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Kampf gegen den Stress in deutschen Unternehmen

Kampf gegen den Stress
Was deutsche Unternehmen bereits tun

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Die Fal­lzahlen für Krankmel­dun­gen wegen psy­chis­chen Belas­tun­gen steigen von Jahr zu Jahr an. Ein kon­se­quentes betrieblich­es Stress­man­age­ment gibt es bish­er aber fast nur in großen Unternehmen. Am Beispiel von Rewe und der Deutschen Telekom zeigt dieser Artikel auf, wie diese Vor­re­it­er des betrieblichen Stress­man­age­ments in ihren Unternehmen bere­its ein funk­tion­ieren­des und umfassendes Stress­man­age­mentsys­tem imple­men­tiert haben.

Die psy­chis­che Gesund­heit der Mitar­beit­er wird für Unternehmen immer wichtiger, denn die Aus­fal­lzeit­en auf­grund psy­chis­ch­er Belas­tun­gen steigen in den ver­gan­genen Jahren enorm an. Analy­sen in vie­len Unternehmen haben ergeben, dass sich psy­chis­che Prob­leme weniger an bes­timmten Arbeits­bere­ichen oder Hier­ar­chieebe­nen fest­machen lassen, son­dern vielmehr an Fak­toren wie zu hohe Arbeitsin­ten­sität und geringe Anerken­nung bzw. Wertschätzung für die geleis­tete Arbeit.

Diese Fak­toren führen bei immer mehr Men­schen früher oder später zu ein­er emo­tionalen Erschöp­fung – im all­ge­meinen Sprachge­brauch Burnout genan­nt. Mit einem betrieblichen Stress­man­age­ment ver­suchen bere­its viele (vor allem größere) Unternehmen die psy­chis­che Gesund­heit der Belegschaft zu verbessern. Sie begreifen den Kampf gegen neg­a­tiv­en Stress und psy­chis­che Beanspruchung immer mehr als ein­er der zen­tralen Ele­mente ihres Betrieblichen Gesund­heits­man­age­ments (BGM).

Let´s talk about Stress

Zu einem umfassenden betrieblichen Stress­man­age­ment gehören viele Bausteine. Ein­er der wichtig­sten sind die Durch­führung von Sem­i­naren und Work­shops. Denn je weniger die Leute durch die Ver­bre­itung der neuen Medi­en unmit­tel­bar miteinan­der kom­mu­nizieren, desto mehr bleibt das „Zwis­chen­men­schliche“ auf der Strecke.

Die Men­schen sehen nicht mehr Gestik, Mimik sowie die ganze Kör­per­sprache des Gesprächspart­ners. Um Prob­leme aber wirk­lich anzuge­hen, bedarf es des unmit­tel­baren men­schlichen Kon­tak­ts. Ger­ade beim The­ma Stress, dessen Aus­lös­er oft auch die lieben Kol­le­gen sind, ist es wichtig, mit den anderen Mitar­beit­ern unmit­tel­bar und von Angesicht zu Angesicht zu reden. Ide­al für diese Art des Stress­man­age­ment sind Sem­i­nare mit möglichst nicht mehr als 15 Teil­nehmern. Mit mehr Teil­nehmern fehlt die „intime Atmo­sphäre“, die nötig ist, damit Men­schen sich trauen, über eigene Prob­leme und Sor­gen zu reden. Auch bei den fol­gen­den Beispie­len aus deutschen Großun­ternehmen spie­len Sem­i­nare und Work­shops für die Stresspräven­tion oder Stressre­duk­tion eine große Rolle. Aber längst nicht nur sie.

Telekom: Corporate Happiness

So zum Beispiel bei der Deutschen Telekom AG. Als eines der führen­den inter­na­tionalen Telekom­mu­nika­tion­sun­ternehmen ver­fügt die Deutsche Telekom über ein mul­ti­diszi­plinäres Team von Fach­ex­perten, dass sich mit einem ganzheitlichen Betrieblichen Gesund­heits­man­age­ment unter Beach­tung demografis­ch­er Aspek­te und der Nach­haltigkeit der Maß­nah­men beschäftigt. Auch zum The­ma Stress und psy­chis­che Belas­tun­gen.

