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MAK-Werte

DFG-MAK- und BAT-Werte-Liste 2022
Viel „Gestank“ in der neuen MAK-Werte-Liste

Mak-Werte Liste
Leider sagt die Farbe wenig über die Gefährlichkeit einer Substanz – Grenzwerte werden notwendig. Foto: © antoine2k – stock.adobe.com
Dr. Ulrich Welzbacher
Wie in jedem Jahr wur­den auch in diesem Jahr die neuen Vorschläge der Ständi­gen Sen­atskom­mis­sion zur Prü­fung gesund­heitss­chädlich­er Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungs­ge­mein­schaft (DFG-Arbeitsstof­fkom­mis­sion) für MAK- und BAT-Werte sowie Stoff­be­w­er­tun­gen im Juli veröf­fentlicht und dem Bun­de­sar­beitsmin­is­teri­um als Teil der wis­senschaftlichen Poli­tik­ber­atung übergeben.

In diesem Jahr fällt vor allem auf, dass viele Stoffe – ins­ge­samt 23 – eine neue Anmerkung zu ein­er möglichen Geruchs­beläs­ti­gung selb­st bei Ein­hal­tung des MAK-Wertes erhalten.

Schon im vorigen Jahr waren im ein­lei­t­en­den Text zur MAK-Werte-Liste im Abschnitt I „Bedeu­tung, Benutzung und Ableitung von MAK-Werten“ die bish­eri­gen Kapitel

  • e) Geruch, Irri­ta­tion und Beläs­ti­gung und
  • f) Gewöh­nung

durch das neue Kapitel

  • e) Chemosen­sorische Wahrnehmungen und Effekte

erset­zt wor­den. Diese Änderung hat sich in der vor­liegen­den Liste erst­mals deut­lich ausgewirkt.

Außer­dem wer­den in diesem Jahr auf­fäl­lig viele ältere MAK-Werte zurück­ge­zo­gen, vor allem zu Pflanzen­schutz- und Schädlings­bekämp­fungsmit­teln, die heute als solche nicht mehr zuge­lassen sind und daher kaum noch eine prak­tis­che Bedeu­tung haben. Hierzu später in den entsprechen­den Abschnit­ten dieses Beitrags mehr.

Luftgrenzwerte 2022

Neuauf­nah­men

Im Bere­ich der Luft­gren­zw­erte gibt es in diesem Jahr acht Neuauf­nah­men, dabei wur­den aber nur vier MAK-Werte fest­gelegt, näm­lich für

  • Ben­zoesäure [65–85–0] (einatem­bare Fraktion)
  • Tetram­ethy­lo­lacetylendi­harn­stoff [5395–50–6]
  • Zinkdi­amyldithio­car­ba­mat [15337–18–5] (alve­olengängige Frak­tion) und
  • Zinkdi­amyldithio­car­ba­mat [15337–18–5] (einatem­bare Fraktion).

Die übri­gen Neuauf­nah­men enthal­ten lediglich Ver­weise auf die Abschnitte IIb „Stoffe, für die derzeit keine MAK-Werte aufgestellt wer­den kön­nen“ und/oder Xc „Kühlschmier­stoffe, Hydraulik­flüs­sigkeit­en und andere Schmier­stoffe“ bzw. wer­den hin­sichtlich Hautre­sorp­tion, sen­si­bil­isieren­der und/oder kreb­serzeu­gen­der Eigen­schaften aufgenommen:

  • Fettsäuren C14–18 und C16–18, ungesät­tigt [67701–06–8] (ver­gl. Abschn. IIb und Xc, keine weit­ere Bewertung)
  • Tetra­brom­bisphe­nol A [79–94–7] (Hautre­sorp­tion, kreb­serzeu­gend Kat­e­gorie 2)
  • N‑To­syl-6-aminocapron­säure [78521–39–8] (ver­gl. Abschn. IIb und Xc, keine weit­ere Bewertung)
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxypropyl)-hexahydro‑1,3,5‑triazin [25254–50–6] (ver­gl. Abschn. Xc, sen­si­bil­isierend, kreb­serzeu­gend Kat­e­gorie 2).

