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Vor Ort bei Siemens Healthineers: Umgang mit schweren Rechnern erleichtert

Vor Ort bei Siemens Healthineers
Umgang mit schweren Rechnern erleichtert

Sie ist nicht nur die Jüng­ste im Team, son­dern auch die einzige Frau. Und ihr Ehre­namt als Sicher­heits­beauf­tragte bei den Siemens Health­i­neers bedeutet für Lau­ra Meis­ter nur den Anfang: Sie möchte Sicher­heits­fachkraft wer­den. Die dafür benötigte Fort­bil­dung zur Meis­terin hat sie bere­its begonnen.

Kirsten Rein

Erst während ihres Studi­ums hat Lau­ra Meis­ter gemerkt, dass sie eine Alter­na­tive zum ursprünglichen Beruf­sziel Lehrerin bevorzugt. Die Arbeit als Werksstu­dentin bei Siemens in Erlan­gen hat ihr so gut gefall­en, dass sie das Lehramtsstudi­um an den Nagel gehängt hat, um 2014 eine Lehre als Elek­tron­ikerin für Geräte und Sys­teme zu beginnen.

Vier Jahre später wech­selte sie zu Siemens Health­i­neers nach Forch­heim. Sei­ther arbeit­et sie dort in der Rech­n­er­fer­ti­gung und ‑prü­fung. Dabei han­delt es sich um Rech­n­er, die für medi­zinis­che Com­put­er­to­mo­grafen (CT) ein­gerichtet und über­prüft wer­den, bevor sie die entsprechende Soft­ware erhal­ten. Mit dem Wech­sel nach Forch­heim begann auch ihr Engage­ment als Sicher­heits­beauf­tragte. „Ich finde dies nicht nur wichtig, son­dern das The­ma inter­essiert mich auch total. Außer­dem bilde ich mich gerne weit­er und will immer etwas dazuler­nen“, erk­lärt die 29-Jährige den Hin­ter­grund. Die Sibe-Tätigkeit ist für sie dabei nur ein Zwis­chen­schritt. Das Ziel lautet, Sicher­heits­fachkraft zu wer­den. Allerd­ings ist dafür ein Meis­ter die Voraus­set­zung. Doch kein Prob­lem: Im Fern­studi­um lässt sich die junge Erlan­gerin jet­zt schon zur Meis­terin in Elek­trotech­nik fortbilden.

Hebehilfen für schwere Rechner

Bere­its vom ersten Moment in ihrem Sibe-Leben an hat Lau­ra Meis­ter Änderun­gen angestoßen. „Anfangs hat­ten wir für die Rech­n­er keine Hebe­hil­fen. Sie wiegen zwis­chen 20 und 40 Kilo­gramm und sind äußerst unhan­dlich. Da mussten schon mal Kol­le­gen mit Rück­en­schmerzen zu Hause bleiben“, ver­an­schaulicht sie das Prob­lem, das ihr als erstes auf­stieß. Mit­tler­weile gibt es Hebe­hil­fen. Und für das richtige Han­dling beim Ein- und Aus­pack­en der Rech­n­er hat die junge Erlan­gerin eine kurze One Note-Anleitung für alle ver­fasst. „Beim Aus­pack­en wäre uns näm­lich fast ein­mal ein Rech­n­er vom Hebegerät gekippt“, erin­nert sie sich. Ein Grund­satz bei diesem ersten und let­zten Arbeitss­chritt lautet fol­glich: die Rech­n­er immer zu zweit heben.


„Ich bilde mich gerne weit­er und will immer etwas dazulernen.“


Nach der anfänglichen Grund­schu­lung bei der Beruf­sgenossen­schaft ist die Sicher­heits­beauf­tragte bei den regelmäßi­gen Bege­hun­gen mit dabei. Beson­ders am Anfang der Coro­na-Pan­demie nah­men diese viel Zeit in Anspruch. „Das Anbrin­gen der Boden­markierun­gen und Schilder­aufhän­gen hat sich gezo­gen.“ Die Teams wur­den in Früh- und Spätschicht­en eingeteilt. Alle Räume sind nur noch für eine lim­i­tierte Per­so­n­e­nan­zahl zuge­lassen. Masken dür­fen nur am Arbeit­splatz abgelegt wer­den, alle Zusam­menkün­fte find­en dig­i­tal über Teams statt.

Gehörschutzmaßnahmen werden gut angenommen

Die Zusam­me­nar­beit mit den Sicher­heits­fachkräften beschreibt Lau­ra Meis­ter als eng. „Wenn es Fra­gen oder Prob­leme gibt, schreibe ich sie an.“ Auf eine Reak­tion muss sie nicht lange warten. „Dann kom­men sie sofort. Bei uns ist beispiel­sweise die Lüf­tung im Prüf­feld ziem­lich geräuschvoll. Ein paar Mitar­beit­er fan­den das zu laut. Das haben unsere Sicher­heits­fachkräfte sofort geprüft.“ Bei der Über­prü­fung kam her­aus, dass die Dez­i­bel­be­las­tung die geset­zlichen Gren­zw­erte nicht über­schre­it­et. Trotz­dem ste­ht den Mitar­beit­ern sei­ther Gehörschutz zur Ver­fü­gung, der auch gerne angenom­men wird.

