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Behavior Based Safety bei Rettungskräften

Behavior Based Safety
Sicheres Verhalten bei Rettungskräften

Ret­tungskräfte sind einem erhöht­en Unfall­risiko aus­ge­set­zt. Dies bele­gen auch die Sta­tis­tiken des zuständi­gen Unfal­lver­sicherungsträgers, nach dem die Zahl der Arbeit­sun­fälle beim DRK seit 2011 ansteigen. Viele dieser Unfälle sind aber nicht nur auf die gefährliche Arbeit der Ret­tungskräfte zurück­zuführen, son­dern auch auf ver­mei­d­bares unsicheres Ver­hal­ten. Was tun?

Ver­hal­tensori­en­tierte Arbeitssicher­heit – Behav­ior Based Safe­ty (BBS) – hat sich in vie­len Branchen und bei vie­len Tätigkeit­en als ein nüt­zlich­es Instru­ment erwiesen, um Beschäftigte darin zu bestärken, sich­er zu arbeit­en. Die Unfal­lver­sicherung Bund und Bahn (UVB) hat gemein­sam mit der Hochschule für ange­wandte Wis­senschaften Würzburg-Schwe­in­furt (FHWS) bei zwei Ret­tungswachen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Ret­tungs­di­enst in der Region Han­nover gem. GmbH, unter­sucht, wie sich BBS auf die spezielle Arbeitssi­t­u­a­tion von Ret­tungskräften über­tra­gen lässt. Die Studie zeigt: Auch im Ret­tungs­di­enst kann BBS dazu beitra­gen, die Arbeit sicher­er zu machen.

Gefährdete Retter: Die Arbeit im Rettungsdienst birgt besondere Risiken

Die Arbeit im Ret­tungs­di­enst birgt viel­er­lei Gefahren­mo­mente. Beson­dere Risiken resul­tieren unter anderem aus dem Umgang mit Patien­ten (Heben und Tra­gen, Infek­tion­s­ge­fährdung, aggres­sives Ver­hal­ten usw.), aus den Ein­satzbe­din­gun­gen (Straßen­verkehr, all­ge­mein unvorherse­hbare Bedin­gun­gen am Ein­sat­zort) und aus der psy­chis­chen Belas­tung durch die Tätigkeit. Der zuständi­ge Unfal­lver­sicherungsträger für das Deutsche Rote Kreuz (DRK), einem der wichtig­sten Akteure im Ret­tungswe­sen, ist die Unfal­lver­sicherung Bund und Bahn (UVB). Zahlen der UVB bele­gen, dass die Unfal­lzahlen beim DRK seit 2011 kon­tinuier­lich steigen. Die Schw­er­punk­te des Unfallgeschehens liegen in fol­gen­den Bereichen:

  • Heben und Tragen
  • Stolpern und Stürzen
  • Quetschen und Ein­klem­men (Hände und Finger)

Diese Unfälle resul­tieren oft aus den Arbeits­be­din­gun­gen (Han­deln unter Zeit­druck in unver­trauter Umge­bung). Hinzu kom­men tätigkeitsspez­i­fis­che Unfälle (z. B. Nadel­stichver­let­zun­gen). Was für Arbeit­sun­fälle im All­ge­meinen gilt, bewahrheit­et sich auch, wenn man die Unfal­lur­sachen im Ret­tungswe­sen betra­chtet: Die meis­ten Unfälle sind ver­hal­tens­be­d­ingt, das heißt, sie hät­ten ver­mieden wer­den kön­nen, wenn Beschäftigte sich anders ver­hal­ten hätten.

Die UVB hat sich daher entschlossen, Möglichkeit­en der Reduk­tion ver­hal­tens­be­d­ingter Unfälle im Ret­tungswe­sen zu erproben und Maß­nah­men zu entwick­eln, um arbeitssicheres Ver­hal­ten von Ret­tungskräften zu fördern. In Zusam­me­nar­beit mit der Hochschule für ange­wandte Wis­senschaften Würzburg-Schwe­in­furt (FHWS) wird in einem Forschung­spro­jekt beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), Ret­tungs­di­enst in der Region Han­nover gem. GmbH , unter­sucht, ob und wie sich die bewährten und wis­senschaftlich abgesicherten Meth­o­d­en von Behav­ior Based Safe­ty (BBS) auf die Arbeit von Ret­tungskräften über­tra­gen lassen.

