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Abgestimmte Maßnahmen während der Corona-Pandemie

Abgestimmte Maßnahmen während der Corona-Pandemie
Verant­wor­tung für Mensch und Betrieb – rund um die Uhr

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Chempark-Leiter Lars Friedrich (links) und Oliver Krause, Pandemiebeauftragter der Currenta. Foto: © Currenta GmbH & Co. OHG
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Die Corona-Pandemie hat Arbeits­pro­zesse, das Mitein­an­der am Arbeits­platz und die Kommu­ni­ka­tion schlag­ar­tig verän­dert. Auf Basis eines eige­nen und bereits vorhan­de­nen Pande­mie­plans hat Currenta ein spezi­fi­sches Schutz­kon­zept für das eigene Unter­neh­men und die Firmen im Chem­park entwi­ckelt. Das Ziel: Sicher­heit für Mensch und Betrieb rund um die Uhr auch in dieser Ausnah­me­si­tua­tion zu gewähr­leis­ten.

Die Beson­der­heit: Currenta ist zusam­men mit seinen Toch­ter­ge­sell­schaf­ten nicht nur Arbeit­ge­ber für rund 5.300 Beschäf­tigte, sondern auch Betrei­ber des Chem­parks mit über 70 Firmen und insge­samt rund 50.000 Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter. Als wich­tige Herstel­ler von Produk­ten aus den Berei­chen Medi­zin, Gesund­heit, Ernäh­rung und Hygiene haben sie eine hohe Bedeu­tung für die Gesell­schaft. „Deshalb dien­ten unsere Maßnah­men von Anfang an dem vorran­gi­gen Ziel, alle im Chem­park täti­gen Menschen zu schüt­zen, die Infra­struk­tur und Arbeits­pro­zesse aufrecht­zu­er­hal­ten, Infek­ti­ons­wahr­schein­lich­kei­ten zu mini­mie­ren und auf dem Gelände ein Gefühl der Sicher­heit in allen Belan­gen zu errei­chen“, erklärt Chempark-Leiter Lars Fried­rich. Er leitet auch den Kern-Krisenstab, hält den Kontakt zu den Chempark-Unternehmen und über­nimmt eine wich­tige Funk­tion im Currenta-Krisenstab zum Schutz der eige­nen Beschäf­tig­ten. Beide Krisen­stäbe arbei­ten Hand in Hand.

Wirk­same Sofort­maß­nah­men im „Mara­thon­lauf Corona-Krise“

Ein für solche Situa­tio­nen entwi­ckel­ter Pande­mie­plan bildet die Grund­lage für alle konse­quent und schnell zu ergrei­fen­den Maßnah­men. „Nicht zuletzt deshalb war es möglich, bereits im Januar erste Schritte zum gegen­sei­ti­gen Gesund­heits­schutz inner­halb und außer­halb des Werks wirk­sam einzu­lei­ten“, so Fried­rich. Für den „Mara­thon­lauf Corona-Krise“ konnte Currenta so vom Start weg wirk­same Sofort­maß­nah­men umset­zen.

Zu dem Schutz­kon­zept der ersten Stunde gehörte es vor allem, Atem­schutz­mas­ken auszu­ge­ben, Kontakt­mög­lich­kei­ten zu redu­zie­ren, Arbei­ten aus dem Home Office zu ermög­li­chen und Schicht­wech­sel zeit­ver­setzt zu orga­ni­sie­ren. Allge­meine Mindestabstands- und Hygie­ne­re­geln gelten selbst­ver­ständ­lich auch. Hier­bei orien­tierte sich Currenta an den poli­ti­schen Vorga­ben.

Bei ganz sensi­blen Einrich­tun­gen wie Rettungs­dienst, Feuer­wehr und Gesund­heits­schutz ging das Unter­neh­men sogar über die Vorschrif­ten hinaus. „Das für unsere eige­nen Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter erar­bei­tete Konzept haben wir als mögli­che Vorlage mit allen ande­ren Chempark- und Service-Partnern im Kern-Krisenstab disku­tiert. Die Betei­lig­ten haben hier an einem Strang gezo­gen“, betont Pande­mie­be­auf­trag­ter Oliver Krause. Regel­mä­ßi­ger Austausch und Diskus­sio­nen sind entschei­dend: „Denn ohne Abstim­mung und allge­meine Akzep­tanz lassen sich die Maßnah­men gar nicht flächen­de­ckend reali­sie­ren“, fügt Krause hinzu. Hierzu gehörte beispiels­weise ein obli­ga­to­ri­scher Fieber­scan an den Werks­zu­gän­gen. Zudem wurde der Zugang für Externe im Rahmen des Mögli­chen beschränkt.

Akzep­tanz als Baustein für nach­hal­ti­gen Erfolg in der Krise

Zur Akzep­tanz trägt auch die inten­sive beglei­tende Kommu­ni­ka­tion bei. Geschäfts­füh­rung und Arbeit­neh­mer­ver­tre­tung infor­mie­ren mit Updates oder Video-Botschaften teils täglich über neue Corona-Entwicklungen. „Auf diese Weise können wir von Beginn an bestehende Unsi­cher­hei­ten und persön­li­che Sorgen auffan­gen. Unsere Beschäf­tig­ten haben dies als sehr wert­schät­zend und entlas­tend empfun­den“, betont Fried­rich.

Dane­ben über­prüft Currenta fort­lau­fend, ob die einge­lei­te­ten Maßnah­men wirk­sam sind. „Denn bei solch einem Mara­thon­lauf erge­ben sich stän­dig Verän­de­run­gen, auf die wir best­mög­lich im Sinne des Gesund­heits­schut­zes und der Sicher­heit von Mensch und Produk­ti­ons­pro­zes­sen reagie­ren müssen. Wir haben die Ohren auf der Schiene, um stets ad hoc auf Lage­än­de­run­gen reagie­ren zu können“, so Fried­rich.

Erfah­run­gen als Chance nutzen

Die neuen Arbeits­for­men – vor allem das Arbei­ten im Home Office – ist für viele eine neue Erfah­rung gewe­sen. Gezeigt hat sich aber auch, dass neue Struk­tu­ren einige Vorteile mit sich brin­gen und gut funk­tio­nie­ren.

Die Beschleu­ni­gungs­spur auf dem Pfad der Digi­ta­li­sie­rung und Moder­ni­sie­rung von Arbeits­pro­zes­sen wird derzeit weiter ausge­baut. Fried­rich: „Wir haben während der Krise viele Erfah­run­gen gesam­melt. Diese wollen wir in die Gestal­tung von Arbeits­pro­zes­sen und
Arbeits­plät­zen einflie­ßen lassen. Auf diese Weise möch­ten wir uns nach dem Corona-Marathon noch zukunfts­fä­hi­ger und moder­ner aufstel­len.“


Dieser Kurz­bei­trag und Kommen­tar stammt aus Sicher­heits­in­ge­nieur 7/2020. Hier­für hatten wir uns einige Stim­men aus der Praxis einge­holt. Weitere Beiträge zu dem Themen­schwer­punkt Corona-Praxis:

Dr. Turgay Göksu: Bessere Zusam­men­ar­beit von Betriebs­ärz­ten und Fach­kräf­ten für Arbeits­si­cher­heit – Die Pande­mie macht´s möglich

Volker Naumann: Arbei­ten in der Pande­mie – Heraus­for­de­run­gen und Lösun­gen

 

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