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Vorbildlich! Ausgezeichnet!

Gewinner des Deutschen Jugend-Arbeitsschutz-Preises 2018
Vorbildlich! Ausgezeichnet!

Erfolgreicher_Geschäftsmann
Die Gewinner des diesjährigen Deutschen Jugendarbeitsschutzpreises haben zwar keine funktionstüchtige Rakete erfunden, aber bemerkens- und nachahmenswerte Ideen für Arbeitsschutz und Prävention umgesetzt. Foto: ©lassedesignen – stock.adobe.com
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Am 23. Okto­ber 2018 wur­den die Gewin­ner des diesjähri­gen Deutschen Jugend-Arbeitss­chutz-Preis­es bei der Eröff­nungsver­anstal­tung zur „Arbeitss­chutz Aktuell 2018“ in Stuttgart aus­geze­ich­net. Im Fol­gen­den stellen wir die Gewin­ner und deren Pro­jek­te etwas näher vor. Zusät­zlich wer­den wir im neuen Jahr auf www.sifa-sibe.de die jew­eili­gen Pro­jek­te detail­liert präsen­tieren.

Die Gewinnerbeiträge im Überblick

1. Platz: das Team der Bau­un­ternehmung August Main­ka GmbH & Co. aus Lin­gen (Ems) für das Pro­jekt „Sicher­heit­slauf­mat­te für Bewehrun­gen“

Auf Baustellen lauern viele Gefahren. Die Bau­un­ternehmung August Main­ka GmbH & Co. hat sich die Sicher­heit während der Bauphasen auf die Fah­nen geschrieben. Ins­beson­dere während der Ver­legung der Bewehrung bis zum Zeit­punkt der Bet­on­age kommt es schnell zu Arbeit­sun­fällen. Liegen keine Holzbohlen oder ähn­lich­es aus, muss der Mitar­beit­er per­ma­nent auf die Bewehrung schauen, um jeden Schritt genau zu platzieren. Die größte Gefahr bei fehlen­den Laufwe­gen beste­ht darin, dass die Mitar­beit­er stolpern oder sog­ar umknick­en und sich ver­let­zen. Das Ausle­gen von Holzbohlen ist kraftaufwendig und unhan­dlich, da hier­für meist zwei Mitar­beit­er benötigt wer­den. Außer­dem sind Laufwege aus Holz bei Frost rutschig und bei Regen kann das Wass­er auf dem Holz nicht abfließen. Diese Mate­ri­alien sind in punc­to Arbeitssicher­heit kon­trapro­duk­tiv.

Die Auszu­bilden­den der Bau­un­ternehmung August Main­ka GmbH & Co. hat­ten sich zum Ziel geset­zt, eine han­dlichere Alter­na­tive zu find­en. Sie entsch­ieden sich für eine Antirutsch-Indus­triemat­te aus antibak­teriell behan­del­tem Vinyl und eine Ober­fläche mit Wellen­struk­tur, die durch ange­ni­etete Kun­st­stoff­streifen sta­bil­isiert wird.

Die Mat­te ist ein­fach aufzurollen, ver­gle­ich­sweise leicht und bietet so einen größeren „Trans­portkom­fort“. Außer­dem ist sie wet­terun­ab­hängig und rutschfest, wodurch ein wichtiger Sicher­heit­saspekt erfüllt wird. Durch die an bei­den Enden ange­bracht­en Schnallen kann man die Mat­ten sowohl miteinan­der verbinden als auch nach dem Aufrol­len gegen das unfrei­willige Abrollen sich­ern.

2. Platz: das Team der thyssenk­rupp Fahrtrep­pen GmbH (Ham­burg) für „Stoßkeil zum Tren­nen spalt­frei aneinan­der haf­ten­der Bleche“

Da aneinan­der haf­tende Edel­stahlbleche zu Arbeit­sun­fällen führen kön­nen, konzip­ierten die Auszu­bilden­den des Unternehmens thyssenk­rupp Fahrtrep­pen GmbH eine Keil­vor­rich­tung für die Verbesserung der Arbeitssicher­heit beim Tren­nen foliert­er Edel­stahlbleche.

Die Vor­rich­tung wurde nach Absprache mit der Abteilung für Blech­bear­beitung und der Fachkraft für Arbeitssicher­heit zur Erhöhung der Sicher­heit bei spalt­frei aneinan­der haf­ten­den Blechen entwick­elt. Die daraus ent­standene Kon­struk­tion ähnelt der Optik sowie der Funk­tion eines Keils.

Auf­grund der Benutzer­fre­undlichkeit und des gerin­geren Kraftaufwan­des wurde die Keil­vor­rich­tung flächen­deck­end in der Blech­bear­beitung einge­führt und ver­min­dert somit das Risiko zukün­ftiger Arbeit­sun­fälle.

3. Platz: das Team der Boehringer Ingel­heim GmbH & Co. (Ingel­heim), das den Beitrag „Safe­tiv­i­ty – Arbeitssicher­heit kein Tabu“ ein­gere­icht hat­te.

Bei der Boehringer Ingel­heim Phar­ma GmbH & Co. KG spielt Arbeitss­chutz eine große Rolle. Für die jährlichen Wieder­hol­ungss­chu­lun­gen der Auszu­bilden­den wird für das 1. und 2. Aus­bil­dungs­jahr jew­eils eine gemein­same Arbeitssicher­heitss­chu­lung für alle Beruf­s­grup­pen des Unternehmens durchge­führt. Im 3. Aus­bil­dungs­jahr führen die jew­eili­gen Aus­bil­dungsref­er­enten die Arbeitssicher­heitss­chu­lun­gen in den Beruf­s­grup­pen (cir­ca 14 bis 20 Azu­bis) durch.

Die Auszu­bilden­den der Chemielab­o­ran­ten des Jahrganges 2016 (Cl16) der Boehringer Ingel­heim GmbH & Co. KG haben nun ein Spiel entwick­elt, um die Inhalte der Schu­lung mit mehr Spaß und Freude zu ver­mit­teln. Das Spiel­brett und die Fig­uren wur­den einzig für dieses Pro­jekt ent­wor­fen und gestal­tet, eben­so die Fra­gen und kreativ­en Aktion­skarten.

Das Spiel ist sowohl für kleine als auch große Grup­pen unter­schiedlich­er Beruf­s­grup­pen konzip­iert, die ihr Wis­sen ein­brin­gen kön­nen. Während des Spielver­laufs ler­nen die Auszu­bilden­den neben den beruf­sspez­i­fis­chen Arbeitssicher­heits­fra­gen im eige­nen Bere­ich auch die der anderen Beruf­s­grup­pen ken­nen. Im offe­nen Diskurs inner­halb der Gruppe wird sich inter­ak­tiv diesen ver­schiede­nen The­men gewid­met. Dadurch ist ein reger Aus­tausch zur Arbeitssicher­heit gewährleis­tet.

www.jugend-arbeitsschutz-preis.de

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