Die lei­t­ende Ärztin der Telekom, Dr. Anne-Katrin Krem­pi­en, erk­lärt: „Unsere Ein­schätzun­gen zu Arbeit­san­forderung und ‑umfeld beruhen unter anderem auf den Erken­nt­nis­sen aus der Mitar­beit­er­be­fra­gung 2010. Wir haben gezielt Fra­gen zum The­ma psy­chis­che Gesund­heit gestellt und eine Gefährdungs­beurteilung für psy­chis­che Belas­tun­gen abgeleit­et. Außer­dem haben wir Team-Work­shops mit ver­tiefend­en Unter­suchungsver­fahren und Bege­hun­gen vor Ort organ­isiert, um weit­ere Gefährdungs­fak­toren zu erfassen und ihnen ent­ge­gen­zuwirken.“

2016 erfol­gte dann der ganz große Wurf bei der zur Deutschen Telekom gehören­den T‑Systems Inter­na­tion­al GmbH. Im Rah­men des „Cor­po­rate Happiness“-Pilotprojekts wurde damit begonnen, eine Verän­derung der Unternehmen­skul­tur anzus­toßen. Auf Basis wis­senschaftlich­er Erken­nt­nisse der „Pos­i­tiv­en Psy­cholo­gie“ soll ein Wert­er­ah­men entste­hen, in dem die Mitar­beit­er ihr Poten­zial noch bess­er ent­fal­ten kön­nen. Mitte 2018 wurde das Pilot­pro­jekt von T‑Systems in eine konz­ern­weite Ini­tia­tive über­führt, die unter dem Namen „#youmat­ter“ läuft. Der neue Titel soll verdeut­lichen, dass die Ini­tia­tive die Beschäftigten in den Fokus stellt – und ihnen Mut machen, sich selb­st aktiv einzubrin­gen.

Krem­pi­en erläutert: „Auf der zen­tralen Human Ressor­ces-Plat­tform HR Suite kön­nen sich inter­essierte Mitar­beit­er zu Work­shops rund um die The­men Hal­tung, Poten­zia­lent­fal­tung, Energie­m­an­age­ment und gelin­gende Beziehun­gen anmelden. Für Teams wird ein Team­prozess ange­boten, der Umset­zbarkeit im All­t­ag erle­ichtern und sich­er­stellen soll. Zudem kön­nen in der HR Suite Web­sem­inare gebucht wer­den, die Inter­essierte zu einem selb­st gewählten Zeit­punkt am Arbeit­splatz durch­laufen kön­nen.“

Eigener „Anti-Stress-Dienstleister“

Neben den Ange­boten von HR Suite, der Opti­mierung von Prozessen, der Besei­t­i­gung von Störquellen oder der Bere­it­stel­lung flex­i­bler Arbeit­szeit­mod­elle ste­ht den Mitar­beit­ern der Telekom auch ein eign­er Gesund­heits-Dien­stleis­ter zur Ver­fü­gung. Die BAD GmbH hält für sie
ein bre­ites Ange­bot an Work­shops zu psy­chis­chen Auf­fäl­ligkeit­en und Stresspräven­tion sowie ein bre­ites Spek­trum an Beratungsleis­tun­gen bere­it. Ein von den Mitar­beit­ern beson­ders gut angenommenes Ange­bot ist der Resilienz-Work­shop, das heißt in diesem wird den Beschäftigten aufgezeigt, wie sie ihre emo­tionale und psy­chis­che Wider­stands­fähigkeit erhöhen kön­nen – vor allem, indem sie sich ihrer eige­nen Stärken bewusst wer­den. Der Dien­stleis­ter bietet darüber hin­aus eine tele­fonis­chen Beratungsser­vice an, der werk­tags von 8 bis 20 Uhr über eine kosten­lose Ser­vice­line, die „Sprechzeit“, für sie erre­ich­bar ist. Zudem kön­nen die Betrof­fe­nen eine per­sön­liche Beratung auf­suchen.

