ar­beit mit den Arbeits­schüt­zern. Der Vorstand kommu­ni­ziert auch ganz klar – sowohl intern als auch extern – den hohen Stel­len­wert von Sicher­heit und Gesund­heit für die Beschäf­tig­ten.

Moder­nes Gesund­heits­ma­nage­ment­sys­tem hat viele Facet­ten und erfor­dert gera­dezu, ein Denken und Handeln in Silos und Hier­ar­chien aufzu­bre­chen. Hier folgt B. Braun nicht nur seiner Unter­neh­mens­phi­lo­so­phie „Sharing Exper­tise“- das Verspre­chen, Wissen zu teilen, mit Part­nern, aber auch mit Kolle­gen. Es geht hier­bei auch um agile Formen der Zusam­men­ar­beit wie „Tasks & Teams“. Schlag­kräf­tige Teams treten an die Stelle von star­ren, hier­ar­chi­schen Struk­tu­ren zur Errei­chung der Ziele. Im Arbeits­schutz folgen wir dabei der Sicher­heits­stra­te­gie der BG RCI. „Vision Zero“ (Null Unfälle) heißt das Ziel, zu dem alle Beschäf­tig­ten ihren Teil beitra­gen sollen. Dabei setzen wir gerne auf die Erfah­rung und Unter­stüt­zung unse­rer Arbeits­schutz­ex­per­ten. Wir sind davon über­zeugt, dass ein siche­res und gesun­des Arbeits­um­feld dazu beiträgt, unsere Prozesse zu verbes­sern und schluss­end­lich auch die hohe Quali­tät unse­rer Produkte zu sichern.

Klaus Zielke ist Leiter Betriebs­si­cher­heit und Umwelt­schutz bei der B. Braun Mels­un­gen AG

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