Für einen bere­its vorhan­de­nen Ein­trag (Vana­di­um [7440–62–2] und seine anor­gan­is­chen Verbindun­gen [einatem­bare Frak­tion]) wurde erst­mals ein MAK-Wert festgelegt.

Änderun­gen

In diesem Jahr wur­den zwei MAK-Werte abgesenkt:

  • 2,2‘-Dichlordiethylether [111–44–4] (Fak­tor 20) und
  • Kiesel­säuren, amorphe
    a) syn­thetis­che kol­loidale amor­phe Kiesel­säure [7631–86–9] ein­schl. pyro­gen­er Kiesel­säure [112945–52–5] und im Nassver­fahren hergestell­ter syn­thetis­ch­er Kiesel­säure (Fäl­lungskiesel­säure, Kiesel­gel) [112926–00–8] sowie unge­bran­nte Kiesel­gur [61790–53–2] (Fak­tor 25).

Die Absenkung des Wertes für die syn­thetis­chen amor­phen Kiesel­säuren erfol­gte im Rah­men der Kom­men­tierungs­frist zur vor­jähri­gen Liste; denn bis­lang war man davon aus­ge­gan­gen, dass von amor­phen Sub­stanzen – also Fest­stof­fen, deren moleku­lare Bestandteile nicht in Kristall­git­tern ange­ord­net sind – nur ein ver­gle­ich­sweise geringes Gefährdungspoten­zial aus­ge­ht. Neue Stu­di­en haben nun aber bere­its bei niedrigeren Konzen­tra­tio­nen nachteilige Wirkun­gen gezeigt.

Der MAK-Wert für Schwe­fel­hexa­flu­o­rid [2551–62–4] wurde um den Fak­tor 5 her­aufge­set­zt; hier­mit im Zusam­men­hang ste­ht eine neue Anmerkung zu diesem Stoff: „Die Bew­er­tung bezieht sich auf den reinen Stoff; bei sehr hohem Energieein­trag (z.B. elek­trische Ent­ladun­gen oder Tem­per­a­turen über 500°C) kön­nen aus Schwe­fel­hexa­flu­o­rid sehr tox­is­che Zer­falls- und Reak­tion­spro­duk­te entstehen.“

Ergänzend ist noch auf eine Fehlerko­r­rek­tur aus der let­zten Liste von 2021 hinzuweisen: Dort war für die drei Trichlor­ben­zole (1,2,3‑Trichlorbenzol [87–61–6], 1,2,4‑Trichlorbenzol [120–82–1] und 1,3,5‑Trichlorbenzol [108–70–3] auf Grund eines Druck­fehlers ein MAK-Wert von 0,38 mg/m³ angegeben; in der diesjähri­gen Liste ste­hen jet­zt die kor­rek­ten Werte (3,8 mg/m³), ohne dass hier­auf beson­ders hingewiesen wird. Der im Vor­jahre­sar­tikel genan­nte – ungewöhn­lich hohe – Fak­tor für die Absenkung um den Fak­tor 100 rel­a­tiviert sich durch diese Kor­rek­tur auf den Fak­tor 10, der im Bere­ich des „Üblichen“ liegt.

Aufgehobene MAK-Werte

Ein­gangs wurde bere­its darauf hingewiesen, dass zahlre­iche ältere MAK-Werte vor allem für Biozid­wirk­stoffe (Pflanzen­schutz- und Schädlings­bekämp­fungsmit­tel) zurück­ge­zo­gen wur­den. Nor­maler­weise wer­den Stoffe in diesem Fall in die Liste nach Abschnitt IIb aufgenom­men mit dem Ziel, bei Vor­liegen weit­erge­hen­der Infor­ma­tio­nen wieder einen (neuen) MAK-Wert aufzustellen.

Im vor­liegen­den Fall hat die MAK-Kom­mis­sion jedoch einen neuen Abschnitt IIc in die Liste einge­fügt, in der Stoffe enthal­ten sind, für die zukün­ftig kein MAK-Wert mehr aufgestellt wer­den soll.