Krem­pi­en: „Über 50 Beratung­sprofis des BAD suchen gemein­sam mit den Rat­suchen­den nach Wegen und Lösun­gen, die Stress­si­t­u­a­tion zu verbessern oder zu ver­mei­den. In extremen Fällen ist auch eine sofor­tige Kris­en­in­ter­ven­tion oder psy­chosoziale Not­fall­be­treu­ung möglich.“ Solche extremen Fälle stellen die bei einem inter­na­tion­al agieren­den Unternehmen rel­a­tiv häu­fi­gen Verän­derun­gen am Arbeit­splatz dar. Die lei­t­ende Ärztin der Telekom erzählt: „2018 wur­den vor allem die Restruk­turierun­gen bei der T‑Systems Inter­na­tion­al GmbH mit psy­chosozialen Beratungsange­boten begleit­et. An beson­ders betrof­fe­nen Stan­dorten wur­den gezielt Sprech­tage ein­gerichtet, die soge­nan­nten „MFB vor Ort“, und stan­dortüber­greifend Work­shops zur Förderung der Resilienz ange­boten.“

Wiedereingliederung leicht gemacht

Was aber, wenn alle Präven­tion doch zu spät kommt oder verge­blich ist? Beschäftigte des Konz­erns in Deutsch­land, die inner­halb eines Jahres mehr als sechs Wochen arbeit­sun­fähig sind, wer­den durch das betriebliche Eingliederungs­man­age­ment unter­stützt. Dabei gibt es nicht nur einen einzi­gen Weg, son­dern eine Vielzahl von Maß­nah­men sollen den Mitar­beit­ern ihre Rück­kehr an den Arbeit­splatz erle­ichtern. Anne-Katrin Krem­pi­en erläutert: „Das sind zum Beispiel tech­nis­che Maß­nah­men, wie die Anpas­sung des Arbeit­splatzes, Verän­derun­gen der Arbeit­sumge­bung oder die Anschaf­fung spezieller tech­nis­ch­er Arbeitsmit­tel. Aber auch organ­isatorische Maß­nah­men, wie eine Verän­derung der Arbeit­szeit- und Pausen­regelung, Verän­derung der Tätigkeit­en oder die Anpas­sung der Leis­tungsvor­gaben. Zudem kom­men per­so­n­en­be­zo­gene Maß­nah­men wie Reha­bil­i­ta­tion und Qual­i­fizierun­gen – auch für einen neuen Arbeit­splatz – zum Ein­satz.“

Rewe: Gesundheitskompetenz im Markt

Auch bei Rewe hat man den Ernst der Lage in Hin­sicht auf den Stress der Angestell­ten längst erkan­nt – und han­delt entsprechend. Deutsch­land zweit­größter Lebens­mit­teleinzel­händler (offiz. Name: Rewe Group) set­zt seit 2011 das Pro­jekt „Gesund­heit­skom­pe­tenz im Markt“ (Ges­i­Ma) um. Zusam­men mit dem Insti­tut für gesund­heitliche Präven­tion wurde dabei eine „Maß­nah­men-Tool­box“ für die Führungskräfte an den diversen Rewe-Stan­dorten im In- und Aus­land entwick­elt.

Die Idee dahin­ter: Das Unternehmen will mit dieser Tool­box seinen Führungskräften das Werk­szeug an die Hand geben, um poten­zielle psy­chis­che Erkrankun­gen bei den Beschäftigten bere­its präven­tiv wirk­sam bekämpfen zu kön­nen. Ein Beispiel dafür: der Stress­wür­fel. Die kleinen gefal­teten Papier­wür­fel stellt die Mark­tleitung ihren Beschäftigten zum Beispiel in den Pausen­räu­men zur Ver­fü­gung. Oder stellt sie auf die Büro­tis­che der Angestell­ten im Ver­wal­tungs­bere­ich. In Stress­si­t­u­a­tio­nen bieten diese den Mitar­beit­ern prak­tis­che Tipps zum Abschal­ten. Mate­ri­alien wie der Stress­wür­fel kamen bei den Beschäftigten gut an und haben vielfach Diskus­sio­nen über die Stress­si­t­u­a­tion am Arbeit­splatz und Maß­nah­men zu deren Lösung erst richtig in Gang gebracht.