Behavior Based Safety

Behav­ior Based Safe­ty (BBS) ist die Anwen­dung all­ge­mein­er Prinzip­i­en der ange­wandten Ver­hal­tens­analyse (Bördlein, 2016a) auf den Bere­ich der Arbeitssicher­heit (Bördlein, 2015, 2016b). Diese Prinzip­i­en lauten:

  • Arbeitssicheres Ver­hal­ten muss präzise definiert werden.
  • Dieses Ver­hal­ten muss regelmäßig beobachtet werden.
  • Die Mitar­beit­er erhal­ten pos­i­tives und kon­struk­tives Feed­back zu dem beobachteten Verhalten.
  • Es wer­den ver­hal­tensspez­i­fis­che Ziele vere­in­bart, zum Beispiel, dass eine bes­timmte Tätigkeit zu 100 % sich­er aus­ge­führt wer­den soll.
  • All dies geschieht vor dem Hin­ter­grund der pos­i­tiv­en Ver­stärkung: Die Mitar­beit­er sollen im sicheren Ver­hal­ten bestärkt werden.

BBS ist bere­its in vie­len Fir­men gelebte Prax­is. Das typ­is­che Umfeld für BBS sind Betriebe mit sta­tionären Arbeit­splätzen, wo Mitar­beit­er im Team zusam­me­nar­beit­en und sich gegen­seit­ig beobacht­en und Feed­back geben. Hier ist BBS seit langem erfol­gre­ich, was durch zahlre­iche Stu­di­en belegt ist (Grindle et al., 2000; Sulz­er-Azaroff & Austin, 2000). Doch zunehmend wird BBS auch in eher untyp­is­chen Bere­ichen einge­set­zt, unter anderem in der Baubranche (z. B. Li et al., 2015) oder im Gesund­heitswe­sen (z. B. Leb­bon et al., 2011).

Die Arbeit im Ret­tungs­di­enst macht die Umset­zung der uni­versellen BBS-Prinzip­i­en nicht unmöglich, sie erfordert aber die Berück­sich­ti­gung einiger Beson­der­heit­en, unter anderem

  • Ret­tungskräfte arbeit­en mobil. Die meis­ten Unfälle geschehen im Ein­satz, nicht auf der Wache. Somit muss das rel­e­vante Ver­hal­ten vor allem in diesen Sit­u­a­tio­nen beobachtet werden.
  • Die Arbeits­be­din­gun­gen und die Tätigkeit­en sind nur bed­ingt plan­bar. Ret­tungskräfte wis­sen im Voraus nur sehr wenig über die Sit­u­a­tion, die sie am Ein­sat­zort vorfind­en und noch weniger, welche Tätigkeit­en sie dort ausüben müssen – auch wenn es für bes­timmte Fälle Stan­dard­proze­duren gibt. Ein Beobach­tungsin­stru­ment (z. B. eine Check­liste) muss dem Rech­nung tragen.
  • Ret­tungskräfte arbeit­en zumeist nur zu zweit (als Besatzung eines Ret­tungswa­gens, RTW, oder als Fahrer eines Notarztein­satz­fahrzeugs, NEF). Vorge­set­zte sind während der Arbeit meist nicht zuge­gen. Diese schei­den also als Beobachter und als Feed­back­quelle aus.

Keine Maßnahme ohne Diagnose: Das Sicherheitsassessment

Zwei Ret­tungswachen (Laatzen und Lehrte) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Ret­tungs­di­enst in der Region Han­nover gem. GmbH, erk­lärten sich bere­it, an der Studie teilzunehmen. Im Herb­st 2019 fand das Sicher­heit­sassess­ment statt. Dabei wurde mit Hil­fe der Per­for­mance Diag­nos­tic Check­list – Safe­ty (PDC‑S) unter­sucht, welche Gegeben­heit­en das sichere Ver­hal­ten der Ret­tungskräfte vor Ort erschw­eren oder begün­sti­gen (siehe Bördlein & Zeitler, 2020, für eine aus­führliche Darstel­lung des Sicher­heit­sassess­ments). Es zeigte sich, dass die Mitar­beit­er gut über das sichere Ver­hal­ten Bescheid wussten und auch über die erforder­liche Ausstat­tung zum sicheren Arbeit­en ver­fügten. Feed­back gaben sich die Mitar­beit­er bei Bedarf, jedoch nicht in sys­tem­a­tis­ch­er Art und Weise. Das unsichere Ver­hal­ten (z. B. eine blutige Injek­tion­snadel von Hand zu Hand weit­er­re­ichen oder als RTW-Fahrer los­fahren, ohne sich zu ver­sich­ern, dass alle Per­so­n­en und Gegen­stände gesichert sind) wurde als solch­es erkan­nt, aber – wie so oft – das Risiko als kalkulier­bar eingeschätzt. Für das unsichere Arbeit­en sprach zumeist der damit ver­bun­dene gerin­gere Aufwand.