In diesem Jahr wur­den die fol­gen­den 15 Stoffe in die Liste nach Abschnitt IIc aufgenommen:

  • Aldrin [309–00–2]
  • Car­baryl (1‑Naphthylmethylcarbamat) [63–25–2]
  • Chlor­dan [57–74–9]
  • DDT (Dichlordiphenyl­trichlorethan) [50–29–3]
  • Deme­ton­methyl [8022–00–2]
  • Dield­rin (HEOD) [60–57–1]
  • EPN (O‑Ethyl-O-(4‑nitrophenyl)phenylthiophosphonat) [2104–64–5]
  • Fen­thion [55–38–9]
  • Malathion [121–75–5]
  • Mev­in­phos [7786–34–7] siehe Begrün­dung „Phos­drin“
  • Paraquat­dichlo­rid [1910–42–5]
  • Parathion [56–38–2]
  • Propox­ur [114–26–1]
  • TEPP (Tetraethylpy­rophos­phat)
    [107–49–3]
  • Trichlor­ni­tromethan [76–06–2].

Darüber hin­aus wurde der MAK-Wert für Cal­ci­um­sul­fat (alve­olengängige Frak­tion; Anhy­drit [7778–18–9], Halb­hy­drat [10034–76–1], Dihy­drat [10101–41–4] und Gips [13397–24–5]) aufge­hoben und der Stoff in die Liste von Abschnitt IIb aufgenommen.

Durch die zahlre­ichen Stre­ichun­gen ist die Anzahl der MAK-Werte 2022 seit vie­len Jahren erst­mals wieder gesunken, nach­dem in den ver­gan­genen Jahren zahlre­iche neue MAK-Werte in die Liste aufgenom­men wor­den waren. In diesem Jahr gibt es vier neue MAK-Werte für Stoffe, die erst­mals in der Liste auf­tauchen und einen Wert für einen bere­its vorhan­de­nen Ein­trag. Ins­ge­samt 16 MAK-Werte wur­den zurück­ge­zo­gen, was zu ein­er Reduzierung um elf Werte führt.

In diesem Jahr wurde nur ein Stoff hin­sichtlich seines MAK-Wertes

(N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxyethyl)hexahydro-
1,3,5‑triazin [4719–04–4]) – und auch aller weit­eren Bew­er­tun­gen – über­prüft, ohne dass Änderun­gen erforder­lich waren.

Weitere Hinweise und Anmerkungen – Fußnoten

Für den bere­its in der Liste vorhan­de­nen Stoff Cal­ci­um­sul­fat (alve­olengängige Frak­tion), Anhy­drit [7778–18–9], Halb­hy­drat [10034–76–1], Dihy­drat [10101–41–4] und Gips [13397–24–5] und die neu in die Liste aufgenomme­nen Stoffe

  • Fettsäuren C14–18 und C16–18, ungesät­tigt [67701–06–8] und
  • N‑To­syl-6-aminocapron­säure [78521–39–8]

kon­nten keine MAK-Werte fest­gelegt wer­den; stattdessen wurde ein Hin­weis auf Abschnitt IIb „Stoffe, für die derzeit keine MAK-Werte aufgestellt wer­den kön­nen“ aufgenommen.

Für die sieben Neuaufnahmen

  • Ben­zoesäure [65–85–0] (siehe auch Alkalibenzoate)
  • Fettsäuren C14–18 und C16–18, ungesät­tigt [67701–06–8]
  • Tetram­ethy­lo­lacetylendi­harn­stoff [5395–50–6]
  • (N‑To­syl-6-aminocapron­säure [78521–39–8])
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxypropyl)-hexahydro‑1,3,5‑triazin [25254–50–6]
  • Zinkdi­amyldithio­car­ba­mat [15337–18–5] (alve­olengängige Frak­tion) und
  • Zinkdi­amyldithio­car­ba­mat [15337–18–5] (einatem­bare Fraktion)

wurde ein Hin­weis auf Abschnitt Xc „Kühlschmier­stoffe, Hydraulik­flüs­sigkeit­en und andere Schmier­stoffe“ vergeben.