Lösungen für Stresssituationen

Die Rewe Gruppe ist dezen­tral organ­isiert und beste­ht aus zwei Teilkonz­er­nen mit über 10.000 Märk­ten im In- und Aus­land. Wie ging man das Prob­lem an, die Beschäftigten an allen diesen Stan­dorten für das The­ma Stress und die Fol­gen psy­chis­ch­er Belas­tung zu sen­si­bil­isieren?

Die Betrieb­sleit­er, die für das Stresser­leben ihrer Mitar­beit­er natür­lich beson­dere Ver­ant­wor­tung haben, wer­den im Rah­men von Sem­i­naren über die Wichtigkeit des The­mas informiert und über Maß­nah­men zur Stressre­duzierung geschult. Unter­halb der Führungsebene wer­den die Beschäftigten über mehrere Kanäle erre­icht: So liegen den Gehalt­szetteln regelmäßig Infor­ma­tions­blät­ter bei, in denen über die wichtig­sten Gesund­heit­s­the­men aufgek­lärt und in denen das richtige gesund­heit­sori­en­tierte Ver­hal­ten beschrieben wird.

Die Online-Medi­en der Unternehmensgruppe, zum Beispiel elek­tro­n­is­che Newslet­ter, spie­len eine weit­ere wichtige Rolle bei der Ver­bre­itung von Gesund­heitsin­for­ma­tio­nen, auch zum The­ma Stress. Darüber hin­aus hält das Unternehmen in Zusam­me­nar­beit mit der Beruf­sgenossen­schaft akute Nach­sorge-Ange­bote bere­it und ver­mit­telt auf Wun­sch den Kon­takt zu passenden Ther­a­peuten.

Schließlich qual­i­fiziert Rewe spezielle Ansprech­part­ner im Unternehmen, an die sich die Beschäftigten in schwieri­gen Sit­u­a­tio­nen wen­den kön­nen. Bei diesen Ansprech­part­nern han­delt es sich über­wiegend um freigestellte Betrieb­sräte, Schwer­be­hin­derten­vertreter oder Per­son­al­ref­er­enten, aber auch um inter­nen Präven­tions­ber­ater aus dem Gesund­heits­man­age­ment.

Flexible Arbeitszeiten

Min­destens genau­so wichtig wie die Aufk­lärung und Sen­si­bil­isierung sind aber die entsprechen­den organ­isatorischen Regelun­gen, um den Stresslev­el für die Beschäftigten von vorn­here­in so niedrig wie möglich zu hal­ten. An vorder­ster Stelle liegen hier­bei flex­i­ble Arbeit­szeitregelun­gen, mit denen die Mitar­beit­er und ihre Fam­i­lien ent­lastet wer­den. Beschäftigte, die sich für die Spätschicht bis 24 Uhr entschei­den, wer­den so zum Beispiel von einem Sicher­heits­di­enst nach Laden­schluss zu ihren Park­plätzen oder zu den Hal­testellen der öffentlichen Verkehrsmit­tel geleit­et, damit aus Angst vor Über­fällen auf dem Heimweg erst gar keine weit­er­er Stress­grund entste­hen kann.

Dabei über­lassen die Konz­ernzen­tralen aber die genaue Regelung den einzel­nen Märk­ten, die entsprechend ihren spez­i­fis­chen Bedin­gun­gen ihre eige­nen Lösun­gen und Arrange­ments find­en kön­nen. Auf einen star­ren und unternehmensweit­en Schicht­plan, an den sich alle Stan­dorte hal­ten müssen, wurde daher bewusst verzichtet.

Fazit: Eigenen Weg finden

Was kön­nen andere Unternehmen aus diesen Beispie­len ler­nen? Die wichtig­sten Regeln sind wohl: Die Mitar­beit­er müssen in alle Prozesse einge­bun­den wer­den. Die Beschäftigten müssen wis­sen, an welchen Stellen angepackt wer­den kann und welche Weichen­stel­lun­gen vorgenom­men wer­den sollen. Es ist natür­lich auch richtig, sich an bere­its erfol­gre­ichen Mod­ellen zum betrieblichen Stress­man­age­ment zu ori­en­tieren oder aus ihnen zu ler­nen. Es ist aber noch wichtiger, im Unternehmen eigene Lösun­gen zu find­en, die spez­i­fisch auf das eigene Unternehmen zugeschnit­ten sind.