Wie sicher wird denn schon gearbeitet? Die Basisrate

Auf der Grund­lage der Assess­mentergeb­nisse fand ein Pla­nungswork­shop statt. Daran nah­men Sicher­heits­fachkräfte, Führungskräfte und einzelne Beschäftigte des DRK Han­nover und der beteiligten Ret­tungswachen sowie die Pro­jek­t­beteiligten der UVB und der FHWS teil. Ein solch­er Pla­nungswork­shop ist wichtig, um alle Beteiligten an Bord zu holen und für ein ein­heitlich­es Ver­ständ­nis der Bedin­gun­gen für arbeitssicheres Ver­hal­ten und der erforder­lichen BBS-Maß­nah­men zu sor­gen: Wer mitentschei­det, set­zt sich später auch für diese Maß­nah­men ein.

Das Resul­tat des Pla­nungswork­shops war eine Check­liste, die in der fol­gen­den „Phase 1“ der Studie zur Ver­hal­tens­beobach­tung einge­set­zt wurde. Die Check­liste umfasst vier Kat­e­gorien mit jew­eils vier bis sechs Def­i­n­i­tio­nen sicheren Ver­hal­tens oder ver­hal­tens­be­d­ingter Zustände (ins­ge­samt 20 Punkte).

Tab. 1: Check­liste mit vier Kat­e­gorien mit jew­eils vier bis sechs Def­i­n­i­tio­nen sicheren Ver­hal­tens oder ver­hal­tens­be­d­ingter Zustände

Die Check­liste passte auf die Vorder- und Rück­seite eines DIN-A4-Blattes. Einige wenige Punk­te kon­nten auch in der Ret­tungswache beobachtet wer­den (z. B. sich am Hand­lauf der Treppe fes­thal­ten), die meis­ten bezo­gen sich jedoch auf die Ein­satzsi­t­u­a­tion. Zu dieser Check­liste wur­den nach mehreren Probe­beobach­tun­gen detail­lierte Beobach­tungs­stan­dards entwick­elt, in denen beschrieben wurde, unter welchen Umstän­den ein Ver­hal­ten als sich­er oder unsich­er galt und wie genau gezählt wurde. Dies diente der Erhöhung der Zuver­läs­sigkeit der Beobach­tun­gen (Reli­a­bil­ität)1.

In der ersten Phase der Studie wurde zunächst die Basis­rate der auf der Check­liste enthal­te­nen Punk­te erfasst. Hierzu fuhr eine externe Beobach­terin bei den Ein­sätzen im RTW mit. Dies war nur unter Berück­sich­ti­gung aller Sicher­heitsvorkehrun­gen möglich. Die Gesund­heit und Sicher­heit der Patien­ten und Ret­tungskräfte hat­te dabei immer Vor­rang. Während der Basis­raten­phase (im Früh­jahr 2020) wurde den RTW-Besatzun­gen dabei nur erk­lärt, dass sich die Beobach­tun­gen auf das The­ma Arbeitssicher­heit bezö­gen, der genaue Inhalt der Check­liste war den Beschäftigten nicht bekan­nt. Die Beobach­terin kon­nte so an einem Tag mehrere Ein­sätze begleit­en. Die Check­lis­ten wur­den aus­gew­ertet, indem für jede Kat­e­gorie einzeln und für die Check­liste ins­ge­samt die „% sich­er“ aus­gerech­net wur­den, also die Summe der Beobach­tun­gen sicheren Ver­hal­tens geteilt durch die Summe aller Beobach­tun­gen. Dabei zeigte sich, dass im Schnitt über alle Punk­te der Check­liste 50 bis 55 % sich­er erre­icht wurden.

Verhaltensänderung durch Feedback

Ab März 2020 sollte damit begonnen wer­den, dass die externe Beobach­terin das Ver­hal­ten der Mitar­beit­er nicht nur mit Hil­fe der Check­liste beobachtet, son­dern dass sie auch Feed­back gab. Lei­der mussten die Beobach­tun­gen von März bis Juni unter­brochen wer­den, da auf­grund der Pan­demie eine Mit­fahrt ein­er eigentlich unbeteiligten Per­son im RTW nicht mehr möglich war. Ab Juli 2020 kon­nte dann aber mit dem Feed­back – per­sön­lich durch die Beobach­terin im Anschluss an den Ein­satz und zusät­zlich durch in der Wache aushän­gende Grafiken, die nach jedem Beobach­tungstag aktu­al­isiert wur­den – begonnen wer­den. Bis Okto­ber 2020 kon­nte so eine deut­liche Verbesserung des mit Hil­fe der Check­liste erfassten sicheren Ver­hal­ten erre­icht wer­den (siehe die Ergeb­nis­grafik für die gesamte Check­liste für eine der bei­den Wachen).

