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Internationale Leitlinie

Sicher arbei­ten mit Nano­ma­te­ria­lien

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Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) hat eine inter­na­tio­nale Leit­li­nie zum Schutz von Beschäf­tig­ten vor mögli­chen Gesund­heits­ri­si­ken durch herge­stellte Nano­ma­te­ria­lien (manu­fac­tu­red nano­ma­te­ri­als) veröf­fent­licht (2/18). Die Leit­li­nie, an der die Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin mitge­ar­bei­tet hat, enthält Empfeh­lun­gen zur Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung und zu geeig­ne­ten Arbeits­schutz­maß­nah­men beim Umgang mit herge­stell­ten Nano­ma­te­ria­lien.

Mit Hilfe der Nano­tech­no­lo­gie lassen sich die Eigen­schaf­ten chemi­scher Mate­ria­lien sehr gezielt beein­flus­sen und gestal­ten, um beispiels­weise leichte und ener­gie­ef­fi­zi­ente Produkte herzu­stel­len. Für den Arbeits­schutz sind Nano­ma­te­ria­lien eine Heraus­for­de­rung, weil neben der chemi­schen Zusam­men­set­zung auch die spezi­fi­sche Mate­ri­al­ge­stal­tung mit Gesund­heits­ge­fähr­dun­gen einher­ge­hen kann. Am Arbeits­platz können
einge­at­mete Stäube und Fasern lang­fris­tig zu chro­ni­schen Erkran­kun­gen der Atem­wege führen, wenn sie sich aufgrund ihrer Schwer­lös­lich­keit in der Lunge anrei­chern. Beson­de­rer Aufmerk­sam­keit bedür­fen einige Faser­ma­te­ria­lien, deren Staub starre Fasern enthält, die ähnlich wie Asbest wirken.

Die Autoren der Leit­li­nie teilen Nano­ma­te­ria­lien in drei gefähr­dungs­be­zo­gene Grup­pen ein und unter­schei­den zwischen star­ren und nicht‐starren Faser­stäu­ben. Durch diese Unter­glie­de­rung lassen sich die notwen­di­gen Arbeits­schutz­maß­nah­men diffe­ren­ziert fest­le­gen. Zudem soll dies eine wissen­schaft­lich fundierte Risi­ko­kom­mu­ni­ka­tion ermög­li­chen und einer gene­rel­len Stig­ma­ti­sie­rung von Nano­ma­te­ria­lien entge­gen­wir­ken.

Die Leit­li­nie kann in engli­scher Spra­che herun­ter­ge­la­den werden unter

www.who.int Health topics Occupa­tio­nal health Publi­ca­ti­ons (unter „N“)


 

Übri­gens: In Ausgabe 12/2018 veröf­fent­li­chen wir in der Fach­zeit­schrift Sicher­heits­in­ge­nieur einen Beitrag der Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) zum Thema

Nano­ma­te­ria­lien & REACH – Jetzt einheit­li­che und verbind­li­che Rege­lun­gen

Durch die Anpas­sung der REACH‐Anhänge werden nun endlich einheit­li­che Regeln umge­setzt, welche die bei den Behör­den und der Indus­trie bestehende Unsi­cher­heit in Bezug auf die Regu­lie­rung von Nano­ma­te­ria­lien unter REACH besei­ti­gen.

 

 

 

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