Bei Siemens Health­i­neers sei man sicher­heit­stech­nisch gut aufgestellt. „Es gibt wenig zu verbessern“, sagt Meis­ter. Im All­t­ag achtet sie darauf, dass Schw­eres nie alleine gehoben wird und Sachen nur dort ste­hen, wo die Kennze­ich­nung es erlaubt. Fluchtwege müssen freige­hal­ten wer­den. „Aber da acht­en die Mitar­beit­er selb­st auch drauf. Mein Team, das sind aktuell zwanzig Leute, hal­ten sich alle an die Regeln. Wäre das nicht so, würde ich das an die Sicher­heits­fachkraft weiterleiten.“

Damit die Mitar­beit­er sich fit hal­ten kön­nen, bietet Siemens Kurse wie Rück­en­schule, aktive Pausen, Pilates oder Lauf­grup­pen an. Um sich zu informieren und für den jew­eili­gen Bere­ich Vorschläge und Ideen mit­nehmen zu kön­nen, dür­fen die Sicher­heits­beauf­tra­gen vom gesamten Unternehmen an den regelmäßi­gen Sitzun­gen der Fachkräfte für Arbeitssicher­heit teil­nehmen. Dort wer­den Prob­leme aus allen Abteilun­gen disku­tiert und Neuigkeit­en vorgestellt.

Begeisterung für Sport und Arbeit

Auf Sicher­heit zu acht­en, hat Lau­ra Meis­ter vor allem im Sport gel­ernt. Mit einem Voll­blu­taraber und einem Reit­pony nimmt sie an Dis­tanzritt-Turnieren teil. „Da bin ich zufäl­lig dran ger­at­en. Früher hat­te ich eine Reit­beteili­gung bei ein­er Frau, die das pro­fes­sionell betrieben hat. Ich bin einge­sprun­gen, als sie krank wurde. Seit­dem hat mich das nicht mehr los­ge­lassen.“ Mit Reit­er­helm und Rück­en­pro­tek­tor legt die engagierte Rei­t­erin bei solchen Turnieren bis zu 60 Kilo­me­ter im Trab oder Galopp zurück. Dafür muss natür­lich auch kon­se­quent trainiert wer­den. Dabei helfen ihr zwei Reit­beteili­gun­gen, denn die 29-Jährige hat nicht jeden Tag Zeit für die nöti­gen Wettbewerbsvorbereitungen.

Freude an sinnvoller Arbeit

Lau­ra Meis­ters Engage­ment im Unternehmen wird geschätzt. „Meine Vorge­set­zten pro­te­gieren mich.“ Als Jüng­ste im Team, einzige Frau und stel­lvertre­tende Team­leitung hat sie kein Prob­lem, gehört, gese­hen und respek­tiert zu wer­den. Die Arbeit, die die Koor­di­na­tion von Aufträ­gen, den teil­weise kom­plet­ten Auf­bau von Leerge­häusen, das Verse­hen mit Karten von fer­ti­gen Rech­n­ern und die finale Hochspan­nung­sprü­fung umfasst, macht der jun­gen Frau viel Spaß. „Einen Rech­n­er einzuricht­en, kann von einem Tag bis zu ein­er Woche dauern. Ich mache dann die End­kon­trolle und trage alles in SAP ein. Anschließend entschei­de ich, welch­er Auf­trag als näch­stes bear­beit­et wird.“

Ein gutes Gefühl bei dieser Tätigkeit bere­it­et ihr auch der Ein­satzz­weck der Rech­n­er. „Es fasziniert mich, dass wir Geräte bauen, mit denen man den Men­schen helfen kann.“


Steckbrief

  • Lau­ra Meister
  • 29 Jahre
  • Elek­tron­ikerin für Geräte und Systeme
  • Aktuelle Posi­tion: stel­lvertre­tende Teamleitung
  • Sicher­heits­beauf­tragte seit 2018
  • Branche Medi­z­in­tech­nolo­gie

Siemens Healthineers AG

Über ihre Region­alge­sellschaften unter­stützt die Siemens Health­i­neers AG Gesund­heitsver­sorg­er weltweit beim Aus­bau der Präzi­sion­s­medi­zin, bei der Neugestal­tung der Gesund­heitsver­sorgung, der Verbesserung der Patien­ten­er­fahrung und der Dig­i­tal­isierung des Gesund­heitswe­sens. Dabei entwick­elt das Unternehmen sein Pro­dukt- und Dien­stleis­tungsport­fo­lio mit KI-gestützten Anwen­dun­gen und dig­i­tal­en Ange­boten kon­tinuier­lich weit­er für die näch­ste Gen­er­a­tion der Medizintechnik.

  • Haupt­sitz und Deutsch­land-Zen­trale in Erlangen
  • rund 66.000 Beschäftigte weltweit
  • vertreten in mehr als 70 Ländern
  • www.siemens-healthineers.com
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