Phase 2: Die Verselbständigung der Maßnahmen

Noch während der Feed­back­phase fand ein weit­er­er Pla­nungswork­shop (mit den o. g. Beteiligten) statt. Hier wurde gemein­sam fest­gelegt, wie die bei­den Wachen die erre­icht­en Ver­hal­tensän­derun­gen aufrechter­hal­ten und aus­bauen kon­nten, ohne auf externe Unter­stützung angewiesen zu sein. Ver­hal­ten verän­dert sich wieder zurück, wenn Maß­nah­men enden. Daher war es wichtig, die Funk­tio­nen des Beobacht­ens, Feed­back­gebens usw. in die Hände der Beschäftigten vor Ort zu übergeben. Man einigte sich auf das For­mat von Sicher­heit­spunk­tekarten, mit fünf sicheren Ver­hal­tensweisen, die als beson­ders rel­e­vant und als leicht zu beobacht­en eingeschätzt wur­den. Jed­er Beschäftigte soll am Beginn der 12-Stun­den-Schicht eine solche Karte an sich nehmen und mit seinem Kol­le­gen jeden Ein­satz nachbe­sprechen, wobei die Karte aus­ge­füllt wird. Am Ende der Schicht wirft der Mitar­beit­er die Karte in einen Briefkas­ten, den am näch­sten Mor­gen der Fahrer des NEF leert, um die Beobach­tungsergeb­nisse in den Com­put­er und die Feed­back­grafiken zu über­tra­gen. Auf diese Weise erhal­ten die Beschäftigten nicht nur durch den Kol­le­gen indi­vidu­elles Feed­back, son­dern auch grup­pen­be­zo­genes Feed­back über die Angabe der „%-sich­er“ für jedes Ver­hal­ten der Karte. Eine Steuerungs­gruppe, die an den Arbeitss­chutzauss­chuss (ASA) andockt, überwacht den Gesamt­prozess. Dieses „BBS-Sys­tem DRK“ gle­icht somit in vie­len Punk­ten dem bewährten mitar­beit­er­ge­tra­ge­nen Beobach­tungskarten­sys­te­men, wie es in anderen Fir­men ver­bre­it­et ist (vgl. hierzu Bördlein, 2015, S. 278ff).

Das Sys­tem startete in bei­den Wachen im Novem­ber 2020. Lei­der startete zur gle­ichen Zeit auch die zweite Welle der Pan­demie. Dadurch kon­nten die eigentlich geplanten Fol­low-Up-Beobach­tun­gen (also wieder: Beobacht­en ohne Feed­back zu geben) durch die externe Beobach­terin nicht durchge­führt wer­den. Dies hätte eine unab­hängige Eval­u­a­tion des Sys­tems ermöglicht.

Das erste Ziel nach dem Beginn der Phase 2 bestand darin, die Beschäftigten dazu zu brin­gen, das Sys­tem auch tat­säch­lich zu nutzen, also am Schicht­be­ginn die Sicher­heit­spunk­tekarte mitzunehmen, das Ver­hal­ten des Kol­le­gen zu beobacht­en, sich gegen­seit­ig Feed­back zu geben und die Karten am Ende der Schicht wieder abzugeben. Um diese Ver­hal­tensän­derung zu bewirken, set­zten wir auch wieder auf die Meth­o­d­en von BBS: Ohne­hin wurde erfasst, wie viele Sicher­heit­spunk­tekarten abgegeben wur­den. Die Beteili­gung war anfangs eher schwank­end. Da die exter­nen Pro­jek­t­part­ner auf­grund der Pan­demie nicht vor Ort sein kon­nten, wur­den Beschäftigte in den Wachen gewor­ben, die den Prozess vorantreiben soll­ten. Poster und andere „Prompts“ (mündliche, schriftliche und grafis­che Hin­weise) erin­nerten die Beschäftigten daran, die oben genan­nten Auf­gaben im Rah­men von BBS wahrzunehmen. Zur Anzahl der abgegebe­nen Sicher­heit­spunk­tekarten wurde grafis­ches Feed­back gegeben, Ziele wur­den geset­zt (z. B. dass pro Tag min­destens acht Karten abgegeben wer­den soll­ten) und soziale pos­i­tive Ver­stärkung (z. B. Lob durch die Leitung der Ret­tungswache / den Vorge­set­zten, wenn das Ziel erre­icht wurde) eingesetzt.