Die Anmerkung „Der Stoff kann gle­ichzeit­ig als Dampf und Aerosol vor­liegen“ erhiel­ten die Einträge

  • Ben­zoesäure [65–85–0] (einatem­bare Frak­tion) (Neuauf­nahme)
  • Tetram­ethy­lo­lacetylendi­harn­stoff [5395–50–6] (Neuauf­nahme)
  • N,N‘,N“-Tris(β‑hydroxyethyl)hexahydro‑1,3,5‑triazin [4719–04–4]
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxypropyl)-hexahydro‑1,3,5‑triazin [25254–50–6] (Neuauf­nahme).

Die im ver­gan­genen Jahr aufgenommene Anmerkung „Auch bei Ein­hal­tung des MAK-Wertes sind im Einzelfall ‚Geruchs-assozi­ierte‘ Symp­tome nicht auszuschließen, vgl. Abschn. Ie)“ wurde für die 23 Stoffe

  • 2‑Aminopropan [75–31–0]
  • 1‑Butanthiol [109–79–5]
  • n‑Butylacrylat [141–32–2]
  • n‑Butylamin [109–73–9]
  • sec-Buty­lamin [13952–84–6]
  • tert-Buty­lamin [75–64–9]
  • Diethy­lamin [109–89–7]
  • 2‑Diethylaminoethanol [100–37–8]
  • Dimethy­lamin [124–40–3]
  • N,N‑Dimethylethylamin [598–56–1]
  • Ethanthi­ol [75–08–1]
  • Eth­yl­acry­lat [140–88–5]
  • Eth­yl­amin [75–04–7]
  • Isobuty­lamin [78–81–9]
  • Methanthi­ol [74–93–1]
  • Methy­lacry­lat [96–33–3]
  • Methy­lamin [74–89–5]
  • Methyl­methacry­lat [80–62–6]
  • Mor­pholin [110–91–8]
  • Selen­wasser­stoff [7783–07–5]
  • Tetrahy­droth­io­phen (THT) [110–01–0]
  • Tri­ethy­lamin [121–44–8] und
  • Trimethy­lamin [75–50–3]

vergeben. Der jew­eilige MAK-Wert wurde hier­bei nicht geändert.

Weitere Anmerkungen zu den MAK-Werten

Für die Neuauf­nahme Ben­zoesäure [65–85–0] wurde zusät­zlich der Hin­weis „Löst pseudoal­ler­gis­che Reak­tio­nen aus, siehe ‚Toxikol­o­gisch-arbeitsmedi­zinis­che Begrün­dung von MAK-Werten‘ (21. Liefer­ung 1995)“ aufgenommen.

Bei den Neuaufnahmen

  • Tetram­ethy­lo­lacetylendi­harn­stoff [5395–50–6] und
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxypropyl)-hexahydro‑1,3,5‑triazin [25254–50–6]

erfol­gt ein Hin­weis, dass es sich bei diesen Stof­fen um „Formalde­hyd­ab­spal­ter“ handelt.

Die Neuauf­nah­men

  • Tetra­brom­bisphe­nol A [79–94–7] und
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxypropyl)-hexahydro‑1,3,5‑triazin [25254–50–6]

sowie der beste­hende Eintrag

  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxyethyl)hexahydro‑1,3,5‑triazin [4719–04–4]

erhal­ten die Anmerkung zur Kat­e­gorie kreb­serzeu­gend 2: „Voraus­set­zung für Kat­e­gorie 4 prinzip­iell erfüllt, aber Dat­en für MAK- oder BAT-Wert-Ableitung nicht ausreichend“.

Spitzenbegrenzung

Es gibt zwei Kat­e­gorien für die zuläs­sige kurzzeit­ige Über­schre­itung von Schichtmittelwerten:

  • Kat­e­gorie I: Stoffe, bei denen die lokale Reizwirkung gren­zw­ertbes­tim­mend ist oder atemwegssen­si­bil­isierende Stoffe
  • Kat­e­gorie II: resorp­tiv wirk­same Stoffe.

