Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Kleine und mittlere Unternehmen ignorieren gesetzliche Vorschriften -
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Kleine und mittlere Unternehmen ignorieren gesetzliche Vorschriften

Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung psychi­scher Belas­tun­gen

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist in kleinen und mittleren Unternehmen immer noch eher selten anzutreffen. Foto: © 1110tulpe - stock.adobe.com
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Rund 60 Prozent der klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men igno­rie­ren die gesetz­li­chen Vorschrif­ten zur Stress‐ und Burnout‐Prävention.  Nur in rund vier von zehn Firmen (41 Prozent) erfolgt die im Arbeits­schutz­ge­setz vorge­schrie­bene psychi­sche Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung, die stress­be­dingte Erkran­kun­gen und Ausfälle verhin­dern soll. So lautet ein erstes Ergeb­nis des Dekra Arbeits­si­cher­heits­re­ports 2018/2019.

Die Umfra­ge­er­geb­nisse zeigen, dass viele Mittel­ständ­ler auch nach fünf Jahren noch nicht wissen, wie sie mit dem Thema umge­hen sollen“, êrklärt die Leite­rin des Dekra‐Bereichs Mensch & Gesund­heit, Dr. Karin Müller. „Dabei exis­tie­ren Lösun­gen, um die psychi­sche Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung geset­zes­kon­form und wirk­sam durch­zu­füh­ren. Gefragt sind Verfah­ren, die aufzei­gen, wie es der Beleg­schaft wirk­lich geht und welcher Stress tatsäch­lich krank macht.“

Für die Unter­su­chung befragte das Insti­tut forsa im Auftrag von Dekra 300 zufäl­lig ausge­wählte Entschei­der im Perso­nal­be­reich oder Arbeits­schutz in klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men (KMU von zehn bis unter 500 Mitar­bei­ter). Ein wesent­li­ches Thema der Studie ist die Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung.

Hinter­grund

Die Fehl­zei­ten aufgrund von psychi­schen Belas­tun­gen nehmen bundes­weit zu: Laut dem AOK‐Fehlzeitenreport 2018 ist die Häufig­keit von Fehl­zei­ten aufgrund psychi­scher Erkran­kun­gen zwischen 2007 und 2017 um 67,5 Prozent ange­stie­gen. Außer­dem führen diese Erkran­kun­gen zu beson­ders langen Ausfall­zei­ten. Mit durch­schnitt­lich 26 Krank­heits­ta­gen je Attest dauer­ten sie 2017 mehr als doppelt so lange wie eine durch­schnitt­li­che Krank­schrei­bung.

Seit 2013 schreibt das Arbeits­schutz­ge­setz vor, dass Arbeit­ge­ber auch die psychi­schen Gefähr­dun­gen der Beschäf­tig­ten am Arbeits­platz syste­ma­tisch beur­tei­len müssen. Falls erfor­der­lich, muss der Arbeit­ge­ber Maßnah­men gegen krank­ma­chen­den Stress am Arbeits­platz einlei­ten. Private und beruf­li­che psychi­sche Belas­tun­gen tragen maßgeb­lich zu Burnout oder Muskel‐ und Skelet­ter­kran­kun­gen und somit zu Fehl­zei­ten und Quali­täts­män­geln bei.

www.dekra.de/arbeitssicherheit

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