Ausblick: BBS für alle

Das Pro­jekt ist noch nicht abgeschlossen, aber trotz der auf­grund der Pan­demie erschw­erten Bedin­gun­gen auf einem guten Weg. Als näch­stes ste­hen die Grün­dung der Steuerungs­gruppe und das weit­ere Einüben des Umgangs mit dem BBS-Sys­tem an (bspw. das Aus­tauschen von Ver­hal­ten auf der Sicher­heit­spunk­tekarte, die schon sta­bil zu 100 % sich­er aus­ge­führt werden).

Doch schon jet­zt liegen zahlre­iche Erken­nt­nisse über das sichere Arbeitsver­hal­ten von Ret­tungskräften und die Möglichkeit­en von BBS in diesem Bere­ich vor. Die UVB plant, die Pro­jek­tergeb­nisse in den Gremien des DRK vorzustellen, mit dem Ziel eines deutsch­landweit­en Ein­satzes des BBS-Sys­tems. Für die Umset­zung sind Schu­lungsmod­ule, Hand­büch­er und weit­ere Mate­ri­alien in Pla­nung. Das Ziel ist, die Arbeit von Ret­tern sicher­er zu machen. Beson­ders soll auf die Ein­hal­tung der Qual­itäts­stan­dards von BBS geachtet wer­den, um Beschäftigte im Ret­tungs­di­enst auf die best­mögliche Art und Weise dabei zu unter­stützen, anderen zu helfen, ohne selb­st Schaden zu nehmen.

Weblinks

Weit­er­führende Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt (u. a. mit einem aus­führlichen Zwis­chen­bericht) find­en Sie auf den Web­seit­en der FHWS https://fas.fhws.de/bbs/ und der UVB https://www.uv-bund-bahn.de/arbeitsschutz-und-praevention/kampagnen-und-projekte/sicheres-verhalten-im-rettungsdienst/

Lit­er­atur

  • Bördlein, C. (2015). Ver­hal­tensori­en­tierte Arbeitssicher­heit – Behav­ior Based Safe­ty (BBS) (2. Auflage ed.). Erich Schmidt Ver­lag. http://permalink.bibkatalog.de/BV043022360
  • Bördlein, C. (2016a). Ein­führung in die Ver­hal­tens­analyse (behav­ior analy­sis) (2., kor­rigierte Auflage ed.). Alibri.
  • Bördlein, C. (2016b). Ver­hal­tensori­en­tierte Arbeitssicher­heit – Behav­ior Based Safe­ty (BBS). Sicher­heitsin­ge­nieur, 48(5), 22–24.
  • Bördlein, C., & Zeitler, L. (2020). Das Ver­hal­ten der Mitar­beit­er ver­ste­hen. Die Per­for­mance Diag­nos­tic Check­list-Safe­ty. Sicher­heitsin­ge­nieur, 52(3), 22–25.
  • Grindle, A. C., Dick­in­son, A. M., & Boettch­er, W. (2000). Behav­ioral safe­ty research in man­u­fac­tur­ing set­tings. Jour­nal of Orga­ni­za­tion­al Behav­ior Man­age­ment, 20(1), 29–68. https://doi.org/10.1300/J075v20n01_03
  • Leb­bon, A., Austin, J., Rost, K., & Stan­ley, L. (2011). Improv­ing safe con­sumer trans­fers in a day treat­ment set­ting using train­ing and feed­back. Behav­ior Analy­sis in Prac­tice, 4(2), 35–43.
  • Li, H., Lu, M., Hsu, S.-C., Gray, M., & Huang, T. (2015). Proac­tive behav­ior-based safe­ty man­age­ment for con­struc­tion safe­ty improve­ment. Safe­ty Sci­ence, 75, 107–117. https://doi.org/10.1016/j.ssci.2015.01.013
  • Sulz­er-Azaroff, B., & Austin, J. (2000). Does BBS work? Pro­fes­sion­al Safe­ty, 45(7), 19–24.

Fußnote

1 Die voll­ständi­ge Check­liste kann bei den Autor/innen erfragt werden.


Foto: NICOLE ZINKLER/HOF-FOTOGRAF

Lisa Zeitler

Hochschule für Ange­wandte Wis­senschaften Würzburg-Schweinfurt,

Fakultät Ange­wandte Sozialwissenschaften

lisa.zeitler@fhws.de


Foto: privat

Prof. Dr. Christoph Bördlein

Hochschule für Ange­wandte Wis­senschaften Würzburg-Schweinfurt,

Fakultät Ange­wandte Sozialwissenschaften

christoph.boerdlein@ fhws.de

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