Die Zahl in Klam­mern hin­ter der Kat­e­gorie beze­ich­net den zuläs­si­gen Über­schre­itungs­fak­tor; dabei ist eine solche Über­schre­itung höch­stens vier­mal pro Arbeitss­chicht als Mit­tel­w­ert für jew­eils 15 Minuten zuläs­sig. Der zeitliche Abstand der einzel­nen Über­schre­itungspe­ri­o­den soll dabei min­destens eine Stunde betragen.

In diesem Jahr wur­den sechs­mal Kat­e­gorien für die Kurzzeitwerte geän­dert (zweimal) oder erst­mals vergeben (vier Neuauf­nah­men); dabei hat die Kommission

  • 2 x die Kat­e­gorie I(2) für
  • Ben­zoesäure [65–85–0] (einatem­bare Frak­tion) siehe auch Alka­liben­zoate (Neuauf­nahme) und
  • Tetram­ethy­lo­lacetylendi­harn­stoff [5395–50–6] (Neuauf­nahme)
  • 2 x die Kat­e­gorie II(2) für
  • 2,2‘-Dichlordiethylether [111–44–4] (bish­er Kat­e­gorie I(2))
  • Vana­di­um [7440–62–2] und seine anor­gan­is­chen Verbindun­gen (einatem­bare Frak­tion), (bish­er ohne Kat­e­gorie Spitzenbegrenzung)
  • 1 x die Kat­e­gorie II(4) für
  • Zinkdi­amyldithio­car­ba­mat [15337–18–5] (alve­olengängige Frak­tion) (Neuauf­nahme)
  • 1 x die Kat­e­gorie II(8) für
  • Zinkdi­amyldithio­car­ba­mat [15337–18–5] (einatem­bare Frak­tion) (Neuauf­nahme)

vergeben. Für vier Stoffe wurde die Kat­e­gorie Spitzen­be­gren­zung über­prüft, ohne dass sich Änderun­gen ergaben:

  • Cal­ci­um­sul­fat (alve­olengängige Frak­tion; Anhy­drit [7778–18–9], Halb­hy­drat [10034–76–1], Dihy­drat [10101–41–4] und Gips [13397–24–5] (keine Kat­e­gorie Spitzenbegrenzung)
  • Kiesel­säuren, amorphe
    a) syn­thetis­che kol­loidale amor­phe Kiesel­säure [7631–86–9] ein­schl. pyro­gen­er Kiesel­säure [112945–52–5] und im Nassver­fahren hergestell­ter syn­thetis­ch­er Kiesel­säure (Fäl­lungskiesel­säure, Kiesel­gel) [112926–00–8] sowie unge­bran­nte Kiesel­gur [61790–53–2] (Kat­e­gorie II((8))
  • Schwe­fel­hexa­flu­o­rid [2551–62–4] (Kat­e­gorie II((8)) und
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxyethyl)hexahydro‑1,3,5‑triazin [4719–04–4] (keine Kat­e­gorie Spitzenbegrenzung).

Bei den vier Neuaufnahmen

  • Fettsäuren C14–18 und C16–18, ungesät­tigt [67701–06–8]
  • Tetra­brom­bisphe­nol A [79–94–7]
  • N‑To­syl-6-aminocapron­säure [78521–39–8] und
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxypropyl)-hexahydro‑1,3,5‑triazin [25254–50–6]

wurde keine Kat­e­gorie für die Spitzen­be­gren­zung vergeben.

Sensibilisierende Stoffe und Aufnahme durch die Haut

Zwei Stoffe (Neuauf­nah­men) erhiel­ten in diesem Jahr die Zusatzbeze­ich­nung „Sh“ für Sen­si­bil­isierung bei Hautkontakt:

  • Tetram­ethy­lo­lacetylendi­harn­stoff [5395–50–6] und
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxypropyl)-hexahydro‑1,3,5‑triazin [25254–50–6].

Die übri­gen Neuauf­nah­men erfol­gten ohne Bew­er­tung als sensibilisierend.