Lit­er­aturhin­weis

  • psy­GA/BGHW-Broschüre „Kein Stress mit dem Stress – Lösun­gen und Tipps für Führungskräfte des Han­dels und der Waren­l­o­gis­tik“

Foto: pri­vat

Michael Kol­bitsch

Inge­nieur für Maschi­nen­bau, Fachkraft für Arbeitssicher­heit, QM-Man­ag­er, Audi­tor und Dozent

 


Foto: pri­vat

Dr. Joerg Hen­siek

Freiberu­flich­er Jour­nal­ist

 


Stress und psychische Belastung in den Arbeitsschutz-Regelwerken

Im Arbeitss­chutzrecht wird ins­beson­dere die Ver­ant­wor­tung des Arbeit­ge­bers her­vorge­hoben:

  • Als ein zen­trales Instru­ment des Arbeitss­chutzes wird im Arbeitss­chutzge­setz (Arb­SchG) auch eine Gefährdungs­beurteilung zum Erken­nen und Ver­ringern von psy­chis­chen Belas­tun­gen am Arbeit­splatz vorgeschrieben.
  • Laut Arbeitssicher­heits­ge­setz (ASiG) gehört es auch zu den Auf­gaben der Betrieb­särzte, Arbeit­ge­ber bei arbeit­spsy­chol­o­gis­chen Fra­gen zu berat­en: So zum Beispiel zu Arbeit­srhyth­mus, Arbeit­szeit, Arbeitsablauf und Arbeit­sumge­bung.
  • Der Anhang der Arbeitsstät­ten­verord­nung, Abschnitt 6 Maß­nah­men zur Gestal­tung von Bild­schir­mar­beit­splätzen, sagt aus, dass bei der Beurteilung der Arbeits­be­din­gun­gen an Bild­schir­mar­beit­splätzen der Arbeit­ge­ber die Sicher­heits- und Gesund­heits­be­din­gun­gen unter anderem auch hin­sichtlich psy­chis­ch­er Belas­tun­gen zu ermit­teln und zu beurteilen hat.
  • Die Arbeitsstät­ten­verord­nung (Arb­StättV) fordert den Arbeit­ge­ber auf, schlechte Arbeits­be­din­gun­gen zu unterbinden, die die Gesund­heit der Beschäftigten beein­trächti­gen und psy­chis­che Belas­tun­gen her­vor­rufen.

Aber auch andere Akteure müssen Ver­ant­wor­tung tra­gen:

  • Die Maschi­nen­verord­nung legt fest, dass die Her­steller von Maschi­nen bere­its bei Kon­struk­tion und Bau die psy­chis­che Fehlbe­las­tung der späteren Anwen­der ver­mei­den müssen. Sie haben zu berück­sichti­gen, dass bei bes­tim­mungs­gemäßer Ver­wen­dung Beläs­ti­gung, Ermü­dung sowie kör­per­liche und psy­chis­che Fehlbeanspruchung des Bedi­enungsper­son­als auf das mögliche Min­dest­maß reduziert sein müssen.

Auch die Regel­w­erke der Unfal­lver­sicherungsträger gehen auf psy­chis­che Belas­tun­gen ein:

  • In der Unfal­lver­hü­tungsvorschrift „Betrieb­särzte und Fachkräfte für Arbeitssicher­heit“ (DGUV-Vorschrift 2) wer­den die Ein­satzzeit­en und Auf­gaben­stel­lun­gen von Betrieb­särzten und Fachkräften für Arbeitssicher­heit präzisiert. Als einen Auf­trag nen­nt die Vorschrift im Rah­men der betrieb­sspez­i­fis­chen Betreu­ung auch die Unter­stützung des Arbeit­ge­bers bei der Gestal­tung von betrieblich Maß­nah­men zur Bewäl­ti­gung psy­chis­ch­er Belas­tun­gen.
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