Die Zusatzbeze­ich­nung „Sa“ für Sen­si­bil­isierung beim Einat­men wurde in diesem Jahr nicht vergeben.

Für die nach­fol­gend genan­nten sechs Stoffe wur­den die haut­sen­si­b­lisieren­den Eigen­schaften über­prüft und die bish­erige Bew­er­tung bestätigt:

  • Cal­ci­um­sul­fat (alve­olengängige Frak­tion; Anhy­drit [7778–18–9], Halb­hy­drat [10034–76–1], Dihy­drat [10101–41–4] und Gips [13397–24–5] (ohne Sh)
  • 2,2‘-Dichlordiethylether [111–44–4] (ohne Sh)
  • Kiesel­säuren, amor­phe a) syn­thetis­che kol­loidale amor­phe Kiesel­säure [7631–86–9] ein­schl. pyro­gen­er Kiesel­säure [112945–52–5] und im Nassver­fahren hergestell­ter syn­thetis­ch­er Kiesel­säure (Fäl­lungskiesel­säure, Kiesel­gel) [7631–86–9] sowie unge­bran­nte Kiesel­gur [61790–53–2] (ohne Sh)
  • Schwe­fel­hexa­flu­o­rid [2551–62–4] (ohne Sh)
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxyethyl)hexahydro‑1,3,5‑triazin [4719–04–4] (Sh)
  • Vana­di­um [7440–62–2] und seine anor­gan­is­chen Verbindun­gen (einatem­bare Frak­tion) (ohne Sh)

Die bei­den Neuaufnahmen

  • Ben­zoesäure [65–85–0] (einatem­bare Frak­tion) sowie
  • Tetra­brom­bisphe­nol A [79–94–7]

erhiel­ten in diesem Jahr die Zusatzbeze­ich­nung „H“ für Gefährdung durch Hautkon­takt; bei diesen Stof­fen trägt die Auf­nahme durch die Haut wesentlich zum tox­is­chen Gefährdungspoten­zial bei.

Die übri­gen Neuauf­nah­men erfol­gten ohne Bew­er­tung als hautresorptiv.

Für die nach­fol­gend genan­nten sechs Stoffe – es sind die gle­ichen Stoffe wie bei der Über­prü­fung der sen­si­bil­isieren­den Eigen­schaften – wur­den in diesem Jahr die hautre­sorp­tiv­en Eigen­schaften über­prüft und die bish­erige Bew­er­tung bestätigt:

  • Cal­ci­um­sul­fat (alve­olengängige Frak­tion; Anhy­drit [7778–18–9], Halb­hy­drat [10034–76–1], Dihy­drat [10101–41–4] und Gips [13397–24–5] (ohne H)
  • 2,2‘-Dichlordiethylether [111–44–4] (H)
  • Kiesel­säuren, amor­phe a) syn­thetis­che kol­loidale amor­phe Kiesel­säure [7631–86–9] ein­schl. pyro­gen­er Kiesel­säure [112945–52–5] und im Nassver­fahren hergestell­ter syn­thetis­ch­er Kiesel­säure (Fäl­lungskiesel­säure, Kiesel­gel) [7631–86–9] sowie unge­bran­nte Kiesel­gur [61790–53–2] (ohne H)
  • Schwe­fel­hexa­flu­o­rid [2551–62–4] (ohne H)
  • N,N‘,N‘‘-Tris(β‑hydroxyethyl)hexahydro‑1,3,5‑triazin [4719–04–4] (ohne H)
  • Vana­di­um [7440–62–2] und seine anor­gan­is­chen Verbindun­gen (einatem­bare Frak­tion) (ohne H)

Der zweite Teil dieses Beitrags im näch­sten Heft erläutert die Änderun­gen bei den kreb­serzeu­gen­den, keimzell­mu­ta­ge­nen oder repro­duk­tion­stox­is­chen (CMR) Stof­fen sowie bei den Biol­o­gis­chen Beurteilungswerten (BAT, EKA, BLW und BAR).

 

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